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Der Generalplan Ost - Nationalsozialistische Pläne zur Kolonisation Ostmitteleuropas

Title: Der Generalplan Ost - Nationalsozialistische Pläne zur Kolonisation Ostmitteleuropas

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 29 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Heiko Suhr (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II

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Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem sogenannten Generalplan Ost. Im ersten Zugriff kann man den Generalplan Ost als Gesamtkonzeption der Germanisierungspolitik im Dritten Reich zwischen Oder und Ural definieren. Konkret handelt es sich jedoch um eine Vielzahl von spezifischen Plänen, die unter dem Dach der SS, der Schutzstaffel der NSDAP, zwischen 1940 und 1943 unter dem Namen Generalplan Ost entstanden sind. Alle diese Pläne fügen sich in die drei von Heinrich Himmler, ab 1929 Reichsführer SS, ausgegebenen Endziele nationalsozialistischer Politik ein. Erstens das Verschieben der deutschen Ostgrenze soweit wie möglich nach Osten, zweitens das Eingliedern germanischer Völker, in erster Linie Norweger, Dänen, Flamen und Niederländer, in den neuen deutschen Staat und drittens dann die Neuordnung des germanischen Weltreiches.
Daraus ableiten kann man eine völkisch-nationale Siedlungs- und Bodenpolitik, die bereits zum Ende des 19. Jahrhunderts virulent war. Gründe dafür sind zum einen das Fehlen von naturgegebenen Volksgrenzen (z.B. zwischen deutschem und polnischem Territorium) oder auch von stabilen Staatsgrenzen und zum anderen daraus resultierend die ethnische Mischzone Ostmitteleuropas. Auf dieser Siedlungs- und Bodenpolitik entwickelte sich nun eine Ideologie, die Esch als Vermischung sozialdarwinistischer und ökonomischer Tendenzen charakterisiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Pläne der SS zur Germanisierung des Ostens

2.1 Strukturelle und institutionelle Rahmenbedingungen

2.2 Die ersten detaillierten Pläne zur Germanisierung des Ostens

2.3 Der erste Generalplan Ost (Januar 1940)

2.4 Der zweite Generalplan Ost (15 Juli 1941)

2.5 Der dritte Generalplan Ost (28. Mai 1942)

2.6 Der Generalsiedlungsplan (Dezember 1942)

3. Die Umsetzung der Pläne der SS zur Kolonisation des Ostens

3.1 Germanisierungspolitik in den annektierten Ostgebieten

3.2 Germanisierungspolitik im Generalgouvernement

4. Schlussbetrachtungen

5. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den sogenannten Generalplan Ost als komplexes System von Plänen des NS-Regimes zur rassistischen Neuordnung und Germanisierung Osteuropas, wobei der Fokus auf den strukturellen Rahmenbedingungen, der Entwicklung der verschiedenen Planungsetappen und der praktischen Umsetzung anhand des Fallbeispiels Zamość liegt.

  • Anatomie des SS-Staates und institutionelle Rahmenbedingungen der Germanisierungspläne
  • Analyse der Planungsetappen vom ersten Generalplan Ost bis zum Generalsiedlungsplan
  • Zusammenhang zwischen rassenideologischen Konzepten und Vernichtungspolitik
  • Praktische Implikationen und Scheitern der Siedlungspolitik in den annektierten Ostgebieten
  • Das Modell Zamość als Exerzierfeld der SS für Germanisierung und Genozid

Auszug aus dem Buch

3.2 Germanisierungspolitik im Generalgouvernement am Beispiel Zamość

Das Generalgouvernement umfasste die Bezirke Warschau, Krakau, Radom, Lublin und ab 1941 zusätzlich Galizien (vgl. Abb. 1). Der politische Status dieses Gebietes lag dabei außerhalb jedes Staats- und Völkerrechts. Generalgouverneur war Hans Frank. Nach Abschluss des Krieges gegen Polen war das Generalgouvernement zunächst als „Müllplatz des deutschen Reiches“ angedacht, nachdem Angriff auf die Sowjetunion wurde wegen der geographischen Lage dieses Bezirkes auch hier eine zunächst teilweise, später komplette Germanisierung geplant. Am Beispiel des Renaissance-Städtchens Zamość, im Kreis Lublin gelegen, sowie den die Stadt umgebenden Kreis, die sogenannte Zamojszczyz (vgl. Abb. 2), soll nun die Germanisierungspolitik untersucht werden, die man durchaus als erste Realisierungsphase des Generalplans Ost bewerten kann.

