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Bürgerbeteiligung für eine erfolgreiche Stadtentwicklung

Community Organizing als Modell zur lokalen Aktivierung der Zivilgesellschaft

Titel: Bürgerbeteiligung  für eine erfolgreiche Stadtentwicklung

Masterarbeit , 2011 , 94 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Mario Schneider (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird ein ursprünglich aus den USA stammendes, von dem Bürgerrechtler Saul D. Alinsky (1909-1972) entwickeltes Modell namens Community Organizing (CO) als Beispiel selbstermächtigter Zivilgesellschaft besprochen. Dieses wird seit gut zehn Jahren auch in Deutschland erprobt – einmal abgesehen von Ansätzen der Gemeinwesenarbeit, die schon seit langem Methoden des Modells für die lebensweltorientierte Sozialarbeit nutzt. Im Rahmen pluralistischer Gesellschaften wird CO vor folgender Frage entwickelt: „Wie können Menschen an der Gestaltung der Gesellschaft teilhaben und gemeinsam Verantwortung für ihre Gemeinwesen wahrnehmen?“ Dies ist eine der zentralen Herausforderungen moderner Demokratien wie auch metropolitaner Städte und eine der zentralen Fragen dieser Arbeit wird sein, ob staatliche Initiativen zur Aktivierung der Bürger wie das Bund-Länder Programm Soziale Stadt zu deren Bewältigung genügend beitragen können.

Leseprobe


1. EINLEITUNG

1.1 UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND

1.2 METHODISCHES VORGEHEN UND AUFBAU DER ARBEIT

1.3 BEGRIFFSKLÄRUNG

2. BÜRGERBETEILIGUNG IN DER STADTENTWICKLUNG

2.1 HERAUSFORDERUNGEN STÄDTISCHER ENTWICKLUNG

2.2 BÜRGERBETEILIGUNG UND ZIVILGESELLSCHAFT – THEORETISCHER ZUGANG

2.2.1 Bürgerbeteiligung als Teil kommunaler Entwicklungskonzepte

2.2.2 Zivilgesellschaft – Eine begriffliche Eingrenzung

2.3 GRENZEN STAATLICHER BETEILIGUNGSPRAXIS

2.3.1 Das Programm Soziale Stadt und Quartiersräte als Beteiligungsverfahren

2.3.2 Kritik an staatlichen Beteiligungsverfahren

2.4 ZWISCHENFAZIT

3. COMMUNITY ORGANIZING UND STADTENTWICKLUNG

3.1 COMMUNITY ORGANIZING – EINFÜHRUNG

3.1.1 Ein US-amerikanisches Modell in Deutschland

3.1.2 Ziele, Ansprüche und Aufbau

3.1.3 Community Organizing als Akteur organisierter Zivilgesellschaft

3.2 COMMUNITY ORGANIZING UND KOMMUNALE POLITIK

3.2.1 Bemächtigung der Bürger – Eine Chance auch für Benachteiligte?

3.2.2 Politik, Macht und Mitbestimmung

3.2.3 Konflikt oder Kooperation?

3.3 ZWISCHENFAZIT

4. FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Bürgerbeteiligung in der Stadtentwicklung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Rolle das Modell des "Community Organizing" als staatlich unabhängiger Akteur der Zivilgesellschaft einnehmen kann, um eine echte Mitbestimmung benachteiligter Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen, die über staatlich initiierte Beteiligungsverfahren hinausgeht.

  • Staatliche Beteiligungspraxis und ihre Grenzen
  • Selbstermächtigung durch Community Organizing
  • Rolle der Zivilgesellschaft in der Stadtentwicklung
  • Governance und demokratische Teilhabe
  • Vergleich von Ansätzen zur lokalen Aktivierung

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Jeder und jede muss vor Ort Chancen finden und nutzen können, um in eigener Verantwortung eigene Lebensentwürfe zu verwirklichen. [...] Die Entwicklung der Städte als Ausdruck gesellschaftlichen Wandels wahrzunehmen und sie durch transparente Verfahren in produktiver Kooperation unterschiedlichster Akteure steuern zu lernen: Dies sollte im Selbstverständnis einer Zivilgesellschaft eine Gemeinschaftsaufgabe von höchstem Rang sein – eine Gemeinschaftsaufgabe, die weder den gerade politisch oder wirtschaftlich Mächtigen noch einer technokratischen Funktionseleite überlassen werden darf.“

