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Die katalysierende Kraft der Medien bei Jugendprotesten, dargestellt am Beispiel der "Mod"-Proteste

Title: Die katalysierende Kraft der Medien bei Jugendprotesten, dargestellt am Beispiel der "Mod"-Proteste

Term Paper , 2011 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Carlo Clemens (Author)

Communications - Media History

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Summary Excerpt Details

Einem Einfluss schenkt diese Arbeit besondere Aufmerksamkeit: Der katalysierenden Rolle von Medien. An einem exemplarischen Beispiel, der Jugendbewegung der Mods , soll gezeigt werden, wie die Zeitungsberichterstattung zu den verschiedenen Unruhen zwischen Mods und der rivalisierenden Subkultur der Rocker im Jahr 1964 in mehreren Städten der englischen Südküste Bild und Entwicklung einer Jugendbewegung maßgeblich beeinflusst hat. Als Quellen werden hierfür diverse Zeitungsartikel aus der englischen Presse ausgewertet, die den reich bebilderten Sammelwerken der englischen Szenekenner Terry Rawlings und Richard Barnes entnommen wurden.

Wie kam es zu diesen Krawallen? Welche Intentionen hatten die Mods? Gab es gar politische Bestrebungen? Und welche Rolle spielten die Medien bei der Eskalation? Findet eine Skandalisierung statt? Werden Stereotype (Bedrohung, Verharmlosung, Politisierung) bedient oder gar Angstwellen geschürt? Wenn ja, welche?

Anhand genannter Werke werden persönliche Zeitzeugenberichte von Teilnehmern und Beobachtern zu Wort kommen. Abschließend werden Parallelen zur Medienwahrnehmung und -reaktion am Beispiel der sogenannten Halbstarken in den 1950er Jahren der Bundesrepublik gezogen, um das Phänomen der Mods in den Komplex Jugendprotest und Jugendkultur theoretisch einzuordnen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Mods und die Gesellschaft

2.1 Wer waren die Mods?

2.1.1 Kleidung

2.1.2 Habitus

2.2 Mods und der Protest

3. Mods und die Medien – Die Presse als Protestkatalysator

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Rolle der Medien bei der Eskalation von Jugendprotesten der 1960er Jahre, wobei das Phänomen der „Mod“-Kultur in England als zentrales Fallbeispiel dient, um die Wechselwirkung zwischen subkulturellem Verhalten und medialer Berichterstattung zu analysieren.

  • Strukturelle Analyse der Mod-Subkultur (Kleidung, Habitus, Konsum).
  • Untersuchung des Protests der Mods als „revolt in style“.
  • Analyse der medialen Berichterstattung der englischen Presse über die sogenannten „bank holiday“-Unruhen.
  • Vergleich der Mod-Unruhen mit den „Halbstarken“-Krawallen der 1950er Jahre in Deutschland.
  • Kritische Würdigung der Medien als polarisierende Akteure und Protestkatalysatoren.

Auszug aus dem Buch

3. Mods und die Medien – Die Presse als Protestkatalysator

Die größte mediale Aufmerksamkeit bekamen die Mods bei den Unruhen an drei gesetzlichen „bank holiday“-Feiertagswochenenden im Jahre 1964: Am Osterwochenende (27. bis 30. März) in Clacton, am Pfingstwochenende (16. bis 18. Mai) in Brighton, Margate und Bournemouth und an einem verlängerten Augustwochenende in Hastings und Great Yarmouth. In diesem Jahr kam es an diesen „bank holidays“ zu rituellen Krawallen, die medial zu Schlachten zwischen Mods und den rivalisierenden, habituell grundsätzlich gegensätzlichen Rockern stilisiert wurden.

Der Daily Mirror titelt am 30. März über die Unruhen in Clacton: „’Wild Ones’ invade seaside – 97 Arrests.“ Mods und Rocker, die die Küste „überfallen“ (invade) hätten, werden als „Scooter Gangs“ bezeichnet. Das Titelbild zeigt einen Polizisten mit Polizeihund in Diskussion mit einem Rocker. In der Unterzeile zur Überschrift ist von : „1.000 fighting, drinking, roaring, rampaging teenagers“ die Rede, die Passanten attackiert, parkende Autos beschädigt, in Strandhütten eingebrochen, Fenster zerschlagen und sich mit rivalisierenden Gangs bekriegt hätten.

