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Familiale Zeitpolitik

Title: Familiale Zeitpolitik

Essay , 2011 , 10 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Riccarda J. Schneider (Author)

Sociology - Relationships and Family

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Summary Excerpt Details

Ein Sprichwort besagt: „Zeit ist ein kostbares Hab und Gut.“
Was geschieht jedoch wenn aus Termini wie „(freie) Zeit zur Verfügung haben“, „Zeit nutzen“ und „Zeit genießen“, negative Konnotationen entstehen, die darauf hinweisen, das ebenjene Wendungen Besonderheiten implizieren, die mit den alltäglichen Gegebenheiten kollidieren? Es entstehen Zeitnot, Zeitstress und Zeitdruck. Folglich wird Zeit problematisiert. Gleichsam einer Ressource wird versucht ihr Potenzial auszuschöpfen, indem das Individuum versucht keine Zeit verstreichen zu lassen und quasi jede Minute qualitativ zu nutzen. Hierbei kommt dem Begriff `Zeitmanagement` eine tragende Rolle zu, um zu signalisieren und vielleicht auch zu suggerieren, dass der Mensch fähig ist, die Zeit, mit ihrem metaphysischen Seinsgehalt, nach seinem/ ihrem Lebenskontext zu kontrollieren, form- und gestaltbar zu machen.
Ausgehend von diesem (Zeit-)Verständnis schließt sich für das einzelne Individuum eine Betrachtung der einzelnen Lebensbereiche und –abschnitte mit ihrem (Zeit-)Umgang an. Insbesondere in industriellen Gesellschaften finden sich zwei Bereiche, die miteinander verschlungen sind und sich zusehends in Konkurrenz zueinander befinden: Arbeit und Familie.
Im Zuge des demografischen Wandels, bedingt durch den Rückgang der Geburtenraten und die Steigerung der Lebenserwartung, setzt ein Paradoxon ein: Der Mensch hat statistisch gesehen mehr Lebenszeit zur Verfügung und scheint gerade mit diesem Zeitgewinn gesellschaftlich mehr unter Zeitdruck zu stehen; sodass „Familien-, Arbeits-, oder Verkehrszeiten – divergierende Zeitanforderungen und -bedürfnisse [...] immer schwieriger ausbalanciert werden [können].“1
Das Ineinanderwirken von Zeit und der individuelle Alltag sind unmittelbar miteinander verschmolzen, sodass eine Störung dessen – mittels Phänomenen wie der so genannten Rush-Hour of Life – die Lebensführung eher verkomplizieren und ihr ein erhöhtes Stresspotenzial zu Teil wird, welches ihr nicht inhärent sein müsste.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bestandsaufnahme

3. Lösungsansätze

4. Einschätzung

Zielsetzung und Themen der Publikation

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unter den Bedingungen des demografischen Wandels und einer zunehmenden zeitlichen Verdichtung. Im Fokus steht dabei die Frage, inwieweit eine familiale Zeitpolitik dazu beitragen kann, den Alltag von Familien zu entlasten und die familiale Lebensführung nachhaltig zu unterstützen.

  • Konfliktfeld zwischen familialen Anforderungen und flexibilisierten Arbeitszeiten
  • Die Rolle der Familienpolitik als Instrument gegen das "Aussterben" von Familien
  • Analyse von Zeitmanagement-Strategien und Bewältigungskonzepten wie "Doing Family"
  • Vorstellung politischer Szenarien: Zeit, Infrastruktur und finanzielle Förderung
  • Diskussion über die Notwendigkeit einer neuen Zeitsouveränität und gesellschaftlichen Anerkennung familialer Zeit

Auszug aus dem Buch

Bestandsaufnahme

„Die Vervielfältigung und Dynamisierung der Familienzeiten, mitbedingt durch die Differenzierung der Zeiten von Kontextinstitutionen wie Schule, Freizeit, ebenso wie die Flexibilisierung der Arbeitszeiten, Arbeit am Abend oder an Wochenenden verlangen, dass selbst immer wieder neu definiert wird, wo Grenzen zwischen der Erwerbsarbeit und dem familialen Leben verlaufen. Auf familialer Ebene führt dies durch das Zusammentreffen unterschiedlicher Zeitakte unterschiedlicher Familienmitglieder zu komplexen Abstimmungsprozessen.“

Das oben stehende Zitat verdeutlicht auf prägnante Art und Weise, wie aus Familienzeiten eine familiale Zeitpolitik erwachsen konnte. Einerseits befanden sich die Pluralisierung von Familienzeiten, die bedingt sind durch “äußere“ Zeiten (Öffnungszeiten von Institutionen und Angeboten, an denen die gesellschaftlichen Subjekte partizipieren) und andererseits die Flexibilisierung von Arbeitszeiten, die sich im Zuge der Mobilität, Multilokalität und Technisierung ereignet haben, die wiederum das Individuum mit neuen Anforderungen in Form von bewussten Entscheidungsprozessen konfrontiert.

