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Der Nutzen von Kapitalmarktanomalien für aktives Portfoliomanagement

Title: Der Nutzen von Kapitalmarktanomalien für aktives Portfoliomanagement

Seminar Paper , 2011 , 35 Pages

Autor:in: Tobias Beau (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

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Die Börsen dieser Welt durchschritten in den letzten Dekaden eine rapide Entwicklung. Der Parketthandel galt lange als die reinste Form von Kauf und Verkauf. Mittlerweile beherrschen Hochleistungsrechner das Geschehen an den Börsen. Gehandelt wird schon lange nicht mehr per Zuruf, stattdessen werden Kauf- und Verkaufsaufträge in 90 millionstel Sekunden ausgeführt. Die Rechnerschränke der Händler werden so nah wie möglich an den Servern der Börsen platziert, umso noch eine tausendstel Sekunde schneller zu sein als die Konkurrenz.
Der Gang hin zur Elektronisierung erhöht zwangsläufig auch die Effizienz der Märkte. Effiziente Märkte intendieren, dass es unmöglich sei, auf einer risikoadjustierten Ebene dauerhafte Überrenditen zu erzielen. Die zukünftige Kursbewegung ist also dem Zufall unterworfen und verhält sich gemäß des Random Walk Models. Die Finanzmärkte scheinen chaotisch und turbulent zu funktionieren. Man betrachte nur den nervös hin und her zuckenden Kurs einer volatilen Aktie. Er ist vergleichbar mit der unberechenbaren Spontanität des Windes. Dennoch gibt es immer wieder neue Studien, die zeigen, dass unter bestimmten Bedingungen über einen längeren Zeitraum hinweg Überrenditen möglich sind. Im Laufe der finanzwissenschaftlichen Diskussion über die Effizienz der Märkte wurden unzählige Argumente vorgebracht, die sowohl dafür als auch dagegen sprechen. Anhänger der Behavioral Finance, welche den Gegenpol zu Befürwortern der Effizienzmarkthypothese einnehmen, führen unter anderem die Existenz von Anomalien als Kritikpunkt ins Feld. Sehr früh begannen Wissenschaftler und Praktiker damit, nach Unregelmäßigkeiten und Normabweichungen in den Märkten zu suchen. Dabei stießen sie auf Kurse, die systematisch von ihrem intrinsischen Wert abweichten. Die Rede ist von sogennanten Marktanomalien, welche es nachweislich erlauben, zumindest in bestimmten Zeiträumen, superiore Renditen zu erzielen. Das Wissen um diese Anomalien kann sich ein findiger, aktiv handelnder Investor zu Nutze machen und seine Anlagestrategie hinsichtlich bestimmter Marktunregelmäßigkeiten verfeinern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Marktanomalien im Konterfei effizienter Märkte

2. Typisierung von Anomalien

3. Kapitalmarktanomalien

3.1.Anomalien hinsichtlich der Effizienzmarkthypothese

3.1.1 Ankündigungseffekt

3.1.2 Contrarian-Effekt

3.2 Kennzahlenanomalien

3.2.1 Size-Effekt

3.2.2 Kurs-Gewinn-Verhältnis

3.3 Saisonale Anomalien/ Kalenderanomalien

3.3.1 Januar-Effekt

3.3.2 Turn-of-the-Month-Effekt

4. Relevanz einer Anomalie angepassten Anlagestrategie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Existenz und Relevanz von Kapitalmarktanomalien als Gegenpol zur Effizienzmarkthypothese, um den Nutzen dieser Unregelmäßigkeiten für ein aktives Portfoliomanagement zu bewerten und Strategien zur Erzielung von Überrenditen abzuleiten.

  • Systematische Einordnung von Verhaltens- und Kapitalmarktanomalien
  • Analyse marktspezifischer Effekte (Ankündigungs-, Contrarian-, Size- und Kennzahlenanomalien)
  • Untersuchung saisonaler Kalenderanomalien (Januar- und Monatswechsel-Effekt)
  • Diskussion der praktischen Anwendbarkeit und Kosteneinflüsse auf Anlagestrategien