Am 19. Mai, den Unruhen in Brighton, spricht der Daily Sketch von den bislang größten Unruhen: „Stabbing, stoning, deckchair battles as riots hit new peak – WILDEST ONES YET“. Unter einem großen Bild, in dem zwei Rocker über eine Balustrade vor Mods flüchten, die mit Liegestühlen zum Schlag ausholen, heißt es: „Holidaymakers cower on the beach“. Mods und Rocker werden auch hier synonym als „wild ones“ bezeichnet. Daily Mirror titelt am selben Tag noch expliziter, noch agitierender. Die Titelseite zeigt zwei Bilder einer Szene: Ein Mod, der auf einen am Boden liegenden Rocker eintritt. Daneben das blutüberströmte Gesicht des letzteren nach der Attacke. „LIVING FOR KICKS“ heißt es in einem zweideutigen Wortspiel. „The boot goes in.“ Und: „In two dramatic pictures – all the fury and the hate of the scrap-happy Whitsun Wild Ones“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Jugendprotest ein und definiert die Zielsetzung, die katalysierende Rolle der Medien am Beispiel der „Mod“-Unruhen von 1964 zu untersuchen.

2. Mods und die Gesellschaft: Das Kapitel beleuchtet den sozioökonomischen Kontext der „Mod“-Bewegung im England der Nachkriegszeit und erklärt, wie Konsumkultur zur Entstehung dieser speziellen Identität beitrug.

2.1 Wer waren die Mods?: Hier werden die Identitätsmerkmale der Mods, insbesondere durch ihre exklusive Kleidung und ihren spezifischen Habitus als „Dandys“ der Arbeiterklasse, detailliert beschrieben.

2.1.1 Kleidung: Dieser Unterpunkt analysiert den typischen Mod-Stil, vom Italo-Anzug bis zum Parka, und ordnet diesen modischen Ausdruck als Distinktionsmerkmal ein.

2.1.2 Habitus: Dieser Abschnitt thematisiert die Diskrepanz zwischen der bürgerlichen Anpassung im Beruf und dem subkulturellen, oft hedonistischen Auftreten der Mods in der Freizeit.

2.2 Mods und der Protest: Hier wird der friedliche, eher stilistische Charakter der Mod-Subkultur gegen die Annahme einer politischen Protestbewegung abgegrenzt.

3. Mods und die Medien – Die Presse als Protestkatalysator: Das Kapitel analysiert die sensationelle Berichterstattung der englischen Boulevardpresse während der „bank holiday“-Krawalle und deren Rolle bei der Eskalation der Ereignisse.

4. Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Medien einen entscheidenden Einfluss auf die Wahrnehmung und tatsächliche Verstärkung der Mod-Proteste nahmen, während die Subkultur selbst primär unpolitisch blieb.

Schlüsselwörter

Jugendprotest, Mods, Jugendkultur, Medien, Boulevardpresse, Bank Holiday, Großbritannien, 1964, Protestkatalysator, Subkultur, Identität, Konsum, Eskalation, Halbstarke, Sozialgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die wechselseitige Beziehung zwischen Jugendprotesten und medialer Berichterstattung, fokussiert auf die „Mod“-Bewegung im England der 1960er Jahre.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Entstehung der Mod-Kultur, deren Kleidungs- und Verhaltensnormen, die Rolle des wirtschaftlichen Nachkriegsbooms sowie die konstruierende Wirkung der Presse bei sozialen Unruhen.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass die Medien durch ihre reißerische Berichterstattung während der „bank holiday“-Unruhen 1964 nicht nur über Ereignisse berichteten, sondern als „Katalysator“ zur Eskalation beitrugen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse soziologischer und historischer Werke zu Jugendkulturen sowie der Auswertung historischer Zeitungsartikel und Zeitzeugenberichte aus England.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte bilden den Hauptteil?

Im Hauptteil werden zunächst das Selbstverständnis der Mods und anschließend die mediale Skandalisierung ihrer Konflikte mit den „Rockern“ detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Jugendprotest, Medienwirkung, Subkultur, Mods und Boulevardpresse definiert.

Waren die Mods im Kern eine politische Protestbewegung?

Nein, der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Mods im Wesen unpolitisch waren und ihr Protest eher als „revolt in style“ – also eine rein stilistische Abgrenzung – zu verstehen ist.

Gibt es Parallelen zwischen den englischen „Mod“-Unruhen und der deutschen Geschichte?

Ja, der Autor zieht Parallelen zu den „Halbstarkenkrawallen“ in der Bundesrepublik der 1950er Jahre, bei denen die Medien ebenfalls einen maßgeblichen Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung und Eskalation ausübten.

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Details

Title
Die katalysierende Kraft der Medien bei Jugendprotesten, dargestellt am Beispiel der "Mod"-Proteste
College
University of Cologne  (Historisches Institut)
Course
Geschichte des politischen Protests in der Bundesrepublik
Grade
1,3
Author
Carlo Clemens (Author)
Publication Year
2011
Pages
16
Catalog Number
V184144
ISBN (eBook)
9783656087472
ISBN (Book)
9783656088707
Language
German
Tags
Mods Jugendprotest Jugendkrawalle Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carlo Clemens (Author), 2011, Die katalysierende Kraft der Medien bei Jugendprotesten, dargestellt am Beispiel der "Mod"-Proteste, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/184144
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