Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung

Arbeitskräftewanderung in den Golfstaaten

Titel: Arbeitskräftewanderung in den Golfstaaten

Hausarbeit , 2011 , 30 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sebastian Hammer (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1 Einleitung
Mit dem Einsetzen der Protestbewegung in der arabischen Welt geriet die Region in Aufruhr. Die Proteste weiteten sich in der Folgezeit auch teilweise auf die Staaten am Ara-bisch-Persischen Golf aus (aktuell sind hier die Länder Saudi-Arabien, Bahrain, Kuwait und der Oman betroffen) (Jensen, 2011). Diese Nationen eint dabei die Eigenschaft, das ihre Ent-wicklung in hohem Maße durch Wanderungsbewegungen1 geprägt ist (Gesemann, 2003). Ab den 1970er-Jahren kam es hier zur Entstehung einer neuen Form der internationalen Migrati-on. Diese primär temporär angelegte internationale Arbeiterwanderung machte den Nahen Osten mitsamt den Golfstaaten2 zu einem global gesehen wichtigen Zentrum internationaler Wanderungsströme (Husa & Wohlschlägl, 2005). Somit verwundert es kaum, dass man bei einem Besuch in Dubai die Beobachtung machen kann, „dass das Straßenbild nicht von ein-heimischen Emiratis dominiert wird, sondern von Inder/innen, Pakistanis, Araber/innen aus den Nachbarländern und Filipinos“ (Christ, 2009, S. 67). Dieses Phänomen ist jedoch mit-nichten eine spezifische Erscheinung Dubais bzw. der Vereinigten Arabischen Emirate, son-dern charakteristisch für alle Golfstaaten und das Ergebnis einer 40-jährigen Migrationsge-schichte dieser Länder. Keine andere Region weltweit hat in solchen Maßen mit Arbeitsmig-rations-Maßnahmen auf den Mangel an qualifizierten Arbeitskräften im eigenen Land rea-giert, wie die Staaten am Arabisch-Persischen Golf (Husa & Wohlschlägl, 2005; Weiner, 1982). ...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begrifflichkeiten

2.1 Der Migrationsbegriff

2.2 Arbeitsmigration

2.3 Der Golfkooperationsrat

3 Phasen der Migration in den Golfstaaten

3.1 Bis zur Ölkrise 1973

3.2 Von 1973 bis 1980

3.3 Die Jahre 1981 bis 1990

3.4 1990/91 bis 1998

3.5 Seit 1998

4 Charakterisierung der Arbeitsmigranten

4.1 Herkunftsländer der Arbeitsmigranten

4.2 Zielländer der Arbeitswanderer

4.3 Demographische Merkmale der Arbeitsmigranten

4.4 Verteilung der Migranten auf die Wirtschaftssektoren

4.5 Dauer, Gründe und Aufenthaltsstatus

5 Folgen der Migration

5.1 Folgen der temporären Arbeitsmigration auf die Migranten

5.2 Folgen für die GCC-Staaten

5.3 Folgen für die Auswanderungsstaaten

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die strukturellen Auswirkungen der Arbeitskräftewanderung in den Golfstaaten (GCC). Dabei wird analysiert, wie diese Nationen durch gezielte Migrationspolitik ihren Mangel an qualifizierten Arbeitskräften kompensieren und welche sozialen, politischen und ökonomischen Folgen für Migranten, Gastländer sowie Herkunftsstaaten entstehen.

  • Historische Etappen der Arbeitsmigration in den Golfstaaten seit den 1970er Jahren.
  • Sozio-demographische Charakterisierung der Arbeitsmigranten und ihre Verteilung auf die Wirtschaftssektoren.
  • Analyse des "Rotationsprinzips" und des Einflusses des Kafala-Systems.
  • Bewertung der Auswirkungen von Migration auf die Binnenwirtschaft der GCC-Staaten und die Volkswirtschaften der Auswanderungsländer.

Auszug aus dem Buch

3.1 Bis zur Ölkrise 1973

Das Einsetzen einer nennenswerten Arbeiterwanderung in die Golfstaaten begann in der Region erst mit der Entwicklung der Erdölförderung als primären Wirtschaftszweig der Staaten. Die Entdeckung des Rohstoffes erfolgte zunächst 1932 in Bahrain, 1938 dann in Saudi-Arabien und folgend in Kuwait, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Im Oman wurde das Erdöl schlussendlich im Jahr 1967 entdeckt (Winckler, 2009). Zu Beginn der 1950er Jahre verzeichneten die Golfstaaten allmählich steigende Einnahmen aus den Erdölexporten, welche zunächst für den Ausbau von Infrastruktureinrichtungen und den Aufbau eines Staatsapparates und einer Verwaltung verwendet wurden (Baldwin-Edwards, 2011; Gesemann, 2003; Stanton Russell & al-Ramadhan, 1994). Die hierfür benötigten Arbeitskräfte standen allerdings auf den lokalen Arbeitsmärkten nicht zur Verfügung, wodurch man gezwungen war Arbeiter aus dem Ausland anzuwerben (Meyer, 2004).

