Gliederung
1 Einleitung ...2
2 Theoretische und gesetzliche Grundlagen zum Begriff der Behinderung ...4
3 Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM)...5
3.1 Gesetzliche Grundlagen ...6
3.2 Organisationsstruktur ...7
3.3 Möglichkeiten von Werkstattbeschäftigten zur Teilnahme am Arbeitsmarkt ...8
4 Eine Alternative zur WfbM - Praxisbeispiel ...10
5 Bedeutung der Arbeit für die soziale Teilhabe von Menschen mit
Behinderungen ...12
5.1 Integration in die Gesellschaft ...12
5.2 Soziale Kontakte ...13
5.3 Kompetenzförderung und Selbstverwirklichung ...13
5.4 Existenzsicherung ...14
6 Fazit ...14
7 Quellen ...16
Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM)
„Endstation“ oder Eingliederung in das Arbeitsleben?
1 Einleitung
Der Begriff der Arbeit wird als bewusstes, zielgerichtetes Handeln eines Menschen zum Zweck der Existenzsicherung und der Befriedigung von Einzelbedürfnissen definiert. Daneben wird die Beschäftigung als wesentlicher Moment der Daseinserfüllung verstanden, die zur Persönlichkeitsentwicklung und Selbstverwirklichung dient. Auch trägt es zur Erweiterung von sozialen Kontakten bei.
Für den Personenkreis der Menschen mit Behinderung ist allerdings der allgemeine Arbeitsmarkt meist verschlossen. Diese angestrebte Teilhabe am Arbeitsleben gilt als Scharnier der gesellschaftlichen Integration des Individuums und seines Bedürfnisses nach sozialer Zugehörigkeit. Ihre Teilhabe wird durch eine unterdurchschnittliche Erwerbsbeteiligung, überdurchschnittlich hohe Arbeitslosenquote und abnehmende Einstellungsbereitschaft beschäftigungspflichtiger Arbeitgeber gehemmt. Derzeit erfüllt nur jeder fünfte Arbeitgeber seine Beschäftigungspflicht, somit haben rund 38% überhaupt keinen Menschen mit Behinderung angestellt. Vorrang bei der Beschäftigung in einem Betrieb haben meist Personen, die dort bereits gearbeitet haben und erst in der Erwerbstätigkeit eine Behinderung bekamen. Demzufolge spricht man von Weiterbeschäftigung oder „interne Rekrutierung“.
Die Arbeitgeber, die Menschen mit Behinderung beschäftigen, schweigen überwiegend über die Praxis...
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische und gesetzliche Grundlagen zum Begriff der Behinderung
3 Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM)
3.1 Gesetzliche Grundlagen
3.2 Organisationsstruktur
3.3 Möglichkeiten von Werkstattbeschäftigten zur Teilnahme am Arbeitsmarkt
4 Eine Alternative zur WfbM - Praxisbeispiel
5 Bedeutung der Arbeit für die soziale Teilhabe von Menschen mit Behinderungen
5.1 Integration in die Gesellschaft
5.2 Soziale Kontakte
5.3 Kompetenzförderung und Selbstverwirklichung
5.4 Existenzsicherung
6 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Situation von Menschen mit Behinderungen im Kontext der Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) und geht der zentralen Forschungsfrage nach, ob die WfbM als dauerhafte „Endstation“ oder als tatsächliche Eingliederungsmöglichkeit in das allgemeine Arbeitsleben fungiert.
- Definition und gesetzliche Verankerung des Behinderungsbegriffs
- Strukturelle Analyse und Arbeitsweise der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)
- Evaluation der Übergangsmöglichkeiten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt
- Vorstellung integrativer Praxisbeispiele wie das Projekt „Hofgut Himmelreich“
- Analyse der Bedeutung von Erwerbsarbeit für die soziale Teilhabe und Identitätsbildung
Auszug aus dem Buch
3 Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM)
Als Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) wird eine Einrichtung zur Teilhabe und Eingliederung von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben verstanden. Sie widmet sich Personen, die aufgrund der Art und Intensität ihrer Beeinträchtigung derzeit weder in der Gegenwart, noch Zukunft auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können. Meist nahmen die Personen auch in der Vergangenheit nicht an der Arbeitswelt teil. Folglich steht die WfbM allen behinderten Menschen offen, sofern sie durch die Teilnahme am Berufsbildungsbereich in der Lage sind, ein Mindestmaß wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistungen zu erbringen. Menschen mit Beeinträchtigung, die die Anforderungen für eine Tätigkeit in der WfbM nicht erfüllen, werden in angegliederten Tagesförderstätten betreut und gefördert. In Deutschland sind derzeit über 275.000 Menschen mit Behinderungen in ca. 700 anerkannten Werkstätten untergebracht.
