Die Arbeit gliedert sich in drei Teile. Zuerst wird der Begriff Kreativität definiert und die Entwicklungsstufen der Kreativität bei Kindern und Jugendlichen beschrieben. Danach wird im nächsten Schritt geklärt, was man unter kreativem Schreiben versteht und welche Bedeutung kreatives Schreiben in der Grundschule hat. Anschließend werden die Prinzipien des kreativen Schreibens veranschaulicht.
Die Geschichte des kreativen Schreibens in der Schule wird in Kapitel 3 dargestellt. Anschließend werden die Bezüge zum aktuellen baden-württembergischen Bildungsplan geschildert. Als letztes wird exemplarisch eine didaktische Umsetzungsmöglichkeit des kreativen Schreibens (nach G. Rico) für die vierte Klasse vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Kreatives Schreiben
2.1. Definiton Kreativität
2.2. Entwicklungsstufen der Kreativität
2.3 Was ist Kreatives Schreiben?
2.3.1 Relevanz des Kreativen Schreibens in der Grundschule
2.3.2 Drei Prinzipien des kreativen Schreibens (nach Spinner)
3. Kreatives Schreiben in der Schule
3.1 Geschichte des Kreativen Schreibens
3.2 Bildungsplan Baden- Württemberg 2004
4. Didaktische Umsetzungsmöglichkeit des kreativen Schreibens
4.1 Anleitung zum kreativen Schreiben nach G.Rico
4.2. Assoziative Schreibverfahren
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert von Kreativität und kreativem Schreiben im schulischen Kontext mit dem Ziel, die Notwendigkeit dieser Kompetenzförderung in der Grundschule zu begründen und praktische didaktische Umsetzungsstrategien aufzuzeigen.
- Definition und Entwicklungsstufen der menschlichen Kreativität.
- Die Bedeutung und Relevanz des kreativen Schreibens für Grundschulkinder.
- Historische Einordnung und bildungsplanrelevante Bezüge.
- Methodische Konzepte wie die Schreibanleitung nach Gabriele Rico.
- Einsatz assoziativer Schreibverfahren zur Förderung der Ausdrucksfähigkeit.
Auszug aus dem Buch
4.1 Anleitung zum kreativen Schreiben nach G.Rico
Als Schreibimpuls dient ein Bild. Im ersten Schritt sollen die Schüler das Bild betrachten und auf sich wirken lassen. Anschließend notieren sie sich die Worte, die ihnen spontan zu dem Bild eingefallen sind. Danach wird um diese Schlagworte ein Mind Map mit Gedanken und Gefühle, die durch das Bild hervorgerufen werden, hergestellt. Nachdem dieser Vorgang beendet wurde, beginnen die Schüler mit dem Schreiben der Kurzgeschichte. Dabei orientieren sie sich an die Worte ihrer Gedankenkarte.
Als Impuls ist alles visuell, akustisch, olfaktorisch, haptisch und gustatorisch Wahrnehmbare vorstellbar und möglich. Ein Kunstwerk kann als Schreibimpuls dienen. Ebenso ein Musikstück oder das blinde Schmecken von Essbarem. Natürlich sollte alles einen Bezug zur Lebenswelt und der jeweiligen Altersstufe der Kinder haben. Man kann vielseitige Verbindungen zum MeNuK- Unterricht bieten.
Die fertigen Texte können von den Schülern auch zu einem Buch oder zu einer Ausstellung auf dem Schulflur zusammengestellt werden. So bekommen die Texte noch einmal einen gesteigerten Wert und werden honoriert.
Man kann dieses Verfahren auch als Entspannungs- und Ruhephase in den Unterricht integrieren. Die Schüler konzentrieren sich auf eine Sache und beruhigen sich. Sie schalten für einige Minuten ab, um danach wieder mit frischer Kraft und dem Gefühl etwas Eigenständiges hergestellt zu haben, in den weiteren Unterrichtsablauf einzusteigen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Kreativität als Schlüsselkompetenz in einer sich wandelnden Welt und führt in die Fragestellung der Hausarbeit ein.
2. Kreatives Schreiben: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Kreativität, beschreibt deren Entwicklungsstufen und erläutert die Relevanz sowie die drei Grundprinzipien des kreativen Schreibens nach Spinner.
3. Kreatives Schreiben in der Schule: Hier wird die historische Entwicklung des kreativen Schreibens sowie dessen Verankerung im aktuellen Bildungsplan von Baden-Württemberg beleuchtet.
4. Didaktische Umsetzungsmöglichkeit des kreativen Schreibens: Dieses Kapitel stellt konkrete methodische Ansätze wie die Arbeit mit Bildimpulsen nach G. Rico und verschiedene assoziative Schreibverfahren für den Unterricht vor.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die hohe Bedeutung der Kreativitätsförderung als essenziellen Bestandteil eines glücklichen Lebens und erfolgreichen Lernens.
Schlüsselwörter
Kreativität, Kreatives Schreiben, Grundschule, Schreibanlass, Bildungsplan, Divergentes Denken, Schreibimpuls, Gabriele Rico, Assoziative Verfahren, Selbstausdruck, Schreibkompetenz, Phantasie, Sprachförderung, Didaktik, Lernprozess.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Kreativität und der Integration des kreativen Schreibens als notwendige Kompetenzförderung im Grundschulunterricht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Kreativität, der Beschreibung kreativer Entwicklung bei Kindern, der Bedeutung im Schulalltag sowie der Darstellung konkreter didaktischer Methoden.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum kreatives Schreiben einen festen Platz im Grundschulunterricht einnehmen sollte und wie Lehrkräfte dies didaktisch umsetzen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur zur Kreativitätsforschung und Literaturdidaktik, ergänzt durch die Vorstellung bewährter didaktischer Praxismodelle.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden der Begriff der Kreativität, historische Hintergründe, Bezüge zum Bildungsplan und praktische Methoden für den Unterricht, insbesondere nach Gabriele Rico, erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Kreatives Schreiben, Kreativität, Grundschule, Schreibanleitung, Bildungsplan und Schreibimpulse.
Warum sollte man laut Autor bereits in der Grundschule Kreativität fördern?
Da kreative Fähigkeiten bei Kindern besonders stark ausgeprägt sind, sollte man frühzeitig ansetzen, damit diese in der Schullaufbahn nicht verkümmern, sondern als lebenslange Problemlösungsstrategie erhalten bleiben.
Wie unterscheidet sich die Schreibanleitung nach G. Rico von klassischem Aufsatzunterricht?
Im Gegensatz zum rein formalen Aufsatzunterricht, der auf Normen und Distanz basiert, zielt die Methode von G. Rico auf Spontanität, emotionale Beteiligung und die Verbindung von Gedanken durch assoziative Mind-Maps ab.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2009, Kreatives Schreiben in der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/183886