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Zur Shop-Startseite › Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Das Wort als Waffe gegen den Nationalsozialismus

Heinrich und Thomas Mann in der deutschen Exilpresse

Titel: Das Wort als Waffe gegen den Nationalsozialismus

Magisterarbeit , 2011 , 69 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Vicky Hoffmann (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Hitler ist der Feind der Menschheit, von ihm und vor ihm muss die Welt gerettet werden.“

Heinrich und Thomas Mann setzten sich diese Rettung zum Ziel und nahmen den „Kampf gegen das Böse“ auf – aus dem Exil.
Nach der Machtergreifung Hitlers gab es für die Brüder keine andere Wahl als die der Emigration. Ein Leben in Deutschland wurde für die oppositionellen Schriftsteller zur Gefahr, denn die Nationalsozialisten „hassen zuerst die Intellektuellen, weil diese die Macht haben, ihr Volk auszudrücken und zu überzeugen.“ , so Heinrich Mann. Genau dieses Talent nutzen die Gebrüder Mann, um gegen den Nationalsozialismus anzukämpfen; Heinrich Mann ist sich sicher: Das Wort „wird für die Dauer die grösste Macht sein“ . Diesen verbalen Kampf gegen das Nazi-Regime konnten und wollten die Gebrüder Mann nur außerhalb der deutschen Grenzen fortführen.
„Einen Menschen meiner Art, einen unpolitischen Menschen im Grunde, hätte aus Deutschland nichts, kein Regierungswechsel, keine politische Veränderung, keine Revolution vertreiben können, nichts in der Welt wäre dazu imstande gewesen als gerade nur dies Eine, nur das, was sich Nationalsozialismus nennt, einzig nur Hitler und seine Bande. Denn das ist keine Politik und kein Staat und keine Gesellschaftsform, das ist die Bosheit der Hölle, und der Krieg dagegen ist die heilige Notwehr der Menschheit gegen das schlechthin Teuflische.“
Die Erkenntnis darüber, dass aus dem Nationalsozialismus nichts Gutes kommen könne, und der gemeinsame Kampf gegen das faschistische Regime führten die einst zerstrittenen Brüder wieder zusammen.
Ein gemeinsamer Kampf wäre zuvor nicht möglich gewesen, denn zu groß waren die Unterschiede ihrer ästhetischen und politischen Betrachtungen. Die Differenzen zwischen Thomas und Heinrich Mann und ihre Annäherung sollen zu Beginn der Arbeit ausführlich dargestellt werden.
Der antifaschistische Kampf der Brüder in der Exilpresse, der zugleich ein Kampf für das „wahre Deutschland“ wurde, wird den zweiten großen Teil dieser Arbeit umfassen. Geteilt wird dieser Bereich aufgrund verschiedener Arbeitsbedingungen und -möglichkeiten in zwei Phasen des Exils: das europäische Exil und das amerikanische Exil. Grund dafür ist neben den verschiedenen Bedingungen in der europäischen und amerikanischen Exilpresse ein Wandel der publizistischen Aktivitäten der Gebrüder Mann im Rahmen derer.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Zu Struktur und methodischem Vorgehen

