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Das Denken von Albert Camus angesichts der "condition humaine" unter besonderer Berücksichtigung des "Etranger"

Title: Das Denken von Albert Camus angesichts der "condition humaine" unter besonderer Berücksichtigung des "Etranger"

Essay , 1979 , 5 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dr. Georg Bergner (Author)

French Studies - Literature

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Summary Excerpt Details

Dieser Essay will zunächst in einer ersten Studie unter dem Titel Existenzialismus und Humanität im Werk von Camus anhand ausgewählter Werke des Autors einen kurzen Überblick geben über wesentliche Phasen in der Entwicklung seines Denkens. Epikureische Diesseitsbezogenheit und
atheistischer Existenzialismus sind schon in seinen frühen Essais Noces (1939) Konstanten seiner Reflexionen. Dies führt ihn dann auch im Mythe de Sisyphe (1942) und im Etranger (ebenfalls 1942)zur zentralen Auseinandersetzung mit seiner Erkenntnis der Absurdität der menschlichen Existenz. So kann der fast gleichzeitig mit dem Mythos vom Sisyhus erschienene Etranger als Illustration jenes philosophischen Essays angesehen werden. Denn in Romanform bot und bietet sich dem Leser eher
die Möglichkeit der Identifikation mit dem Helden. So sprach dieser Roman vor allem zum Zeitpunkt seines Erscheinens eine große, intellektuelle Leserschaft an. Der Zweite Weltkrieg ließ viele am Sinn
des Lebens und an Gott zweifeln. Der historische Kontext erklärt also, warum der atheistische Existenzialismus zu jener Zeit einen günstigen Nährboden fand.
Für Camus gibt es nur zwei essentielle Realitäten: Das Leben und der Tod. Aus dieser unversöhnlichen Opposition entsteht in seinem Denken das Gefühl der Absurdität. Da das Leben zum Tod führt, ist das Altern gewissermaßen die unheilbare Krankheit des Menschseins schlechthin, denn «la vieillesse ne se guérit pas».) Das Gefühl der Absurdität des Daseins leitet er aus der
Opposition zwischen der Irrationalität der Existenz und dem verzweifelten Versuch des Menschen, rationale Einsichten in alle Zusammenhänge zu gewinnen, ab.
Doch Camus überwand diese Phase und sah sie als Ausgangspunkt für eine Auflehnung (la révolte) gegen die in seinen Augen absurde Existenz und für ein aktives Engagement im Dienst am Menschen. Dr. Rieux, der Held in La peste (1947) setzt seine ganze Kraft für seine Mitmenschen ein und
unterscheidet sich als Protagonist völlig von dem in sozialer Hinsicht ziemlich indifferenten Meursault, der daher in seiner Gesellschaft ein Fremder bleibt.
Für Camus stellte sich dann die Frage, wie weit soziales Engagement gehen darf, etwa im Kampf gegen Unrecht und Unterdrückung. Die Antwort gibt er im Drama Les Justes (1949), wo die Auflehnung eine révolte limitée bleibt. Deren Grundlage ist die humanitär begründete mesure, um exzessive Reaktionen in der Revolte zu verhindern.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Kurzanalyse des Romans «L´ Etranger» von Albert Camus

2. Das Denken von Albert Camus angesichts der «condition humaine»

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit bietet eine tiefgehende Analyse des Romans «L’Étranger» von Albert Camus, indem sie das Verhalten des Protagonisten Meursault als bewusste und unbewusste Reaktion auf die Absurdität der menschlichen Existenz untersucht und in den breiteren philosophischen Kontext des Denkens von Camus einordnet.

  • Die Darstellung der Absurdität der conditio humana im Roman
  • Die Rolle von gesellschaftlichen Normen, Konventionen und Vorurteilen
  • Die philosophische Entwicklung von Albert Camus in drei Schaffensphasen
  • Das Verhältnis von Individuum, Gesellschaft und metaphysischem Trost
  • Die moralische Positionierung des Autors hinsichtlich Widerstand und Verantwortung

