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Was ist Zeit? Der Zusammenhang von Zeiterleben und Bewusstseinszuständen

Title: Was ist Zeit? Der Zusammenhang von Zeiterleben und Bewusstseinszuständen

Seminar Paper , 2011 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom-Sportwissenschaftler Kornelius Kraus (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)

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Das menschliche Leben kann für die Wahrnehmung mit einem Anfang und einem Ende skizziert werden. Ebenso hat jeder Tag in unserer Zeitrechnung einen Anfang und ein Ende. Im Unterschied dazu ist das Lebensende in der Regel offen gestaltet. Laut Statistik (Weltbank, 2009) drehen sich die Deutschen circa 80 Jahre oder 29200 Tage mit der Erde.
Für die Beschreibung von Zeit und Bewusstsein eignen sich komplexe Systeme. Denn das Phänomen des Zeitbewusstseins hängt eng mit der Dynamik von Bewusstseinszuständen des Gehirns zusammen. Basierend auf der Komplexitätstheorie wird das Bewusstsein charakterisiert, die Gehirnenergetik sowie die synaptische Plastizität erklärt, welche das tragende Element für die Selbstorganisation des Menschen ist. Mainzer (2005) weißt daraufhin, dass dieses Zeitbewusstsein nicht im Gegensatz zur Physik stehe, und als Ergebnis der komplexen neuronalen Wechselwirkungsprozesses erklärbar sei. Dadurch werden Konfrontationen wie die zwischen Bergson und Einstein überflüssig, da jene Ebenen nicht vergleichbar sind. Im Gegensatz zur traditionellen Physik ist die Zeit für die Intelligenz unterschiedlich erfahrbar. Einstein zerstörte die alte Idee der absoluten Zeit. Mit der Relativitätstheorie stieß er das Fundament der klassischen Physik um. Seitdem sind Raum und Zeit miteinander verwandt. Das Konzept der Zeitdehnung oder die Idee von Wurmlöchern wurden für die Wissenschaftler existent (Coveney und Highfield, 1994), allerdings ist die Theorie komplexer Systeme fern des thermischen Gleichgewichts als Erklärungsversuch zu verstehen und das Bewusstsein wird demzufolge als ein globaler makroskopischer Ordnungszustand von neuronalen Verschaltungsmuster verstanden, die durch lokale mikroskopische Wechselwirkungen in komplexen neuronalen Netzen entstünden (Mainzer, 2005).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Grundlagen der Neurophysiologie aus der Perspektive der Komplexitätstheorie

3. Synaptische Plastizität und der Weg als Ziel

4. Zeiterlebnis und die Emergenz des Bewusstseins

5. Charakteristik des Bewusstseins

5.1 Emotion

5.2 Konstitutions-Merkmale von Emotionen

5.3 Emotionen und Stimmungen

5.4 Emotionsverarbeitung im limbischen Gehirn

6. Kreativer und effizienter Rechner

7. Computerzeit und künstliche Intelligenz

8. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die Zusammenhänge zwischen Zeitbewusstsein, Gehirnfunktionen und der Komplexitätstheorie. Ziel ist es, die neurophysiologischen Grundlagen des Bewusstseins und der Entscheidungsfindung zu beleuchten und diese Erkenntnisse in den Kontext der künstlichen Intelligenz sowie der biologischen Selbstorganisation zu setzen.

  • Grundlagen der Neurophysiologie und Komplexitätstheorie
  • Mechanismen der synaptischen Plastizität und des Lernens
  • Die Entstehung von Zeitbewusstsein und Bewusstseinszuständen
  • Emotionen als konstitutive Elemente des Bewusstseins
  • Vergleich der Leistungsfähigkeit von Gehirn und Computern

Auszug aus dem Buch

4. Zeiterlebnis und die Emergenz des Bewusstseins

In diesem Abschnitt wird zunächst die Emergenz von Bewusstsein aus Sicht der biologischen Evolution erklärt. Dies ist die Basis für Verständnis von Zeiterlebnis und Zeitbewusstsein. Im Gegensatz zu den in der Wissenschaft verwendeten neuronalen Netzen ist das Gehirn eine lebendes System fernab der Thermodynamik. Die durch das EEG oder Hirnscans abgebildeten Erregungszustände können äußere Wahrnehmungen, emotionale Erregungszustände, Gedanken und auch Zeitbewusstsein entsprechen, schreibt Mainzer (2005).

Im Bereich der sensorischen und motorischen Karten zur Repräsentation von Wahrnehmungen und Bewegungen und der senso-motorischen Koordination gibt es zahlreiche Untersuchungen im Bereich der Emotionen und Gedanken ist der Sachverhalt etwas komplexer. Denn der Zusammenhang von Emotionen und Gedanken bereitet den Wissenschaftlern noch Schwierigkeiten (Häusel, 2000). Daher braucht diese Forschung noch mehr Zeit. Dennoch bietet laut Mainzer (2005) die Theorie komplexer dynamischer Systeme, welche in einigen Disziplinen wie Physik, Chemie, Biologie usw. angewendet wird, zumindest heuristische Hinweise für Forschungshypothesen.

