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Der homo academicus im Kontext der Wissenschaftstheorie von Pierre Bourdieu

Titel: Der homo academicus im Kontext der Wissenschaftstheorie von Pierre Bourdieu

Essay , 2009 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Elias Buck (Autor:in)

Pädagogik - Wissenschaftstheorie, Anthropologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der vorliegende Aufsatz thematisiert das 1984 geschriebene Werk „Homo academicus“ von Pierre Bourdieu. Dieses war Gegenstand des Seminars „Pierre Bourdieu‘s homo academicus“ unter der Leitung von Frau Perski. Der Aufsatz möchte eine Antwort auf die Frage geben, wie das Werk des berühmten französischen Soziologen in Zusammenhang mit seiner kritischen Wissenschaftstheorie steht. Diese weiterführende Frage hat sich aus dem Kontext des Seminars insofern ergeben, da die mögliche Intention, die Bourdieu mit diesem Werk gehabt hat, ebenfalls Seminargegenstand war. Mit seinem Werk hat sich der Forscher den Ruf eines Nestbeschmutzers eingefangen. Daher ist die Frage nach der Intention äußerst interessant. Im Anschluss daran wird nach der Wissenschaftstheorie von Bourdieu gefragt, da diese zur Klärung der Intensionsfrage einen wichtigen Aufschluss gibt. Am Ende soll die Bedeutung des Werks „homo academicus“ für die Erziehungswissenschaft herausgestellt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Feld, Macht und Habitus

3. Hochschulsozialisation

4. Habitus und Objektivität

5. Epistemologische Wachsamkeit

6. Die Bedeutung des „homo academicus“ für die Erziehungswissenschaft

Zielsetzung & Themen

Der vorliegende Aufsatz untersucht das 1984 erschienene Werk „Homo academicus“ von Pierre Bourdieu und analysiert dessen Einbettung in seine kritische Wissenschaftstheorie, um die Intention des Autors sowie die Bedeutung der Studie für die Erziehungswissenschaft zu verdeutlichen.

  • Analyse der Intention Bourdieus hinter der Veröffentlichung von „Homo academicus“
  • Erläuterung zentraler soziologischer Konzepte: Feld, Macht und Habitus
  • Untersuchung der Hochschulsozialisation und deren Einfluss auf den Wissenschaftler
  • Diskussion der epistemologischen Wachsamkeit als Methode für objektive Forschung
  • Beitrag der Feldanalyse zur reflexiven Erziehungswissenschaft

Auszug aus dem Buch

Feld, Macht und Habitus

An dieser Stelle sollen beide Begriffe kurz erläutert werden, wobei darauf hingewiesen werden muss, dass die folgende Erläuterung keine vollständige ist, denn dies würde wiederum eine eigenständige Arbeit zu diesem Thema erfordern. Unter dem Begriff des Feldes ist ein Netz oder eine Struktur von objektiven Relationen zwischen den verschiedenen Positionen zu verstehen, die von Akteuren innerhalb der Gesellschaft eingenommen werden. Das entscheidende Kriterium ist hier das Kapital, welches über die Position entscheidet. Es stellt sich diesbezüglich die Frage, inwiefern sich der Feldbegriff von dem Begriff des sozialen Raumes, der von Bourdieu oftmals in Form eines Koordinatensystems dargestellt wird, unterscheidet. Beide Begriffe sind zentral für Bourdieu‘s Denken. Gemeinsam ist ihnen, dass die Position der Akteure bestimmt wird durch das Volumen an Kapital, das der jeweilige Akteur besitzt. Ebenso wie die Aussagen von Bourdieu selbst sind die Arbeiten anderer Autoren, die versuchen diese Begriffe in Bourdieu‘s Sinne zu interpretieren, zahlreich.

