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Gaius und der Senat - Untersuchungen zum Verhältnis zwischen dem Kaiser Gaius und dem Senat von 37 bis 41 n. Chr.

Title: Gaius und der Senat - Untersuchungen zum Verhältnis zwischen dem Kaiser Gaius und dem Senat von 37 bis 41 n. Chr.

Term Paper , 2008 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sarah Nolte (Author)

World History - Early and Ancient History

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Summary Excerpt Details

„Caligula war derjenige Kaiser, der demonstrierte, was höchste Laster an der höchsten
Stelle bewirken können“1. So umreißt der Philosoph Seneca knapp die ungefähr
vierjährige Regierungszeit des Princeps Gaius Caesar Augustus Germanicus. Dieses
negative Geschichtsbild findet ihren Beginn in den Schriften Senecas sowie Suetons
und setzt sich bis in die heutige Geschichtsforschung fort. Denn erst seit wenigen
Jahrzehnten wird die Herrschaft des Gaius erneut problematisiert und aus einem
anderen Blickwinkel betrachtet. Jedoch setzt sich als strukturelles Merkmal der
Auseinadersetzung mit dieser Thematik die Institution des Senats durch. So wird der
Principat des Gaius an seinem Verhältnis zum Senat gemessen und analysiert. Aus
diesem Grund soll sich die vorliegende Hausarbeit mit dem Titel „Gaius und der Senat -
Untersuchungen zum Verhältnis zwischen dem Kaiser Gaius und dem Senat von 37 bis
41 n. Chr.“ mit diesem entscheidenden Aspekt befassen.
Nachdem der augusteische Principat in seinen Grundzügen kurz umrissen werden soll,
um in Abgrenzung zu seiner Herrschaft das veränderte Verhältnis Gaius zum Senat
besser herauszukristallisieren, werden im Anschluss daran die für die Arbeit relevanten
antiken Autoren vorgestellt. Denn auf Grundlage einer Auseinandersetzung mit den
Entstehungshintergründen der Werke soll eine genaue Analyse der Quellen in Hinblick
auf das Verhältnis zwischen dem Senat und dem Princeps vorgenommen werden.
Hierbei orientiert sich die Arbeit an der Chronologie der Ereignisse, um die Ursache-
Wirkungsprinzipien gezielt hervorzuheben. Angefangen mit dem Amtsantritt, bei dem
die Beteiligung der Senatoren beachtet werden soll, wird darauf aufbauend die frühe
Regierungspolitik erörtert und in Kontrast zu seiner späteren Herrschaft gesetzt. Hierbei
werden besonders die Hintergründe des Regierungswandels, sowie die Folgen für den
Senat und ihre Reaktion auf den Machtverlust näher analysiert. Abschließend folgt eine
Problematisierung der Beteiligung der Senatoren an der Ermordung Gaius.
Als wichtigste Quellen liegen dieser Arbeit Suetons „Cäsarenleben“ sowie Cassius Dios
„Römische Geschichte“ zugrunde. Unterstützend werden hierzu die Schriftzeugnisse
der jüdischen Autoren Flavius Josephus und Philo von Alexandrien hinzugezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Institution des Senats unter Kaiser Augustus

3. Die antiken Autoren

4. Gaius Verhältnis zum Senat

4.1 Der Amtsantritt im Jahre 37 n. Chr.

4.2 Populäre Politik?

4.3 Die Wende in der Regierungspolitik

4.3.1 Hintergründe des Zerwürfnisses

4.3.2 Die Entehrung der Aristokratie

4.3.3 Die Reaktion des Senats

4.4 Die Beteiligung der Senatoren an der Ermordung Caligulas

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen dem römischen Kaiser Gaius (Caligula) und dem Senat im Zeitraum von 37 bis 41 n. Chr., wobei sie die Transformation von einer anfänglich positiven Kooperation hin zu einer Phase der Konfrontation und Entaristokratisierung analysiert.

  • Der augusteische Principat als Ausgangsbasis und Vergleichsmaßstab
  • Die Rolle und Entstehungshintergründe der antiken Quellen (u.a. Sueton, Cassius Dio)
  • Die Zäsur in der Regierungspolitik und ihre Auswirkungen auf die senatorische Elite
  • Die Dynamik zwischen politischer Institution und persönlicher Machtausübung
  • Die Rolle der Senatoren in den Verschwörungen gegen den Kaiser

Auszug aus dem Buch

4.3.2 Die Entehrung der Aristokratie

Die Entehrung der Aristokratie geht Hand in Hand mit der Entfernung des Gaius von dem augusteischen Vorbild und dem Verwerfen des Trugbildes der Widerherstellung der Republik. Es ist ein Kriegszug gegen den Senat, welcher sich letztendlich als das Ende des politischen Systems des Augustus erweist. Gaius bricht mit einem Tabu, indem er durch sein Verhalten und seine Reden die Doppelbödigkeit und Paradoxie des augusteischen Principats offen legt. So wird sein Ausspruch „Nur einer sei Herrscher, nur einer König“ zu seinem neuen Regierungsprogramm. Er macht der Aristokratie und den übrigen Ständen deutlich, dass er der einzige im Staat ist, der die Macht zu Entscheidungen inne hat. Hierbei handelt es sich zwar um eine lang bestehende politische Realität, welche jedoch von Augustus eingeführten Umgangsformen verdeckt blieb.