Dies waren überwiegend Hochqualifizierte aus Indien und den benachbarten, stärker industrialisierten arabischen Staaten Ägypten und Jordanien. Deren Abordnung erfolgte größtenteils auf Basis von bilateralen Regierungsabkommen, wobei die Kosten der Migration zu dieser Zeit von den Herkunftsländern getragen wurden (Gesemann, 2003; Suter, 2005). Anfang der 1970er Jahre veränderten sich die Rahmenbedingungen für die GCC-Staaten entscheidend, denn infolge des Jom-Kippur-Krieges (vierter Israelisch-Arabischer Krieg) kam es 1973 zu dramatischen Entwicklungen am Erdölmarkt. Dies stellte den Beginn der zweiten Phase der Arbeitsmigration in den Golfstaaten dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Arbeitskräftewanderung in den Golfstaaten ein und umreißt das Ziel der Arbeit, die historische Entwicklung sowie die Folgen dieser Migrationsbewegungen zu beleuchten.

2 Begrifflichkeiten: Hier werden die zentralen Termini wie Migration, Arbeitsmigration und der Golfkooperationsrat definiert, um eine theoretische Basis für die weitere Untersuchung zu schaffen.

3 Phasen der Migration in den Golfstaaten: Dieses Kapitel gliedert die Geschichte der Arbeitswanderung in fünf zeitliche Phasen, von den Anfängen bis zur aktuellen Situation seit 1999.

4 Charakterisierung der Arbeitsmigranten: Hier werden die Herkunftsländer, demographische Merkmale, die sektorale Verteilung sowie die Dauer und Gründe für die Arbeitsmigration detailliert analysiert.

5 Folgen der Migration: Dieses Kapitel erörtert die weitreichenden Konsequenzen der Arbeitsmigration für die Migranten selbst, die GCC-Staaten als Aufnahmeländer und die jeweiligen Auswanderungsstaaten.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Arbeitsmigration in der Golfregion unter Berücksichtigung der aktuellen politischen Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Arbeitsmigration, Golfstaaten, GCC, Rotationsprinzip, Kafala-System, Arbeitsmarkt, Erdölexport, Humankapital, brain gain, brain drain, Arbeiterwanderung, Migrationspolitik, demographische Merkmale, Arbeitskräftebedarf, Wirtschaftsrezession

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und den Strukturen der Arbeitskräftewanderung in den Staaten des Golfkooperationsrates (GCC) und deren sozioökonomischen Auswirkungen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themenfelder umfassen die Phasen der Migration, die Charakteristika der Arbeitsmigranten (Herkunft, Demographie, Beschäftigungssektoren) und die Folgen der Migration für die betroffenen Regionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es, die historische Entwicklung der Arbeiterwanderung in den Golfstaaten herauszuarbeiten, die Arbeitsmigranten zu charakterisieren und die Folgen für die Beteiligten aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse der einschlägigen wissenschaftlichen Fachliteratur und die Auswertung von statistischen Daten zur Arbeitsmigration in den GCC-Staaten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die zeitlichen Migrationsphasen, die Demographie der Migranten sowie die Vor- und Nachteile der Migration für die Herkunfts- und Zielländer detailliert untersucht.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Arbeitsmigration, GCC-Staaten, Kafala-System, Rotationsprinzip, brain gain und brain drain.

Wie funktioniert das Kafala-System in den Golfstaaten?

Das Kafala-System ist ein Bürgschaftssystem, bei dem ein lokaler Sponsor (Kafil) die volle rechtliche und administrative Kontrolle über den ausländischen Arbeitsmigranten ausübt, was oft zu einer starken Abhängigkeit führt.

Warum dominieren Männer die Arbeitsmigration in der Region?

Die Dominanz von Männern ist auf die gezielte Anwerbung für stark von Männern geprägte Sektoren wie das Bauwesen zurückzuführen, sowie auf religiöse Normen und gesetzliche Einschränkungen, die die Arbeitsmarktintegration von Frauen begrenzen.

Welche Rolle spielen Rücküberweisungen für die Herkunftsländer?

Die finanziellen Rücksendungen der Arbeitsmigranten bilden ein erhebliches Einkommen in den Herkunftsländern, tragen zur Entlastung deren Zahlungsbilanzen bei und fördern Investitionen in Wohnungsbau und Bildung.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Arbeitskräftewanderung in den Golfstaaten
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Note
1,7
Autor
Sebastian Hammer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
30
Katalognummer
V183530
ISBN (eBook)
9783656080046
ISBN (Buch)
9783656080152
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Migration Internationale Migration Golfstaaten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Hammer (Autor:in), 2011, Arbeitskräftewanderung in den Golfstaaten, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/183530
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  30  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum