Betrachtet man den heutigen beruflichen Alltag fällt auf, dass Unternehmen
vermehrt Internet-Plattformen wie Webforen oder Social Networks nutzen, um
ihre Ziele zu erreichen. Einerseits, um sich nach außen zu präsentieren, um
Meinungen zu beobachten und Gerüchte zu verfolgen. Teilweise streuen
Unternehmen diese sogar selbst, um Neueinführungen interessant,
beziehungsweise bekannt zu machen. Anderseits vernetzen sich Mitarbeiter
unternehmensintern, um Informationen und Wissen auszutauschen. Wikis oder
Blogs werden installiert, um die Kommunikation zu verbessern. Auch extern
bedienen sich Unternehmen längst des World Wide Web, um Kontakt zu Kunden
oder Lieferanten aufzunehmen. Aus diesen Entwicklungen ging das Konzept von
Enterprise 2.0 hervor, welches infolge der steigenden Internet-Nutzung in den
vergangenen Jahren eine immer größere Bedeutung gewann. Ein einheitliches
Verständnis, beziehungsweise eine exakte Definition, was Enterprise 2.0 genau
ausmacht, gibt es bislang aber nicht. Ältere Fachliteratur aus den Jahren 2006 und
2007 sieht in Enterprise 2.0 lediglich den Einsatz von Web 2.0-Tools wie Wikis
oder Blogs. Aktuelle Fachliteratur, an der sich diese Studie orientiert, besagt,
dass das Konzept von Enterprise 2.0 weit über den Einsatz von Wikis oder Blogs
hinausgeht. Dieser Ansatz ist zwar unter Experten mittlerweile verbreitet, aber
längst noch nicht in Unternehmen anerkannt. Dieser teils angedeutete, teils als
unvermeidbar prophezeite kulturelle Wandel in Organisation und Arbeitsabläufen
des Unternehmens, steht im Zentrum der Untersuchung dieser Studie. Des
Weiteren versucht die Forschungsgruppe der Hochschule RheinMain Vorteile
beziehungsweise Risiken von Enterprise 2.0 aufzudecken. Auch der
Entwicklungsstand des Konzeptes Enterprise 2.0 in Unternehmen wird untersucht,
ebenso wie das momentane Verständnis dieses Begriffs.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung (von Leonard Wille)
1.1 Problemstellung der Studie
1.2 Aufgabe und Zielsetzung der Studie
1.3 Aufbau der Studie
2. Grundlagen
2.1 Begriffliche Grundlagen
2.1.1 Web 2.0
2.1.2 Social Software
2.1.3 Enterprise 2.0
2.2 Konzeptionelle Grundlagen (von Rüdiger Gärtner)
2.2.1 Bestandteile von Enterprise 2.0
2.2.2 Erfolgsfaktoren
2.3 Vergleich anderer Studien – Stand der Forschung
3. Eigene Erhebung
3.1. Leitfragen
3.2. Untersuchungsdesign/Vorgehen (von Hartwin Hantke)
3.3. Teilnehmer
3.4. Ergebnisse
3.4.1. Leitfrage 1: Momentanes Verständnis von Enterprise 2.0
3.4.1.1. Kenntnis über Enterprise 2.0
3.4.1.2. Definitionsmerkmale von Enterprise 2.0
3.4.2. Leitfrage 2: Aktueller Entwicklungsstand von Enterprise 2.0 (von Mark Matthies)
3.4.2.1. Übereinstimmung mit der gewählten Definition
3.4.2.2. Auseinandersetzung mit Enterprise 2.0
3.4.2.3. Zeitliche Aspekte von Enterprise 2.0
3.4.2.4. Verantwortlichkeit bezüglich Enterprise 2.0
3.4.3 Leitfrage 3: Kulturwandel durch Enterprise 2.0
3.4.3.1 Zielsetzungen von Enterprise 2.0
3.4.3.2 Erwartete und realisierte Veränderungen der Unternehmenskultur durch Enterprise 2.0
3.4.3.3 Voraussetzungen für die Veränderung der Unternehmenskultur (von Martin Vaßen)
3.4.3.4 Risiken von Enterprise 2.0
3.4.3.5 Bereitschaft der Mitarbeiter
3.4.3.6 Zukunftsbild der Arbeitswelt in 5 Jahren
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Enterprise 2.0-Konzepts auf die moderne Arbeitswelt. Das primäre Ziel ist es, den tatsächlichen kulturellen Wandel in Unternehmen zu analysieren, den aktuellen Kenntnisstand und Entwicklungsstand zu erfassen sowie Chancen und Risiken für die künftige Gestaltung von Arbeitsabläufen und Organisationsstrukturen aufzuzeigen.
