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Komik und das Komische in der Lyrik Ernst Jandls während der 50er und 60er Jahre

Title: Komik und das Komische in der Lyrik Ernst Jandls während der 50er und 60er Jahre

Bachelor Thesis , 2011 , 38 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: B.A. Mareen Friedrich (Author)

German Studies - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Der aus Wien stammende Dichter Ernst Jandl (1925 – 2000) ist bekannt für ein experimentelles Spiel mit Form und Sprache, womit er das Publikum überraschte und sowohl vom Schweigen zum Lachen als auch vom Lachen zum Schweigen brachte.
Diese Arbeit zeigt, welche Rolle die Komik in der Lyrik Ernst Jandls spielt, wie sie eingesetzt wird und welche Reaktionen sie erzielt. Wann wird bei uns lachen ausgelöst, wenn wir Gedichte Jandls lesen? Welche Formen des Komischen werden eingesetzt oder verknüpft, um den Rezipienten zu erreichen?
Nach einem notwendigen Überblick über die Geschichte und den Gegenstand des Komischen in der Sprache werden an ausgewählten Beispielen die Formen des Komischen nachgewiesen. Dazu bieten sich Jandls Gedichte aus den 50er und 60er Jahren an.
Die Gedichte "falamaleikum" (1958), "wien : heldenplatz" (1963), "fünfter sein" (1968) und "loch" (1964)werden dabei genauer betrachtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 him hanfang war das wort: Einleitung

2 tohuwabohu: Methoden das Komische zu erforschen

2.1 toobaba: Ein theoretischer Überblick

2.2 tohuwaababa: Jandl mit und über Komik

3 wo bleibb da: Formen der Komik am Beispiel

3.1 hummoooa: Ironie, Satire, Zynismus und das Naive

3.1.1 famalaleikum (1958)

3.1.2 wien : heldenplatz (1962)

3.2 hummmoooooa: Sinn, Unsinn, Assoziation, obszöner Witz

3.2.1 fünfter sein (1968)

3.2.2 loch (1964)

4 luslustigtig: Verflechtung des Komischen in Jandls Sprache

4.1 k uns t: Formebene

4.2 vünv vrösche: Wortschöpfung und Grammatik

4.3 lieber : tee: Semantik

5 krims krams: Rezeption des Komischen

6 ssso: Fazit

7. Bibliografie

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Rolle der Komik in der Lyrik von Ernst Jandl während der 1950er und 1960er Jahre. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Jandl durch sprachliche Experimente, Wortschöpfungen und spielerische Provokationen komische Wirkungen erzielt und welche Reaktionen er damit bei seinem Publikum hervorruft.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen des Komischen im Kontext von Jandls Werk.
  • Untersuchung spezifischer Gedichte als Fallbeispiele für verschiedene Formen der Komik.
  • Erforschung der Wechselwirkung zwischen sprachlicher Gestaltung und komischer Wirkung.
  • Darstellung der Rezeptionsgeschichte von Jandls experimenteller Lyrik.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 famalaleikum (1958)

Mit vierzehn Jahren und damit zur Zeit des Zweiten Weltkriegs wurde Ernst Jandl mit der Angst konfrontiert, eingezogen zu werden und sein Leben lassen zu müssen. Diese von der Sorge ums Überleben geprägte Jugend lässt auch in den Gedichten Jandls eine ständige Auseinandersetzung mit dem Krieg erkennen. Es bestand ein Bedürfnis sich von der Kultur, die die Nazis förderten, abzusetzen und neue Wege zu finden. Dies gelang ihm durch die Veränderung seiner ästhetischen Mittel. Während andere bei Rilke oder Weinheber blieben, ist die politische Dichtung Jandls an Brecht orientiert. Der Brecht’sche Pathos verflüchtigte sich jedoch mehr und mehr zur konkreten Poesie und Lautgedichten, für die Ernst Jandl heute bekannt ist. Bei längerer Betrachtung der Lautgedichte, lässt sich ein sozial-kritischer Jandl entdecken.

So kommt es, dass im 1966 publizierten Gedichtband Laut und Luise der dritte Abschnitt mit krieg und so überschrieben wurde.