Am 12. November 1942 gab Heinrich Himmler die „Anordnung des Reichsführers SS über die Schaffung des ersten Siedlungsbereiches im Generalgouvernement“ heraus. Ziel war die Schaffung eines reichs- und volksdeutschen Musterbezirkes deutschen Wehrbauerntums bis spätestens Sommer 1943. Daher sollte die landwirtschaftliche Bodennutzung über Maschineneinsatz maximiert werden. Kleinbetriebe sollten eliminiert werden, um so Zwangsarbeiter für das Altreich zu gewinnen. Die Agrarstruktur sollte mittelständisch-großbäuerlich aufgebaut werden, was in etwa einer Betriebsgröße von 30-50 Hektar entsprach. Nach dem Vorbild Zamość sollte schließlich das ganze Generalgouvernement germanisiert werden. Verantwortlich für den Bereich war SS-Obergruppenführer Wilhelm Krüger sowie die EWZ in Lublin.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Generalplan Ost als Gesamtkonzeption nationalsozialistischer Germanisierungspolitik und skizziert die ideologischen sowie strukturellen Grundlagen dieser Pläne.

2. Die Pläne der SS zur Germanisierung des Ostens: In diesem Kapitel werden die verschiedenen institutionellen Ebenen und die zeitliche Abfolge der Planungsentwürfe von 1940 bis 1942 detailliert analysiert.

3. Die Umsetzung der Pläne der SS zur Kolonisation des Ostens: Das Kapitel beleuchtet die praktische Realisierung der Pläne in den annektierten Gebieten sowie spezifisch im Generalgouvernement am Beispiel von Zamość.

4. Schlussbetrachtungen: Die Schlussbetrachtung bewertet den Generalplan Ost als Schlüsseldokument für das Verständnis der nationalsozialistischen Vernichtungs- und Vertreibungspolitik und ordnet dessen Scheitern ein.

5. Anhang: Der Anhang enthält das Literaturverzeichnis sowie das Abbildungsverzeichnis und die Kartenübersichten.

Schlüsselwörter

Generalplan Ost, Nationalsozialismus, SS, Germanisierung, Lebensraum, Zamość, Rassenideologie, Vernichtungspolitik, Umsiedlung, Generalgouvernement, Konrad Meyer, Heinrich Himmler, Volkstum, Kolonisation, NS-Planung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Planungen der SS zur Germanisierung Osteuropas zwischen 1940 und 1943, die unter dem Begriff Generalplan Ost zusammengefasst werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die ideologischen Grundlagen, das System der verschiedenen NS-Planungsbehörden sowie die faktische Umsetzung und das Scheitern dieser Siedlungsprojekte.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, den Generalplan Ost nicht nur als theoretisches Dokument, sondern als Handlungsanleitung für Vernichtungs- und Siedlungspolitik zu analysieren und dessen historische Tragweite aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Primärdokumenten der Zeit sowie der kritischen Auseinandersetzung mit der Fachliteratur zur NS-Ostpolitik basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der institutionellen Rahmenbedingungen, die vier wichtigsten Planungsetappen und die Analyse der praktischen Realisierung in den besetzten Gebieten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere der Generalplan Ost, Rassenideologie, Germanisierungspolitik, Siedlung, Zwangsarbeit und Genozid.

Inwiefern diente Zamość als Modellfall?

Zamość fungierte als Exerzierfeld der SS, an dem erstmals die komplette rassistische Umgestaltung eines Gebietes im Generalgouvernement unter brutaler Vertreibung der lokalen Bevölkerung erprobt wurde.

Warum blieb der Generalplan Ost letztlich eine Utopie?

Durch den Kriegsverlauf, insbesondere die Niederlage von Stalingrad, wurden die Voraussetzungen für die großflächige Umsetzung entzogen, und Hitler befahl 1943 schließlich den Stopp aller Nachkriegsplanungen.

Welche Rolle spielten die unterschiedlichen SS-Organisationen bei den Planungen?

Es herrschte ein ständiger Konkurrenzkampf zwischen Institutionen wie dem RKF, dem RSHA und dem RuSHA, was die Radikalisierung und das Tempo der Planungen maßgeblich beeinflusste.

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Details

Title
Der Generalplan Ost - Nationalsozialistische Pläne zur Kolonisation Ostmitteleuropas
College
University of Vechta  (Institut für Geschichte und historische Landesforschung)
Course
Bombenkrieg und Vertreibung - Über den Umgang mit zwei umstrittenen Themen in Forschung, Öffentlichkeit und Schule
Grade
1,0
Author
Heiko Suhr (Author)
Publication Year
2008
Pages
29
Catalog Number
V184603
ISBN (Book)
9783656094715
ISBN (eBook)
9783656094999
Language
German
Tags
Generalplan Ost
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Heiko Suhr (Author), 2008, Der Generalplan Ost - Nationalsozialistische Pläne zur Kolonisation Ostmitteleuropas, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/184603
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