Im vorliegenden Referat werden Übergänge in den Ruhestand beschrieben, wobei diese speziell unter dem Blickpunkt der geschlechterspezifischen Unterschiede beleuchtet werden. Beginnend mit einer Definition von Ruhestand werden anschließend psychologische und zeitliche Anpassungen an den Ruhestand aufgezeigt. Im Hauptteil des Referates werden die geschlechterspezifischen Unterschiede im Ruhestand anhand der vier Bereiche Geldvermögen – Freizeitverhalten – Rolle und Macht näher beschrieben. Mit einem kurzen Fazit – welches zeitgleich einen Ausblick in die Zukunft wirft - schließt das Referat ab.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition von Ruhestand
3. Psychologische und zeitliche Anpassung an den Ruhestand
4. Ruhestand und die geschlechterspezifischen Unterschiede von…
4.1 Geldvermögen
4.2 Freizeitverhalten
4.3 Rolle
4.4 Macht
5. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist es, die Übergänge in den Ruhestand unter Berücksichtigung geschlechterspezifischer Differenzen zu analysieren und kritisch zu beleuchten.
- Definition und individuelle Interpretation des Ruhestands
- Psychologische Phasen und zeitliche Anpassungsprozesse
- Ökonomische Disparitäten in Bezug auf das Geldvermögen
- Unterschiede im Freizeitverhalten und in sozialen Kontakten
- Rollenorientierungen und Machtverhältnisse in der Ehe
Auszug aus dem Buch
4.1 Geldvermögen
Es gibt sicherlich zweierlei Möglichkeiten, dass Geldvermögen darzustellen. Zum Einen können Unmengen von Zahlen, Daten und Tabellen präsentiert werden, die es zweifelsohne zu diesem Thema gibt. Zum Anderen kann man sich auf wenige Kennzahlen fokussieren, die besonders interpretationswürdig sind. Die zweite Variante ist für dieses Referat präferiert worden, sodass nun ein fokussierter Blick auf das Nettogeldvermögen9 erfolgt. Die Zahlen aus Abbildung 1 überraschen nicht all zu sehr, denn die ökonomischen Ungleichheiten zwischen Rentnerin und Rentner (der Rentner besitzt durchschnittlich mehr Geld als die Rentnerin) sind bereits im Modul ausführlich besprochen worden.
Interessant ist hierbei jedoch zu sehen – und es kann gleichzeitig festgehalten werden – je älter allein lebende RentnerInnen werden, umso stabiler wird ihre finanzielle Situation. Das höchste Nettogeldvermögen besitzen Rentnerinnen und Rentner in der Altersgruppe 75 Jahre und älter. Dieser Geldzuwachs wird durch kleine Erbschaften erklärt. Ergänzend ist jedoch festzuhalten, dass diese Behauptung durch die EVS Zahlen nicht abschließend bestätigt werden können.
Das Nettogeldvermögen von Pensionärinnen und Pensionären spiegelt im Vergleich zu den RentnerInnen ein ähnliches Bild wider. Die Männer verfügen grundsätzlich über mehr Vermögen als die Frauen. Ein großer Unterschied jedoch liegt in der Höhe des verfügbaren Vermögens. Hier können die Pensionärinnen und Pensionäre in den angegebenen Altersklassen durchschnittlich das doppelte Vermögen im Vergleich zu den RentnerInnen aufweisen. In der Altersgruppe 75 Jahre und älter verfügen allein lebende Pensionärinnen
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Thematik des Referats und stellt die vier zentralen Analysebereiche zur Untersuchung geschlechterspezifischer Unterschiede im Ruhestand vor.
2. Definition von Ruhestand: Dieses Kapitel erörtert die Schwierigkeit einer allgemeingültigen Definition des Ruhestands und erläutert den Übergang in den Ruhestand in Verbindung mit dem Rentenalter.
3. Psychologische und zeitliche Anpassung an den Ruhestand: Hier werden die psychologischen Phasen des Ruhestands sowie die Veränderungen in der Zeitverwendung nach dem Wegfall der Erwerbsarbeit thematisiert.
