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Zielsetzungstheorie nach Locke & Latham

Kritische Darstellung und personalwirtschaftliche Anwendungsmöglichkeiten

Titel: Zielsetzungstheorie nach Locke & Latham

Bachelorarbeit , 2010 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Alke Heinken (Autor:in)

Führung und Personal - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wieso führen einige Personen ihre Arbeitsaufgaben besser aus als andere? Die Arbeitsleistung der Mitarbeiter ist ein Ergebnis ihrer Motivation. Die Unternehmensproduktivität ist in hohem Maße von dieser Arbeitsleistung und somit auch von deren Motivation abhängig. Die Mitarbeitermotivation gehört zu den wichtigsten und schwierigsten Aufgaben der Führungskräfte und wird zur Schlüsselaufgabe der Mitarbeiterführung erklärt, nicht zuletzt aufgrund des Wandels der Anforderung an die Arbeit und die Mitarbeiter von der Normalleistung zu Spitzenleistungen. Wie auch viele vielversprechende Psychologen der 1960er waren EDWIN A. LOCKE und GARY P. LATHAM daran interessiert, die Motivation zu verstehen. Jedoch wie lässt sich Motivation messen? Die zu Beginn gestellte Frage stellt den Ausgangspunkt ihrer Überlegungen dar. Laut Locke und Latham sind Ziele die alleinigen Aspekte der Motivation, wonach unterschiedliche Ziele zu unterschiedlicher Motivation führen. Die Zielsetzungstheorie soll eine Antwort auf die Effizienzunterschiede bei der Erfüllung der Arbeitsaufgaben liefern, unabhängig von den Kenntnissen und Fähigkeiten des Mitarbeiters. Jedoch wie definieren sich Ziele? Was verbirgt sich hinter der Zielsetzungstheorie und wo ist sie einzuordnen? Wie und wo findet die Zielsetzungstheorie Anwendung und welche Vor- und Nachteile gehen mit ihr einher? Im Verlauf dieser Arbeit wird auf diese Problemstellungen eingegangen. Ziel dieser Arbeit ist es, die Zielsetzungstheorie nach EDWIN A. LOCKE und GARY P. LATHAM kritisch darzustellen, sowie die personalwirtschaftlichen Anwendungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Thematische Grundlagen

2.1 Kontextbezogene Einordnung

2.2 Begriffliche Einführung

3. Zielsetzungstheorie nach Locke & Latham

3.1 Darstellung

3.2 Kritische Würdigung

4. Personalwirtschaftliche Anwendungsmöglichkeiten der Zielsetzungstheorie

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit hat zum Ziel, die Zielsetzungstheorie nach Edwin A. Locke und Gary P. Latham wissenschaftlich fundiert darzustellen, kritisch zu würdigen und deren konkrete Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der modernen Personalwirtschaft aufzuzeigen.

  • Wissenschaftliche Herleitung und theoretische Verortung der Zielsetzungstheorie im Kontext der Motivationspsychologie.
  • Detaillierte Analyse des "High Performance Cycle" als zentrales Modell der Theorie.
  • Kritische Reflexion der empirischen Validität sowie der praktischen Herausforderungen bei der Zielformulierung.
  • Analyse personalwirtschaftlicher Anwendungsfelder wie Jobanalyse, Personalbeurteilung, Management by Objectives und Anreizsysteme.

Auszug aus dem Buch

3. Zielsetzungstheorie nach Locke & Latham

Der Ursprung der Zielsetzungstheorie liegt in der einfachsten Form der Selbstbeobachtung und beschäftigt sich mit der Frage des Einflusses von Zielen auf das menschliche Leistungshandeln. Sie liegt der Annahme zugrunde, dass die Art und Weise der Zielsetzung die Motivation und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter beeinflusst und versucht die Beziehung zwischen den Zielen und dem Leistungshandeln zu erklären. Die Zielsetzungstheorie unterstellt, dass Ziele menschliches Handeln lenken und als unmittelbare, jedoch nicht alleinige Regulatoren ihres Verhaltens zu interpretieren sind. Laut LOCKE und LATHAM spielen auch das Feedback, Selbsterwartungen, die Arbeitsstrategie sowie kognitive Faktoren eine erhebliche Rolle, da diese die Wahl des Zieles sowie das Commitment, auch Zielbindung genannt, beeinflussen. Die kognitiven Faktoren sind jene Faktoren, auf denen die selbst gewählten Ziele eines Menschen basieren. Sie spielen somit eine Rolle bei der Erklärung der Handlungswahl und dem Grad des Erfolges.

