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Die Grundzüge der Verantwortungsgesellschaft nach Amitai Etzioni

Ein Aufruf zu langfristigem, werteorientiertem Management

Titel: Die Grundzüge der Verantwortungsgesellschaft nach Amitai Etzioni

Seminararbeit , 2009 , 25 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Janine Tepaß (Autor:in)

Soziologie - Wirtschaft und Industrie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Zuge des im zwanzigsten Jahrhundert einsetzenden Industriekapitalismus verloren Religion und Moral an Bedeutung, wodurch sich die gesellschaftliche Balance einseitig zugunsten des übermäßigen Individualismus und der ökonomischen Nutzenmaximierung verschob. Dabei zeichneten westliche Industrienationen in den achtziger und neunziger Jahren einerseits ein Bild von Gier und Konsumfetischismus und eines von Armut andererseits. Um dieser „schwere[n] soziale[n] Erkrankung“ entgegenzuwirken, formierte sich Mitte der achtziger Jahre die kommunitaristische Bewegung. Amitai Etzioni ist einer ihrer Wegbereiter und vertritt mit seinem Modell „Die Verantwortungsgesellschaft“ (1997) eine dynamische, sozialphilosophische Denkschule, die auf der „vageren, vorläufigen Version“ „Die Entdeckung des Gemeinwesens“ (1995) basiert. In beiden plädiert er für eine gesellschaftliche Selbstregulierung durch moralische Dialoge über das Verhältnis von Ordnung und Autonomie, von Rechten und Pflichten. In seinem Leitbild, welches er als neue goldene Regel bezeichnet, plädiert er für eine Erneuerung der Werte mit Hilfe von normativen Mitteln um soziale, wirtschaftliche und politische Veränderungen auszulösen: „Achte und wahre die moralische Ordnung der Gesellschaft in gleichem Maße, wie Du wünscht, dass die Gesellschaft Deine Autonomie achtet und wahrt“ . Ziel dabei ist die Rekonstruktion der Gemeinschaft (Community) durch die Wiederherstellung der Bürgertugenden um ein neues Verantwortungsbewusstein der Menschen zu sichern und so die moralischen Grundlagen unserer Gesellschaft zu stärken. Dies führe laut Etzioni zu einer „guten Gesellschaft“ , wobei „kommunitaristisches Denken die einzige realisierbare und wirksame Alternative zum Versuch [sei], den Menschen Tugenden und Werte aufzuzwingen“ . Diese Seminararbeit basiert auf Etzionis Hauptwerk „Die Verantwortungsgesellschaft“ (1997). Dabei wird zunächst die Entwicklung des Kommunitarismus skizziert, um folgend das kommunitaristische Verständnis einer „guten Gesellschaft“ zu beleuchten. Etzionis Gesellschaftsbild beruht dabei auf zwei Grundprinzipien - der sozialen Ordnung und der Autonomie - wobei diese eine inverse Symbiose eingehen. Darauffolgend wird die von den Kommunitaristen gewünschte Form des öffentlichen Diskurses dargestellt und Implikationen für das Management geliefert, um schlussfolgernd eine kritische Resonanz zu ziehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Haupteinteilung

1. Zur Person Amitai Etzioni

2. Die Entwicklung des Kommunitarismus

3. Die Grundzüge der Verantwortungsgesellschaft

3.1. Verschiedene Gesellschaftsauffassungen

3.2. Das kommunitaristische Paradigma einer „guten Gesellschaft“

3.2.1 Über Ordnung und Autonomie

3.2.2. Über die Moral

4. Implikationen für das Management

III. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Modell der „Verantwortungsgesellschaft“ von Amitai Etzioni, um dessen Relevanz für eine werteorientierte Gesellschaftsstruktur zu analysieren und Übertragbarkeiten auf ein nachhaltiges Management zu prüfen.

  • Historische und theoretische Entwicklung des Kommunitarismus
  • Das Spannungsfeld zwischen individueller Autonomie und sozialer Ordnung
  • Die moralische Infrastruktur der Gesellschaft (Familie, Schule, Gemeinschaften)
  • Methoden der Wertevermittlung und Bedeutung öffentlicher Diskurse
  • Management-Implikationen für ein verantwortungsvolles Unternehmertum

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Über Ordnung und Autonomie

Kommunitaristen bezeichnen eine Gesellschaft als „gut“, wenn die soziale Ordnung in Balance zur Autonomie steht - Extreme sollen vermieden werden. Etzioni wählt den Begriff “Ordnung“ dabei ganz bewusst, da alle Formen sozialer Ordnungen in einem gewissen (jedoch unterschiedlich starken) Maß auf Zwangsmittel (z.B. Gefängnisstrafe), utilitaristische Mittel (z.B. Subventionen) und normative Mittel (z.B. Moralerziehung) gestützt sind. Um die Ordnung innerhalb der Gemeinschaft zu sichern, plädieren Kommunitaristen für eine soziale Ordnung, die auf gemeinsam geteilten Werten mit Verpflichtungscharakter basiert und den moralischen Bindungen ihrer Mitglieder aus Überzeugung entspricht, um durch freiwillige Zustimmung zu einer gemeinsamen Moralvorstellung die Spannung beider Werte zu mindern.

