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Euro-Bonds, Europäischer Währungsfonds oder ein neuer institutioneller Rahmen für den Euro-Raum?

Titel: Euro-Bonds, Europäischer Währungsfonds oder ein neuer institutioneller Rahmen für den Euro-Raum?

Seminararbeit , 2011 , 34 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Master of Arts Thomas Rohm (Autor:in)

VWL - Finanzwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Man sollte politischen Entscheidungsträgern nicht allzu laut dafür applaudieren, dass es nach einer Welle der Schuldenkrisen in den 1980er- und 1990er-Jahren zwischen 2003 und 2009 keine größeren Zahlungsausfälle bei Auslandsschulden gegeben hat. Gehäufte Zahlungsausfälle bleiben die Norm, wobei internationale Krisenwellen typischerweise viele Jahre […] auseinanderliegen.“ Die Worte der renommierten US-Ökonomen Carmen M. Reinhart und Kenneth S. Rogoff, zitiert aus ihrem im Original 2009 erschienen Buch „Dieses Mal ist alles anders“, klingen wie eine dunkle Vorahnung dessen, was nur wenige Monate später, mitten in Europa zur bitteren Realität werden sollte und die Staatengemeinschaft bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt, wohl aber auch noch einige Zeit darüber hinaus vor große Herausforderungen stellt bzw. stellen wird. Ihren Anfang nahm die jüngste Schuldenkrise, von der hier die Rede ist, in Griechenland. Doch die Griechen waren nur das erste Glied in einer immer länger werdenden Kette von Staaten, die eingeholt von einer ausufernden Schuldenpolitik ihre Refinanzierungsmöglichkeiten an den Kapitalmärkten mehr und mehr beschränkt sahen. [...] Trotz der enormen Geldbeträge, welche die Währungsgemeinschaft aufgeboten hat, ist es bisher nicht gelungen, den Euro-Raum nachhaltig zu stabilisieren, im Gegenteil, die Anleihenmärkte gerieten sogar noch stärker unter Druck. Dass die gegenwärtigen Rettungsmaßnahmen als langfristige Lösung ungeeignet und darüber hinaus mit schwerwiegenden Anreizproblemen behaftet sind, darin ist sich die Wirtschaftswissenschaft weitgehend einig. Anspruch vorliegender Arbeit ist es allerdings nicht, ausführlich Kritik an den bisherigen Maßnahmen zu üben oder einen umfassenden Überblick über den Verlauf der Krise zu gewähren. Vielmehr geht es darum Lösungsalternativen aufzuzeigen sowie ihre Vor- und Nachteile zu diskutieren, um schließlich einen Eindruck zu vermitteln, auf welche Basis ein langfristig tragfähiges Konzept zur erfolgreichen Stabilisierung der Währungsunion gestellt werden muss. Dabei spannt sich der Bogen von dem lange Zeit heiß diskutierten Konzept der Euro-Bonds über das Modell eines Europäischen Währungsfonds bis hin zu tief greifenden Reformvorschlägen für das institutionelle Gefüge des Euro-Raums.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Euro-Bonds

2.1. Grundannahmen

2.2. Charakteristik der Euro-Bonds Auflage

2.3. Zwischenergebnis

2.4. Eine grundlegende Kritik

3. Europäischer Währungsfonds

3.1. Finanzierungs-, Beistands- und Durchsetzungsmechanismen

3.2. Ein geregeltes Insolvenzverfahren

3.3. Zwischenergebnis

4. Neuer institutioneller Rahmen für den Euro

4.1. Erste Säule: Stabilitätspakt mit mehr Biss

4.2. Zweite Säule: Mehr Stabilität für das private Finanzsystem

4.3. Dritte Säule: Ein Europäischer Krisenmechanismus

4.4. Zwischenergebnis

5. Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht Lösungsalternativen zur Stabilisierung der Euro-Zone angesichts der anhaltenden Schuldenkrise. Das Ziel besteht darin, ein langfristig tragfähiges Konzept zu identifizieren, das sowohl Anreize zur Haushaltskonsolidierung schafft als auch institutionelle Rahmenbedingungen für Krisenprävention und -bewältigung etabliert, anstatt lediglich kurzfristige Rettungsmaßnahmen fortzusetzen.

  • Analyse und kritische Würdigung des Konzepts der Euro-Bonds.
  • Untersuchung des Vorschlags eines Europäischen Währungsfonds (EWF).
  • Diskussion institutioneller Reformansätze für den Euro-Raum (Drei-Säulen-Modell).
  • Evaluierung von Mechanismen zur Sicherung der Haushaltsdisziplin und Krisenbewältigung.