Auszug aus dem Buch

Kurzanalyse des Romans «L´ Etranger» von Albert Camus

Meursault, Erzähler und Antiheld des Romans, führt ein an den Augenblick hingegebenes Leben in Algier. Er nimmt ohne das geringste Anzeichen von Trauer an der Beerdigung seiner Mutter teil und fühlt sich inmitten der trauernden Gemeinschaft als Fremdling. Einen kurzen Augenblick beschleicht ihn die «impression ridicule» von dieser verurteilt zu werden. Ein Eindruck, der sich später durch eine Wendung des Schicksals als tragische Ironie herausstellt. Der Leser merkt schon bald, dass das Verhalten des Erzählers eine unbewusste Reaktion auf die Absurdität seiner condition humaine ist. Diese seine Intention arbeitet Camus in der Begräbnisszene auch stilistisch durch eine kontrastierende Farbsymbolik heraus. Meursault steht gesellschaftlichen Werten und Konventionen wie der Ehe, der Freundschaft oder dem beruflichem Aufstieg völlig indifferent gegenüber. Liebe setzt er mit körperlicher Liebe gleich. Er gesteht, dass eine tote oder physisch von ihm getrennte Marie ihn nicht interessieren kann. Da Meursault die Normen der Gesellschaft fremd sind, empfindet auch seine Freundin Marie sein Verhalten «bizarre». Der Titel des Romans findet spätestens hier seine Erklärung. Die Wiederkehr bestimmter Schlüsselwörter aus dem Mund von Meursault wie «cela m´était égal» oder «cela n´avait aucune importance» illustrieren sein Fremdsein in der Gesellschaft. Dem Inhalt des Romans entspricht auf formaler Ebene ein neutraler, lapidar-objektiver Erzählstil.

Zusammenfassung der Kapitel

Kurzanalyse des Romans «L´ Etranger» von Albert Camus: Diese Analyse beleuchtet Meursaults Fremdsein in der Gesellschaft, seine Haltung zur Absurdität und den Prozess als Reflexion über moralische und existenzielle Wahrheiten.

Das Denken von Albert Camus angesichts der «condition humaine»: Dieses Kapitel skizziert die drei Phasen in der Entwicklung des Denkens von Albert Camus, von der Jugendphase über das Kernproblem der Absurdität bis hin zum humanitären Engagement und dem Ideal des rechten Maßes.

Schlüsselwörter

Albert Camus, L'Étranger, Existenzialismus, Absurdität, condition humaine, Meursault, Fremdsein, Gesellschaft, Moral, Widerstand, La révolte, La mesure, Humanität, Prozess, Existenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Albert Camus' Roman «L’Étranger» und verbindet diese Untersuchung mit einer philosophischen Einordnung von Camus' Denken hinsichtlich der menschlichen Existenz.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Absurdität des Daseins, das Außenseitertum, die Konfrontation mit gesellschaftlichen Normen und die ethische Verantwortungsübernahme im Werk von Camus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Meursaults Verhalten als eine spezifische Form der Auseinandersetzung mit einer absurden Welt zu deuten und aufzuzeigen, wie dies die Philosophie des Autors widerspiegelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche und philosophische Analyse, die den Primärtext durch textnahe Interpretation und den Rückgriff auf philosophische Essayistik des Autors erschließt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Romananalyse sowie eine systematische Darstellung der drei Entwicklungsphasen im Denken von Albert Camus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben dem Autor und dem Werk insbesondere die Absurdität, der Existenzialismus, das Ideal des Maßes sowie der Kampf um die eigene Wahrheit.

Warum wird Meursault als Antiheld bezeichnet?

Meursault bricht mit gesellschaftlichen Erwartungen an Trauer, Ambition und soziale Konformität, was ihn für sein Umfeld und das Gericht zu einem unverständlichen und somit abgelehnten Außenseiter macht.

Welche Rolle spielt die Justiz im Roman?

Die Justiz dient als Spiegel der gesellschaftlichen Intoleranz, die den Menschen Meursault nicht erfassen kann und ihn stattdessen aufgrund seiner Abweichung von Normen verurteilt.

Inwiefern beeinflusste der Zweite Weltkrieg das Verständnis des Werkes?

Der historische Kontext verstärkte die Relevanz der existenzialistischen Fragestellungen für eine intellektuelle Leserschaft, die den Sinn des Lebens in einer krisengeprägten Welt hinterfragte.

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Details

Title
Das Denken von Albert Camus angesichts der "condition humaine" unter besonderer Berücksichtigung des "Etranger"
Grade
1,0
Author
Dr. Georg Bergner (Author)
Publication Year
1979
Pages
5
Catalog Number
V183838
ISBN (eBook)
9783656089155
Language
German
Tags
kurzanalyse romans etranger albert camus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Georg Bergner (Author), 1979, Das Denken von Albert Camus angesichts der "condition humaine" unter besonderer Berücksichtigung des "Etranger", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/183838
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