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Narrative Verhandlung über die Idee von Sünde und Gnade in Thomas Manns Roman „Der Erwählte“

Title: Narrative Verhandlung über die Idee von Sünde und Gnade in Thomas Manns Roman „Der Erwählte“

Term Paper , 2010 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Willy Schlegel (Author)

Literature - General

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Wie stehe ich eigentlich zu Inzest? Diese Frage sollte sich der Rezipient vor dem Zu-Gemüte-Führen des „Erwählten“ stellen. Ist es verwerflich? Ist es natürlich? Was ist natürlich? Etwa alles, was die Natur zulässt? Und dann frage ich denselben Rezipienten noch einmal nach der Lektüre des „Erwählten“. Wie stehen Sie zu Inzest? Er wird ins Stocken kommen, länger überlegen müssen als vorher. Ist Inzest verzeihbar? Sicher nicht, es ist eine Sünde. Doch kann der Sünder begnadigt werden? Und wenn ja, wie?
Im Folgenden möchte ich eine kritische Auseinandersetzung über die Mann’sche Idee von Sünde und Gnade im „Erwählten“ darlegen, die einen zentralen Aspekt im Werk Thomas Manns ausmacht und sich in besonderem Maße in der „Josephus-Trilogie“ sowie dem unmittelbar vorher verfassten „Doktor Faustus“ wiederfinden lässt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorbetrachtungen

2.1 Was ist Sünde?

2.2 Was ist Gnade?

3. Wiligis & Sibylla – Bereiter des Untergangs

4. Gregorius – Durch Buße aus der Sünde

4.1 Eine Kindheit in Unwissenheit und Ahnung

4.2 „Ein Jüngling, der auszieht […]“

4.3 Buße als Murmeltier

4.4 Der Erwählte

5. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Idee von Sünde und Gnade in Thomas Manns Roman „Der Erwählte“. Dabei wird analysiert, wie der Protagonist Gregorius durch ein extremes Schicksal und die Bewältigung seiner Schuld eine spirituelle Wandlung durchläuft, wobei Manns ironische Distanz und seine Auseinandersetzung mit psychoanalytischen sowie theologischen Konzepten im Vordergrund stehen.

  • Die christliche Bedeutung von Sünde und Gnade in Thomas Manns Erzählprosa.
  • Die psychologische Dimension des Inzests und des Narzissmus bei den Figuren.
  • Die ironische Darstellung von Buße und Erlösung im Roman.
  • Der Übergang von individueller Schuld zu einer gottgegebenen Auserwähltheit.

Auszug aus dem Buch

4.2 „Ein Jüngling, der auszieht […]“

„[…] seine Mutter zu suchen, und sich ein Weib erkämpft, das, sei es noch so schön, seine Mutter sein könnte, muß damit rechnen, daß es seine Mutter ist, die er heiratet.“ Und bereits zu Beginn von Gregorius Fahrt äußert Erzählinstanz Clemens pessimistische Vermutungen – bei ihm ja Wissen, denn, wie er immer wieder betont, kennt er „leider“ den Fortgang der Geschichte – über die weiteren Geschehnisse. Auch wird er nicht müßig zu betonen, dass Gregorius Buße für seine Geburtsschande tun will und er sich in jede Gefahr begeben würde, ferner, dass alle anderen nur gleichgültiges Beiwerk seien und ihr Leben oder Nichtleben eine Bagatellfrage sei, da es die Vorsehung so will. Als Gregorius bei Herrn Poitewin eintrifft, stellt er sich als Ritter vor, für mich eine Anmaßung höchsten Grades und in dem Sinne eine Sünde, Clemens kommentiert dies jedoch gar nicht weiter, wohl ob der Vorsehung, erzählt aber wieder voller Ironie, dass der Truchsess Herr Feirefitz zwar Dokumente dazu verlangt, die Frage aber schnell vergisst, als er von den Wundertaten Gregorius‘ hört, obgleich diese meiner Meinung nach auch als Morde bezeichnet werden könnten. Doch er ist nun einmal der Auserwählte, dem alles erlaubt ist, da es Gottes Wille ist (Ironie Thomas Manns). Immer wieder wird auf die entsagungs- und bußereiche Lebensweise der Herzogin hingewiesen, die Frage nach dem Warum wird jedoch recht profan abgetan.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die zentrale Fragestellung nach der moralischen Bewertung von Inzest und der Möglichkeit der Gnade im Kontext von Thomas Manns „Der Erwählte“ vor.