2 Thomas und Heinrich Mann und ihre Meinung zur Politik im Wandel der Zeit

2.1 Der Streit zwischen den Gebrüdern Mann

2.2 Thomas Manns Wandel – Vom Unpolitischen zum verantwortungsbewussten Schriftsteller

3 Das Leben im Exil – Das andere Deutschland repräsentiert durch die Gebrüder Mann

3.1 Der Weg in das Exil

3.2 Thomas Mann als Repräsentant der Kultur

3.2.1 Thomas Manns Begriff von „Deutschtum“ und Kultur

3.3 Heinrich Mann und sein politisches Engagement

4 Einführung in die deutsche Exilpresse 1933 – 1945

5 Die Gebrüder Mann und die deutsche Exilpresse 1933−1940

5.1 Die Arbeit der Gebrüder Mann für die deutsche Exilpresse 1933−1940

5.2 Überblick der wichtigsten europäischen Publikationsorgane der Gebrüder Mann

5.2.1 Heinrich Manns Arbeit für das Pariser Tageblatt/die Pariser Tageszeitung

5.2.2 Heinrich Mann – der verehrte Mittelpunkt der Neuen Weltbühne

5.2.3 Die „Internationale Literatur“

5.2.4 Thomas Manns „Maß und Wert“

6. Die Arbeit der Gebrüder Mann für die deutsche Exilpresse 1940-1945

6.1 Das amerikanische Exil

6.2 Die Publizistische Arbeit der Gebrüder Mann in Amerika

6.3 Thomas Manns Arbeit für die jüdische Zeitschrift „Aufbau“

6.4 Thomas Manns Rundfunkarbeit für die BBC

6.4.1 Thomas Manns Weg zur Sendung „Deutsche Hörer!“

6.4.2 Die Radioreden

7 Analyse

7.1 Darstellung Hitlers und der Nationalsozialisten

7.1.1 Verachtung für den Nationalsozialismus

7.1.2 Verhöhnung der Sprache der Nationalsozialisten

7.2 Aufklärung der Gastgeberländer und des deutschen Volkes

7.2.1 Verbesserung des deutschen Bildes im Ausland

7.2.2 Appeasement-Politik

7.2.3 Juden und Antisemitismus in Deutschland

7.2.4 Demaskierung der Nationalsozialisten: Entlarvung ihrer Lügen

7.2.5 Darstellung des deutschen Volkes

7.2.6 Politische und moralische Aufklärung

7.3 Mittel zur Überzeugung

7.3.1 Das Christentum

7.3.2 Freund-Feind-Schema

7.3.3 Geschichtliche Herleitung des Faschismus

7.3.4 Sarkasmus und Ironie

7.3.5 Rhetorische Fragen

7.3.6 Aufrufe

8 Die Ansichten der Gebrüder Mann über Deutschland nach dem Krieg und die Wirkung ihrer Arbeit

8.1 Keine Rückkehr nach Deutschland

8.2 Ein verlorener Kampf – doch nicht wirkungslos

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den publizistischen Kampf der Brüder Heinrich und Thomas Mann gegen das nationalsozialistische Regime aus dem Exil. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Schriftsteller durch Artikel, Essays und Rundfunkreden versuchten, das Ausland über die Zustände im Dritten Reich aufzuklären, das Bild des „wahren“ Deutschlands zu bewahren und das deutsche Volk zum Widerstand zu bewegen.

  • Publizistische Strategien im europäischen und amerikanischen Exil
  • Die Rolle der wichtigsten Exilpublikationen (z.B. „Aufbau“, „Maß und Wert“)
  • Analyse der rhetorischen Mittel und der Argumentationsweisen gegen das NS-Regime
  • Die Entwicklung von Thomas Manns politischem Engagement
  • Die Wahrnehmung des deutschen Volkes durch die Gebrüder Mann im Wandel der Zeit

Auszug aus dem Buch

3.1 DER WEG IN DAS EXIL

Während gegen Thomas Mann und seinen Wagner-Vortrag an der Universität München propagiert wurde, befand er sich in der Schweiz, auf einem Zwischenstopp einer Vortragsreise. Die Warnung seiner Kinder Erika und Klaus Mann vor der Gefahr einer Rückkehr nahm er ernst und beschloss, zunächst in der Schweiz zu bleiben. Dass er sein geliebtes Heimatland erst im Jahre 1949 wiedersehen sollte, ahnte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht, und so landete er in seiner zufälligen Abwesenheit im Exil.

Heinrich Mann musste hingegen aus Deutschland flüchten. Der Schriftsteller sah sich als Intellektueller und Befürworter der Demokratie in Gefahr und befand sich innerhalb von drei Wochen im Exil. Zu seiner Emigration äußerte er sich in seinem veröffentlichten Aufsatz „Bekenntnis zum Übernationalen“:

„Ich habe den alten Macht- und Nationalstaat verlassen, weil sein sittlicher Inhalt ihm ausgetrieben ist.“ Die antifaschistische Haltung Heinrich Manns zeigte schon sehr bald Konsequenzen seitens der Nationalsozialisten, die den Kampf gegen die Intellektuellen aufnahmen. Am 25. August 1933 veröffentlichte Adolf Hitler eine erste Liste von Deutschen, denen die Staatsbürgerschaft entzogen werden sollte, darunter natürlich auch die Namen der Schriftsteller, die zur Opposition gehören könnten. Es war nicht unerwartet, dass Heinrich Manns Name auf dieser Liste stand. Der Entzug seiner Staatsbürgerschaft traf ihn kaum, er hat vielmehr seinen Hass gegen die Nazis bestätigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Zu Struktur und methodischem Vorgehen: Einleitung in die Forschungsfrage und Darstellung des gemeinsamen Kampfes der Brüder gegen den Nationalsozialismus.

