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Die Anfänge der Geschwisterbeziehung

Title: Die Anfänge der Geschwisterbeziehung

Term Paper , 2010 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Nora Zeising (Author)

Psychology - Developmental Psychology

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Summary Excerpt Details

In der Literatur wurde der besonderen Beziehung zwischen Geschwistern
bisher nur wenig Beachtung geschenkt. Doch wird immer deutlicher, dass
diese Bindung uns ganz entscheidend prägt und beeinflusst. Die
Geschwisterbeziehung ist eine der längsten unseres Lebens. Sie ist
gekennzeichnet durch ganz verschiedene Gefühle: Zuneigung und Ablehnung,
Verbundenheit und Eifersucht. So sind Geschwister oft Vertraute, Vorbilder
aber auch Rivalen zur gleichen Zeit. Man kann sich seine Geschwister nicht
aussuchen, doch ist man gezwungen, vor allem in jungen Jahren, mit ihnen
auszukommen und sich die Aufmerksamkeit der Eltern zu teilen. Als
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besonders schwierig nehmen oft die ältesten Geschwister, wie im Beispiel
Peter, die Geburt eines zweiten Geschwisters wahr: Hatten sie vorher die
uneingeschränkte Aufmerksamkeit der Eltern, müssen sie nun erst lernen,
diese zu teilen. Sie wissen nicht, wie mit dem Neuankömmling umzugehen ist
und müssen verstehen, dass die Eltern ihr Verhalten verändern. Dabei ist es
Aufgabe der Eltern, ein Gleichgewicht zu finden, so dass sich kein Kind
benachteiligt fühlt und sich die Geschwisterbindung zum Positiven
entwickeln kann. Doch dies ist nicht immer einfach. Die verschiedensten
Einflüsse und Faktoren sind bedeutet in der Entwicklung der Beziehung
zwischen zwei Geschwistern.
Mit
dieser besonderen Situation in einer Familie soll sich folgende Hausarbeit
auseinandersetzen. Wie ist die Beziehung zwischen Eltern und Kind vor der
Geburt eines zweiten Geschwisters? Wie verändert diese Geburt die Beziehung
und mit welchen Reaktionen kann das erste Kind auf die veränderte Situation
antworten? Damit wird sich der erste Teil beschäftigen. Weiterhin soll geklärt
werden, welche Rolle die Einflussfaktoren Altersabstand und Eltern-Kind
Beziehung spielen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Geschwisterbeziehung entsteht

2.1 Das erste Kind wird geboren

2.2 Vorbereitungen auf die Geburt eines zweiten Kindes

2.3 Die Geburt des zweiten Kindes – Entthronungsschock?

3. Die weitere Entwicklung der Geschwisterbeziehung in der frühen Kindheit

4. Zwei wichtige Einflussfaktoren

4.1 Der Altersabstand

4.2 Die Eltern-Kind Beziehung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die komplexen Dynamiken, die bereits bei der Entstehung von Geschwisterbeziehungen wirksam werden, und analysiert, wie Eltern durch ihr Verhalten sowie strukturelle Gegebenheiten die Bindungsqualität zwischen Kindern maßgeblich prägen.

  • Die psychologische Bedeutung der Ankunft eines zweiten Kindes
  • Phasen der Entwicklung der Geschwisterbeziehung in der frühen Kindheit
  • Die Rolle des Altersabstands als Faktor für Konkurrenz und Verbundenheit
  • Die elterliche Einflussnahme und das Prinzip der Gerechtigkeit
  • Die Identitätsentwicklung der Kinder durch Geschwisterbeziehungen

Auszug aus dem Buch

Die Geburt des zweiten Kindes - Entthronungsschock?

Im anfänglichen Beispiel von Peter und Susanne sieht man jedoch, dass Peter die Ankunft seiner Schwester, nicht als „Geschenk“ betrachtet. Ganz im Gegenteil, er reagiert mit negativen Gefühlen. Er zeigt eine Distanziertheit zur Mutter: „Bei seiner Heimkehr ist die Mutter mit dem Neugeborenen bereits zuhause. Ohne sie eines Blickes zu würdigen, geht Peter an ihr vorbei und holt sich Süssigkeiten aus dem Buffet heraus. Diese Distanziertheit behält er in den folgenden Wochen bei, zum grossen Leidwesen der Mutter.“ (Savioz 1968, 174).

Außerdem verhält er sich seiner neugeborenen Schwester gegenüber aggressiv: „Nicht selten manifestiert sich die Ablehnung der Schwester in direkten Angriffen.“ (ebd.). Es scheint sogar, als würde er in seiner Entwicklung zurückgehen und das Baby versuchen nachzuahmen: „Weiter gehören ein stark intensiviertes Lutschen, sowie die Nachahmung des Säuglingsschreiens zum Bild dieser ersten Reaktion Peters auf das Geschwisterchen.“ (ebd.).