In diesem Zusammenhang ist eine nicht zu datierende Senatsrede richtungweisend, da sie eine Generalabrechnung mit dem Senat darstellt. Er konfrontiert die versammelte Aristokratie mit ihrem Verhalten unter Tiberius und weißt nach, dass sie durch ihre Rolle als Ankläger und Richter selbst die Ungerechtigkeiten begangen haben, für die sie Tiberius verantwortlich gemacht haben. Charakteristisch ist hierbei die Tatsache, dass er einräumt, die Kritik des Princeps an Tiberius sei zulässig, die der Untertanen aber nicht. Er benutzt zur Verfestigung seiner Vorwurfe die vermeintlich verbrannten Prozessakten, welche er von Freigelassenen verlesen lässt. Außerdem kündigt er in diesem Zusammenhang die offizielle Wiederaufnahme der Majestätsprozesse an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt das negative Geschichtsbild des Kaisers Gaius dar und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich seines Verhältnisses zum Senat unter Verwendung antiker Quellen.

2. Die Institution des Senats unter Kaiser Augustus: Dieses Kapitel skizziert die Herrschaftsform des Augustus, die als "Monarchie im republikanischen Gewande" die Basis für das spätere Machtverhältnis legte.

3. Die antiken Autoren: Hier werden die zentralen antiken Historiker wie Sueton, Cassius Dio, Josephus und Philo hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit und Entstehungshintergründe ihrer Werke beleuchtet.

4. Gaius Verhältnis zum Senat: Dieses umfangreiche Kapitel analysiert den Amtsantritt, die anfängliche populäre Politik, den Wendepunkt zur Willkürherrschaft und die konkrete Beteiligung an der Ermordung des Kaisers.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Gaius' Herrschaft die Unvereinbarkeit zwischen der republikanischen Tradition und der monarchischen Realität offenlegte, was zur Destabilisierung und schließlich zum Sturz führte.

Schlüsselwörter

Gaius, Caligula, Römischer Senat, Principat, Augustus, Aristokratie, Majestätsprozesse, Machtverhältnisse, Quellenanalyse, Sueton, Cassius Dio, Regierungswandel, Monarchie, politische Geschichte, Verschwörung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das komplexe Verhältnis zwischen Kaiser Gaius (Caligula) und der senatorischen Elite im Rom der Jahre 37 bis 41 n. Chr.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind der Übergang von der augusteischen Tradition hin zur offenen monarchischen Herrschaft sowie die Reaktionen der Senatoren auf diese Machtverschiebung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Entwicklung der Regierungspolitik von Gaius und deren Auswirkungen auf die Institution des Senats auf Basis der überlieferten antiken Quellen kritisch zu durchleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es wird eine quellenkritische Analyse durchgeführt, die die Chronologie der Ereignisse nutzt, um Ursache-Wirkungs-Prinzipien innerhalb der kaiserlichen Politik herauszuarbeiten.

Welche Inhalte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt den Amtsantritt, die frühe Phase der Populärpolitik, die Zäsur im Jahr 39 n. Chr. sowie die systematische Entehrung der Aristokratie durch den Princeps.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Prinicpat, Senat, Willkürherrschaft, Quellenkritik, Aristokratie und Majestätsprozesse bilden das begriffliche Fundament.

Welche Rolle spielen die antiken Autoren in der Bewertung der "Wende"?

Die Autoren, primär aus der aristokratischen Schicht stammend, zeichnen oft ein Bild des "Ungeheuers", wobei die Arbeit hinterfragt, ob es sich dabei teils um eine bewusste historische Konstruktion handelt.

Inwiefern beeinflussten persönliche Motive die Ermordung des Kaisers?

Die Arbeit zeigt auf, dass neben politischen Aspekten auch akute Existenzangst und Rachegefühle der Beteiligten, wie Cassius Chaerea, eine entscheidende Rolle beim Attentat spielten.

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Details

Title
Gaius und der Senat - Untersuchungen zum Verhältnis zwischen dem Kaiser Gaius und dem Senat von 37 bis 41 n. Chr.
College
University of Bamberg
Grade
1,7
Author
Sarah Nolte (Author)
Publication Year
2008
Pages
20
Catalog Number
V186973
ISBN (Book)
9783656103196
ISBN (eBook)
9783656103486
Language
German
Tags
Caligula Senat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Nolte (Author), 2008, Gaius und der Senat - Untersuchungen zum Verhältnis zwischen dem Kaiser Gaius und dem Senat von 37 bis 41 n. Chr., Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/186973
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