Das Feld stellt jeweils einen bestimmten Ausschnitt aus der sozialen Welt dar, innerhalb dessen in einer eigener Logik und Wertigkeit der Kapitalressourcen von den Akteuren interagiert wird. Der soziale Raum ist eine Makro-Ebene. Er ist zu verstehen als eine Landkarte der Sozialstruktur auf der die Akteure der sozialen Welt positioniert werden können und zwar anhand ihres durch Herkunft und Laufbahn erworbenen Kapitals (vgl. Rehbein 2006, S. 167). Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass in einem Feld nur eine spezifische Form von Kapital relevant ist. Diese richtet sich nach der Logik des Feldes. Die Logik des Feldes ist gewissermaßen als ein Kanon von Spielregeln zu verstehen. Diese Spielregeln sind bestimmend für die Interaktionen im jeweiligen Feld. Sie geben Auskunft darüber, welches die Kapitalformen sind, die zu anschlussfähigen Aktionen der Akteure führen und wiederum einen Rückschluss auf die Klasse erlauben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Der Aufsatz führt in das Werk „Homo academicus“ ein und stellt die forschungsleitende Frage nach der Intention Bourdieus und der Relevanz für die Erziehungswissenschaft.

2. Feld, Macht und Habitus: Dieses Kapitel erläutert die soziologischen Schlüsselbegriffe Bourdieus, insbesondere das Feld als soziales Kräftefeld und den Habitus als Handlungsgrammatik.

3. Hochschulsozialisation: Es wird untersucht, wie die Institution Hochschule durch Sozialisationsprozesse die Wahrnehmungs- und Handlungsschemata der Akteure prägt.

4. Habitus und Objektivität: Hier wird der Zusammenhang zwischen dem Habitus und der von der Wissenschaft angestrebten relativen Objektivität kritisch reflektiert.

5. Epistemologische Wachsamkeit: Das Kapitel führt Bourdieus Methode der epistemologischen Wachsamkeit ein, die dem Forscher durch Selbstreflexion eine objektivere Analyse ermöglicht.

6. Die Bedeutung des „homo academicus“ für die Erziehungswissenschaft: Abschließend wird der Beitrag des Werkes zur kritischen und reflexiven Erziehungswissenschaft dargelegt.

Schlüsselwörter

Pierre Bourdieu, Homo academicus, Feldtheorie, Habitus, Hochschulsozialisation, epistemologische Wachsamkeit, Machtstrukturen, symbolisches Kapital, Reflexivität, Soziologie, Erziehungswissenschaft, soziale Welt, Objektivität, wissenschaftliche Praxis, soziale Kämpfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Werk „Homo academicus“ von Pierre Bourdieu und untersucht, wie dieses in das Gesamtgefüge seiner Wissenschaftstheorie eingebettet ist.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Text?

Die zentralen Themen sind die Analyse der sozialen Dynamik an Universitäten, der Zusammenhang von Feldlogik und Habitus sowie die Möglichkeiten wissenschaftlicher Objektivität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, Bourdieus Intention bei der Veröffentlichung des Werkes zu klären und dessen Bedeutung für die erziehungswissenschaftliche Forschung herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse der Begriffe Bourdieus und wendet diese exemplarisch auf den universitären Kontext an.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil erläutert die Konzepte von Feld, Habitus und Macht, analysiert die Hochschulsozialisation und diskutiert die epistemologische Wachsamkeit als reflexives Instrument.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bourdieu, Habitus, Feld, Reflexivität und epistemologische Wachsamkeit charakterisiert.

Warum bezeichnete man Bourdieu im Zusammenhang mit seinem Werk als „Nestbeschmutzer“?

Bourdieu legte die informellen Machtstrukturen und internen Dynamiken des akademischen Feldes offen, was von Fachkollegen als Diffamierung wahrgenommen wurde.

Was versteht man in Bourdieus Sinne unter der „epistemologischen Wachsamkeit“?

Es handelt sich um eine Methode der kritischen Selbstreflexion, bei der der Forscher die eigene Position und die Konstruiertheit seines wissenschaftlichen Blickwinkels objektivieren muss.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der homo academicus im Kontext der Wissenschaftstheorie von Pierre Bourdieu
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Institut für Erziehungswissenschaften )
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
1,7
Autor
Elias Buck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
15
Katalognummer
V183184
ISBN (Buch)
9783656072973
ISBN (eBook)
9783656073147
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pierre Bourdieu Wissenschaftstheorie homo academicus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elias Buck (Autor:in), 2009, Der homo academicus im Kontext der Wissenschaftstheorie von Pierre Bourdieu, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/183184
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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