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Mayröcker/Jandl - Eine gelungene Liebe in Passion?

Titel: Mayröcker/Jandl - Eine gelungene Liebe in Passion?

Hausarbeit , 2010 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Eric Mbarga (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei der Suche nach einer Antwort auf die Frage, was Liebe ist oder welchen Sinn sie hat, wird einem sehr schnell auffällig, dass es hierzu schier unendlich viel Literatur und mindestens genauso viele Meinungen gibt. Versucht man diese Meinungen ein wenig genauer zu differenzieren und sich dem Thema etwas sachlicher, sprich wissenschaftlich zu nähern, so wird einem auch klar, dass das Phänomen aus verschiedensten Perspektiven betrachtet werden kann. So ergibt die Frage nach dem Sinn nicht nur eine der jeweiligen Wissenschaft entsprechende Antwort, sondern logischer Weise auch eine dementsprechende Denkrichtung. In den folgenden Zeilen soll die Liebe deshalb ausschließlich aus soziologischer Sicht betrachtet werden. Als wissenschaftliche Grundlage wird die Liebestheorie von Niklas Luhmann dienen. Sie wird auf die besondere Beziehung der zwei österreichischen Künstler Friederike Mayröcker und dem im Jahre 2000 verstorbenen Dichter Ernst Jandl angewendet. Anhand ihrer Art zu lieben und zu leben, vor allem aber miteinander in ihrer Kunst zu kommunizieren, soll aufgeklärt werden, ob, und wenn ja, wie Luhmanns Theorie in der heutigen Zeit erfolgreich gelebt werden kann. Letzten Endes soll die These erörtert werden, ob ihre Liebe nach Luhmanns Ansatz eine gelungene Art der romantischen Intimität darstellt. Dazu wird es jedoch wichtig sein sich zunächst das Phänomen Liebe im Lauf der Zeit anzusehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Zum Phänomen Liebe

1.1. Liebe im Wandel der Zeit

2. Luhmanns Liebe – Ein codiertes Medium

2.1. Die Entwicklung der Intimbeziehung

2.2. Konformität in Zeiten des Individualismus

3. Mayröcker / Jandl – 2 Texter / 1 Liebe

3.1. Mayröcker - Die Glorreiche

3.2. Jandl - Der Kleinkünstler

3.3. Getrennt-gemeinsam - über den Tod hinaus

4. Mayröcker / Jandl – Eine zeitgemäße Liebe?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Liebesbeziehung der österreichischen Lyriker Friederike Mayröcker und Ernst Jandl unter Anwendung der soziologischen Liebestheorie von Niklas Luhmann. Ziel ist es zu analysieren, ob die spezifische Art ihrer Verbindung in der Moderne als eine gelungene Form romantischer Intimität und wechselseitiger Interpenetration bewertet werden kann.

  • Soziologische Liebestheorie nach Niklas Luhmann
  • Entwicklung und Wandel der Semantik von Liebe
  • Analyse der literarischen Kommunikation zwischen Mayröcker und Jandl
  • Reziproke Identitätsstiftung durch künstlerischen Austausch
  • Spannungsfeld zwischen Individualität und Intimität

Auszug aus dem Buch

3.3. Getrennt-gemeinsam - über den Tod hinaus

Ihre Individualität als Künstler erklärt sich aus ihren unterschiedlichen Interessen innerhalb der Dichtkunst. Sie lässt sich selbstverständlich auch anhand der zwar sehr ähnlichen aber trotzdem nicht identischen Evolutionen erklären. Neben reziproken Elementen, die bei beiden festzustellen sind, lassen sich auch Inklusions- und Exklusionsvorgänge beobachten. Die Paradoxie liegt hier in der Trennung der beiden in eben jenem Element, das sie vereint.

Dass die Liebe dieser zwei modernen und selbstständigen Individuen Luhmanns Theorie der Interpenetration entspricht, beweisen, neben ihren gerade erwähnten Lebensläufen, ihre aufeinander bezogenen Gedichte. Sie legen deutlich dar, wie der Code der Interpenetration im Sinne des Soziologen funktionieren kann. Sie zeigen aber noch mehr. Sie zeigen, was Liebe in der modernen Gesellschaft ist, nämlich wechselseitiges Eindringen und Einwirken in die Sinneswelt des Anderen.

Sie begründen sie in der Möglichkeit der gegenseitigen Bestätigung der eigenen Identität in der überwiegend unpersönlichen modernen Gesellschaft. Auch zeigen sie auf, welches Problem einbezogen werden soll. Es ist das Problem des „Identischbleiben des Ichs, das Gefühle zu fühlen, Liebe zu lieben hat und diese Identität kann für beide Seiten und für jeden im anderen zur Differenz werden“ (Luhmann 1982: 176). Zuletzt zeigen sie, welche Anthropologie dieser Liebe zukommt. Anders formuliert: Sie decken die vier Sinnbereiche einer modernen Liebessemantik ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zum Phänomen Liebe: Einführung in die soziologische Perspektive auf Liebe unter Einbeziehung der Theorien von Niklas Luhmann und Hartmann Tyrell.