Weiter führt Mainzer fort, dass für das Zeitgefühls eine Erklärung von Bewusstsein erforderlich. Dazu lägen Vorschläge von Gehirnforschung und kognitiven Psychologen vor, die sich in einer Theorie komplexer dynamischer Systeme modellieren ließen. Denkt man über Sachverhalte so spricht man traditionell von Reflexion. Bei der Reflexion entsteht ein neuer Gedanke durch die Modifizierung eines Alten. Nun könnte man sich diesen Output im neuronalen Netzwerk so vorstellen, ein Verschaltungsmuster repräsentiert den alten Gedanken und als Input im nachgeschalteten neuronalen Muster des späteren Gedankens wirkt und hier löst er Selbstorganisationsprozesse aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Das Kapitel führt in die Thematik von Zeit und Bewusstsein ein und verknüpft diese mit der Theorie komplexer Systeme.

2. Grundlagen der Neurophysiologie aus der Perspektive der Komplexitätstheorie: Hier wird das Gehirn als komplexes adaptives System beschrieben, das sich durch Selbstorganisation und synaptische Plastizität von klassischen Computern unterscheidet.

3. Synaptische Plastizität und der Weg als Ziel: Dieser Abschnitt erläutert die neurophysiologische Basis von Lernen und Gedächtnis durch die Modifikation von Synapsen.

4. Zeiterlebnis und die Emergenz des Bewusstseins: Es wird untersucht, wie Bewusstsein aus biologischen Prozessen entsteht und welche Rolle die subjektive Zeitempfindung dabei spielt.

5. Charakteristik des Bewusstseins: Dieses Kapitel definiert Bewusstsein als eine Skala kognitiver Zustände und analysiert die enge Verbindung von Emotionen, Körperwahrnehmung und Entscheidungsprozessen.

6. Kreativer und effizienter Rechner: Ein Vergleich zwischen der Energieeffizienz des menschlichen Gehirns und der Rechenleistung heutiger Hochleistungscomputer.

7. Computerzeit und künstliche Intelligenz: Das Kapitel diskutiert Komplexitätsmaße der Informatik und hinterfragt die Möglichkeiten und Grenzen bei der Simulation biologischer Prozesse.

8. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert die Erkenntnisse über neuronale Vorgänge und betont die bleibende Spekulation hinsichtlich der Reflexionsfähigkeit künstlicher Intelligenz.

Schlüsselwörter

Bewusstsein, Zeitbewusstsein, Neurophysiologie, Komplexitätstheorie, synaptische Plastizität, Emotionen, limbische System, Künstliche Intelligenz, Selbstorganisation, neuronale Netze, Embodied Mind, Zeitdehnung, Kognition, Gehirnenergetik, Information.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Zusammenspiel von biologischen Bewusstseinszuständen, dem menschlichen Zeitempfinden und den physiologischen Prozessen im Gehirn unter dem Gesichtspunkt der Komplexitätstheorie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Neurophysiologie, die Dynamik von Bewusstseinszuständen, die Bedeutung von Emotionen für die Kognition sowie den Vergleich zwischen menschlicher Gehirnleistung und technischer Informatik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Bedingungen von Bewusstsein und Zeitwahrnehmung wissenschaftlich zu fundieren, um daraus ein tieferes Verständnis für psychologische und psychiatrische Zusammenhänge zu gewinnen.

Welche wissenschaftlichen Ansätze werden verwendet?

Die Arbeit nutzt primär die Theorie komplexer dynamischer Systeme sowie Erkenntnisse aus der Neurobiologie, Psychologie und Informatik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der synaptischen Plastizität, der neuronalen Verschaltung als Grundlage der Kreativität, der Rolle des limbischen Systems bei der Emotionsverarbeitung und der Komplexität von Algorithmen.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Komplexität, Synaptische Plastizität, Bewusstsein, Gehirn und Künstliche Intelligenz charakterisiert.

Was besagt die Theorie der „somatischen Marker“ im Kontext der Emotionen?

Die Theorie beschreibt, wie Körperempfindungen von Gefühlen im emotionalen Gedächtnis gespeichert werden und unbewusst unsere Entscheidungen sowie unser Wohlbefinden in bestimmten Umgebungen beeinflussen.

Warum ist das Gehirn effizienter als heutige Hochleistungsrechner?

Das Gehirn arbeitet auf Basis eines hochgradig parallelen Netzwerks und benötigt bei komplexen kognitiven Leistungen nur einen Bruchteil der Energie, die für die Simulation auf klassischen Computern erforderlich wäre.

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Details

Title
Was ist Zeit? Der Zusammenhang von Zeiterleben und Bewusstseinszuständen
College
Technical University of Munich  (Carl von Linde Akademie)
Grade
1,3
Author
Diplom-Sportwissenschaftler Kornelius Kraus (Author)
Publication Year
2011
Pages
23
Catalog Number
V184888
ISBN (eBook)
9783656096993
ISBN (Book)
9783656097143
Language
German
Tags
Zeit Wissenschaftstheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Sportwissenschaftler Kornelius Kraus (Author), 2011, Was ist Zeit? Der Zusammenhang von Zeiterleben und Bewusstseinszuständen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/184888
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