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EU-Beitritt der Türkei - Außen- und Sicherheitspolitische Herausforderung an Europa?

Title: EU-Beitritt der Türkei - Außen- und Sicherheitspolitische Herausforderung an Europa?

Seminar Paper , 2008 , 30 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Thomas Hallmann (Author)

Politics - Topic: European Union

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Summary Excerpt Details

Die aktuelle Entwicklung des Kurdenkonflikts zeigt einmal mehr, dass die Türkei keineswegs frei von inneren Unruhen ist und sich selbst in einer krisenanfälligen Region befindet. Hinsichtlich dieser neuesten Ereignisse dürfte sich bei vielen erneut die Frage stellen, inwieweit ein EU-Beitritt der Türkei noch wünschenswert ist?
Neben den kulturellen, rechtsstaatlichen und wirtschaftlichen Fragen sind es besonders die sicherheitspolitischen Aspekte, die die seit Oktober 2005 aufgenommenen EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zu einer höchst umstrittenen Angelegenheit werden lassen. Der EU-Beitritt der Türkei ist bereits seit der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft Thema vieler politischer Debatten, in denen Befürworter und Gegner Vor- und Nachteile ausgiebig diskutiert haben. Tatsächlich wurde der Türkei im Ankara-Abkommen von 1963 eine Mitgliedschaft in der EWG in Aussicht gestellt. Allerdings wurde diese Zusage auch aufgrund der strukturellen Weiterentwicklung zur Europäischen Gemeinschaft 1967 und schließlich zur Europäischen Union 1993 nie verwirklicht und ein Antrag der Türken auf Vollmitgliedschaft sogar abgelehnt. Erst 1999 wurde der Türkei der offizielle Status eines Beitrittskandidaten zuerkannt. Die 2005 begonnen Beitrittsverhandlungen werden sich aller Wahrscheinlichkeit nach noch über mehrere Jahre hinziehen und zeigen, ob es der Türkei möglich ist, die an sie gerichteten Anforderungen zu erfüllen. Außen- und sicherheitspolitisch steht für Europa und die EU viel auf dem Spiel. Die Schwierigkeiten bei der Integration der Türkei in den EU-Raum lassen sich nur im Ansatz erahnen. Ist der Beitritt der Türkei zur Europäischen Union hinsichtlich sicherheitspolitischer und strategischer Kriterien ein Gewinn oder viel mehr eine geradezu außerordentliche Herausforderung, an der Europa scheitern wird? Dieser zentralen Fragestellung soll im Verlauf dieser Arbeit nachgegangen werden. Inwieweit ist die Türkei bezüglich ihrer Außen- und Sicherheitspolitik zum gegenwärtigen Zeitpunkt europafähig? Welche Bedeutung hätte der EU-Beitritt der Türkei für uns Europäer? Und welche Alternativen eröffnen sich für die Türken im Falle eines Scheiterns der Beitrittsverhandlungen? Auch diese Fragen werden im Folgenden von zentralem Interesse sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Forschungsstand

1.3 Aufbau

2. Die Türkei und Europa: Eine außen- und sicherheitspolitische Herausforderung?

2.1 Die geopolitische Bedeutung der Türkei

2.1.1 Geografische Lage

2.1.2 Balkan-Nahost-Zentralasien: Die Türkei als Bindeglied?

2.1.3 Die Türkei im Focus internationaler Organisationen

2.2 Die Bedeutung des EU-Beitritts der Türkei für Europa

3. Die Außen- und Sicherheitspolitik der Türkei

3.1 Die Türkei und ihre Nachbarstaaten in der arabischen Welt

3.2 Konfliktherde und deren Europafähigkeit

3.2.1 Das Kurdenproblem

3.2.2 Die griechisch-türkischen Beziehungen und die Zypernfrage

3.2.3 Der Konflikt mit Armenien

4. Die Optionen im Falle eines Scheiterns der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die außen- und sicherheitspolitischen Aspekte eines möglichen EU-Beitritts der Türkei und analysiert, ob das Land unter diesen strategischen Gesichtspunkten als europafähig betrachtet werden kann. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, ob der Beitritt für Europa einen Sicherheitsgewinn oder eine außerordentliche Herausforderung darstellt.

  • Geopolitische Bedeutung der Türkei und ihre Rolle als Bindeglied zwischen verschiedenen Regionen.
  • Analyse der türkischen Außen- und Sicherheitspolitik gegenüber ihren Nachbarstaaten.
  • Einfluss spezifischer Konfliktherde (Kurdenproblem, Zypernfrage, Armenien) auf die EU-Beitrittsfähigkeit.
  • Untersuchung potenzieller Alternativen für die Türkei im Falle eines Scheiterns der Beitrittsverhandlungen.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Geografische Lage

Geografisch betrachtet, befindet sich die Türkei mit 97 % ihres Staatsgebietes außerhalb Europas. Die übrigen 3 % liegen auf dem Balkan und grenzen im Westen an Bulgarien und Griechenland, einem Teil der Europäischen Union. Der östliche Teil des Landes grenzt an Armenien, Georgien, den Iran, Irak und Syrien, die eindeutig asiatische bzw. arabische Länder sind. Auf einer Seite herrschen gefestigte politische und wirtschaftliche Strukturen in Form der Europäischen Union. Auf der anderen Seite befindet sich eine krisengeschüttelte und wirtschaftlich instabile Region, die als einer der heutigen Unruheherde in der Welt bezeichnet werden kann.