1.1. Liebe im Wandel der Zeit: Erläuterung der historischen Entwicklung von Werten und Normen im gesellschaftlichen Verständnis der Liebe.

2. Luhmanns Liebe – Ein codiertes Medium: Analyse von Liebe als Kommunikationsmedium zur Herstellung von Intimität und zur Weltkonstruktion mit den Augen des Anderen.

2.1. Die Entwicklung der Intimbeziehung: Darstellung der vier Sinnbereiche von Liebessemantik und deren Bedeutung für die Systemtheorie.

2.2. Konformität in Zeiten des Individualismus: Untersuchung der Herausforderungen romantischer Liebe in einer funktional differenzierten modernen Gesellschaft.

3. Mayröcker / Jandl – 2 Texter / 1 Liebe: Einordnung der Beziehung von Mayröcker und Jandl in den soziologischen Rahmen der exklusiven Sozialbeziehung zu zweit.

3.1. Mayröcker - Die Glorreiche: Biografische Skizze Friederike Mayröckers und Analyse ihres schöpferischen Prozesses sowie ihrer Bedeutung für die Literatur.

3.2. Jandl - Der Kleinkünstler: Darstellung des Lebenswegs Ernst Jandls und seiner Entwicklung hin zur konkreten Poesie.

3.3. Getrennt-gemeinsam - über den Tod hinaus: Zusammenführende Analyse der Interpenetration des Dichterpaares anhand konkreter Textbeispiele.

4. Mayröcker / Jandl – Eine zeitgemäße Liebe?: Kritische Schlussbetrachtung, ob die Beziehung nach Luhmanns strengen Kriterien als gelungen bezeichnet werden kann.

Schlüsselwörter

Liebe, Niklas Luhmann, Interpenetration, Intimität, Friederike Mayröcker, Ernst Jandl, Soziologie, Liebessemantik, Kommunikation, romantische Liebe, moderne Gesellschaft, Identität, Differenz, Systemtheorie, Passion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Liebesbeziehung der beiden Dichter Friederike Mayröcker und Ernst Jandl aus der Perspektive der soziologischen Systemtheorie von Niklas Luhmann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die soziologische Definition von Liebe, das Konzept der Interpenetration, die Dynamik von Intimität in der Moderne und die literarische Wechselbeziehung zwischen zwei Künstlern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu erörtern, ob die langjährige, aber räumlich getrennte Beziehung von Mayröcker und Jandl als "gelungene" Form der romantischen Intimität nach Luhmanns Systemtheorie eingestuft werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und wendet theoretische Konzepte der Soziologie – insbesondere die Liebestheorie von Niklas Luhmann – auf biografische Daten und lyrische Werke der beiden Dichter an.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen Luhmanns dargelegt, gefolgt von einer biografischen und werkanalytischen Vorstellung von Mayröcker und Jandl, um schließlich die theoretischen Konzepte an ihren Gedichten zu verifizieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Liebe, Kommunikation, Interpenetration, Systemtheorie, Intimität und das Wirken von Mayröcker und Jandl charakterisiert.

Wie beeinflusste der Tod von Ernst Jandl die Arbeit von Friederike Mayröcker laut der Untersuchung?

Die Analyse zeigt, dass Mayröckers künstlerisches Schaffen nach Jandls Tod nicht abbrach, sondern in Form von Widmungen und Gedenken fortbestand, was laut der Autorin für eine idealisierte Form des Mediums Liebe spricht, das über physische Grenzen hinaus funktioniert.

Warum spielt die räumliche Trennung für die Bewertung der Beziehung eine Rolle?

Der Autor argumentiert, dass die räumliche Distanz das Paar vor den alltäglichen, fordernden Aspekten der Kommunikation schützte, die laut Luhmann oft zum Scheitern von langfristigen Beziehungen führen, und ihnen ermöglichte, eine reinere Ebene der künstlerischen Kommunikation zu wahren.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mayröcker/Jandl - Eine gelungene Liebe in Passion?
Hochschule
Universität Bayreuth
Note
1,3
Autor
Eric Mbarga (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
17
Katalognummer
V184383
ISBN (eBook)
9783656091608
ISBN (Buch)
9783656091752
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mayröcker/jandl eine liebe passion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eric Mbarga (Autor:in), 2010, Mayröcker/Jandl - Eine gelungene Liebe in Passion?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/184383
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Leseprobe aus  17  Seiten
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