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Die gottgewollte Ordnung in den Strickermären

Eine Untersuchung der Ordnungsauffassung und Intention des Strickers anhand des Märe „Das heiße Eisen“

Titel: Die gottgewollte Ordnung in den Strickermären

Hausarbeit , 2010 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Kirsten Hinzpeter (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der folgenden Arbeit soll die gottgewollte Ordnung in den Stricker-Mären betrachtet werden. In einem Großteil der Forschungsliteratur wird die Propagierung einer gottgewollten Ordnung durch den Stricker diskutiert. Dieses geschieht durchaus auch kontrovers. Im ersten Teil der Arbeit soll also diese Diskussion in der Forschung zusammenfassend dargestellt werden. Hierbei wird zunächst untersucht werden, ob und wie sich die gottgewollte Ordnung gemäß der Forschung in den Stricker-Mären darstellt. An-schließend soll betrachtet werden, ob die Funktion der Stricker-Mären mit der Propagierung dieser Ordnung übereinstimmt und ob die Epimythia diese Funktion aufnehmen und unterstützen.
Im zweiten Teil wird die konkrete Literaturanalyse unter der Berücksichtigung der Zusammenfassung der Forschungsliteratur Gegenstand sein. Hierbei soll anhand der Struktur des ersten Teils überprüft werden, inwiefern sich die Ergebnisse der Forschung in dem Märe „Das heiße Eisen“ wiederfinden. Die abschließende Diskussion soll die Ergebnisse der Untersuchung in Bezug zur Literatur zusammenfassend darstellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Stricker-Mären in der Forschungsliteratur

2.1 Die Ordnungsdiskussion

2.2 Die Funktion der Stricker-Mären

2.3 Die Epimythia

3. Eine Untersuchung anhand des Märe „Das heiße Eisen“

3.1. Die gottgewollte Ordnung und der Ordnungsverstoß

3.1.1 Die Typisierung

3.1.2 Der Ordnungsverstoß

3.1.3 Die Restitution der Ordnung

3.2 Die Intention

3.3 Das Epimythion

4. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung und Funktion einer „gottgewollten Ordnung“ in den Mären des Strickers, wobei der Fokus insbesondere auf der Analyse des Märe „Das heiße Eisen“ liegt, um die Intention des Autors sowie die Rolle der Epimythia zu hinterfragen.

  • Ordnungsvorstellungen im Mittelalter und in den Stricker-Mären
  • Analyse des Konzepts der „gevüegiu kündikeit“
  • Untersuchung von Ordnungsverstößen und deren Restitution
  • Die Funktion und Notwendigkeit der Epimythia in der Märendichtung
  • Interpretation des Märe „Das heiße Eisen“ als Modellfall

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Der Ordnungsverstoß

Betrachtet man also die Normvorstellung die im vorangegangenen Teil beschrieben wurden, gibt es zwei mögliche Auffassungen des Ordnungsverstoßes.

Der erste mögliche Verstoß gegen den göttlichen Ordnungsentwurf könnte in der Forderung der Frau liegen, dass der Mann seine Treue in einem Ordal beweisen soll. In ihrer untergeordneten Position steht es der Frau nicht zu, ihren Mann des Ehebruchs zu verdächtigen und einen Treuebeweis zu fordern. Hinzu kommt, dass - wie bereits oben erwähnt - Männer nach mittelalterlicher Auffassung ein natürliches Geschlechtsverlangen haben und diese von Gott gegebene Natur nicht verleugnen können. Außerdem fordert die Frau den Beweis sehr nachgiebig. So sagt sie:

dâ will ich rehte kennen bî, welhe liebe du zuo mir hâst, ob du âne schuld bestâst des will ich von dir niht enbern. Will du mich des niht gewern (daz ist ein êwiger haz)… (V42-47)

Die Frau droht demnach sogar mit êwigem haz. Betrachtet man nun also diese gegen die Norm verstoßende Forderung der Frau, ergeben sich einige Fragen bezüglich des Verhaltens des Mannes. Statt der Norm entsprechend der Frau diese Forderung abzusprechen, geht er zunächst einmal auf sie ein. Er antwortet ihr sogar folgendermaßen:

mir waere lieber der tôt, denne ich erwürbe dînen haz. ich tuon vil gerne allez daz, dâ mit ich dir gedienen mac, ichn wil weder naht noch tac dir dînen willen versagen… (V52-57)

