Unternehmen ändern sich, ständig und immer wieder aufs Neue. Diese Beobachtung
zieht sich im Grunde genommen durch alle Phasen industrieller
Entwicklung. Spätestens seit der „Dot-Com-Periode“, Mitte der 1990er Jahre
geistert der Begriff „New Enterprise“ oder des „Business 2.0“ durch die
Fachbücher. Doch wie wir wissen ist die „Dot-Com-Blase“ mit Beginn des 21.
Jahrhunderts spektakulär geplatzt.
Erst seit wenigen Jahren gibt es die nächste Stufe, die sich über die nächsten
Jahrzehnte hinweg ziehen wird. Wir sehen heute einen neuen, grundlegenden
Wandel von Unternehmen. Das Aufkommen des „New Web“, oder
auch des „Web 2.0“ ermöglicht neue Geschäftsmodelle die es Unternehmen
erlauben neue Wertschöpfungsmodelle durchzusetzen und günstigere Kostenstrukturen
durchzusetzen, so können große Wettbewerbsvorteil erreicht
werden.
Hört man von Social Media, so denkt man meist an die sozialen Netzwerke,
von denen wir in den letzten Jahren förmlich überrannt wurden. Wir denken
an Netzwerke wie Facebook, die uns eine denkbar einfache Kommunikation
mit unseren Freunden und Bekannten ermöglichen. Wir denken vermutlich
auch an das neue PR-Instrument, das diese Social Networks zu uns gebracht
haben, die neue Art des Dialogs zwischen Firmen und Verbrauchern.
Doch Social Media geht noch weiter. Social Media kann auch unternehmensintern
als mächtiges Instrument dienen, und die Unternehmenskommunikation
revolutionieren. Diese Hausarbeit soll untersuchen, wie Unternehmen von
Social Media profitieren können und welche Fallstricke es für eine erfolgreiche
Einführung der Enterprise 2.0 geben kann.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehen und Ziel der Hausarbeit
2 Der Weg zur Enterprise 2.0
2.1 Begriffsklärung und zeitliche Einordnung
2.2 Eigenschaften Enterprise 2.0
2.3 Voraussetzungen für die Einführung von Enterprise 2.0
3 Relevante Einsatzmöglichkeiten für Social Media im Unternehmen
3.1 Corporate Blogs
3.2 Corporate Social Networks
3.3 Kollaboratives Arbeiten in der Cloud
3.4 Corporate Wikis
3.5 Best Practice Beispiel BASF
4 Fazit
5 Ausblick
Zielsetzung und Themenfelder
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Enterprise 2.0-Technologien zur Revolutionierung der internen Unternehmenskommunikation und identifiziert dabei sowohl die Vorteile für das Wissensmanagement und die Arbeitsprozesse als auch die kritischen Erfolgsfaktoren für eine Implementierung.
