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Die Synthesisleistung der transzendentalen Einheit der Apperzeption und das "Ich-Denke" als Regress-Blocker

Titel: Die Synthesisleistung der transzendentalen Einheit der Apperzeption und das "Ich-Denke" als Regress-Blocker

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Tobias Knecht (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Seminararbeit knüpft zunächst an der von Kant in der „Kritik der reinen Vernunft“ gestellten Aufgabe an, „die Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis unabhängig der Erfahrung“ aufzusuchen, um in einen weiteren Schritt die Metaphysik als Wissenschaft zu begründen.
Dabei wird vorab mit Hilfe der von Kant aufgestellten, Kopernikanischen Wende erörtert, dass die Bedingungen der Möglichkeit der Erkenntnis im Subjekt gesucht werden müssen.
Anschließend soll aufgezeigt werden, dass Erkenntnis durch das
Vermögen der produktiven Einbildungskraft zustande kommt. Im Einzelnen soll die Einbildungskraft als jenes Vermögen herausgearbeitet werden, welches zwischen Sinnlichkeit und Verstand vermittelt, indem die gegebenen Vorstellungen der Sinnlichkeit mit Hilfe der Verstandesbegriffe verbunden werden.
Die Leistung der produktiven Einbildungskraft das Mannigfaltige der Sinnlichkeit dem Verstande beizufügen, um daraus eine Erkenntnis zu formen, wird darauf folgend unter dem von Kant gebrauchten Begriff der Synthesis zusammengefasst.
Im nächsten Schritt dieser Arbeit soll mit Hilfe der transzendentalen Deduktion der Ursprung der Verstandsbegriffe, der Kategorien, aufgezeigt werden.
In der Deduktion arbeitet Kant heraus, dass der Ausgangspunkt der Verstandsbegriffe in einem obersten und ursprünglichen Prinzip liegen muss, auf dem alle Art empirischer und kategorialer Synthesis(-leistung) aufbaut.
Da jene Ursprungsform der Einheit der kategorialen Form, somit einem a priori, vorausgeht, kann sie folglich nur eine höher liegende Einheitsstufe im Subjekt sein, sie muss laut Kant eine transzendentale Form einnehmen.
Nachfolgend wird erläutert, dass Kant die letzte Quelle allen Verbindens in die transzendentale Einheit der Apperzeption, respektive das Selbstbewusstsein, legt.
Es ist laut Kant das so genannte „Ich-denke“, welches das oberste und ursprünglichste Prinzip darstellt, auf dem sowohl die Vielfalt der sinnlichen Anschauungen und Begriffe als auch die Kategorien stützen. Das „Ich-denke“ stellt daher eine konstante Vorstellung dar, die nicht weiter zurückgeführt werden kann.
Jenes „Ich denke“ kann abschließend als das oben beschriebene Bewusstsein C herausgestellt werden, welches als ein externer transzendentaler Vereiniger fungiert und die Kraft der Selbstbestimmung besitzt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Verbindung der Vielfalt von Vorstellungen durch Synthesis

3 Die transzendentale Deduktion und die synthetische Einheit der Apperzeption

4 Das Ich- Denke als Regress- Blocker

4.1 Das verbindende Prinzip liegt im Sachverhalt

4.2 Das verbindende Prinzip ist der Sachverhalt selbst

4.3 Das verbindende Prinzip liegt außerhalb des Sachverhaltes

5 Fazit

6 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Bedingungen der Möglichkeit von objektiver Erkenntnis bei Immanuel Kant. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie das Erkenntnisvermögen eine Vielfalt an Sinneseindrücken zu einer notwendigen Einheit verknüpft und welche Rolle das „Ich-denke“ als transzendentales Prinzip einnimmt, um dabei auftretende ontologische Regressprobleme zu vermeiden.

  • Die Kopernikanische Wende als methodisches Fundament
  • Synthesis als Leistung der produktiven Einbildungskraft
  • Die transzendentale Einheit der Apperzeption als oberstes Prinzip
  • Das „Ich-denke“ als Regress-Blocker in der Verbindung ontologischer Sachverhalte

Auszug aus dem Buch

4.3 Das verbindende Prinzip liegt außerhalb des Sachverhaltes

Die dritte Möglichkeit, die Vallicella in seinem Aufsatz eröffnet, besagt, dass das verbindende Glied (the connector) außerhalb der Sachverhalte und deren Bestandteile liegt. Es handelt sich bei jenem Konzept folglich um einen externen Vereiniger (unifier), welcher die Einzelbestandteile, a und F-sein, zu einem Sachverhalt zusammenfügt. Zunächst hält der Autor nochmals fest, dass Aussagen ihre Wahrheit aus den Sachverhalten beziehen und dass sich letztere aus einem außerhalb liegenden Vereiniger, der die Bestandteile a und F-sein miteinander verbindet, bedingen.

Der externe Vereiniger ist laut Vallicella „the ´existence maker´ of states of affairs”. Um die Möglichkeit eines externen, verbindenden Bestandteils zu verdeutlichen, eröffnet er dem Leser eine Analogie anhand eines Hügelgrabes. Es ist zunächst ersichtlich, dass die Einheit eines Hügelgrabes die Aufschichtung mehrerer Steine erfordert, das Wesen des Hügelgrabes jedoch nicht in der bloßen Existenz der Steine besteht. Indem die Steine nicht automatisch und aus ihrem selbst heraus das Hügelgrab bestimmen, bedingt die reine Existenz der Steine nicht die Existenz des Hügelgrabes.