Auszug aus dem Buch

2.4. Eine grundlegende Kritik

Als Befürworter der Euro-Bonds hält Hickel die damit verbundenen Risiken für beherrschbar. Zwar betrachtet der ehemalige Direktor des Instituts Arbeit und Wirtschaft die Gemeinschaftsanleihen nur als ein Instrument zur Vollendung der Wirtschafts- und Währungsunion und fordert darüber hinaus einen umfassenden Europäischen Krisenmechanismus mit einer Insolvenzordnung für notleidende Staaten, von den Vorteilen einer Euro-Bonds-Union ist Hickel allerdings überzeugt. So werde durch die Einführung der Bonds beispielsweise Spekulanten Einhalt geboten, die mit den Hilfen aus den EU-Rettungsprogrammen kalkulieren würden und die Risikozuschläge für notleidende Mitgliedsländer gewinnbringend nach oben zu treiben versuchten. Während der Wirtschaftsprofessor solche „hysterischen Spekulationen“ für das Zinsgefälle innerhalb des Euro-Raums mitverantwortlich macht und auch der Sachverständigenrat diesbezüglich „von nicht immer nur rational begründeten Vertrauenskrisen der Finanzmärkte“ spricht, bezweifelt Hans-Werner Sinn, dass von Spekulanten eine ernste Gefahr für die Finanzstabilität der Währungsunion ausgeht. So vermisst der Präsident des Ifo Instituts jeglichen Beleg dafür, dass es eine Gruppe von Spekulanten mit ausreichend Marktmacht gegeben haben soll, die durch ihre Aktionen gezielt den Kurs einiger Anleihen gedrückt haben könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Ausbruch der Schuldenkrise in Griechenland, die sich auf weitere europäische Staaten ausweitete, und hinterfragt die Wirksamkeit bisheriger EU-Rettungspakete.

2. Euro-Bonds: Dieses Kapitel erörtert das kontroverse Konzept gemeinsamer Staatsanleihen als Instrument zur Krisenbewältigung, analysiert dessen theoretische Grundlagen sowie Kritikpunkte wie Moral Hazard und die Gefahr des Free-Ridings.

3. Europäischer Währungsfonds: Hier wird der Vorschlag eines Europäischen Währungsfonds (EWF) vorgestellt, der eine Plattform zur Abstimmung der Fiskalpolitik, ein strenges Konditionierungssystem und ein geregeltes Insolvenzverfahren für Staaten vorsieht.

4. Neuer institutioneller Rahmen für den Euro: Dieses Kapitel präsentiert ein umfassendes Reformpaket in drei Säulen, das neben einem fiskalischen Regelwerk mit Sanktionen auch Maßnahmen zur Stabilisierung des privaten Finanzsystems und einen dauerhaften Krisenmechanismus umfasst.

5. Resümee und Ausblick: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen, lehnt Euro-Bonds als alleinigen Ansatz ab und betont die Notwendigkeit einer institutionellen Reform, die Anreize zur Haushaltsdisziplin mit einem geordneten Insolvenzverfahren verbindet.

Schlüsselwörter

Euro-Zone, Schuldenkrise, Euro-Bonds, Europäischer Währungsfonds, Fiskalpolitik, Haushaltskonsolidierung, Moral Hazard, No Bail-out, Stabilitäts- und Wachstumspakt, Insolvenzverfahren, Krisenprävention, Finanzmarktstabilität, Transferunion, EZB, Gemeinschaftshaftung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert verschiedene Strategien zur langfristigen Stabilisierung der Währungsunion und bewertet, welche institutionellen Anpassungen notwendig sind, um künftige Schuldenkrisen zu verhindern oder besser zu bewältigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Einführung von Euro-Bonds, die Etablierung eines Europäischen Währungsfonds (EWF) sowie weitergehende institutionelle Reformvorschläge, die Fiskalregeln und die Stabilität des privaten Finanzsektors betreffen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, ein tragfähiges Konzept zu identifizieren, das den Euro-Raum stabilisiert, ohne durch falsche Anreizstrukturen (wie die Sozialisierung von Schulden) Moral Hazard zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literatur- und Diskursanalyse, bei der Expertenvorschläge und ökonomische Modelle (z. B. von de Grauwe/Moesen oder dem Sachverständigenrat) kritisch gegenübergestellt und auf ihre Wirksamkeit hin bewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Kernbereiche: die Bewertung von Euro-Bonds, das Modell des EWF und den umfassenden Drei-Säulen-Reformansatz zur Stärkung der fiskalischen und finanziellen Stabilität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Euro-Bonds, Moral Hazard, Haushaltskonsolidierung, Europäischer Währungsfonds, fiskalische Disziplin und staatliches Insolvenzverfahren charakterisiert.

Wie bewertet die Arbeit die Einführung von Euro-Bonds?

Der Autor steht Euro-Bonds als alleiniger Lösung skeptisch gegenüber, da sie das Risiko von Moral Hazard erhöhen und Anreize für eine solide nationale Finanzpolitik schwächen würden.

Welchen Stellenwert nimmt ein geordnetes Insolvenzverfahren ein?

Ein Insolvenzverfahren wird als zentrales Element angesehen, um den Ausstieg aus der "Bail-out-Mentalität" zu ermöglichen, indem es private Gläubiger in die Verantwortung nimmt und somit die Glaubwürdigkeit der No-Bail-out-Klausel wiederherstellt.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Euro-Bonds, Europäischer Währungsfonds oder ein neuer institutioneller Rahmen für den Euro-Raum?
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg  (Wirtschaftspolitik)
Note
1,0
Autor
Master of Arts Thomas Rohm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
34
Katalognummer
V182954
ISBN (eBook)
9783656070528
ISBN (Buch)
9783656070993
Sprache
Deutsch
Schlagworte
euro-bonds europäischer währungsfonds rahmen euro-raum
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Master of Arts Thomas Rohm (Autor:in), 2011, Euro-Bonds, Europäischer Währungsfonds oder ein neuer institutioneller Rahmen für den Euro-Raum?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/182954
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Leseprobe aus  34  Seiten
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