- Kultureller Wandel durch Enterprise 2.0 in Organisationen
- Messung des Entwicklungsstandes von Enterprise 2.0 in deutschen Unternehmen
- Einfluss von Web 2.0-Technologien auf die interne Kommunikation
- Rolle von Führungskräften bei der Implementierung neuer Arbeitsmodelle
- Veränderungen im Wissensmanagement und in der Innovationskultur
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung der Studie
Betrachtet man den heutigen beruflichen Alltag fällt auf, dass Unternehmen vermehrt Internet-Plattformen wie Webforen oder Social Networks nutzen, um ihre Ziele zu erreichen. Einerseits, um sich nach außen zu präsentieren, um Meinungen zu beobachten und Gerüchte zu verfolgen. Teilweise streuen Unternehmen diese sogar selbst, um Neueinführungen interessant, beziehungsweise bekannt zu machen. Anderseits vernetzen sich Mitarbeiter unternehmensintern, um Informationen und Wissen auszutauschen. Wikis oder Blogs werden installiert, um die Kommunikation zu verbessern. Auch extern bedienen sich Unternehmen längst des World Wide Web, um Kontakt zu Kunden oder Lieferanten aufzunehmen. Aus diesen Entwicklungen ging das Konzept von Enterprise 2.0 hervor, welches infolge der steigenden Internet-Nutzung in den vergangenen Jahren eine immer größere Bedeutung gewann. Ein einheitliches Verständnis, beziehungsweise eine exakte Definition, was Enterprise 2.0 genau ausmacht, gibt es bislang aber nicht.
Ältere Fachliteratur aus den Jahren 2006 und 2007 sieht in Enterprise 2.0 lediglich den Einsatz von Web 2.0-Tools wie Wikis oder Blogs. Aktuelle Fachliteratur, an der sich diese Studie orientiert, besagt, dass das Konzept von Enterprise 2.0 weit über den Einsatz von Wikis oder Blogs hinausgeht. Dieser Ansatz ist zwar unter Experten mittlerweile verbreitet, aber längst noch nicht in Unternehmen anerkannt. Dieser teils angedeutete, teils als unvermeidbar prophezeite kulturelle Wandel in Organisation und Arbeitsabläufen des Unternehmens, steht im Zentrum der Untersuchung dieser Studie. Des Weiteren versucht die Forschungsgruppe der Hochschule RheinMain Vorteile beziehungsweise Risiken von Enterprise 2.0 aufzudecken. Auch der Entwicklungsstand des Konzeptes Enterprise 2.0 in Unternehmen wird untersucht, ebenso wie das momentane Verständnis dieses Begriffs.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, skizziert die Problematik um das Enterprise 2.0-Konzept und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Studie.
2. Grundlagen: Hier werden die begrifflichen Grundlagen, wie Web 2.0, Social Software und Enterprise 2.0, theoretisch fundiert und konzeptionelle Erfolgsfaktoren für die Praxis abgeleitet.
3. Eigene Erhebung: Dieser Abschnitt beschreibt detailliert das Untersuchungsdesign, die Teilnehmer der Umfrage sowie die Auswertung der empirischen Ergebnisse zu Verständnis, Entwicklungsstand und kulturellem Wandel.
4. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und resümiert, dass Enterprise 2.0 in der Wirtschaft angekommen ist, wenngleich der tiefgreifende kulturelle Wandel noch in der Entwicklung steckt.
Schlüsselwörter
Enterprise 2.0, Web 2.0, Social Software, Unternehmenskultur, Wissensmanagement, Kollaboration, Innovationsfähigkeit, Arbeitswelt 2.0, Organisationswandel, Führungskultur, Mitarbeiterbeteiligung, Unternehmensführung, Kommunikation, Digitale Transformation, Strategisches Management.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Seminararbeit befasst sich mit dem Konzept des Enterprise 2.0 und dessen Auswirkungen auf die Arbeitswelt von morgen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der Einsatz von Web 2.0-Tools in Unternehmen, die damit verbundenen Veränderungen der Unternehmenskultur und die Rolle der Wissensvernetzung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es herauszuarbeiten, ob durch die Implementierung von Enterprise 2.0 ein kultureller Wandel in Unternehmen vollzogen wird und wie es um den aktuellen Entwicklungsstand bestellt ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autoren nutzen eine empirische Befragung, die mittels der Software IRQuest durchgeführt wurde, um ein Stimmungsbild in Unternehmen zu erheben.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Ergebnisse der Umfrage zu Themen wie Verständnis von Enterprise 2.0, Zielsetzungen, Veränderungen der Unternehmenskultur und wahrgenommene Risiken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Enterprise 2.0, Unternehmenskultur, Wissensmanagement und der digitale Wandel in der Kommunikation.
Wie unterscheidet die Studie zwischen „Früherkennern“ und „Mitmachern“?
Die Studie unterteilt Unternehmen danach, seit wann sie Enterprise 2.0 aktiv einsetzen, wobei „Früherkenner“ bereits vor 2008 begannen und ein weiter fortgeschrittenes Verständnis aufweisen.
Welche Rolle spielt die Führungsebene laut den Ergebnissen?
Das Management wird als treibende Kraft gesehen; die Akzeptanz und das Vorleben einer offenen Kultur durch die Führungskräfte sind für den Erfolg maßgeblich.
- Arbeit zitieren
- L. Wille (Autor:in), R. Gärtner (Autor:in), H. Hantke (Autor:in), M. Matthies (Autor:in), M. Vaßen (Autor:in), 2010, Enterprise 2.0 – Konsequenzen für die Arbeitswelt von morgen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/184974