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"Die bösen Weingärtner" - Eine Exegese von Matthäus 21,33-46

Titel: "Die bösen Weingärtner" - Eine Exegese von Matthäus 21,33-46

Quellenexegese , 2011 , 24 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Stefan Prill (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit untersucht mit Mt. 21,33-46 einen der spannendsten aber auch schwierigsten Texte des Neuen Testaments, der zudem im Verlaufe der Jahrhunderte sehr oft und z.T. auch kontrovers diskutiert worden ist. Nicht selten sah man in ihm gefährliche antijüdische Tendenzen , doch wird sich zeigen, dass das Gleichnis eine Botschaft enthält, die für alle Menschen gleichermaßen galt und gilt (Vgl. 4.7. und 5.). Bei erstmaliger Lektüre drängen sich zudem einige Fragen auf. Wie lassen sich die Metaphern (Weinberg, Weinbergbesitzer, Knechte, Sohn, Pächter, Eckstein, Früchte) deuten? Handelt es sich bei der Parabel um eine Allegorie oder um ein Gleichnis, das vielleicht sogar auf Jesus zurückgeht? Wieso töten die Weingärtner die Knechte des Weinbergbesitzers? Was hat das alttestamentliche Zitat vom Eckstein mit der Parabelerzählung zu tun? Und was wollte Jesus den Hohenpriestern und Pharisäern mit dem Gleichnis deutlich machen? Was kann uns der Text heute sagen?
Um all diese Fragen zu klären, soll die vorliegende Perikope, die in der Lutherbibel mit „Von den bösen Weingärtnern“ überschrieben ist, anhand von synchroner und diachroner Fragestellungen der historisch-kritischen Exegese untersucht werden. Nachdem zunächst eine eigene Übersetzung der Perikope vorgestellt (Vgl. 2.1.), und der textkritische Befund diskutiert wird (Vgl. 2.2.), soll der zu untersuchende Text in den Kontext des gesamten Matthäusevangeliums eingeordnet werden und zudem gegliedert, und syntaktisch wie semantisch untersucht werden (Vgl. 3.). In Kapitel 4.1. wird dann der soziokulturelle Hintergrund des Gleichnisses analysiert um den Realitätsbezug zu prüfen, bevor in 4.2. der Gebrauch von intertextuellen Referenzen und Metaphern untersucht wird. In den Kapiteln 4.3. bis 4.7. werden dann diachronische Methoden an den Text angelegt, um den „Sitz im Leben“ und die Intention des Verfassers näher zu beleuchten. Abschließend wird dann in Kapitel 5 ein Fazit gegeben, in dem auch die Bedeutung der Perikope für uns heute herausgestellt werden soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Text (Mt. 21,33-46)

2.1. Eigene Übersetzung

2.2. Textkritik zu Vers 39 und Vers 44

3. Einordnung und Gliederung des Textes

3.1. Abgrenzung und Kontext

3.2. Syntaktische und semantische Analyse (incl. Gliederung)

4. Analysen

4.1. Analyse des bildspendenden Bereichs

4.2. Analyse der intertextuellen Referenzen und Bildfeldtraditionen

4.3. Literarkritik

4.4. Formgeschichte

4.4.1. Gattungsbestimmung

4.4.2. Sitz im Leben

4.5. Traditionsgeschichte

4.6. Historische Rückfrage

4.7. Redaktionskritik

5. Fazit und homiletische Besinnung

6. Literaturverzeichnis

6.1. Abkürzungsverzeichnis

6.2. Textausgaben und Quellen

6.3. Hilfsmittel

6.4. Einleitungen, Theologien, Kommentare

6.5. Monographien

6.6. Aufsätze

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Gleichnis von den bösen Weingärtnern (Mt. 21,33-46) mittels historisch-kritischer Exegese methodisch zu durchdringen, um dessen Bedeutung im Kontext des Matthäusevangeliums und für die heutige Zeit zu klären.

  • Synchrone und diachrone Textanalyse
  • Sozialgeschichtliche Untersuchung des antiken Weinbaus
  • Intertextuelle Referenzen und Metaphorik (Weinberg, Eckstein)
  • Die matthäische Redaktion und theologische Tendenz
  • Homiletische Bedeutung für die Gegenwart

Auszug aus dem Buch

4.1. Analyse des bildspendenden Bereichs

Eine Parabel weist, nach dem Verständnis von Ruben Zimmermann, „einen engen Realitätsbezug auf, sie erzählt von der erlebbaren Welt“. Auch wenn Adolf Jülicher, der als wichtiger Vertreter der historisch-kritischen Exegese gilt, die vorliegende Perikope als Allegorie versteht, da sie keine mögliche Geschichte aus dem Alltag sei, sondern „irrationell, verunglückt durch und durch“, hat eine Untersuchung antiker Quellen, insbesondere der Zenonpapyri aus dem 3. Jhdt. v.Chr., gezeigt, dass die sozialgeschichtliche Analyse des zu untersuchenden Gleichnisses wertvolle Einsichten für seine Interpretation liefern kann. So zeigt die Zenon-Korrespondenz, dass es im antiken Palästina durchaus üblich war, dass Großgrundbesitzer ihre Ländereien „von der einfachen Landbevölkerung bearbeiten“ ließen.

