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Streetwork am Beispiel der Prostitutionsszene

Titel: Streetwork am Beispiel der Prostitutionsszene

Hausarbeit , 2011 , 20 Seiten , Note: 1,2

Autor:in: Anna Henning (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Alle Menschen haben besonders eine Sache gemeinsam- sie sind in ihrer Umwelt positiven aber auch negativen Einflüssen ausgesetzt. Der Unterschied zwischen ihnen ist, dass sie je nach individueller Lebenssituation, Charaktereigenschaft und Hintergrund ganz unterschiedlich damit umgehen. Vor allem junge Menschen müssen sich in der Pubertät vielen Herausforderungen stellen und geraten dadurch manchmal in Probleme, aus denen es nicht so einfach ist, wieder herauszukommen. Wenn ich in meiner Heimatstadt Stuttgart unterwegs bin, sehe ich immer wieder Punks, sich exzessiv betrinkende Jugendliche oder Obdachlose auf der Straße. Zusätzlich hör ich oft von Kriminalität, Gewalt und rechtsextremen Übergriffen im Fernsehen.
Viele Menschen empfinden bei solchen Nachrichten immer Wut, Hass oder Unverständnis, doch diese Taten passieren nicht einfach so. Denn hinter jedem abweichenden Verhalten stecken große Probleme, Sorgen oder emotionale Schwierigkeiten. Deswegen ist es wichtig, dass man einen Weg findet, auch diese Menschen zu erreichen. Jedoch ist das nicht immer einfach. Denn bereits während meines Freiwilligen Sozialen Jahres im Jugendhaus ist mir aufgefallen, dass wir selbst mit unseren vielfältigen Angeboten nicht alle Jugendlichen erreichen konnten, weil sie sich von diesen nicht angesprochen fühlten oder einfach weil sie nicht zur Zielgruppe der Einrichtung gehörten. Deswegen ist meiner Meinung nach das Berufsfeld Streetwork auch sehr wichtig, da es Möglichkeiten hat, die Menschen in ihrem unmittelbaren Umfeld zu gewinnen und ihnen zu helfen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition

3. Streetwork

3.1 Geschichte

3.2 Tätigkeitsbereiche

3.3 Konzeptionelle Orientierungen

3.4 Rahmenbedingungen

4. Professionelles Handeln

4.1 Begriffsdefinition

4.2 Kontaktaufnahme

4.2.1 Grundsätze

4.2.2 Formen

4.3 Recht auf der Straße

5. Probleme und Herausforderungen

6. Streetwork in der Prostitutionsszene

6.1 Prostitution und Soziale Arbeit

6.2. Aufgaben

6.3 Aufsuchende Arbeit für Frauen in der Prostitution

6.3.1 Notwendigkeit

6.3.2 Der Nachtbus am Straßenstrich

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Methode des Streetworks und deren spezifische Anwendung im Kontext der Prostitutionsszene. Ziel ist es, die methodischen Herausforderungen, denen Sozialarbeiter in diesem Feld gegenüberstehen, zu analysieren und Wege aufzuzeigen, wie ein vertrauensvoller Zugang zu den Klienten aufgebaut werden kann, ohne diese zu stigmatisieren oder zu bevormunden.

  • Grundlagen und Geschichte der Methode Streetwork
  • Anforderungen an professionelles Handeln und Kontaktaufnahme
  • Rechtliche Rahmenbedingungen für die Arbeit im öffentlichen Raum
  • Herausforderungen in der aufsuchenden sozialen Arbeit
  • Spezifische Interventionsmöglichkeiten in der Prostitutionsszene

Auszug aus dem Buch

6.3.2 Der Nachtbus am Straßenstrich

Der Nachtbus am Straßenstrich ist ein Projekt in Frankfurt am Main, das gestartet wurde, um an der Theodor- Heuss- Allee in Frankfurt mit den Prostituierten in Kontakt zu kommen und sie zu beraten, um sie später eventuell an eine Beratungsstelle weiterleiten zu können. Der Nachtbus ist ein Campingmobil, welches mit acht Sitzmöglichkeiten, einer kleinen Küche, viel Stauraum und einer Gasheizung ausgestattet ist. Der Bus hat jede Woche von Montag bis Freitag zwischen 22:30 und 2:30 geöffnet und richtet sich an alle Prostituierten, die dort tätig sind. Die Frauen können sich hinsetzen, ausruhen, entspannen sowie sich aufwärmen. Außerdem gibt es Kleinigkeiten zum Essen, Trinken und kostenlose Kondome und Spritzbesteck. Das Ziel der Sozialarbeiter ist es, Überlebenshilfen und präventive Maßnahmen für sexuell übertragbare Krankheiten wie HIV zu leisten und die Prostituierten zum Ausstieg zu motivieren. Außerdem sollen die Frauen mit den Notwendigkeiten versorgt werden und ihnen Gespräche sowie Beratungen angeboten werden.

