Die Automobilbranche wurde aufgrund der Finanzkrise schwer getroffen. Viele Ursachen haben zu einer schlechten Ertragslage der Automobilindustrie geführt.
Im Rahmen dieser Bachelorarbeit werden drei Teilbereiche der Branche begutachtet: Produzenten, sowie die Neu- und Gebrauchtwagenhändler. Vertieft befasst sich die Arbeit mit den Ursachen, den Maßnahmen als auch mit den Folgen für den gesamten Teilbereich der Industrie.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
1.1 Zielsetzung und Eingrenzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Die Chronologie der Weltwirtschaftskrise
2.1 „New Economy“ Blase
2.2 Die Immobilienkrise
2.3 Von der Subprime zur Finanzkrise
3. Die Ursachen
3.1. Exogene Faktoren
3.1.1 Mobilitätskosten
3.1.2 Erhöhung der Mehrwertsteuer
3.1.3 Die KFZ Steuerreform
3.1.4 Die Kreditklemme
3.1.5 Rückgang der Exporte
3.2 Endogene Faktoren
3.2.1 Kostenstrukturen und Überkapazitäten
3.2.2 Die „Rabattschlacht“
3.2.3 Falsche Modellpolitik und verändertes Käuferverhalten
3.2.4 Die Fusionen
4. Maßnahmen
4.1 Die gemeinsame Maßnahme
4.2 Politische Maßnahmen
4.2.1 Konjunkturpaket I
4.2.2 Konjunkturpaket II
4.3. Maßnahmen der Hersteller
4.3.1 Kurzfristige Maßnahmen
4.3.2. Langfristige Maßnahmen
4.4 Maßnahmen der Gebraucht- und Neuwagenhändler
5. Die Folgen
5.1 Die Folgen für die Konzerne
5.2. Die Folgen für die Autohäuser und Gebrauchtwagenhändler
5.3 Weitere Folgen der Umweltprämie
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf die Automobilbranche, indem sie die Ursachen der Krise analysiert, die ergriffenen politischen und unternehmerischen Maßnahmen bewertet und die daraus resultierenden Folgen für Hersteller und Händler aufzeigt.
- Chronologische Analyse der Entstehung der Weltwirtschaftskrise
- Differenzierung zwischen exogenen und endogenen Einflussfaktoren
- Bewertung politischer Krisenbewältigung (Konjunkturpakete, Umweltprämie)
- Analyse der Reaktionen der Automobilkonzerne und Händler
- Untersuchung von Strukturveränderungen und Absatzfolgen
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Kostenstrukturen und Überkapazitäten
"Vergangenen Montag, am 24. November haben sich in jedem Land und in jeder Funktion Arbeitsgruppen gebildet, mit dem Ziel, zehn Prozent Arbeitskosten-Reduzierung in allen Geschäftsbereichen als Minimum zu erzielen. Wir werden uns auf drei Säulen fokussieren, um die notwendigen Einsparungen zu realisieren: Gehaltskosten, Arbeitszeitreduzierungen und andere Initiativen, die mit den Arbeitskosten verbunden sind.“
Carl-Peter Forster, Vorstandsvorsitzender von GM Motors Europe, sprach aus, was vielen Vorstandstandsvorsitzenden und Experten der Automobilbranche bereits bewusst war. Vorangegangene Ertragskrisen wurden durch konjunkturelle Absatzeinbrüche oder durch die D-Mark Aufwertung verursacht. Die letzte Autokrise war eine Strukturkrise, die durch die Immobilien- und Finanzkrise nur noch zusätzlich verschlimmert worden ist. Auch Prof. Dr. Dudenhöffer und Prof. Dr. Bratzel, sahen statt einer konjunkturellen Ursache eher eine strukturelle Ursache in der Krise.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Einführung in die Krisensituation der Automobilbranche zu Beginn des Jahres 2008 und Darstellung der wirtschaftlichen Bedeutung der Branche.
2. Die Chronologie der Weltwirtschaftskrise: Überblick über die Ursprünge der Krise, ausgehend von der "New Economy" Blase über die Immobilienkrise bis zur Finanzkrise.
3. Die Ursachen: Analyse exogener Faktoren wie Rohstoffpreise und Steuerpolitik sowie endogener Faktoren wie Kostenstrukturen und Modellpolitik.
4. Maßnahmen: Darstellung der politischen Krisenbewältigung sowie der kurz- und langfristigen Gegenmaßnahmen der Hersteller und Händler.
5. Die Folgen: Untersuchung der wirtschaftlichen Auswirkungen auf Konzerne, Autohäuser und Gebrauchtwagenhändler sowie spezifische Folgen der Umweltprämie.
6. Fazit: Zusammenfassende kritische Betrachtung der Krisenursachen, der Wirksamkeit der Maßnahmen und der Insolvenzrisiken in der Branche.
Schlüsselwörter
Weltwirtschaftskrise, Automobilbranche, Konjunkturpaket, Umweltprämie, Finanzkrise, Absatzrückgang, Strukturkrise, Überkapazitäten, Kreditklemme, Kostenmanagement, Modellpolitik, Rabattschlacht, Downsizing, Zulieferer, Insolvenzrisiko
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise auf die deutsche Automobilindustrie.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Ursachen der Krise, die staatlichen sowie unternehmerischen Bewältigungsmaßnahmen und die Folgen für Hersteller, Zulieferer und Händler.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist es, die Krisenursachen, die ergriffenen Maßnahmen zur Krisenbekämpfung und die Auswirkungen auf die Automobilbranche systematisch darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Datenanalyse, inklusive der Auswertung von Branchenberichten, Statistiken und wirtschaftswissenschaftlichen Studien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung exogener und endogener Krisenursachen, die Darstellung politischer und betriebswirtschaftlicher Maßnahmen sowie die Analyse der Branchenfolgen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Weltwirtschaftskrise, Konjunkturpakete, Umweltprämie, Überkapazitäten und Strukturwandel.
Wie wirkte sich die Umweltprämie auf die Automobilhändler aus?
Während sie das Neuwagengeschäft kurzzeitig belebte, führte sie zu einer Nachfrageverschiebung und belastete teilweise das Werkstattgeschäft und den Gebrauchtwagenhandel.
Warum war das Projekt "Phaeton" laut der Arbeit wirtschaftlich problematisch?
Das Projekt scheiterte an zu hohen Kosten und einem mangelnden Kaufinteresse, da das Fahrzeugimage als "Volks-Wagen" nicht zum Premium-Zielsegment passte.
- Arbeit zitieren
- Tobias Klecha (Autor:in), 2011, Die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf die Automobilbranche, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/183196