Einleitung
Schaut man sich die Marktentwicklungen der letzten Jahre an, so fällt schnell auf, dass viele Branchen unter einem verschärften Wettbewerb leiden. Kundenanforderungen steigen immer weiter, Unternehmen werden vor die Aufgabe gestellt bessere Produkte zu günstigeren Preisen und besserem Service anzubieten.
Hierfür müssen sich die Unternehmen auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und die Erfolgsfaktoren Zeit, Qualität und Kosten immer weiter verbessern. Wettbewerbsvorteile müssen gesucht und genutzt werden. Eine Möglichkeit hierzu besteht in der Optimierung der Wertschöpfungsketten. Dies kann zum einen durch intensivere Beziehungen zum Kunden wie auch zu den Lieferanten geschehen. Nur durch ein qualifiziertes Supply Chain Management können die Voraussetzungen geschaffen werden um die richtigen Produkte in erforderlicher Qualität schnell und günstig anbieten zu können. (vgl. Corsten/Gabriel 2002, 3f.)
Durch die, wie zuvor erwähnt, immer größerere Bedeutung einer intensiven Kundenorientierung, nimmt der Begriff des Beziehungsmanagements eine besondere Rolle ein. Der Ansatz des Supply Chain Relationship Managements soll daher Beziehungen in der Supply Chain ausgestalten, steuern und kontrollieren und wird als eine Herausforderung im Supply Chain Management gesehen. (vgl. Hofmann/Trumpfheller, 2004, 69) Es handelt sich aber nicht nur um Beziehungen zu den Kunden, sondern auch zu den Lieferanten. Daher kann das Supply Chain Relationship Management als eine Kombination des Customer Relationship Managements wie auch des Supplier Relationship Managements unter dem Deckmantel des Relati-onship Managements gesehen werden.
Um das Konzept des Supply Chain Relationship Managements zu verstehen, sollen zunächst in Kapitel 2 die definitorischen Grundlagen geklärt werden. Kapitel 2.1 geht zunächst auf den Begriff des Supply Chain Managements ein. In Kapitel 2.2-2.4 werden die Begriffe des Relationship Managements, Customer Relationship und Supplier Relationship Managements geklärt. Kapitel 3 beschäftigt sich mit dem Konzept des Supply Chain Relationship Managements. Während Kapitel 3.1 eine grundlegende Definition liefert, werden in Kapitel 3.2 die Ziele vorgestellt. In Kapitel 4 wird der Prozess des Supply Chain Relationship Managements erläutert, sowie die verschiedenen Instrumente erklärt. Kapitel 5 gibt abschließend einen Ausblick auf weitere Forschungsfelder, die in Zusammenhang mit dem Konzept des Supply Chain Relationship Managements stehen.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. DEFINITORISCHE GRUNDLAGEN
2.1. SUPPLY CHAIN MANAGEMENT
2.2. RELATIONSHIP MANAGEMENT
2.3. CUSTOMER RELATIONSHIP MANAGEMENT
2.4. SUPPLIER RELATIONSHIP MANAGEMENT
3. DAS KONZEPT DES SUPPLY CHAIN RELATIONSHIP MANAGEMENTS
3.1. DEFINITION
3.2. ZIELE DES SUPPLY CHAIN RELATIONSHIP MANAGEMENTS
4. BEZIEHUNGSPROZESS DES SUPPLY CHAIN RELATIONSHIP MANAGEMENTS
4.1. BEZIEHUNGSZIELPLANUNG
4.2. BEZIEHUNGSANALYSE
4.3. BEZIEHUNGSFORMULIERUNG
4.4. BEZIEHUNGSAUSWAHL UND -IMPLEMENTIERUNG
4.5. ERGEBNIS- UND BEZIEHUNGSCONTROLLING
5. AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des Supply Chain Relationship Managements (SCRM) als strategischen Ansatz zur Gestaltung, Steuerung und Kontrolle von Geschäftsbeziehungen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch eine intensivierte Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten Wettbewerbsvorteile erzielen und den Unternehmenserfolg langfristig sichern können.
- Grundlagen des Relationship Managements, CRM und Supplier Relationship Management
- Struktur des Supply Chain Relationship Managements und dessen Wirkungsfelder
- Prozessphasen der Beziehungsgestaltung von der Planung bis zum Controlling
- Bedeutung von Vertrauen, Kommunikation und Commitment in der Supply Chain
- Methoden zur Erfolgsmessung mittels Kennzahlensystemen wie der Balanced Scorecard
Auszug aus dem Buch
3.1. Definition
Innerhalb des Supply Chain Managements gibt es verschiedene Betrachtungsebenen, die in Abbildung 2 dargestellt sind. Es wird zwischen der klassischen und neuen Betrachtungsebene des Supply Chain Managements unterschieden. Während die klassische Betrachtungsebene neben dem Informationsnetz auch das Güternetz betrachtet, beschäftigt sich die neue Betrachtungsebene mit dem Finanznetz, dem institutionellen Netz sowie dem sozialen Netz. Die neue Betrachtungsebene lässt sich wiederum noch einmal untergliedern in Financial Supply Management, das die Ebene des Finanznetzes mit dem Institutionellen Netz verbindet, und Supply Chain Relationship Management, das sich mit dem Institutionellem Netz in Verbindung mit dem sozialen Netz befasst und wie einleitend schon erwähnt, Schwerpunkt dieser Arbeit sein soll. (vgl. Hofmann 2004)
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Arbeit beleuchtet den steigenden Wettbewerbsdruck und die Notwendigkeit, Wertschöpfungsketten durch ein qualifiziertes Beziehungsmanagement zwischen Kunden und Lieferanten zu optimieren.
2. DEFINITORISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel definiert die Kernbegriffe Supply Chain Management, Relationship Management, Customer Relationship Management und Supplier Relationship Management als Basis für das SCRM.
3. DAS KONZEPT DES SUPPLY CHAIN RELATIONSHIP MANAGEMENTS: Es wird das Konzept des SCRM innerhalb der neuen Betrachtungsebenen des Supply Chain Managements erläutert und Ziele wie Kommunikation, Transparenz und Vertrauen definiert.
4. BEZIEHUNGSPROZESS DES SUPPLY CHAIN RELATIONSHIP MANAGEMENTS: Das Kapitel beschreibt den Prozess des SCRM in fünf Phasen sowie die Bedeutung des begleitenden Ergebnis- und Beziehungscontrollings mittels Kennzahlen.
5. AUSBLICK: Der Ausblick diskutiert die strategische Relevanz des Ansatzes zur Erzielung von Wettbewerbsvorteilen und verweist auf Herausforderungen wie die Einbeziehung ausländischer Partner und IT-Unterstützung.
Schlüsselwörter
Supply Chain Relationship Management, Beziehungsmanagement, Wertschöpfungskette, Kundenorientierung, Lieferantenmanagement, Relationship Portfolio, Prozesscontrolling, Balanced Scorecard, Vertrauen, Kommunikation, Wettbewerbsvorteile, Unternehmensstrategie, Netzkompetenz, Synergieeffekte, Prozessoptimierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Konzept des Supply Chain Relationship Managements (SCRM) und dessen Rolle bei der strategischen Gestaltung von Geschäftsbeziehungen über Unternehmensgrenzen hinweg.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Beziehungsmanagements, die Prozessgestaltung in der Supply Chain sowie Methoden des Controllings zur Erfolgsmessung von Partnerbeziehungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie durch ein integriertes Beziehungsmanagement zwischen den Akteuren der Supply Chain langfristige Wettbewerbsvorteile und eine Effizienzsteigerung erzielt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Fundierung und strukturierte Aufarbeitung der Thematik durch eine Analyse und Synthese bestehender wissenschaftlicher Managementansätze und Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die definitorischen Grundlagen, die theoretische Konzeptualisierung des SCRM, die detaillierte Darstellung des Beziehungsprozesses sowie Ansätze für ein begleitendes Controlling.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Supply Chain Relationship Management, Beziehungsportfolio, Wertschöpfungskette, Prozesscontrolling und Kooperationsmanagement.
Welche Rolle spielt das Vertrauen im SCRM-Konzept?
Vertrauen wird als elementarer Aspekt beschrieben, um opportunistisches Verhalten der Partner zu vermeiden und die Effizienz der Zusammenarbeit zu steigern, insbesondere wenn Leistungen nicht zeitgleich erbracht werden.
Wie kann das Beziehungsmanagement konkret gemessen werden?
Die Messung erfolgt durch Ergebnis- und Beziehungscontrolling, wobei Instrumente wie die Balanced Scorecard eingesetzt werden, um sowohl harte Finanzkennzahlen als auch qualitative Faktoren wie Kooperationsqualität zu erfassen.
- Arbeit zitieren
- Dipl.-Oec, M.A. Julia Dietrichs (Autor:in), 2010, Supply Chain Relationship Management, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/184509