Der familiale Alltag muss zunehmend geplant werden, um sich überhaupt als Familie erfahren zu können. Konzepte wie „Doing Family“ oder „Doing Boundary“ treten in Erscheinung, um der Herausforderung von einem gelungen Familien- und Erwerbsleben gerecht werden zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung problematisiert die zunehmende Zeitknappheit und das Stresspotenzial im Alltag durch die Konkurrenz von Arbeit und Familie, was das Risiko für sinkende Geburtenraten birgt.

2. Bestandsaufnahme: Dieses Kapitel beleuchtet die strukturellen Probleme der familialen Zeitplanung und nutzt den Siebten Familienbericht, um die Notwendigkeit für politisches Handeln und moderne Konzepte wie "Doing Family" aufzuzeigen.

3. Lösungsansätze: Hier werden spezifische Szenarien für Zeit, Infrastruktur und finanzielle Unterstützung diskutiert, um eine bessere Vereinbarkeit zu gewährleisten und den familiären Alltag zu stützen.

4. Einschätzung: Der abschließende Teil bewertet die vorgeschlagenen Ansätze kritisch und fordert eine gesellschaftliche Umbewertung der familialen Zeit im Vergleich zur öffentlichen Erwerbszeit.

Schlüsselwörter

Familiale Zeitpolitik, Familienbericht, Vereinbarkeit, Arbeitszeitflexibilisierung, Lebenslaufpolitik, Doing Family, Zeitmanagement, Zeitsouveränität, Demografischer Wandel, Familienalltag, Stressmanagement, Time Mainstreaming, Familienformen, Doppelbelastung, soziale Anerkennung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der familialen Zeitpolitik in Deutschland und untersucht, wie Familien den wachsenden Anforderungen zwischen Beruf und Privatleben begegnen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Flexibilisierung der Arbeitswelt, die Planung des familialen Alltags, staatliche familienpolitische Interventionen und die Auswirkungen von Zeitdruck auf Familienbiografien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Thematisierung familialer Zeitpolitik in Deutschland zu analysieren und zu bewerten, inwieweit aktuelle politische Lösungsansätze zur Entspannung der Situation beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine sozialwissenschaftliche Analyseperspektive, basierend auf der Auswertung des Siebten Familienberichts der Bundesregierung sowie weiterer Fachliteratur zur Familien- und Arbeitssoziologie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der aktuellen Zeitproblematiken, eine Vorstellung verschiedener politischer Szenarien zur Lebenslaufgestaltung und eine kritische Einschätzung dieser Maßnahmen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Begriffe wie "familiale Zeitpolitik", "Doing Family", "Vereinbarkeit" und "Zeitsouveränität" stehen im Zentrum der inhaltlichen Diskussion.

Warum wird im Dokument der Begriff "Rush-Hour of Life" erwähnt?

Der Begriff beschreibt eine Phase der extremen zeitlichen Verdichtung im Lebenslauf, in der berufliche Anforderungen und die Gründung oder Sorge für eine Familie kollidieren, was zu erhöhtem Stress führt.

Welche Rolle spielen "Dienstmädchen" oder Haushaltshilfen in der Analyse?

Die Autorin weist darauf hin, dass trotz der Illegalität vieler solcher Beschäftigungsverhältnisse ein hoher Bedarf besteht, um den Familienalltag zu entlasten, was den Druck auf Familien bei der Vereinbarkeit unterstreicht.

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Details

Title
Familiale Zeitpolitik
College
University of Potsdam  (Professur für Geschlechtersoziologie)
Course
Seminar: Gesellschafts- und geschlechterpolitische Konsequenzen des demografischen Wandels
Grade
1,7
Author
Riccarda J. Schneider (Author)
Publication Year
2011
Pages
10
Catalog Number
V184478
ISBN (Book)
9783656092766
ISBN (eBook)
9783656093077
Language
German
Tags
Zeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Riccarda J. Schneider (Author), 2011, Familiale Zeitpolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/184478
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