2 Thomas und Heinrich Mann und ihre Meinung zur Politik im Wandel der Zeit: Analyse der politischen Differenzen zwischen den Brüdern während des Ersten Weltkriegs und der Annäherung Thomas Manns an die Demokratie.

3 Das Leben im Exil – Das andere Deutschland repräsentiert durch die Gebrüder Mann: Beschreibung der Flucht aus Deutschland und der Selbstwahrnehmung der Brüder als Repräsentanten der deutschen Kultur im Exil.

4 Einführung in die deutsche Exilpresse 1933 – 1945: Überblick über die Rolle, Struktur und Schwierigkeiten der deutschsprachigen Presse im Exil.

5 Die Gebrüder Mann und die deutsche Exilpresse 1933−1940: Untersuchung der publizistischen Aktivitäten der Brüder in der ersten Exilphase und Vorstellung wichtiger Publikationsorgane.

6. Die Arbeit der Gebrüder Mann für die deutsche Exilpresse 1940-1945: Darstellung des Exils in Amerika und der Arbeit für den „Aufbau“ sowie Thomas Manns Rundfunkreden für die BBC.

7 Analyse: Tiefgehende Untersuchung der rhetorischen Strategien, wie etwa der Entlarvung der Nazi-Lügen, der Verwendung von Ironie und des Appells an das christliche Bewusstsein.

8 Die Ansichten der Gebrüder Mann über Deutschland nach dem Krieg und die Wirkung ihrer Arbeit: Resümee über das zwiespältige Verhältnis zum Nachkriegsdeutschland und die abschließende Einschätzung des publizistischen Erfolgs.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Heinrich Mann, Thomas Mann, Exilpresse, Antifaschismus, Deutsche Kultur, Demokratie, Humanismus, Publizistik, Deutsche Hörer, Aufbau, Widerstand, Politische Aufklärung, Propaganda, Deutschlandbild.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit analysiert den publizistischen Kampf der Schriftsteller Heinrich und Thomas Mann gegen das nationalsozialistische Regime während ihrer Zeit im Exil zwischen 1933 und 1945.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen der politische Wandel der Brüder, ihre Tätigkeit in verschiedenen Exilzeitschriften, die Bedeutung der deutschen Sprache und Kultur als Widerstandsinstrument sowie die Analyse der rhetorischen Mittel, die sie gegen Hitler und die NS-Ideologie einsetzten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie Heinrich und Thomas Mann das „andere Deutschland“ durch ihre publizistische Arbeit repräsentierten und ob es ihnen gelang, das Ausland aufzuklären und das deutsche Volk zum Widerstand zu bewegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine textanalytische Herangehensweise, bei der sie auf eine Vielzahl von zeitgenössischen Artikeln, Reden und Briefen der Brüder Mann sowie einschlägige Forschungsliteratur zur Exilpresse zurückgreift.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des europäischen Exils, die Analyse publizistischer Organe wie „Maß und Wert“ oder „Aufbau“ und die detaillierte Auswertung von Themen wie der Demaskierung des NS-Regimes, dem Antisemitismus und den rhetorischen Mitteln des Widerstands.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Exilpresse, Antifaschismus, Deutsche Kultur, Nationalsozialismus und Publizistisches Engagement geprägt.

Welche Bedeutung hatte der „Aufbau“ für Thomas Mann?

Der „Aufbau“ fungierte als wichtige Plattform für seine Artikel, Romane und Rundfunkreden und unterstützte ihn maßgeblich darin, Kontakt zum deutschen Volk und zur Emigrantengemeinde zu halten.

Wie unterschieden sich die Exilphasen der Brüder?

Während Heinrich Mann bereits früh ein engagierter Kämpfer im französischen Exil war, vollzog Thomas Mann erst mit der Zeit eine politische Entwicklung, die in den Kriegsjahren während des amerikanischen Exils in seinen BBC-Rundfunkreden ihren publizistischen Höhepunkt fand.

Ende der Leseprobe aus 69 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Wort als Waffe gegen den Nationalsozialismus
Untertitel
Heinrich und Thomas Mann in der deutschen Exilpresse
Hochschule
Universität zu Köln  (Deutsche Sprache und Literatur)
Note
1,7
Autor
Vicky Hoffmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
69
Katalognummer
V183005
ISBN (eBook)
9783656129387
ISBN (Buch)
9783656131649
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wort waffe nationalsozialismus heinrich thomas mann exilpresse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Vicky Hoffmann (Autor:in), 2011, Das Wort als Waffe gegen den Nationalsozialismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/183005
Blick ins Buch
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