Demnach befindet sich die Türkei zwischen zwei Welten, die sie selbst von einander trennt. Stellt sich nur die Frage, ob es für die Europäer erstrebenswert ist, durch die Aufnahme der Türkei zur EU diese Gegensätze aufeinander prallen zu lassen? Welche Rolle würde die Türkei in der Zukunft übernehmen? Wäre sie anstelle einer Pufferzone viel eher ein besseres Bindeglied zwischen diesen beiden Welten, oder würde sie die Sicherheit der EU und damit die Europas gefährden?

Hinzu kommt die besondere Lage der Türkei hinsichtlich wichtiger Handelsrouten und Seewege. Die türkische Küste erstreckt sich über das gesamte Schwarze Meer zwischen Bulgarien und Georgien und grenzt von Syrien bis einschließlich der Ägäis an das Mittelmeer. Hieraus ergibt sich eine strategisch wichtige Position im Seeverkehr zwischen dem Mittelmeer und den Anrainerstaaten des Schwarzen Meeres. Die Türkei kontrolliert hierbei alle bedeutenden Passagen des Bosporus und der Dardanellen und verfügt damit über den Schlüssel zu einer der wichtigsten Handelswege Südosteuropas.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die aktuelle sicherheitspolitische Problematik ein und umreißt die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der Europafähigkeit der Türkei.

2. Die Türkei und Europa: Eine außen- und sicherheitspolitische Herausforderung?: Hier wird die geopolitische Schlüsselstellung der Türkei analysiert und diskutiert, inwiefern die geografische Lage und die Einbindung in internationale Organisationen für Europa von Nutzen oder Risiko sind.

3. Die Außen- und Sicherheitspolitik der Türkei: Dieses Kapitel untersucht die Außenpolitik der Türkei gegenüber direkten Nachbarn und beleuchtet spezifische Konfliktfelder wie das Kurdenproblem, die Zypernfrage und den Konflikt mit Armenien.

4. Die Optionen im Falle eines Scheiterns der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei: Hier werden alternative außenpolitische Handlungsoptionen der Türkei nach einem möglichen Scheitern der Beitrittsgespräche sowie die Folgen für die bilateralen Beziehungen analysiert.

5. Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die sicherheitspolitischen Chancen und Herausforderungen einer türkischen EU-Mitgliedschaft abschließend.

Schlüsselwörter

Türkei, EU-Beitritt, Außenpolitik, Sicherheitspolitik, Geopolitik, Kurdenkonflikt, Zypernfrage, Armenien, Europafähigkeit, Beitrittsverhandlungen, Energieversorgung, Bindeglied, Nahost, Balkan, Westintegration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die außen- und sicherheitspolitische Rolle der Türkei im Kontext ihrer Ambitionen, der Europäischen Union beizutreten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die geopolitische Lage, die türkische Außenpolitik, die Beziehungen zu den Nachbarstaaten sowie die Analyse interner Konfliktpotenziale im Hinblick auf EU-Beitrittskriterien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob ein Beitritt der Türkei sicherheitspolitisch gesehen ein Gewinn für Europa darstellt oder ob die damit verbundenen Herausforderungen zu groß sind.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung sicherheitspolitischer sowie geostrategischer Analysen verschiedener Experten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil setzt sich mit der geostrategischen Bedeutung der Türkei, der Analyse von regionalen Konfliktherden sowie den möglichen Konsequenzen für die EU auseinander.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Geopolitik, Europafähigkeit, Beitrittsverhandlungen, Außenpolitik und sicherheitspolitische Risiken.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Türkei als "Brückenland"?

Die Arbeit diskutiert die Türkei kritisch sowohl als stabiles Bindeglied zwischen verschiedenen Kulturen und Wirtschaftsräumen als auch als Land, das durch seine instabile Nachbarschaft neue Risiken in die EU importieren könnte.

Welche Rolle spielen die innerstaatlichen Konflikte für den Beitritt?

Interne Konflikte, wie insbesondere das Kurdenproblem, stellen aufgrund der Kopenhagener Kriterien und der daraus resultierenden menschenrechtlichen Anforderungen hohe Hürden für den EU-Beitrittsprozess dar.

Warum wird die Zypernfrage als so bedeutend für den Beitrittsprozess eingestuft?

Da die Republik Zypern mittlerweile EU-Mitglied ist, hat sich die ungelöste Zypernfrage zu einem direkten Hindernis und zu einem kritischen Verhandlungspunkt zwischen der EU und der Türkei entwickelt.

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Details

Title
EU-Beitritt der Türkei - Außen- und Sicherheitspolitische Herausforderung an Europa?
College
Technical University of Chemnitz
Grade
2,3
Author
Thomas Hallmann (Author)
Publication Year
2008
Pages
30
Catalog Number
V183706
ISBN (eBook)
9783656080800
ISBN (Book)
9783656081142
Language
German
Tags
eu-beitritt türkei außen- sicherheitspolitische herausforderung europa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Hallmann (Author), 2008, EU-Beitritt der Türkei - Außen- und Sicherheitspolitische Herausforderung an Europa?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/183706
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