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Vom Befund zur Anschauung

Architekturinszenierungen in neueren, graphischen Rekonstruktionen

Title: Vom Befund zur Anschauung

Thesis (M.A.) , 2010 , 216 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: M. A. Daniel Funke (Author)

Archaeology

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Summary Excerpt Details

Für die graphische Rekonstruktion antiker Architektur steht gegenwärtig ein breites Spektrum an Darstellungsformen zur Verfügung. Es reicht von nüchterner Aufnahme der Grabungsbefunde mit angedeuteten Ergänzungen bis hin zur lückenlos ausgearbeiteten Anschauung; von exakter und präziser Bauzeichnung in der Tradition architektonischer Konstruktionszeichnungen bis hin zu naturalistisch wirkenden Computergraphiken und suggestiven Illustrationen.
Die Vielfalt an Darstellungsformen ist sicherlich als Reaktion auf unterschiedliche Ansprüche zu verstehen, die an sie geknüpft werden. So hat sich innerhalb der archäologischen Fächer eine Tradition von geeigneten Darstellungsformen für die Dokumentation von Befunden und die Kommunikation von Hypothesen entwickelt, die sich stark anlehnt an den Umgang mit Bildformen innerhalb der Fachrichtung der Architektur und im Speziellen der Bauforschung. Die archäologische Dokumentation ist heute geprägt von der nüchternen Sachlichkeit ihrer Bildsprache, von Reduktion, Abstraktion und Normierung der graphischen Mittel. Das Bild und die Bilder, die aus diesem wissenschaftlichen Zugang entstehen, sind gekennzeichnet durch die Lücke und durch den Kontrast zwischen dichter Information und Leerstellen. Dagegen steht das Verlangen eines geschlossenen, erfahrbaren Bildes, dass die Sicht auf das unversehrte Original erlaubt und einen Einblick bietet in den antiken Urzustand in seiner ursprünglichen Lebenswirklichkeit. Die anschauliche Rekonstruktion schließt die Lücke zwischen wissenschaftlich diskreten Informationsbeständen und dem Bedürfnis nach einer geschlossenen Interpretation, dem Wunsch, die überlieferten Baufragmente zu einem „sinnvollen, vielleicht auch ersehnten Ganzen zu vervollständigen“. Den größten Impuls erfuhr die graphische Rekonstruktion von Architektur in den letzten Jahren aus den Möglichkeiten der Visualisierung am Computer.
Die zugrunde liegende Methode der vorliegenden Arbeit ist die Bildanalyse. Die Rekonstruktionszeichnungen werden hinsichtlich der Art ihrer Umsetzung, der graphischen Mittel und Codierungen, der Bildauswahl sowie der veranschaulichten Inhalte untersucht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das technische Bild der Vergangenheit: Befundrekonstruktion

2.1 Die archäologische Dokumentation: Befund und Befundergänzung

2.2 Die architektonische Trias: Grundrisse, Ansichten und Schnitte

2.3 Die didaktische Vermittlung: Axonometrien, Linearperspektiven und Montagen

2.4 Der Umgang mit Unsicherheit: Validität

3. Das künstlerische Bild der Vergangenheit: Anschauungen

3.1 Das Hinzufügen von Kontext: Veranschaulichung und Illustration

3.2 Der Bezug zu Ort und Zeit

3.3 Die Visualisierung von Funktion: Ausstattung und Inventar

3.4 Die Humanisierung des Bildes: Szenarien

3.5 Die gestaltete Antike: Modularität

4. Das computergestützte Bild der Vergangenheit: CAD-Rekonstruktionen

4.1 Die Verwaltung des Mangels: frühe Visualisierungen

4.2 Der Siegeszug der Computergraphik: Rekonstruktionen des 21. Jahrhunderts

4.3 Ein Schnappschuss der Vergangenheit: Fotorealismus

4.4 Die Suche nach Alternativen

5. Resumeé

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklungen und Tendenzen aktueller Rekonstruktionen antiker Architektur. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie Architektur in neueren, graphischen Rekonstruktionen in Szene gesetzt wird und welche Vorstellungen damit verbunden sind, wobei insbesondere das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlichem und künstlerischem Zugriff sowie die Rolle digitaler Visualisierungstechniken analysiert werden.

  • Untersuchung der verschiedenen Ebenen der Inszenierung antiker Architektur in graphischen Rekonstruktionen.
  • Differenzierung zwischen technischen, künstlerischen und computergestützten Bildgattungen.
  • Analyse der Rolle von Kontext, Ausstattung und Personendarstellung als Mittel der Visualisierung.
  • Bewertung der Auswirkungen von Computer Aided Design (CAD) auf die graphische Praxis und Rezeption.
  • Erarbeitung von Leitlinien zur Kennzeichnung von Unschärfe und Validität in Rekonstruktionsdarstellungen.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Für die graphische Rekonstruktion antiker Architektur steht gegenwärtig ein breites Spektrum an Darstellungsformen zur Verfügung. Es reicht von nüchterner Aufnahme der Grabungsbefunde mit angedeuteten Ergänzungen bis hin zur lückenlos ausgearbeiteten Anschauung; von exakter und präziser Bauzeichnung in der Tradition architektonischer Konstruktionszeichnungen bis hin zu naturalistisch wirkenden Computergraphiken und suggestiven Illustrationen.