Die Zielsetzungstheorie baut auf den beiden Grundannahmen LOCKES 1968 verfasster Zieltheorie auf. Erstere berücksichtigt den Einfluss der Zielschwierigkeit auf die Arbeitsleistung und besagt, dass schwierige herausfordernde Ziele zu einer höheren Arbeitsleistung führen als leichte Ziele. Es wird eine direkte, lineare Beziehung zwischen dem Zielschwierigkeitsgrad und der Leistung unterstellt, auch bezeichnet als die Zielschwierigkeitsfunktion. Je schwieriger die Ziele sind und je höher somit die Leistung ist, desto höher steigt die Leistungskurve an, bis sie das Maximum erreicht hat, an dem die Person an die Grenze seiner Fähigkeiten angelangt ist. Je schwieriger die Ziele jedoch werden, desto flacher wird die Kurve, da schwierige Ziele mehr Anstrengung und Ausdauer erfordern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Mitarbeitermotivation ein und definiert die Zielsetzungstheorie als zentrales Forschungsfeld, um das Ziel der Arbeit, eine kritische Darstellung und Anwendungsprüfung, zu etablieren.

2. Thematische Grundlagen: Dieses Kapitel verortet die Zielsetzungstheorie als eine der wichtigsten Prozesstheorien innerhalb der Motivationspsychologie und erläutert zentrale Begrifflichkeiten wie Ziel und Motivation.

3. Zielsetzungstheorie nach Locke & Latham: Hier werden die Kernannahmen, Mediatoren und Moderatoren der Theorie detailliert beschrieben sowie der "High Performance Cycle" als Modell zur Leistungssteuerung eingeführt und einer kritischen Würdigung unterzogen.

4. Personalwirtschaftliche Anwendungsmöglichkeiten der Zielsetzungstheorie: Dieses Kapitel transferiert die theoretischen Erkenntnisse in die betriebliche Praxis, insbesondere in Instrumente wie die Jobanalyse, das Management by Objectives und verschiedene Personalentwicklungsmethoden.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der Theorie für die moderne Personalführung zusammen und betont sowohl die hohe empirische Relevanz als auch die bestehenden Grenzen in der praktischen Anwendung.

Schlüsselwörter

Zielsetzungstheorie, Mitarbeitermotivation, Arbeitsleistung, Locke und Latham, High Performance Cycle, Zielschwierigkeit, Zielspezifität, Zielbindung, Commitment, Feedback, Personalmanagement, Management by Objectives, Arbeitszufriedenheit, Personalführung, Leistungsbeurteilung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen fundierten Darstellung und der praktischen Anwendung der Zielsetzungstheorie von Edwin A. Locke und Gary P. Latham im betriebswirtschaftlichen Kontext.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Grundlagen der Motivationspsychologie, die Analyse der Zielsetzungstheorie sowie deren Anwendungsmöglichkeiten im Human Resource Management.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist eine kritische Darstellung der Zielsetzungstheorie nach Locke & Latham sowie die Aufzeigung konkreter Möglichkeiten, diese Theorie zur Steigerung der Mitarbeitermotivation in Unternehmen anzuwenden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf einer umfassenden Aufarbeitung und kritischen Analyse aktueller wissenschaftlicher Quellen, psychologischer Ansätze und betriebswirtschaftlicher Studien basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Darstellung der Theorie (einschließlich des High Performance Cycle), eine kritische Würdigung der Forschungsansätze sowie eine ausführliche Untersuchung der praktischen Anwendungsmöglichkeiten in der Personalwirtschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Zielsetzungstheorie, Mitarbeitermotivation, Zielbindung, Commitment, Management by Objectives und Leistungssteigerung charakterisiert.

Was ist der sogenannte "High Performance Cycle" nach Locke & Latham?

Es ist ein Modell, das in einer Grafik die Zusammenhänge zwischen Herausforderungen durch schwierige Ziele, der Leistung des Mitarbeiters, moderierenden und mediierenden Variablen sowie den resultierenden Belohnungen und der Arbeitszufriedenheit darstellt.

Warum kritisieren manche Forscher die Anwendung in der Praxis?

Die Kritikpunkte umfassen unter anderem eine mangelnde externe Validität, die Vernachlässigung von qualitativer Zielsetzung und die Schwierigkeit der Partizipation bei Zielvereinbarungen in komplexen Organisationsstrukturen.

Welche Rolle spielt das "Feedback" in dieser Theorie?

Das Feedback fungiert als ein wesentlicher Moderator. Es ist notwendig, damit Ziele effizient in Leistung umgesetzt werden, da es dem Mitarbeiter Informationen über seinen Fortschritt liefert.

Wie unterscheidet sich die Zielsetzungstheorie von anderen Motivationstheorien?

Im Gegensatz zu Inhaltstheorien, die die Bedürfnisse hinter einer Handlung betrachten, fokussiert die Zielsetzungstheorie als Prozesstheorie auf die Entstehung, Lenkung und Erhaltung von Verhalten durch spezifische Zielvorgaben.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zielsetzungstheorie nach Locke & Latham
Untertitel
Kritische Darstellung und personalwirtschaftliche Anwendungsmöglichkeiten
Hochschule
Universität Bielefeld  (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre insb. Organisation, Personal und Unternehmungsführung)
Note
1,3
Autor
Alke Heinken (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
22
Katalognummer
V184942
ISBN (eBook)
9783656099208
ISBN (Buch)
9783656099338
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zielsetzungstheorie locke latham kritische darstellung anwendungsmöglichkeiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alke Heinken (Autor:in), 2010, Zielsetzungstheorie nach Locke & Latham, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/184942
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