Auszug aus dem Buch

3.1.2. Contrarian-Effekt

Psychologische Untersuchungen zeigten, dass die meisten Menschen bei unerwarteten und dramatischen Nachrichten zu Überreaktion neigen. Auf der Annahme dieses Verhaltens beruht der Contrarian-Effekt, welcher auch als Winner-Loser-Effekt und Reversal-Effekt bekannt ist. Bei der Verfolgung einer Contrarian-Strategie geht der Investor davon aus, dass auf extreme Abwärtsbewegungen im Aktienkurs eine nachfolgende Aktienkurserhöhung folgt und umgekehrt. Je stärker die Initialbewegung ausfällt, umso deutlicher soll auch die Gegenbewegung erfolgen. Diese Annahmen wurden von De Bondt und Thaler bereits 1985 untersucht. Sie testeten die New York Stock Exchange für den Zeitraum von 1926 bis 1982 dahingehend, ob mittels eines antizyklischen Anlageverhaltens Überrenditen zu erwirtschaften sind. Hierzu bildeten sie gegensätzliche Portfolios. Eines bestand aus Aktien, die eine deutlich geringere Rendite im Vergleich zum jeweiligen Markt aufwiesen. Hier spricht die Literatur vom Verliererportfolio. Das konträre Portfolio bestand aus sogenannten Gewinneraktien. Das sind Wertpapiere, die über eine gewisse Zeit deutlich höhere Renditen erzielt haben als der jeweilige Markt. De Bondt und Thaler konnten zeigen, dass bei ausgeprägten Gewinner- und Verliereraktien der vergangenen drei bis fünf Jahre in den folgenden drei bis fünf Jahren ein systematisches Verhalten in der Renditeentwicklung zu beobachten war. Ziel einer Reversal-Strategie ist es, in Bezug auf Verliereraktien, eine Longposition zu eröffnen und bei Gewinneraktien short zu gehen, umso superiore Renditen zu erwirtschaften.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Marktanomalien im Konterfei effizienter Märkte: Einleitung in die Thematik der Markteffizienz und die Abgrenzung von Behavioral Finance, die Marktanomalien als systematische Abweichungen definiert.

2. Typisierung von Anomalien: Unterscheidung zwischen menschlichen Verhaltensanomalien, die auf Heuristiken basieren, und Kapitalmarktanomalien, die empirische Renditeabweichungen beschreiben.

3. Kapitalmarktanomalien: Detaillierte Untersuchung spezifischer Phänomene wie Ankündigungseffekte, Contrarian-Strategien, Größen- und Kennzahleneffekte sowie saisonale Muster.

4. Relevanz einer Anomalie angepassten Anlagestrategie: Synthese der Ergebnisse mit der Empfehlung, Anomalien unter Berücksichtigung von Transaktionskosten und Markteffizienz als Orientierungshilfe für aktives Risikomanagement zu nutzen.

Schlüsselwörter

Kapitalmarktanomalien, Effizienzmarkthypothese, Aktives Portfoliomanagement, Behavioral Finance, Contrarian-Effekt, Size-Effekt, Kurs-Gewinn-Verhältnis, Januar-Effekt, Turn-of-the-Month-Effekt, Überrenditen, Anlagestrategie, Markteffizienz, Behavioral Economics, Investment, Performanceoptimierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Kapitalmarktanomalien, also systematische, nicht durch die Effizienzmarkthypothese erklärbare Kursabweichungen, und deren Nutzbarkeit für aktives Portfoliomanagement.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind Verhaltensökonomie, die Typisierung von Marktunregelmäßigkeiten, Bewertungseffekte bei Unternehmen und saisonale Zeitreihenmuster.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob Anleger durch die Ausnutzung dieser Anomalien dauerhaft Überrenditen erzielen können und welche Rahmenbedingungen dabei zu beachten sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor führt eine Literatur- und Studienanalyse durch, die empirische Ergebnisse verschiedener historischer Studien (u.a. New York Stock Exchange, europäische Märkte) vergleicht und bewertet.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Kategorien: Anomalien hinsichtlich der Effizienzmarkthypothese (z.B. Ankündigungen), Kennzahlenanomalien (Größe, KGV) und saisonale Kalenderanomalien.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Wichtige Begriffe sind Contrarian-Strategie, Size-Effekt, Januar-Effekt, Behavioral Finance, Markteffizienz und die Abwägung von Transaktionskosten.

Welche Rolle spielen Transaktionskosten bei der Nutzung von Anomalien?

Der Autor betont, dass Transaktionskosten und Steuern die erzielbaren Renditen oft aufzehren können, weshalb eine Strategie zur Ausnutzung von Anomalien stets eine Kosten-Nutzen-Rechnung enthalten muss.

Ist der Januar-Effekt heute noch wirksam?

Die Arbeit stellt fest, dass sich der Januar-Effekt über die Zeit abgeschwächt hat, aber durch die Kombination mit anderen Strategien (z.B. Small-Firm-Fokus) noch Potenzial für Anleger bieten kann.

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Details

Title
Der Nutzen von Kapitalmarktanomalien für aktives Portfoliomanagement
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Author
Tobias Beau (Author)
Publication Year
2011
Pages
35
Catalog Number
V187011
ISBN (eBook)
9783656104490
Language
German
Tags
Anomalien Portfoliomanagement Kapitalmarktanomalien KDV Ankündigungseffekt Contrarian-Effekt Size-Effekt Januar-Effekt Turn-of-the-Month-Effekt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Beau (Author), 2011, Der Nutzen von Kapitalmarktanomalien für aktives Portfoliomanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/187011
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