Im Bereich des „Kooperativen Lernens“ wurde von uns bereits eine Ausarbeitung zu dem Thema „Unterrichtsplanung einer Stunde im Fach Bankbetriebslehre in einer Bankkaufmann/frau Klasse“ (siehe Anhang) durchgeführt. In dieser wurde die gehaltene Unterrichtsstunde verschriftlicht und weiterführend behandelt. Es wurde eine konkrete Unterrichtsplanung zu dem Thema aufgezeigt.
In dieser weiteren Arbeit zu demselben Thema geht es nun darum, die damals aufgeführten Inhalte erneut zu beleuchten. Nun jedoch nach einem anderem didaktischen Modell. Nachdem wir zuvor nach dem Modell des „Handlungs- und entwicklungsorientierter Ansatz[es]“ (Tulodziecki/ Herzig) gearbeitet haben, stellen wir nun eine Unterrichtsreihe nach dem bildungstheoretischen Ansatz nach Klafki vor.
Diese soll die Fehlerquellen und Missverständnisse, die in diesem Versuch entstanden sind, korrigieren, und eine musterähnliche Ausführung für eine solche Stunde zu geben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Kurze Darstellung des didaktischen Ansatzes
3. Darstellung der Unterrichtsplanung
3.1 exemplarische Bedeutungen der Bildungsinhalte
3.2 Gegenwartsbedeutungen
3.3 Zukunftsbedeutungen
3.4 Bildungsziele
3.5 Günstige Lehr- und Lernbedingungen/ Unterrichtseinheit
4. Vergleich im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede
5. Fazit
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, eine bereits erstellte Unterrichtsplanung zum Thema Rechtsformen von Unternehmen didaktisch neu zu strukturieren. Dabei soll das Modell nach dem bildungstheoretischen Ansatz von Klafki angewendet werden, um den Unterricht praxisorientierter zu gestalten, das Verständnis der Schüler zu vertiefen und eine musterähnliche Ausführung zu etablieren.
- Bildungstheoretischer Ansatz nach Klafki
- Unterrichtsplanung für Bankkaufleute
- Rechtsformen: Personengesellschaften (OHG und KG)
- Praxisorientierte Fallstudien und Gewinnermittlung
- Vergleich didaktischer Modelle
Auszug aus dem Buch
Fallstudie: Rechtsformentscheidung zwischen OHG und KG
Adorf, Bubis und Roswell kennen sich seit ihrer Schulzeit und pflegen gute persönliche Beziehungen untereinander.
Adorf ist gelernter Industriekaufmann mit mittlerweile 8 Jahren Berufserfahrung durch di Beschäftigung bei einem mittelständischen Möbelhersteller.
Bubis hat das BWL-Studium nach dem 7.Semester ohne Abschluss beendet. Er interessiert sich besonders stark für die Bildhauerei.
Roswell hat eine Ausbildung als Tischler und eine entsprechende Meisterprüfung abgelegt. Er betreibt mit 2 Gesellen eine Einzelunternehmung und hat sich auf die Einrichtung von Einbauküchen spezialisiert.
Bei verschiedenen privaten Treffen ist unter den Dreien die Idee entstanden, gemeinsam ein Unternehmen zu betreiben, das Büro- und Praxiseinrichtungen plant, liefert und montiert.
Adorf ist bereit seine bisherige Tätigkeit zu beenden und sich insbesondere um den kaufmännischen Teil der Aufgaben zu kümmern. Sein privates Vermögen beträgt 30.000€.
Bubis gibt an ein hohes Einfühlungvermögen zu besitzen und „gut mit anderen Menschen umgehen“ zu können. Sein privates Vermögen beträt 590.000€, wovon er 100.000€ sofort zur Verfügung hat. Der Rest ist fest angelegt.
Roswell würde seinen Betrieb und seine Erfahrung in die gemeinsame Unternehmung einbringen. Das Betriebsvermögen wird auf 140.000€ geschätzt. Zusätzliches Geldvermögen besitzt er nicht. Lediglich ein Einfamilienhaus mit einem Verkehrswert von 200.000€.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit stellt eine überarbeitete Unterrichtsplanung für das Fach Bankbetriebslehre vor, die nun nach dem bildungstheoretischen Ansatz von Klafki konzipiert ist.
2. Kurze Darstellung des didaktischen Ansatzes: Dieses Kapitel erläutert den bildungstheoretischen Ansatz von Klafki und dessen fünf Grundfragen zur Unterrichtsvorbereitung.
3. Darstellung der Unterrichtsplanung: Hier wird die konkrete Unterrichtsreihe zu den Rechtsformen detailliert geplant, inklusive Bildungszielen und methodischer Vorgehensweise.
4. Vergleich im Hinblick auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede: Das Kapitel analysiert die methodischen Änderungen der neuen Unterrichtsplanung im Vergleich zum vorherigen Modell.
5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die stärkere Einbindung von Gruppenarbeit und Praxisbeispielen das Verständnis der Schüler fördert.
Schlüsselwörter
Unterrichtsplanung, Betriebswirtschaftslehre, Bankkaufmann, Rechtsformen, Personengesellschaften, OHG, KG, Klafki, didaktischer Ansatz, Gruppenarbeit, Fallstudie, Gewinnverteilung, Handelsrecht, Berufsschule, Unterrichtsvorbereitung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Neugestaltung einer Unterrichtsplanung für das Fach Betriebswirtschaftslehre in einer Berufsschulklasse für Bankkaufleute.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen die Rechtsformen von Unternehmen, speziell die Personengesellschaften (OHG und KG), eingebettet in den Kontext des Handelsrechts.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Unterricht durch Anwendung des bildungstheoretischen Ansatzes von Klafki praxisnäher zu gestalten und Fehlerquellen der vorangegangenen Planung zu korrigieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird der bildungstheoretische Ansatz nach Klafki angewendet, der Unterrichtsinhalte durch fünf Grundfragen auf ihre Zukunfts- und Gegenwartsbedeutung hin analysiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte didaktische Analyse der Unterrichtsreihe, die methodische Planung, Fallstudien zur Entscheidungsfindung und eine Probeklausur.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Unterrichtsplanung, Bankbetriebslehre, Rechtsformen, Personengesellschaften, Klafki, didaktische Analyse, Gruppenarbeit und Praxisbezug sind die zentralen Begriffe.
Warum wird speziell der bildungstheoretische Ansatz gewählt?
Dieser Ansatz wird gewählt, um sicherzustellen, dass die Schüler sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die praktische Anwendung für ihr späteres Berufsleben verstehen.
Welche Rolle spielt die Fallstudie im Unterricht?
Die Fallstudie dient dazu, die Schüler in eine reale Entscheidungssituation zu versetzen, in der sie Kriterien für die Wahl einer passenden Rechtsform abwägen müssen.
- Quote paper
- Magdalena Malinowski (Author), 2007, Unterrichtsplanung nach dem bildungstheoretischen Ansatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/184733