2. Vorbetrachtungen: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe Sünde und Gnade aus christlicher und literarischer Perspektive, insbesondere unter Einbezug von Luthers Theologie.

3. Wiligis & Sibylla – Bereiter des Untergangs: Es wird die familiäre Konstellation und die psychologische Verstrickung der Geschwister beleuchtet, die bereits vor der Geburt des Protagonisten den Grundstein für die kommende Sünde legen.

4. Gregorius – Durch Buße aus der Sünde: Dieser Abschnitt analysiert den Lebensweg des Gregorius, von seiner Herkunft über seine Ausbildung bis hin zu seiner radikalen Buße und dem finalen Aufstieg zum Papst.

5. Abschließende Betrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Gregorius als extreme Figur die Polarität zwischen menschlicher Sündhaftigkeit und göttlicher Gnade verkörpert, wobei der Autor Thomas Mann diese Themen mit ironischer Distanz behandelt.

Schlüsselwörter

Thomas Mann, Der Erwählte, Sünde, Gnade, Buße, Inzest, Auserwähltheit, Narzissmus, Ödipus-Komplex, Literaturanalyse, Erlösung, Clemens der Ire, Gregorius, Ironie, christliche Theologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Auseinandersetzung der Idee von Sünde und Gnade innerhalb von Thomas Manns Roman „Der Erwählte“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die biblische und moralische Deutung von Schuld, die Rolle des Narzissmus im Kontext der familiären Strukturen sowie die ironische Kommentierung der Bußpraxis durch den Erzähler.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklung des Protagonisten Gregorius vom Sünder zum Erwählten nachzuzeichnen und aufzuzeigen, wie Thomas Mann das Paradoxon von maßloser Sünde und göttlicher Vergebung konstruiert.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Verfasser?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die den Text eng am Werk interpretiert und dabei ergänzende theoretische Konzepte wie Freuds Psychoanalyse und theologische Hintergründe heranzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Vorgeschichte (Wiligis & Sibylla), die Entwicklung des Gregorius durch seine Kindheit, seine ritterlichen Taten und seine jahrelange Buße, bis hin zu seiner päpstlichen Erhebung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind Inzest, Auserwähltheit, Sünde, Gnade, Buße, Narzissmus, Ironie und Erlösung.

Inwiefern spielt der Begriff „Murmeltier“ eine Rolle im Titel von Kapitel 4.3?

Der Titel „Buße als Murmeltier“ verweist auf die ironische Sichtweise des Autors, der die Buße des Protagonisten als eine sich wiederholende, fast absurde und lächerliche Prozedur darstellt.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Erzählers Clemens?

Der Erzähler Clemens wird als eine Instanz wahrgenommen, die das Geschehen ironisch kommentiert, pessimistische Töne anschlägt und den Leser durch die Geschichte führt, während er selbst bereits um den Ausgang weiß.

Was bedeutet die „Inzestuöse Auserwähltheit“ im Roman?

Diese Konstruktion beschreibt die Paradoxie, dass gerade die durch Sünde belasteten Figuren als Auserwählte Gottes fungieren, was den klassischen Normen widerspricht und durch Manns ironische Erzählweise unterstrichen wird.

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Details

Title
Narrative Verhandlung über die Idee von Sünde und Gnade in Thomas Manns Roman „Der Erwählte“
College
University of Leipzig  (Germanistik)
Course
Thomas Manns mythisierende Erzählprosa
Grade
1,0
Author
Willy Schlegel (Author)
Publication Year
2010
Pages
14
Catalog Number
V184931
ISBN (Book)
9783656097402
ISBN (eBook)
9783656097549
Language
German
Tags
narrative verhandlung idee sünde gnade thomas manns roman erwählte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Willy Schlegel (Author), 2010, Narrative Verhandlung über die Idee von Sünde und Gnade in Thomas Manns Roman „Der Erwählte“, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/184931
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