Neben wien : heldenplatz und schtzngrmm ist auch famalaleikum ein, wie Jandl es bezeichnet, „Antikriegsgedicht“, das trotz des ernsten Inhalts zum Lachen anregt. Das Sprechgedicht, welches beim Lesen noch wirksamer wird, entwickelt aus der Wortneuschöpfung famalaleikum Buchstabenreihen, in denen sich dem Leser mehr und mehr ein Sinn erschließt, obwohl keine Großbuchstaben den Text gliedern. Die Interpunktion besteht einzig und allein aus einem Punkt im vorletzten Vers und einem Fragezeichen am Schluss.

Zusammenfassung der Kapitel

1 him hanfang war das wort: Einleitung: Diese Einleitung führt in die Lyrik von Ernst Jandl ein und definiert das Forschungsziel der Untersuchung zur Rolle der Komik in seinen Texten der 50er und 60er Jahre.

2 tohuwabohu: Methoden das Komische zu erforschen: Das Kapitel bietet einen Überblick über theoretische Ansätze zur Komik und ordnet Jandls eigenes Verständnis von Spiel, Sprache und dem „Grotesken“ ein.

3 wo bleibb da: Formen der Komik am Beispiel: Hier werden ausgewählte Gedichte wie famalaleikum, wien : heldenplatz, fünfter sein und loch detailliert analysiert, um die Vielfalt der komischen Mittel zu illustrieren.

4 luslustigtig: Verflechtung des Komischen in Jandls Sprache: Das Kapitel untersucht, wie Jandl durch die Formebene, Grammatik und Semantik seiner Texte gezielt komische Effekte innerhalb seiner Sprache erzeugt.

5 krims krams: Rezeption des Komischen: Hier wird betrachtet, wie das zeitgenössische Publikum und die Literaturkritik auf Jandls experimentelle, komische Lyrik reagierten.

6 ssso: Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und reflektiert über die Funktion der Komik als Instrument für Jandl, um spielerisch mit ernsten Themen umzugehen.

7. Bibliografie: Eine Auflistung der in der Arbeit verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Ernst Jandl, Lyrik, Komik, das Komische, Sprachspiel, Lautgedicht, konkrete Poesie, Wortschöpfung, Satire, Grotesk, Rezeption, experimentelle Dichtung, Sprachkritik, 50er Jahre, 60er Jahre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Funktion des Komischen in der Lyrik von Ernst Jandl während der 1950er und 60er Jahre.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Komik, das Sprachspiel, die Verbindung von Sprache und Politik in Jandls Werk sowie dessen Rezeption.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, mit welchen Methoden Jandl komische Wirkungen in seinen Texten erzielt und wie diese beim Rezipienten ankommen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die theoretische Definitionen der Komik mit der Untersuchung konkreter Textbeispiele verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert ausgewählte Gedichte wie famalaleikum und loch sowie die spezifische sprachliche Gestaltung, die Jandls Lyrik charakterisiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Ernst Jandl, Komik, Sprachspiel, Lautgedicht, konkrete Poesie und Sprachkritik.

Inwiefern spielt der Dadaismus eine Rolle für Jandl?

Jandl bezieht sich teilweise auf den Dadaismus und dessen Tradition, um konventionelle Sprachgrenzen zu sprengen und neue Ausdrucksformen zu finden.

Wie unterscheidet sich Jandls komische Lyrik von herkömmlicher Dichtung?

Jandl arbeitet oft mit „heruntergekommener Sprache“, Wortneuschöpfungen und dem Verzicht auf traditionelle Syntax, um den Leser zu irritieren oder zum Lachen anzuregen.

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Details

Title
Komik und das Komische in der Lyrik Ernst Jandls während der 50er und 60er Jahre
College
Dresden Technical University
Course
Literaturwissenschaften
Grade
1,7
Author
B.A. Mareen Friedrich (Author)
Publication Year
2011
Pages
38
Catalog Number
V183255
ISBN (Book)
9783656076766
ISBN (eBook)
9783656076995
Language
German
Tags
Ernst Jandl konkrete Poesie Dadaismus Komik Lyrik wien: heldenplatz loch fünfter sein laut und luise famalaleikum der künstliche baum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Mareen Friedrich (Author), 2011, Komik und das Komische in der Lyrik Ernst Jandls während der 50er und 60er Jahre, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/183255
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