Diese Hausarbeit befasst sich mit den demokratischen Mitbestimmungs- und Gestaltungsmöglichkeiten der Internettechnologie (e-Demokratie). Hierfür erfolgt zunächst ein Blick auf ausgewählte Chancen, danach werden denkbare Risiken betrachtet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Hauptteil
2.1 Chancen
2.2 Risiken
3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit untersucht die demokratischen Mitbestimmungs- und Gestaltungsmöglichkeiten durch Internettechnologien, wobei der Fokus auf der Analyse von Chancen und Risiken einer sogenannten e-Demokratie liegt.
- Rolle des Internets bei der politischen Meinungs- und Willensbildung
- Funktionen von Parteien-Internetpräsenzen und Online-Communities
- Herausforderungen durch den digitalen Graben (Digital Divide)
- Bedeutung der Medienkompetenz für die politische Teilhabe
- Gefahren durch internetgestützten Populismus und Informationsmonopole
Auszug aus dem Buch
2.2 Risiken
Da nicht jede Person über den gleichen Zugang zum Internet verfügt, könnte es bei einer konsequenten Verwendung des Internets zu einem „Digital Divide“ innerhalb der Bürgerschaft kommen. Es besteht dabei die Gefahr, dass diejenigen Bevölkerungsgruppen, welche die Möglichkeiten der e-Demokratie nicht nutzen, immer weniger am polischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozess beteiligt werden.
Die Ausstattung mit einem Internetzugang hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen (in 2007 etwa 65 % aller Haushalte). Sie hängt von der sozialen Stellung des Haupteinkommensbeziehers ab. So verfügten 2007 etwa 87 % aller Selbstständigen und 83 % aller Arbeitnehmerhaushalte über einen Internetzugang. Bei Haushalten ohne Erwerbstätige lag der Anteil bei gerade einmal 39 %.
Im Durchschnitt nutzen etwa zwei Drittel der Bundesbürger das Internet. Allerdings kommt es lediglich bei den Personengruppen unter 54 Jahren zu einer intensiven Nutzung. In etwa zwei Drittel der Bürger über 54 Jahren nutzt das Internet überhaupt nicht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Die Einleitung definiert das Thema e-Demokratie als Schnittmenge von Internettechnologie und demokratischer Mitbestimmung und skizziert den Aufbau der Arbeit.
2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert detailliert die Potenziale zur Kommunikation und Vernetzung sowie die bestehenden Risiken durch soziale Exklusion und mangelnde Medienkompetenz.
3. Fazit: Das Fazit fasst die Chancen der Transparenz und Teilhabe zusammen, mahnt jedoch staatliches Handeln zur Überwindung des Digital Divide und zur Förderung der Medienkompetenz an.
Schlüsselwörter
e-Demokratie, e-Government, Internet, politische Willensbildung, digitale Demokratie, Partizipation, Digital Divide, Medienkompetenz, Politikportal, Internetpräsenz, Online-Communities, Transparenz, Populismus, Informationsmonopole, Bürgerbeteiligung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der digitalen Demokratie im Rahmen der modernen Internettechnologien.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Rolle des Internets für die Transparenz politischer Prozesse, die Nutzung digitaler Kanäle durch Parteien und die soziale Herausforderung durch den ungleichen Internetzugang.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Chancen für eine verbesserte demokratische Mitbestimmung den gleichzeitig bestehenden Risiken, wie dem digitalen Ausschluss, gegenüberzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive Analyse auf Basis von Sekundärdaten, Statistiken und einer Untersuchung bestehender politischer Internetangebote.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Chancen, wie der Technisierung von Wahlverfahren, und Risiken, wie dem sogenannten Digital Divide und der Notwendigkeit einer spezifischen Medienkompetenz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie e-Demokratie, Partizipation, Digital Divide, Transparenz und Medienkompetenz charakterisiert.
Was besagt die Arbeit über die Altersstruktur der Internetnutzer?
Der Autor stellt fest, dass bei der Nutzung digitaler demokratischer Angebote eine deutliche Diskrepanz besteht und ältere Bevölkerungsteile bisher weitgehend ausgeschlossen bleiben.
Warum hält der Autor ein öffentlich-rechtliches Politikportal für sinnvoll?
Er argumentiert, dass ein solches Portal ein notwendiges Gegengewicht zu den einseitigen Informationsangeboten privater Akteure oder Parteien bilden könnte, um den Gefahren eines internetgestützten Populismus entgegenzuwirken.
- Quote paper
- Christian Lenzinger (Author), 2009, Chancen und Risiken der e-Demokratie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/184502