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Michelangelos Ganymed und die Homosexualität in der italienischen Renaissance

Title: Michelangelos Ganymed und die Homosexualität in der italienischen Renaissance

Research Paper (undergraduate) , 2009 , 21 Pages , Grade: 1

Autor:in: Jenny Bergel (Author)

Art - Sculpture / Plastics

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Summary Excerpt Details

Die Arbeit behandelt die Ganymed-Zeichnung von Michelangelo, die dieser Tommaso dei Cavalieri, einem guten Freund, geschenkt hat. Hierbei geht es nicht um für die Renaissance typische, symbolträchtige Details, die es zu entschlüsseln gilt. Stattdessen liegt der Fokus auf der Figurengruppe des Ganymed und seines Entführers in Gestalt eines Adlers. Dennoch gibt es viel zu entdecken, wobei man sich hier vor allem mit der Gedanken- und Gefühlswelt Michelangelos und auch der seiner Zeit auseinandersetzen muss.
Ein wichtiger Diskurs in der Frühen Neuzeit war der um die Liebe. Dieser hat die Kreise der Intellektuellen auch stark beeinflusst. Insofern gäbe es zu diesem Punkt viel zu erörtern, doch ich möchte meinen Schwerpunkt anders setzen. Unter besonderer Bezugnahme auf James Saslow werde ich die homoerotische Natur der Geschenkzeichnung, die innere Welt Michelangelos, die Sodomie und den Genderaspekt „homosexueller“ Männer in der florentinischen Renaissance näher betrachten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Die Zeichnung

2.1. Original oder Kopie?

2.2. Ganymed-Darstellungen und Deutungen des Mythos

3. Michelangelo und Tommaso dei Cavalieri

3.1. Lehrer und Schüler

3.2. Das neuplatonische Ideal

3.3. Der homoerotische Aspekt

4. „Homosexualität“ im Florenz der Renaissance

5. Resümee

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Ganymed-Zeichnung Michelangelos vor dem Hintergrund seiner Beziehung zu Tommaso dei Cavalieri und analysiert dabei das Spannungsfeld zwischen künstlerischem Ausdruck, neuplatonischer Philosophie und der gelebten Homoerotik in der italienischen Renaissance.

  • Analyse der Authentizität und Ikonografie der Ganymed-Zeichnung
  • Beziehung von Michelangelo und Tommaso dei Cavalieri
  • Diskurs über das neuplatonische Liebesideal in der Renaissance
  • Soziokulturelle Einordnung von „Homosexualität“ und Sodomie in Florenz

Auszug aus dem Buch

3.3. Der homoerotische Aspekt

Im Gegensatz zu den bisherigen Deutungen beleuchtet vor allem James Saslow die homoerotische Seite der Geschenkzeichnungen und er spricht Michelangelo auch sexuelles Interesse an Tommaso zu. Saslow sieht im Ganymed drei Ebenen: Die öffentliche, nach der Michelangelo Tommaso ein Thema anbietet, das sie beide interessiert, nämlich die Antike; die persönliche, durch die er seine Gefühle Tommaso gegenüber ausdrückt und die dritte, die sich auf Michelangelos Psyche bezieht.

Durch neuplatonische Metaphern in seinen Gedichten versucht Michelangelo sein Empfinden zu verbalisieren, doch ist die Liebe von der er spricht ebenso erotisch wie emotional. Dank Ficino erhielt die „Homosexualität“ zwar einen philosophischen Status, offiziell wurde sie aber dennoch verurteilt. Daher schweben auch düstere Gefühle der Ambivalenz, Schuld und Angst über den Zeichnungen an Tommaso. Die Dualität der Liebe sei auch im Ganymed und im Tityos ausgedrückt: Ganymed als beflügelnde Ekstase der Leidenschaft und wahre Liebe wird gen Himmel transportiert, während Tityos an die Erde gefesselt wird. Diese ambivalenten Emotionen führen zu einem inneren Konflikt. Tityos symbolisiere die Angst vor der Strafe für die sinnlichen Sehnsüchte, die zum einen von Michelangelos Religiosität und zum anderen von der Gesellschaft herrühre.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Der Autor erläutert die Entstehung der Arbeit und definiert den Fokus auf die homoerotische Natur der Ganymed-Zeichnung im Kontext der Renaissance.

2. Die Zeichnung: Dieses Kapitel beschreibt das Werk, diskutiert die Authentizitätsfrage und ordnet den Ganymed-Mythos in die kunsthistorische Tradition ein.

3. Michelangelo und Tommaso dei Cavalieri: Der Text beleuchtet die persönliche Beziehung der beiden Männer und analysiert diese durch verschiedene kunsthistorische Interpretationsansätze.

4. „Homosexualität“ im Florenz der Renaissance: Hier wird der soziopolitische Kontext der florentinischen Gesellschaft und der Umgang mit homosozialen Praktiken dargestellt.

5. Resümee: Das Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Unmöglichkeit, die Ambivalenz zwischen künstlerischem Idealismus und menschlichem Begehren bei Michelangelo endgültig aufzulösen.

Schlüsselwörter

Michelangelo, Ganymed, Tommaso dei Cavalieri, Renaissance, Homosexualität, Homoerotik, Neuplatonismus, Sodomie, Florenz, Kunstgeschichte, Mythologie, Zeus, Päderastie, Antike, Liebe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Interpretation der Ganymed-Zeichnung Michelangelos und deren Bedeutung im Kontext seiner Beziehung zu Tommaso dei Cavalieri sowie der sozialen Normen der florentinischen Renaissance.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Ikonografie des Mythos, der neuplatonischen Liebeslehre und der historischen Betrachtung von gleichgeschlechtlichem Begehren.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Zeichnung nicht nur kunsthistorisch, sondern auch unter psychologischen und soziokulturellen Gesichtspunkten zu beleuchten, um die Ambivalenz des Künstlers zwischen himmlischer und fleischlicher Liebe zu ergründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse von Primär- und Sekundärliteratur, insbesondere auf kunsthistorische Interpretationen von Forschern wie James Saslow, Berthold Hub und Erwin Panofsky.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die formale Analyse der Zeichnung, die Biografie der Beziehung zwischen Michelangelo und Cavalieri sowie die historische Kontextualisierung der „Homosexualität“ im Florenz des 15. und 16. Jahrhunderts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Michelangelo, Ganymed, Homosexualität, Neuplatonismus und Renaissance.

Wie deutet Michelangelo den Ganymed im Vergleich zum Tityos?

Ganymed steht für die entrückte, liebende Seele, während Tityos die an die Erde gefesselte, leidende Seele repräsentiert, was Michelangelos inneren Konflikt zwischen spiritueller Kontemplation und körperlichem Verlangen widerspiegelt.

Welche Rolle spielten die „Ufficiali di Notte“ in Florenz?

Dies war eine im Jahr 1432 gegründete Sittenpolizei, die das Ziel hatte, homosexuelle Aktivitäten zu überwachen und zu bestrafen, was die hohe öffentliche Präsenz dieser Praktiken in der damaligen Zeit belegt.

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Details

Title
Michelangelos Ganymed und die Homosexualität in der italienischen Renaissance
College
University of Vienna
Grade
1
Author
Jenny Bergel (Author)
Publication Year
2009
Pages
21
Catalog Number
V182952
ISBN (eBook)
9783656070542
ISBN (Book)
9783656071013
Language
German
Tags
Michelangelo Homosexualität Ganymed Cavalieri Kunst Zeichnung Renaissance Italien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jenny Bergel (Author), 2009, Michelangelos Ganymed und die Homosexualität in der italienischen Renaissance, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/182952
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