Der Ehemann ordnet sich seiner Frau hier unter, indem er sagt, dass er ihr Tag und Nacht zu Diensten sein und ihr keinen Wunsch abschlagen möchte. Es entsteht also zunächst einmal der Eindruck eines beidseitigen Ordnungsverstoßes: Der Ehemann tritt seine von Gott vorgesehene übergeordnete Rolle an seine Frau ab und die Frau äußert eine ihr nicht zustehende Forderung und ordnet sich ihrem Mann über.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die gottgewollte Ordnung und die Intention des Strickers anhand des Märe „Das heiße Eisen“ kritisch zu hinterfragen.

2. Die Stricker-Mären in der Forschungsliteratur: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die wissenschaftliche Debatte, insbesondere zur Ordnungsdiskussion, den Epimythia und der Frage, ob eine gottgewollte Ordnung zentraler Bestandteil der Texte ist.

3. Eine Untersuchung anhand des Märe „Das heiße Eisen“: Anhand des konkreten Textes werden die Typisierung, die Ordnungsverstöße, die Restitution der Ordnung sowie die Intention des Autors detailliert analysiert.

4. Schlussbemerkungen: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Ordnung in „Das heiße Eisen“ primär äußerlich restituiert wird, keine eindeutige Intention des Strickers vorliegt und das Fehlen eines Epimythions das Verständnis nicht beeinträchtigt.

Schlüsselwörter

Der Stricker, Märe, Das heiße Eisen, gottgewollte Ordnung, Mittelalter, Epimythion, Ordnungsverstoß, gevüegiu kündikeit, Eheauffassung, Literaturanalyse, Sozialgefüge, Didaktik, Normvorstellung, Handlungsmuster, Rezeption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept der „gottgewollten Ordnung“ in den Texten des Dichters der Stricker und untersucht, wie diese Ordnung in seinen Mären dargestellt und innerhalb der Erzählungen stabilisiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die mittelalterliche Eheauffassung, die Analyse von ständischen Normen, die Rolle des Ehemannes und der Ehefrau sowie die literarische Funktion von Epimythia (Lehrsprüchen) am Ende der Texte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, zu überprüfen, ob sich die in der Forschungsliteratur diskutierte „Propagierung einer gottgewollten Ordnung“ konkret im Märe „Das heiße Eisen“ nachweisen lässt und wie der Stricker die Intention seines Textes gestaltet.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin kombiniert eine Literaturübersicht über den Forschungsstand mit einer eigenen, detaillierten Textanalyse, um die Ergebnisse der Fachliteratur an einem konkreten Beispiel zu verifizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Forschung zu den Stricker-Mären und eine anschließende praktische Anwendung dieser Thesen auf das Märe „Das heiße Eisen“, wobei Rollenkonstellationen und Handlungsverläufe im Fokus stehen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem die „gottgewollte Ordnung“, die „gevüegiu kündikeit“, die Restitution von Normen sowie die funktionale Ambivalenz von Epimythia.

Welche Rolle spielt die Ehefrau im untersuchten Märe?

Die Ehefrau bricht durch ihre unberechtigte Forderung nach einem Treuebeweis aus ihrer gesellschaftlich vorgegebenen Rolle als Untergeordnete aus, was als zentraler Ordnungsverstoß gewertet wird und zu ihrer Bestrafung führt.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle des Epimythions in „Das heiße Eisen“?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass das Epimythion nicht konstitutiv für das Verständnis des Märe ist. Es ergänzt lediglich didaktische Reflexionsmöglichkeiten, ohne die in der narratio angelegte Handlungslogik oder das Urteil des Lesers grundlegend zu verändern.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die gottgewollte Ordnung in den Strickermären
Untertitel
Eine Untersuchung der Ordnungsauffassung und Intention des Strickers anhand des Märe „Das heiße Eisen“
Hochschule
Universität Hamburg  (Institut für Germanistik 1)
Note
1,3
Autor
Kirsten Hinzpeter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
19
Katalognummer
V187478
ISBN (eBook)
9783656107828
ISBN (Buch)
9783656108351
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ordnung strickermären eine untersuchung ordnungsauffassung intention strickers märe eisen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kirsten Hinzpeter (Autor:in), 2010, Die gottgewollte Ordnung in den Strickermären, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/187478
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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