4. Ruhestand und die geschlechterspezifischen Unterschiede von…: Das Hauptkapitel untersucht detailliert geschlechterspezifische Unterschiede in den Bereichen Geldvermögen, Freizeitverhalten, Rollenverteilung und Macht.
4.1 Geldvermögen: Dieser Abschnitt analysiert das Nettogeldvermögen von Rentnern und Pensionären und weist auf ökonomische Unterschiede zwischen den Geschlechtern hin.
4.2 Freizeitverhalten: Das Kapitel betrachtet die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Freizeitnutzung sowie die Rolle von Mediennutzung, Sport und sozialen Kontakten.
4.3 Rolle: Dieser Teil befasst sich mit der traditionellen Rollenverteilung beim Übergang in den Ruhestand und zeigt neue, aus verschiedenen Übergangsformen resultierende Orientierungen auf.
4.4 Macht: Das Kapitel erläutert Machtverteilungsmodelle in der Ehe und die Auswirkungen des Renteneintritts auf das Machtgefüge zwischen den Partnern.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst den historischen Wandel des Ruhestands zusammen und weist auf den Bedarf nach weiterer empirischer Forschung zur Berufsaufgabe der Frau hin.
Schlüsselwörter
Ruhestand, Geschlechterforschung, Altersforschung, Nettogeldvermögen, Freizeitverhalten, Rollenverteilung, Macht, Pensionierung, Lebensereignis, Rentenalter, soziale Unterstützung, geschlechtsspezifische Unterschiede, Empirische Forschung, Haushaltsarbeit, Anpassungsprozesse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Übergängen von Menschen in den Ruhestand, wobei der Schwerpunkt auf der Analyse geschlechterspezifischer Unterschiede liegt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit untersucht das Geldvermögen, das Freizeitverhalten, die soziale Rollenverteilung und die Machtverhältnisse von Menschen im Ruhestand.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch eine gerontologische Perspektive aufzuzeigen, wie geschlechterspezifische Unterschiede den Prozess und die Gestaltung des Ruhestands beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine schriftliche Zusammenfassung eines Referats, die auf einer Auswertung bestehender Literatur, statistischer Daten und theoretischer Erklärungsmodelle basiert.
Was wird im Hauptteil des Dokuments näher beleuchtet?
Der Hauptteil analysiert vier Kernbereiche (Geldvermögen, Freizeit, Rolle, Macht) und deren Einfluss auf die Lebensgestaltung von Rentnern und Pensionären.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?
Wichtige Begriffe sind Ruhestand, Geschlechterforschung, Nettogeldvermögen, Freizeitverhalten, Machtverteilung und Rollenorientierung.
Wie verändert sich das Geldvermögen im Alter?
Die Arbeit stellt fest, dass das Nettogeldvermögen oft bei Rentnern höher ist als bei Rentnerinnen und dass Pensionäre im Schnitt über ein deutlich höheres Vermögen verfügen als Rentner.
Welche Auswirkung hat der Renteneintritt auf das Machtgefüge in der Ehe?
Der Renteneintritt des Mannes kann zu einem gefühlten Machtverlust führen, was häufig in Kompensationsversuchen über den Bereich des Haushalts mündet, was wiederum Konflikte oder Machtverschiebungen auslösen kann.
Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede beim Freizeitverhalten?
Ja, Männer investieren im Alter tendenziell mehr Zeit in Mediennutzung, Sport und Hobby, während Frauen ab einem Alter von 70 Jahren eine Verringerung ihrer sozialen Kontakte erfahren.
Warum wird die Berufsaufgabe der Frau als Forschungsbedarf genannt?
Der Autor weist darauf hin, dass die Problematik der Berufsaufgabe der Frau in der bisherigen empirischen Forschung vernachlässigt wurde und neue Rollenbilder noch nicht ausreichend erfasst sind.
- Arbeit zitieren
- Dipl. Betriebswirt, Gerontologe M.A. Ivonne Kuss (Autor:in), 2010, Gerontologische Geschlechterforschung - Übergänge in den Ruhestand, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/187605