Der Weinbergbau war dabei „the most labour-intensive of ancient agricultural pursuits, requiring three times as many workers as olive cultivation and four times as many workers as cereal and vegetable crops“, zugleich aber auch die „ertragsintensivste Art der Landwirtschaft überhaupt“. Weinbergbesitzer waren demnach reiche Großgrundbesitzer, die zur gesellschaftlichen Schicht der Kaufleute und Unternehmer gehörten und zahlreiche Sklaven und Knechte beschäftigten, wie auch in Vers 34b und 36a der Parabel deutlich wird. Während ein Weinbergbesitzer sein standesgemäßes Leben in der Stadt führte, die meist weit entfernt vom eher ländlichen Galiläa lag, wie Hengel betont, bestellten Pächter seinen Weinberg. Die Möglichkeit der Pacht war für die meist landlos gewordenen Bauern und einfachen Dorfbewohnern, die in „schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen“ lebten, die Beliebteste, „um sich noch einmal eine mehr oder minder eigenständige bäuerliche Existenz zu begründen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung umreißt die Komplexität und Kontroverse des Textes und stellt die methodische Vorgehensweise sowie die Forschungsfragen der Arbeit dar.

2. Text (Mt. 21,33-46): Dieser Abschnitt enthält die eigene Übersetzung des biblischen Textes sowie eine detaillierte textkritische Untersuchung zu den Versen 39 und 44.

3. Einordnung und Gliederung des Textes: Hier wird der Text in den Kontext des Matthäusevangeliums eingebettet und eine erste strukturelle Gliederung vorgenommen.

4. Analysen: Dieser umfangreiche Hauptteil beleuchtet den Text aus verschiedenen Perspektiven, von sozialgeschichtlichen Hintergründen über intertextuelle Bezüge bis hin zu literar- und redaktionskritischen Aspekten.

5. Fazit und homiletische Besinnung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert über die ethische und ekklesiologische Bedeutung des Textes für die Gegenwart.

6. Literaturverzeichnis: Dies umfasst das vollständige Verzeichnis der verwendeten Quellen, unterteilt in Primärtexte, Hilfsmittel und wissenschaftliche Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Matthäus 21,33-46, Gleichnis von den bösen Weingärtnern, Exegese, Historisch-kritische Methode, Weinberg-Parabel, Reich Gottes, Intertextualität, Sozialgeschichte, Zenonpapyri, Redaktionskritik, Jüdische Führungsschicht, Metaphorik, Christologie, Heilsgeschichte, Homiletik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer wissenschaftlichen Exegese des biblischen Gleichnisses von den bösen Weingärtnern (Mt. 21,33-46) unter Anwendung historisch-kritischer Methoden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen der sozialgeschichtliche Kontext des antiken Weinbaus, intertextuelle Bezüge zum Alten Testament sowie die spezifisch matthäische Theologie und Redaktionsgeschichte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Bedeutung der Parabel über die ursprüngliche historische Situation hinaus zu entschlüsseln und ihre Relevanz für das Verständnis der Gottesherrschaft sowie für die damalige und heutige Gemeinde aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Autorin oder der Autor verwendet Ansätze der historisch-kritischen Exegese, darunter Literarkritik, Form- und Traditionsgeschichte sowie Redaktionskritik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des bildspendenden Bereichs, eine Untersuchung intertextueller Referenzen, die Bestimmung der Gattung und des Sitzes im Leben sowie eine tiefgehende redaktionskritische Auswertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind das Gleichnis von den bösen Weingärtnern, Matthäus-Exegese, Reich Gottes, Sozialgeschichte, Intertextualität und ethische Dimension.

Warum spielt die Zenon-Korrespondenz für diese Exegese eine wichtige Rolle?

Sie dient als historische Quelle, die belegt, dass das Gleichnis einen konkreten Realitätsbezug zum antiken Pachtwesen aufweist, was die Interpretation des Textes als Parabel und nicht bloß als Allegorie stützt.

Welche Rolle spielt das Zitat aus Psalm 118,22 im Kontext des Gleichnisses?

Das Zitat vom Eckstein fungiert als entscheidender Ankerpunkt, der die Sohn-Metapher des Gleichnisses explizit christologisch auf Jesus als den verworfenen und erhöhten Messias bezieht.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Die bösen Weingärtner" - Eine Exegese von Matthäus 21,33-46
Hochschule
Universität Münster  (Fachbereich 1 - Evangelische Theologie)
Veranstaltung
Proseminar Neues Testament
Note
1,7
Autor
Stefan Prill (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
24
Katalognummer
V182876
ISBN (eBook)
9783656069911
ISBN (Buch)
9783656070061
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Weingärtner Winzergleichnis Mt. 21 33-46 Früchte Reich Gottes Eckstein Weinberg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Prill (Autor:in), 2011, "Die bösen Weingärtner" - Eine Exegese von Matthäus 21,33-46, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/182876
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Leseprobe aus  24  Seiten
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