Die Werkstatt sollte nicht nur den Voraussetzungen des allgemeinen Arbeitsmarktes entsprechen, auch die Anforderungen der Menschen mit Behinderung sind zu berücksichtigen. Zudem verfolgt die WfbM die Ziele, die Teilhabe von Personen mit Beeinträchtigungen am Arbeitsleben und in der Gesellschaft sicherzustellen, sowie Benachteiligungen zu beseitigen und Akzeptanz und Ebenbürtigkeit durchzusetzen. Ebenso soll die Leistungsfähigkeit jedes Einzelnen entwickelt bzw. weiterentwickelt werden, indem beispielsweise Erfolge erlebbar gemacht werden. Dadurch wird ebenfalls die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit gesteuert.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung definiert den Arbeitsbegriff und beleuchtet die schwierige Teilhabesituation von Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sowie die Zielsetzung dieser Hausarbeit.
2 Theoretische und gesetzliche Grundlagen zum Begriff der Behinderung: Dieses Kapitel erläutert den Behinderungsbegriff auf Basis des SGB IX und der WHO-Definition und diskutiert die gesellschaftliche Konstruktion von Normalität.
3 Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM): Hier wird die Institution WfbM hinsichtlich ihrer rechtlichen Basis, der internen Organisationsstruktur (Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich) sowie der geringen Übergangsquote auf den ersten Arbeitsmarkt analysiert.
4 Eine Alternative zur WfbM - Praxisbeispiel: Am Beispiel des Projekts „Hofgut Himmelreich“ wird ein integrativer Wirtschaftsbetrieb vorgestellt, der Menschen mit geistiger Behinderung den Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglicht.
5 Bedeutung der Arbeit für die soziale Teilhabe von Menschen mit Behinderungen: Dieses Kapitel analysiert die positive Wirkung von Arbeit auf die soziale Integration, den Aufbau von Kontakten, die persönliche Kompetenzförderung und die Existenzsicherung.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die WfbM zwar oft als Endstation fungiert, aber bei individueller Betrachtung der Ressourcen auch als Chance zur Teilhabe verstanden werden kann.
Schlüsselwörter
Werkstatt für Menschen mit Behinderung, WfbM, Soziale Teilhabe, Arbeitsleben, Behinderung, Integration, Inklusion, berufliche Bildung, Hofgut Himmelreich, Arbeitsmarkt, Existenzsicherung, soziale Kontakte, SGB IX, Werkstättenverordnung, persönliche Entwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) als Ort der beruflichen Eingliederung und hinterfragt kritisch, ob diese Einrichtungen den Übergang in den ersten Arbeitsmarkt tatsächlich fördern oder eher isolieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den Schwerpunkten zählen die gesetzlichen Rahmenbedingungen von Behinderung, die interne Struktur der WfbM, die Bedeutung von Arbeit für die soziale Teilhabe sowie Möglichkeiten der Inklusion durch Best-Practice-Beispiele.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die kritische Beantwortung der Leitfrage: „Endstation“ oder Eingliederung in das Arbeitsleben? Dabei sollen Stärken und Schwächen des aktuellen Werkstattsystems aufgezeigt werden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literatur- und Dokumentenanalyse, ergänzt um die Auseinandersetzung mit gesetzlichen Texten (SGB IX, WVO) und Fallbeispielen aus der Praxis.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Behinderung, die detaillierte Beschreibung des Werkstattbetriebs und seiner Phasen (Eingangsverfahren, Berufsbildung), die Analyse alternativer Integrationsmodelle sowie die Untersuchung der psychosozialen Bedeutung von Arbeit.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Inklusion, soziale Partizipation, berufliche Rehabilitation, Werkstattleistung und Teilhabe am Arbeitsleben geprägt.
Welche Rolle spielt das Projekt „Hofgut Himmelreich“ in der Analyse?
Das Projekt dient als Praxisbeispiel für einen integrativen Wirtschaftsbetrieb, der zeigt, dass Inklusion und wirtschaftlicher Erfolg durch ein inkludierendes Management und gezielte Berufsbildung vereinbar sein können.
Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der „Endstation“ WfbM?
Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass die WfbM aufgrund der extrem niedrigen Übergangsquoten häufig als „Endstation“ fungieren muss, betont jedoch, dass jede Person individuell betrachtet werden sollte, um deren spezifische Ressourcen optimal zu fördern.
- Arbeit zitieren
- Carmen Schrader (Autor:in), 2011, Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) - „Endstation“ oder Eingliederung in das Arbeitsleben?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/183753