Daraus schlussfolgernd ergibt sich, dass etwas existieren muss, was zum einen die Steine zu einem Grab „formt“, jedoch keinen weiteren Stein oder kein anderes physikalisches Objekt im Grab darstellt. Das konstituierende Etwas muss in Form eines zielgerichteten Handelnden oder einer Naturkraft somit außerhalb des Grabes gedacht werden. Es kann darüber hinaus nicht behauptet werden, dass das Grab selbst seine Bestandteile zusammenhält. Gräber wären in diesem Sinne nicht-reduzierbare, komplexe Gebilde, die ihre Bestandteile, die Steine, ontologisch ergänzen. Anders ausgedrückt: Wenn das Grab die erzeugende Verbindung wäre, würde die Tatsache außer Acht gelassen, dass ein aktiver Stapler die vorhandenen Steine zu einem Grab aufgehäuft hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in Kants „Kritik der reinen Vernunft“ ein und erläutert die philosophische Problemstellung sowie die Einführung der „Kopernikanischen Wende“.

2 Die Verbindung der Vielfalt von Vorstellungen durch Synthesis: In diesem Kapitel wird das Zusammenwirken von Sinnlichkeit und Verstand durch die produktive Einbildungskraft sowie der Begriff der „Synthesis“ untersucht.

3 Die transzendentale Deduktion und die synthetische Einheit der Apperzeption: Dieser Abschnitt widmet sich der Rechtfertigung der Kategorien und erläutert die transzendentale Einheit der Apperzeption als Quelle des Selbstbewusstseins.

4 Das Ich- Denke als Regress- Blocker: Hier wird anhand von Vallicellas Analyse der Sachverhalte das „Ich-denke“ als ein transzendentaler Vereiniger definiert, der den bradleyschen Regress auflöst.

4.1 Das verbindende Prinzip liegt im Sachverhalt: Darstellung der reduktionistischen Auffassung und deren Problematisierung durch den bradleyschen Regress.

4.2 Das verbindende Prinzip ist der Sachverhalt selbst: Analyse der nicht-reduktionistischen Theorie, nach der der Sachverhalt selbst die Verbindung seiner Bestandteile darstellt.

4.3 Das verbindende Prinzip liegt außerhalb des Sachverhaltes: Erörterung der dritten Möglichkeit eines externen Vereinigers mittels Analogien und dessen metaphysischer Begründung.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Argumentation zusammen und bestätigt die Funktion des „Ich-denke“ als notwendiges Prinzip zur Vermeidung eines infiniten Regresses.

6 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur sowie der Lexika.

Schlüsselwörter

Kant, Kritik der reinen Vernunft, Kopernikanische Wende, Synthesis, Apperzeption, Selbstbewusstsein, Ich-denke, Regress-Blocker, Sachverhalt, Metaphysik, Erkenntnistheorie, transzendental, Erkenntnisvermögen, Kategorien, ontologischer Grund

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophischen Grundlagen der Erkenntnis bei Immanuel Kant, insbesondere wie der menschliche Verstand eine Einheit in der Vielfalt von Sinneseindrücken stiftet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die transzendentale Philosophie Kants, die Logik der Begriffsbildung, die Theorie der Sachverhalte und die Lösung des bradleyschen Regressproblems.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie das „Ich-denke“ als transzendentales Prinzip fungiert, um eine objektive Erkenntnis zu ermöglichen und gleichzeitig den logischen Regress bei der Verbindung von Einzeldingen und Eigenschaften zu blockieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine rekonstruktive philosophische Analyse, indem sie Kants Schriften mit modernen metaphysischen Debatten (insbesondere Vallicella und Armstrong) in einen Dialog bringt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Synthesis, die Untersuchung der transzendentalen Apperzeption und die kritische Auseinandersetzung mit den drei Arten der Sachverhaltsverbindung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie transzendentale Apperzeption, Synthesis, Ich-denke, Regress-Blocker und Kopernikanische Wende definiert.

Warum wird die Analogie des Hügelgrabes verwendet?

Sie dient dazu, die Notwendigkeit eines externen Vereinigers zu verdeutlichen, da die bloße Existenz von Teilen (Steinen) nicht automatisch die Existenz eines geformten Ganzen (Grabes) erklärt.

Inwiefern löst das „Ich-denke“ das Problem des bradleyschen Regresses?

Da das Selbstbewusstsein keine weitere ontologische Entität benötigt, die es mit den Inhalten verbindet, sondern als transzendentaler Vereiniger direkt die Zusammengehörigkeit stiftet, entfällt die Notwendigkeit für eine unendliche Kette von Verbindungselementen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Synthesisleistung der transzendentalen Einheit der Apperzeption und das "Ich-Denke" als Regress-Blocker
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Philosophie)
Note
1,0
Autor
Tobias Knecht (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
18
Katalognummer
V187562
ISBN (eBook)
9783656109341
ISBN (Buch)
9783656109600
Sprache
Deutsch
Schlagworte
synthesisleistung einheit apperzeption ich-denke regress-blocker
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tobias Knecht (Autor:in), 2011, Die Synthesisleistung der transzendentalen Einheit der Apperzeption und das "Ich-Denke" als Regress-Blocker, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/187562
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Leseprobe aus  18  Seiten
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