- Grundlagen und Definitionen von Enterprise 2.0
- Analyse der SLATES-Komponenten
- Herausforderungen und Erfolgsfaktoren bei der Einführung
- Einsatzmöglichkeiten von Corporate Blogs und Social Networks
- Kollaboratives Arbeiten in der Cloud und durch Wikis
Auszug aus dem Buch
3.2 Corporate Social Networks
Auch Social-Networking-Dienste sind ein wichtigen Teil der Enterprise 2.0. Soziale Netzwerke im klassischen Sinne gibt es natürlich schon immer, erst seit dem Aufkommen des Web 2.0 lassen sich diese Netzwerke digital abbilden. Menschen können Kontakt zueinander aufnehmen und diesen aufrecht erhalten. Außerdem kann man sein eigenes Profil erstellen und so seine digitale Identität pflegen. Auch im Unternehmen kann jeder Mitarbeiter sein eigenes Profil erstellen und editieren. Dem eigenen Profil kann man dann die im „SLATES“-Modell angesprochenen Tags hinzufügen, hier könnten dann aktuelle Projekte oder spezifische Fachkenntnisse stehen. In Sozialen Netzwerken kann man auch Gruppen erstellen, in denen projektbasiertes arbeiten stark vereinfacht wird. Selbstverständlich ist es nicht möglich und auch nicht empfehlenswert, sich bestehender sozialer Netzwerke wie Facebook und Co. zu bedienen. Aufgrund der Brisanz von Daten, die in Umlauf kommen könnten muss ein eigenes Netzwerk geschaffen werden, das bestenfalls im Intranet des Unternehmens und nicht im Internet liegt. Eigene Lösungen zu erstellen erfordern natürlich einen gewissen Entwicklungsaufwand, es gibt jedoch bereits Open-Source-Anwendungen, also frei verwendbare Anwendungen, mit denen sich relativ einfach Social-Networks erstellen lassen. Ein Beispiel hierfür ist „elgg“, es bietet alle Grundfunktionen eines Social Networks. Andere Angebote erlauben sogar eine Integration von Instant Messaging und Voice-over-IP. Mit sozialen Netzwerken kann also die Kommunikation unter den Mitarbeitern flexibler und effizienter gestaltet werden.
Das eröffnet neue Organisationswege und einen besseren Wissensaustausch.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Unternehmenskommunikation durch das Web 2.0 und definiert die Problemstellung sowie das Ziel der Untersuchung.
2 Der Weg zur Enterprise 2.0: Dieses Kapitel widmet sich der begrifflichen Einordnung, den wesentlichen Komponenten nach dem SLATES-Modell und den Voraussetzungen für eine erfolgreiche Einführung.
3 Relevante Einsatzmöglichkeiten für Social Media im Unternehmen: Hier werden konkrete Instrumente wie Corporate Blogs, Social Networks, Cloud-Anwendungen und Wikis vorgestellt, ergänzt durch ein Praxisbeispiel.
4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Enterprise 2.0 das Innovationspotenzial stärken kann, sofern eine breite Akzeptanz und Vorbildfunktion des Managements gegeben ist.
5 Ausblick: Der Ausblick betrachtet die fortschreitende Entwicklung des Internets und zukünftige Trends wie mobiles Internet und neue technologische Standards.
Schlüsselwörter
Enterprise 2.0, Unternehmenskommunikation, Social Media, Web 2.0, Wissensmanagement, SLATES, Corporate Blogs, Social Networks, Kollaboration, Cloud Computing, Wikis, Implementierung, Innovation, interne Kommunikation, Vernetzung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von Social-Media-Instrumenten innerhalb von Unternehmen, um die interne Kommunikation zu modernisieren.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentral sind die Definition von Enterprise 2.0, die technologischen Voraussetzungen, verschiedene Tools wie Wikis und Blogs sowie Erfolgsfaktoren für die Unternehmenskultur.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu klären, wie Unternehmen von Social Media profitieren können und welche Stolpersteine bei der Einführung beachtet werden müssen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur und der Analyse von Praxisbeispielen, insbesondere im Kontext von Web 2.0-Anwendungen.
Was deckt der Hauptteil ab?
Der Hauptteil analysiert das SLATES-Modell, die Voraussetzungen für Akzeptanz und detaillierte Einsatzmöglichkeiten für Social-Media-Anwendungen im betrieblichen Umfeld.
Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Enterprise 2.0, Kollaboration, Wissensmanagement und interne Kommunikation definiert.
Was besagt das SLATES-Modell?
Es beschreibt die sechs Kernkomponenten von Social Media im Unternehmen: Search, Links, Authoring, Tags, Extensions und Signals.
Welches Praxisbeispiel wird in der Arbeit angeführt?
Die Arbeit analysiert das soziale Netzwerk connect.BASF der BASF als vorbildliches Beispiel für die interne Vernetzung von Mitarbeitern.
- Arbeit zitieren
- Christof Elben (Autor:in), 2011, Enterprise 2.0 - Instrumente für die interne Unternehmenskommunikation, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/184612