Wodurch entsteht aber ein solches Verhalten? Alfred Adler, ein Begründer der Individualpsychologie, erklärt dies mit dem Phänomen des „Entthronungsschocks“: Das Erstgeborene erhält durch die Ankunft eines zweiten Kindes einen „Schock“, ein frühkindliches Trauma mit der es sich zeitweise noch als Erwachsener beschäftigen muss. Dieses belastet nicht nur die Beziehung zum Geschwisterteil sondern auch zur Mutter, zu der ab nun eine zwiespältige Beziehung herrscht: Zuneigung und Misstrauen zugleich. (vgl. Kasten 2004, 47) Dieser Schock ist ein normatives Ereignis, welches tiefenpsychologisch sehr einflussreich auf die individuelle Entwicklung des Kindes auswirkt. Wie dieser erlebt und bewältigt wird legt die Grundlagen der Geschwisterbeziehung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die unterschätzte Bedeutung der Geschwisterbeziehung ein und skizziert die Fragestellung bezüglich der Entwicklung der Bindung unter Berücksichtigung elterlicher Einflüsse.

2. Die Geschwisterbeziehung entsteht: Das Kapitel beleuchtet den Prozess der Vorbereitung auf ein neues Familienmitglied, von der Ankunft des ersten Kindes bis zu den Reaktionen auf die Geburt des Geschwisters.

3. Die weitere Entwicklung der Geschwisterbeziehung in der frühen Kindheit: Hier werden die verschiedenen Entwicklungsphasen des Kontakts zwischen Kindern in den ersten zwei Lebensjahren sowie die Rolle der Eltern als Moderatoren analysiert.

4. Zwei wichtige Einflussfaktoren: Dieses Kapitel untersucht, wie spezifische Rahmenbedingungen wie der Altersabstand und die Qualität der Eltern-Kind-Beziehung die Dynamik zwischen den Geschwistern beeinflussen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Geschwisterbeziehung eine hochkomplexe, individuelle Erfahrung ist, die durch elterliche Lenkung positiv in ihrer Entwicklung unterstützt werden kann.

Schlüsselwörter

Geschwisterbeziehung, Erstgeborene, Entthronungsschock, Eltern-Kind-Beziehung, Altersabstand, Geschwisterbindung, Frühe Kindheit, Identitätsentwicklung, Geschwisterrivalität, Individuelle Entwicklung, Erziehung, Familienkonstellation, Psychologische Bindung, Gerechtigkeitsprinzip, Kindliche Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und Entwicklung der Beziehung zwischen Geschwistern in der frühen Kindheit und untersucht die verschiedenen Einflüsse, die diese prägen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Ankunft eines zweiten Kindes, der „Entthronungsschock“, die verschiedenen Phasen der geschwisterlichen Bindung sowie die Rolle der Eltern als Vorbilder und Mediatoren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu verdeutlichen, wie die Beziehung zwischen Kindern entsteht, durch welche Faktoren sie beeinflusst wird und wie Eltern diese Beziehung positiv fördern können.

Welche wissenschaftliche Perspektive wird eingenommen?

Die Arbeit nutzt psychologische und tiefenpsychologische Ansätze sowie entwicklungspsychologische Beobachtungen, um die Dynamiken in Familien zu erklären.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die zeitliche Entstehung der Beziehung, die kindliche Entwicklung in drei Phasen sowie die Analyse der Einflussfaktoren Altersabstand und Eltern-Kind-Beziehung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Geschwisterbindung, Entthronungsschock, Rivalität, Identitätsentwicklung und elterliche Vorbildfunktion stehen im Zentrum der Arbeit.

Was genau versteht man laut Text unter dem „Entthronungsschock“?

Der Begriff beschreibt den psychischen Schock des Erstgeborenen durch die Ankunft eines Geschwisterkindes, der zu zwiespältigen Gefühlen zwischen Zuneigung und Ablehnung führen kann.

Wie beeinflusst der Altersabstand die Geschwisterdynamik?

Ein geringer Altersabstand fördert laut Text oft eine engere, aber auch konfliktreichere Bindung, während ein größerer Altersabstand eher zu einer Vorbildrolle und weniger Konkurrenz führt.

Welche Rolle spielen die Eltern bei der Bewältigung der Geschwisterrivalität?

Eltern fungieren als „Schiedsrichter“ und Vorbilder; ihre Aufgabe ist es, Gerechtigkeit zu vermitteln und die individuellen Bedürfnisse beider Kinder zu berücksichtigen, um die Bindung zu stabilisieren.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
Die Anfänge der Geschwisterbeziehung
College
Protestant University of Applied Sciences Dresden
Course
Psychologie
Grade
1,7
Author
Nora Zeising (Author)
Publication Year
2010
Pages
22
Catalog Number
V183637
ISBN (eBook)
9783656080435
ISBN (Book)
9783656080480
Language
German
Tags
anfänge geschwisterbeziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nora Zeising (Author), 2010, Die Anfänge der Geschwisterbeziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/183637
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