In der Fachöffentlichkeit reagierten die Menschen unterschiedlich auf das Projekt. Manche haben sich aufgeregt, da sie der Ansicht waren, dass der Bus nur die Arbeit der Prostituierten stören würde, andere gaben Ratschläge wie sich die Sozialarbeiterinnen am besten ausrüsten sollen, um die Nächte gut zu überstehen. In der Praxis hat sich der Nachtbus jedoch sehr bewährt und wurde von den Frauen gut angenommen. Sie waren sehr erfreut und kamen ohne Schwellenangst. Eine Sozialarbeiterin erzählte: „Sie sind in den Bus eingestiegen und haben dort Platz genommen. Gerne nahmen sie unser Angebot an Kaffee und Schokolade wahr [...] und nahmen erfreut zur Kenntnis, dass sie keine Rechenschaft abzulegen hatten, warum sie fünfzehn Kondome brauchten [...] Wir wurden von den Frauen auch persönlich gut akzeptiert, die Frauen erzählten lebhaft und völlig offen von ihren Erlebnissen (Heinrichs, 1995, 238f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin legt ihre Motivation zur Wahl des Themas dar und formuliert das Ziel, die Methode Streetwork sowie deren Anwendung im Prostitutionsmilieu zu untersuchen.

2. Definition: Das Kapitel erläutert den Begriff Streetwork als Straßensozialarbeit, die als eigenständiges Arbeitsfeld innerhalb der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit agiert.

3. Streetwork: Es erfolgt ein Rückblick auf die historische Entwicklung, die Tätigkeitsbereiche sowie die konzeptionellen und personellen Rahmenbedingungen der Methode.

4. Professionelles Handeln: Dieses Kapitel behandelt die Anforderungen an ein professionelles Handeln, Grundsätze der Kontaktaufnahme sowie die für Streetworker essenziellen Rechtsnormen.

5. Probleme und Herausforderungen: Die Belastungen im Berufsalltag werden thematisiert, darunter das Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz sowie der hohe Erfolgsdruck.

6. Streetwork in der Prostitutionsszene: Es werden die Relevanz Sozialer Arbeit im Milieu, spezifische Aufgabenbereiche und konkrete Präventionsprojekte wie der Nachtbus vorgestellt.

7. Fazit: Die Autorin fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die gesellschaftliche Bedeutung von Streetwork als unverzichtbare Methode für schwer erreichbare Zielgruppen.

Schlüsselwörter

Streetwork, Straßensozialarbeit, Soziale Arbeit, Prostitution, aufsuchende Arbeit, Prävention, Kontaktaufnahme, Schweigepflicht, Lebensweltorientierung, Beratung, Zielgruppen, Stigmatisierung, Aids-Prävention, Nachtbus, Professionelles Handeln

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Studienarbeit befasst sich mit der Methode des Streetworks und deren praktischer Anwendung, insbesondere im Bereich der Prostitutionsszene.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die methodischen Grundlagen, die Professionalisierung, rechtliche Rahmenbedingungen, die spezifischen Herausforderungen im Arbeitsalltag sowie Präventionsansätze für Prostituierte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Bedeutung von Streetwork als aufsuchende Sozialarbeit zu verdeutlichen und herauszuarbeiten, wie Sozialarbeiter einen effektiven, vertrauensvollen Zugang zu marginalisierten Gruppen finden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur zur Sozialen Arbeit sowie der Analyse von Praxisbeispielen wie dem Frankfurter Nachtbus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Methode Streetwork, die Anforderungen an das professionelle Handeln der Akteure sowie eine vertiefende Betrachtung der Arbeit mit Prostituierten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Streetwork, aufsuchende Arbeit, Prostitution, Lebensweltorientierung, Professionalität, Beratung und Prävention.

Warum ist eine Schweigepflicht für Streetworker so kritisch?

Da Streetworker in einem informellen Raum agieren, ist die Schweigepflicht das höchste Gut, um das Vertrauensverhältnis zu den Klienten zu wahren und sie nicht durch Behördenkontakte zu gefährden.

Wie unterscheidet sich der Nachtbus von herkömmlichen Angeboten?

Der Nachtbus bietet als niederschwelliges, mobiles Projekt einen geschützten Rückzugsraum direkt vor Ort an, der ohne formale Hürden oder Zwang zur Rechtfertigung genutzt werden kann.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Streetwork am Beispiel der Prostitutionsszene
Hochschule
SRH Hochschule Heidelberg
Veranstaltung
Methoden der Sozialen Arbeit
Note
1,2
Autor
Anna Henning (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
20
Katalognummer
V184039
ISBN (Buch)
9783656086727
ISBN (eBook)
9783656086888
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Arbeit Streetwork Straßensozialarbeit Prostitution Prostitutionsszene
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Henning (Autor:in), 2011, Streetwork am Beispiel der Prostitutionsszene, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/184039
Blick ins Buch
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