Die Vielfalt an Darstellungsformen ist sicherlich als Reaktion auf unterschiedliche Ansprüche zu verstehen, die an sie geknüpft werden. So hat sich innerhalb der archäologischen Fächer eine Tradition von geeigneten Darstellungsformen für die Dokumentation von Befunden und die Kommunikation von Hypothesen entwickelt, die sich stark anlehnt an den Umgang mit Bildformen innerhalb der Fachrichtung der Architektur und im Speziellen der Bauforschung. Die archäologische Dokumentation ist heute geprägt von der nüchternen Sachlichkeit ihrer Bildsprache, von Reduktion, Abstraktion und Normierung der graphischen Mittel. Das Bild und die Bilder, die aus diesem wissenschaftlichen Zugang entstehen, sind gekennzeichnet durch die Lücke und durch den Kontrast zwischen dichter Information und Leerstellen.

Dagegen steht das Verlangen eines geschlossenen, erfahrbaren Bildes, dass die Sicht auf das unversehrte Original erlaubt und einen Einblick bietet in den antiken Urzustand in seiner ursprünglichen Lebenswirklichkeit. Die anschauliche Rekonstruktion schließt die Lücke zwischen wissenschaftlich diskreten Informationsbeständen und dem Bedürfnis nach einer geschlossenen Interpretation, dem Wunsch, die überlieferten Baufragmente zu einem „sinnvollen, vielleicht auch ersehnten Ganzen zu vervollständigen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das breite Spektrum graphischer Rekonstruktionsformen ein und formuliert das Erkenntnisinteresse der Arbeit hinsichtlich der Inszenierung antiker Architektur.

2. Das technische Bild der Vergangenheit: Befundrekonstruktion: Die Befundrekonstruktion als erkenntnistheoretischer Prozess bildet die Grundlage, wobei der Fokus auf der normierten, fachspezifischen Darstellungsweise archäologischer Dokumentation liegt.

3. Das künstlerische Bild der Vergangenheit: Anschauungen: Dieses Kapitel analysiert künstlerische Darstellungen, die durch Kontextualisierung und ästhetische Gestaltung eine geschlossene Bildwelt erzeugen, um die Antike anschaulich zu vermitteln.

4. Das computergestützte Bild der Vergangenheit: CAD-Rekonstruktionen: Hier wird untersucht, wie Computergraphiken einerseits technische Möglichkeiten erweitern, andererseits durch spielerische Ästhetik und Automatisierung neue Herausforderungen für die wissenschaftliche Valenz der Rekonstruktion schaffen.

5. Resumeé: Das Resümee fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die verschiedenen Inszenierungsmodi hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Rezeption antiker Architektur.

Schlüsselwörter

Graphische Rekonstruktion, Antike Architektur, Befunddokumentation, Archäologische Anschauung, CAD-Visualisierung, Bildanalyse, Architekturinszenierung, Rekonstruktionstheorie, Antikenrezeption, Fotorealismus, Validität, Wissenschaftliche Kommunikation, Medienwissenschaft, Bildvokabular, Virtuelle Rekonstruktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spektrum und die Wirkung graphischer Rekonstruktionen antiker Architektur. Sie analysiert, wie antike Bauten visuell inszeniert werden und welche Rolle verschiedene Darstellungsmodi dabei spielen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Felder sind die technische Befundrekonstruktion, künstlerische Anschauungen sowie der Einfluss computergestützter Verfahren (CAD) auf die visuelle Repräsentation antiker Architektur.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklung und Tendenzen aktueller Rekonstruktionen hinsichtlich ihrer bildnerischen Mittel und der zugrunde liegenden wissenschaftlichen sowie künstlerischen Absichten zu untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die primäre Methode ist die Bildanalyse. Dabei werden Rekonstruktionen hinsichtlich ihrer Umsetzung, graphischen Mittel, Codierungen und Bildauswahl untersucht, um sie nach verschiedenen Inszenierungsebenen zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des technischen Bildes, des künstlerischen Bildes und des computergestützten Bildes, wobei jeweils die spezifischen Rahmenbedingungen der Inszenierung herausgearbeitet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Graphische Rekonstruktion, Befunddokumentation, CAD-Visualisierung, Architekturinszenierung und Antikenrezeption.

Wie unterscheidet sich die technische von der künstlerischen Rekonstruktion?

Während die technische Rekonstruktion durch Abstraktion und Reduktion auf wissenschaftliche Sachlichkeit und Validität abzielt, setzt die künstlerische Rekonstruktion auf eine „Füllung“ des Bildes durch Kontext, Ausstattung und Szenarien, um ein erfahrbares Ganzes zu vermitteln.

Welche Rolle spielt die Computergraphik bei der Vermittlung von Unsicherheit?

Computergraphiken stehen oft in der Kritik, durch ihren fotorealistischen Anspruch „Sicherheit“ vorzutäuschen. Aktuelle Bemühungen versuchen jedoch, durch Transparenz oder zeichnerische Filter den hypothetischen Charakter von Rekonstruktionen explizit im Bild kenntlich zu machen.

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Details

Title
Vom Befund zur Anschauung
Subtitle
Architekturinszenierungen in neueren, graphischen Rekonstruktionen
College
Humboldt-University of Berlin  (Winckelmann-Institut für Klassische Archäologie)
Course
Klassische Archäologie
Grade
1,3
Author
M. A. Daniel Funke (Author)
Publication Year
2010
Pages
216
Catalog Number
V183020
ISBN (eBook)
9783656071860
Language
German
Tags
Antike Griechenland Rom Archäologie Klassik Klassische Archäologie Rezeption Wirkung Theorie Bild Graphik Medium Visualisierung Computer Kunst Darstellung Vergangenheit Dokumentation Grundriss Kontext Modularität CAD Fotorealismus Troia Architektur Illustration Rekonstruktion Interpretation Befund Veranschaulichung Ästhetik Inszenierung Perspektive Skizze
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. A. Daniel Funke (Author), 2010, Vom Befund zur Anschauung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/183020
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