Dies bringt Etzioni in der neuen goldenen Regel zum Ausdruck: „Achte und wahre die moralische Ordnung der Gesellschaft in gleichem Maße, wie Du wünscht, dass die Gesellschaft Deine Autonomie achtet und wahrt.“ Dies impliziert aber auch die Kenntnis des Individuums über die gemeinsame Moralvorstellung. Unkenntnis führt dabei zu einer Kluft zwischen Recht und richtig, welche durch nicht-staatliche Mechanismen der Gemeinschaft wie beispielsweise durch normative Mittel (z.B. gesellschaftlicher Druck, Konsens, Erziehung) überwunden werden sollen, um so ein gewisses Niveau an Anständigkeit zu sichern. Dabei lehnt Etzioni eine Rechtsdurchsetzung ab, die bestimmte Werte (wie z.B. Umweltschutzmaßnahmen) vorschreibt und plädiert für ein hohes Maß an Autonomie durch den öffentlichen Diskurs.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Hinführung zum Thema durch die Skizzierung der gesellschaftlichen Problemlage und Vorstellung des kommunitaristischen Lösungsansatzes nach Amitai Etzioni.

II. Haupteinteilung: Analyse der Person Etzioni, der theoretischen Wurzeln des Kommunitarismus sowie des zentralen Paradigmas der „guten Gesellschaft“ inklusive der Rolle von Moral und der Management-Implikationen.

III. Schlussbetrachtung: Kritische Reflexion der Theorie hinsichtlich ihrer inhaltlichen Tiefe, der praktischen Umsetzbarkeit und der begrifflichen Schärfe.

Schlüsselwörter

Kommunitarismus, Amitai Etzioni, Verantwortungsgesellschaft, Moralische Infrastruktur, Soziale Ordnung, Autonomie, Wertedialog, Gemeinwohl, Impulskontrolle, Empathie, Management, Zivilgesellschaft, Sozialphilosophie, Bürgertugenden, Internalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die soziologische Theorie der „Verantwortungsgesellschaft“ des Denkers Amitai Etzioni und deren Anwendung auf aktuelle gesellschaftliche sowie wirtschaftliche Fragestellungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen das Gleichgewicht zwischen individueller Freiheit und sozialer Bindung, die Bedeutung von Moral in der Gesellschaft und die Rolle von Gemeinschaften bei der Wertevermittlung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die kommunitaristische Vision einer „guten Gesellschaft“ zu erläutern und kritisch zu hinterfragen, inwieweit diese Ansätze als Orientierungshilfe für modernes Management dienen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit der sozialphilosophischen Literatur von Amitai Etzioni unter Einbeziehung soziologischer Fachliteratur und aktueller gesellschaftlicher Diskurse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Person Etzioni, die historische Entwicklung des Kommunitarismus, die detaillierte Analyse der Begriffe Ordnung, Autonomie und Moral sowie die Diskussion über Implikationen für die Führungspraxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Kommunitarismus, moralische Infrastruktur, Gemeinwohl, soziale Ordnung, Autonomie und Werteorientierung.

Wie definiert Etzioni das Konzept der „guten Gesellschaft“?

Eine gute Gesellschaft ist für Etzioni ein System, das durch eine Balance zwischen individueller Autonomie und sozialer Ordnung gekennzeichnet ist und auf geteilten moralischen Werten statt reinem Zwang basiert.

Warum ist das Thema für das Management relevant?

Weil Manager durch die Gestaltung der Arbeitsumgebung und Unternehmenskultur einen Beitrag zur Stärkung der moralischen Infrastruktur leisten können, was wiederum eine langfristig stabile Unternehmensführung fördert.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Grundzüge der Verantwortungsgesellschaft nach Amitai Etzioni
Untertitel
Ein Aufruf zu langfristigem, werteorientiertem Management
Hochschule
Universität Hohenheim  (Eingereicht am Lehrstuhl für Soziologie und empirische Sozialforschung)
Note
1,3
Autor
Janine Tepaß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
25
Katalognummer
V184389
ISBN (eBook)
9783656091905
ISBN (Buch)
9783656091943
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kommunitarismus Etzioni Werte Management
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Janine Tepaß (Autor:in), 2009, Die Grundzüge der Verantwortungsgesellschaft nach Amitai Etzioni, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/184389
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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