Forschendes Lehren findet im Rahmen der Aktions- bzw. Handlungsforschung statt. „Aktionsforschung ist die systematische Untersuchung beruflicher Situationen, die von Lehrerinnen und Lehrern selbst durchgeführt werden, in der Absicht, diese zu verbessern.“ (Altrich und Posch, 2007, S. 13).
Da das forschende Lehren einen Anlass benötigt, wird zunächst eine Unterrichtsreflexion beschrieben, aus welcher sich das zu erfoschende Thema ergibt. In dieser Arbeit ist das Resultat daraus die Untersuchung von Unterrichtsstörungen durch Lehrer, die im Anschluss mit Hilfe eines Fragebogen untersucht und im Anschluss ausgewertet wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung / Unterrichts- und Forschungskonzept
2 Reflexion des Unterrichtsversuchs
2.1 Reflexion der Vorbereitung
2.2 Durchführung
2.3 Reflexion der Durchführung
2.4 Kontrolle des Unterrichtsversuchs
3 Aufgreifen einer Problemstellung
4 Methodik
5 Untersuchung und Ergebnisse
5.1 Der Fragebogen
5.2 Durchführung und Auswertung der Umfrage
5.3 Ergebnis der Umfrage
5.4 Durchführung und Auswertung der Interviews
6 Hinweis und Handlungsempfehlungen für die Schule
7 Literaturverzeichnis
8 Anhang
8.1 Planung für den Unterrichtsbesuch im Rahmen des Fachpraktikums Wirtschaftswissenschaften
8.2 Fragebogen
8.3 Ergebnis der Umfrage
8.4 Auswahl der fünf gravierendsten Verhaltensweisen
8.5 Störende Verhaltensweisen von Lehrkräften
8.6 Grafische Auswertung des Verhaltens auf Störungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen von Unterrichtsstörungen, die spezifisch durch das Verhalten von Lehrkräften verursacht werden, und analysiert deren Auswirkungen auf die Lernmotivation und die Schüler-Lehrer-Beziehung. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welche Verhaltensweisen von Lehrenden von Schülern als störend empfunden werden und ob die Einführung gemeinsamer Verhaltensregeln zur Verbesserung des Klassenklimas beitragen kann.
- Analyse störender Lehrerverhaltensweisen aus der Perspektive der Lernenden
- Untersuchung der Auswirkungen von Lehrerverhalten auf das Schülerengagement
- Evaluierung der Bedeutung der Schüler-Lehrer-Beziehung für die Störungstoleranz
- Empfehlungen zur Etablierung partizipativer Verhaltensregeln
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung / Unterrichts- und Forschungskonzept
Forschendes Lehren findet im Rahmen der Aktions- bzw. Handlungsforschung statt. „Aktionsforschung ist die systematische Untersuchung beruflicher Situationen, die von Lehrerinnen und Lehrern selbst durchgeführt werden, in der Absicht, diese zu verbessern.“ (Altrich und Posch, 2007, S. 13)
Diese Definition trifft meiner Meinung nach den Kern des forschenden Lehrens. Lehren sollte aus eigenem Interesse des Lehrers basieren, um durch die gewonnenen Erkenntnisse den eigenen Unterricht zu verbessern. (vgl. Mertler, 2006, S. 2).
Weiterhin ist es sinnvoll, die Ergebnisse zu publizieren, damit aus dem Forschen aus eigener Intention, Aktionsforschung wird. (Altrich und Posch, 2007, S. 29). Meiner Ansicht nach ist der erste Schritt damit getan, die Resultate mit dem Lehrerkollegium zu besprechen. Diese sind, wie ich im Rahmen meines Fachpraktikums für Wirtschaftswissenschaften festgestellt habe, meistens selbstkritisch eingestellt. Sie sind daran interessiert ihre eigenen Fähigkeiten mit den Erkenntnissen aus dem Forschenden Lehren zu vergleichen und gegebenenfalls ihren Unterricht zu verbessern.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung / Unterrichts- und Forschungskonzept: Definiert den Rahmen der Aktionsforschung und begründet die Relevanz einer selbstkritischen Unterrichtsreflexion durch die Lehrperson.
2 Reflexion des Unterrichtsversuchs: Beschreibt die konkrete Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung einer Doppelstunde zum Thema „Finanzierung eines eigenen Betriebs“ inklusive der Auswertung durch konstruktives Feedback.
3 Aufgreifen einer Problemstellung: Erläutert den Themenwechsel vom „perfekten Lehrer“ hin zur Untersuchung von Unterrichtsstörungen, die durch das Lehrpersonal selbst induziert werden.
4 Methodik: Begründet die Wahl der quantitativen Forschungsmethode mittels Fragebogen ergänzt durch qualitative Interviews zur Erfassung der Schülerperspektive.
5 Untersuchung und Ergebnisse: Präsentiert die empirischen Daten der Umfrage unter 127 Schülern sowie die Ergebnisse aus den durchgeführten Interviews bezüglich störender Lehrerverhaltensweisen.
6 Hinweis und Handlungsempfehlungen für die Schule: Leitet aus den Ergebnissen die Empfehlung ab, gemeinsame Verhaltensregeln für Lehrer und Schüler einzuführen, um Vertrauen und Respekt zu stärken.
Schlüsselwörter
Aktionsforschung, Unterrichtsstörungen, Lehrerverhalten, Schüler-Lehrer-Beziehung, Qualitätssicherung, Schulpraxis, Partizipation, Verhaltensregeln, Lernmotivation, Fachdidaktik, Selbstreflexion, Evaluation, Klassenklima, Quantitative Forschung, Berufskolleg.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Aktionsforschung im Schulalltag, wobei der Fokus auf Störungen liegt, die nicht von Schülern ausgehen, sondern durch das Verhalten der Lehrkräfte provoziert werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Unterrichtsstörungen, die Dynamik der Schüler-Lehrer-Beziehung, Methoden der Aktionsforschung und die Partizipation von Schülern an der Unterrichtsgestaltung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, störende Verhaltensweisen von Lehrpersonen zu identifizieren und zu untersuchen, ob die gemeinsame Erstellung von Verhaltensregeln durch Lehrer und Schüler das Unterrichtsklima nachhaltig verbessern kann.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde ein methodischer Mix gewählt: Zunächst eine quantitative Datenerhebung mittels Fragebögen in sechs Klassen am Berufskolleg, ergänzt durch qualitative Interviews mit Schülern zur Vertiefung der Ergebnisse.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die Vorbereitung und Reflexion eines eigenen Unterrichtsversuchs, die methodische Herleitung der Datenerhebung sowie die detaillierte Auswertung der Ergebnisse aus Umfragen und Interviews.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Aktionsforschung, Lehrerverhalten, Schüler-Lehrer-Beziehung, Partizipation und Störungsprävention definiert.
Warum spielt die Schüler-Lehrer-Beziehung eine so große Rolle?
Die Untersuchung zeigt, dass eine gute Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden die Toleranz gegenüber Störungen beeinflusst und die Motivation der Schüler entscheidend steigert.
Welche spezifische Schlussfolgerung zieht die Autorin?
Die Autorin schlussfolgert, dass die Einführung von Verhaltensregeln für Lehrpersonen – analog zu denen für Schüler – notwendig ist, um Gleichberechtigung, Vertrauen und ein professionelles Miteinander zu fördern.
- Quote paper
- Magdalena Malinowski (Author), 2010, Forschendes Lehren - Störungen durch Lehrer, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/184729