Das 21. Jahrhundert wird als das „Jahrhundert der Städte“ bezeichnet. Über 60 Prozent der Menschen in der EU wohnen in Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern und mehr als drei Viertel der deutschen Wirtschaftsleistung wird in Städten erbracht. Gleichzeitig wächst die Wahrnehmung, dass Themen wie Zivilgesellschaft, Bürgerbeteiligung sowie Metropolregionen in politischen, planerischen und wissenschaftlichen Diskursen kontinuierlich an Bedeutung gewinnen. Zivilgesellschaft kann entstehungsgeschichtlich nicht unabhängig von städtischen Kontexten gedacht werden. Umso bemerkenswerter ist es, dass eben jene Diskurse die (politische) Rolle der Zivilgesellschaft in der Stadtentwicklung erst in jüngster Zeit verstärkt aufnehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung definiert das Problem der zunehmenden Entfremdung der Bürger von staatlichen Beteiligungsformaten und stellt die Forschungsfrage zur Rolle zivilgesellschaftlicher Ansätze.

2. BÜRGERBETEILIGUNG IN DER STADTENTWICKLUNG: Dieses Kapitel analysiert die Herausforderungen moderner Stadtentwicklung sowie die Grenzen staatlicher Beteiligungsangebote wie das Programm "Soziale Stadt".

3. COMMUNITY ORGANIZING UND STADTENTWICKLUNG: Hier wird das Modell des Community Organizing eingeführt, seine theoretischen Grundlagen und methodische Ausrichtung erläutert und mit lokaler Politik in Verbindung gesetzt.

4. FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet das Potenzial von Community Organizing als Alternative zu staatlichen Instrumenten.

Schlüsselwörter

Stadtentwicklung, Bürgerbeteiligung, Zivilgesellschaft, Community Organizing, Partizipation, Empowerment, Gemeinwesenarbeit, Soziale Stadt, Selbstermächtigung, lokale Demokratie, Quartiersmanagement, Governance, Interessenvermittlung, Bürgerplattform, Politische Aktivierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Bürger aktiv an der Gestaltung ihrer Stadtteile mitwirken können und inwieweit unterschiedliche Ansätze der Bürgerbeteiligung dabei hilfreich sind.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind staatlich gelenkte Partizipationsverfahren im Vergleich zu selbstermächtigten, zivilgesellschaftlichen Modellen wie dem Community Organizing.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Untersuchung der Rolle von Community Organizing bei der Mitbestimmung von Bürgern in der Stadtentwicklung, insbesondere unter dem Aspekt der Unabhängigkeit vom Staat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse von Diskursen zur Stadtentwicklung und Zivilgesellschaft sowie auf eine empirische Betrachtung durch Experteninterviews und Fallbeispiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Schwächen staatlicher Beteiligung (z.B. Soziale Stadt) und setzt diese in Bezug zu den Strategien des Community Organizing, wie etwa die Ausbildung von Leadern und die gezielte Konfliktorientierung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Selbstermächtigung, politische Teilhabe, Zivilgesellschaft, Macht durch Beziehungen und die kritische Auseinandersetzung mit dem "aktivierenden Staat".

Wie unterscheidet sich Community Organizing von einer Bürgerinitiative?

Während Bürgerinitiativen oft themenbezogen und zeitlich begrenzt auf ein spezielles Anliegen reagieren, setzt Community Organizing auf langfristige Vernetzung, strategische Qualifizierung und eine breite organisatorische Basis.

Welche Rolle spielen "Leader" im Community Organizing?

Leader sind informelle Multiplikatoren aus der Bewohnerschaft, die eine zentrale Vermittlerrolle einnehmen, um Anliegen ihrer Basis in den politischen Prozess einzubringen.

Ende der Leseprobe aus 94 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bürgerbeteiligung für eine erfolgreiche Stadtentwicklung
Untertitel
Community Organizing als Modell zur lokalen Aktivierung der Zivilgesellschaft
Hochschule
Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Note
1,7
Autor
Mario Schneider (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
94
Katalognummer
V187425
ISBN (eBook)
9783656110309
ISBN (Buch)
9783656110538
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zivilgesellschaft Bürgerbeteiligung Stadtentwicklung Governance Soziale Stadt Quartiersmanagement Beteiligungsverfahren Community Organizing Bürgerkommune Partizipation Postdemokratie Deliberativ Demokratie Politikverdrossenheit Saul Alinsky Organisation Vernetzung Bottom Up Grassroot Quartiersrat Quartiersbeirat
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mario Schneider (Autor:in), 2011, Bürgerbeteiligung für eine erfolgreiche Stadtentwicklung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/187425
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  94  Seiten
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