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Literarische Topographie Mitteleuropas

Mitteleuropa aus der Sicht von Andrzej Stasiuk und Juri Andruchowytsch

Titel: Literarische Topographie Mitteleuropas

Seminararbeit , 2009 , 25 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Irina Frey (Autor:in)

Russistik / Slavistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Vorfeld der Recherche für die vorliegende Arbeit hat es keineswegs an Material über die geopolitische Bedeutung des Begriffs Mitteleuropa gemangelt. So stark das Auftreten des geopolitischen Mitteleuropadiskurses in Fachkreisen jedoch ist, so defizitär sind die Untersuchungen von Mitteleuropa in ihrer geopoetischen Dimension. Bis zum jetzigen Zeitpunkt kann die geopoetische Dimension von Mitteleuropa fast nur ausschließlich anhand von literarischen Texten rekonstruiert werden. Beispielhaft scheinen an dieser Stelle die Arbeiten von Andrzej Stasiuk und Juri Andruchowytsch zu sein, die sich etwa in Form von Reiseberichten oder topographischen Meditationstexten mit dem Mitteleuropabegriff auseinandergesetzt haben.

Andrzej Stasiuk und Juri Andruchowytsch, der Erstere ein polnischer, der Letztere ein ukrainischer Schriftsteller, haben in Zusammenarbeit ein Buch mit dem Titel “Mein Europa. Zwei Essays über das sogenannte Mitteleuropa” veröffentlicht, in dem jeder der beiden in einem Essay über den Begriff Mitteleuropa meditiert. Die vorliegende Arbeit will sich insbesondere in Anlehnung an diese beiden Essays mit dem Untersuchungsgegenstand beschäftigen, wobei der Frage nach der geopoetischen Dimension von Mitteleuropa nachzugehen ist. Bevor jedoch die geopoetische Landschaft Mitteleuropas betrachtet werden kann, soll zunächst im ersten Abschnitt der Arbeit der Mitteleuropabegriff grundlegend erörtert werden, da sich somit das Gebilde Mitteleuropa besser herauskristallisieren und verdeutlichen lässt, wodurch sich die weitere Analyse der geopoetischen Erschließung des mitteleuropäischen Raumes vereinfachen lässt.

_______________
1 Andruchowytsch, Juri / Stasiuk, Andrzej. Mein Europa. Zwei Essays über das sogenannte Mitteleuropa. Frankfurt/M. 2004. S. 105.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. MITTELEUROPA ZWISCHEN GEOPOLITIK UND GEOPOETIK

2.1 DER BEGRIFF MITTELEUROPA

2.2 GEOPOETIK

3. “MEIN EUROPA” (JURI ANDRUCHOWYTSCH - ANDRZEJ STASIUK)

3.1 JURI ANDRUCHOWYTSCH: MITTELÖSTLICHES MEMENTO

3.2 ANDRZEJ STASIUK: LOGBUCH

4. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die geopoetische Dimension des Mitteleuropabegriffs durch eine literaturwissenschaftliche Analyse der Essays "Mein Europa" von Juri Andruchowytsch und Andrzej Stasiuk. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese Autoren durch ihre jeweilige literarische Topographie ein subjektives, geopoetisches Bild Mitteleuropas konstruieren, das über rein geopolitische Definitionen hinausgeht und eine gemeinsame mitteleuropäische Identität hinterfragt.

  • Analyse des Begriffs Mitteleuropa im historischen und politischen Kontext
  • Einführung und theoretische Fundierung der Geopoetik
  • Untersuchung der geopoetischen Landschaft bei Juri Andruchowytsch ("Mittelöstliches Memento")
  • Untersuchung der geopoetischen Landschaft bei Andrzej Stasiuk ("Logbuch")
  • Vergleichende Betrachtung der Methoden und Topographien beider Autoren

Auszug aus dem Buch

3.1 JURI ANDRUCHOWYTSCH: MITTELÖSTLICHES MEMENTO

Möchte man den Inhalt von Andruchowytschs Essay “Mittelöstliches Memento” knapp zusammenfassen, so könnte man von einer Reise durch Zeit und Raum sprechen; denn der Autor bedient sich in seinen Ausführungen der eigenen Familiengeschichte und kann sich auf diese ganz persönliche Art und Weise mit der literarischen Topographie einer ihm vertrauten mitteleuropäischen Landschaft aus verschiedenen Perspektiven auseinandersetzen und “gereimte Register über Schrotthalden und zerstörte Häuser, über Keller und Dielen, die mit mittelalterlichen - Pardon: mitteleuropäischem Kram zugestellt sind”13, verfassen.

Zu einem der wichtigsten Aspekte, die die geopoetische Landschaft von Andruchowytsch beeinflussen, gehört die Thematik der Zeit und insbesondere die der Vergangenheit, wobei er die Vergangenheit als “durchlebte Hölle” definiert, welche “Unvollkommenheit, […] Fehler, Misserfolge, Tragödien”14 tilgt. Diese besondere Verbundenheit mit der Vergangenheit legt der Verfasser unmissverständlich bereits zu Beginn seines Essays offen, indem er auf seine innige Beziehung zu den Ruinen hinweist und behauptet, dass die “Landschaft seines Teils der Welt mit entsprechenden Objekten ausreichend versorgt”15 ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, die geopoetische Dimension von Mitteleuropa anhand der Essays von Stasiuk und Andruchowytsch zu untersuchen und abzugrenzen.

2. MITTELEUROPA ZWISCHEN GEOPOLITIK UND GEOPOETIK: Dieses Kapitel erörtert grundlegend den Wandel des Mitteleuropabegriffs von geographischen und politischen Definitionen hin zur theoretischen Einordnung der Geopoetik als literarische Topographie.

3. “MEIN EUROPA” (JURI ANDRUCHOWYTSCH - ANDRZEJ STASIUK): Das Hauptkapitel analysiert die spezifischen geopoetischen Ansätze der beiden Autoren in ihren Essays, wobei die unterschiedlichen Formen der Raumkonstruktion und die Rolle der Vergangenheit hervorgehoben werden.

4. SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und zeigt auf, dass erst durch die Geopoetik ein Verständnis für die komplexe, fragmentarische Realität Mitteleuropas als zusammenhängender Raum möglich wird.

Schlüsselwörter

Mitteleuropa, Geopoetik, Literatur, Topographie, Juri Andruchowytsch, Andrzej Stasiuk, Mein Europa, Identität, Geopolitik, Mental Maps, Vergangenheit, Erinnerung, Raumkonstruktion, Kleine Heimat, Ruinenlandschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die geopoetische Dimension des Begriffs Mitteleuropa anhand der Essays der Schriftsteller Juri Andruchowytsch und Andrzej Stasiuk.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die literarische Konstruktion von Räumen, die Bedeutung von Geschichte und Erinnerung für geographische Identitäten sowie der Kontrast zwischen geopolitischen und geopoetischen Sichtweisen auf Europa.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Rekonstruktion eines Gesamtbildes der geopoetischen Landschaft Mitteleuropas durch die Perspektiven der genannten Autoren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, insbesondere durch die theoretische Linse der Geopoetik und des Konzepts der Mental Maps.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung der beiden Essays "Mittelöstliches Memento" und "Logbuch", in denen die Autoren ihre individuelle Wahrnehmung und Kartierung Mitteleuropas darlegen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Schlüsselwörtern gehören Mitteleuropa, Geopoetik, Literatur, Raumkonstruktion und Identität.

Wie unterscheidet sich Andruchowytschs Ansatz von dem Stasiuks?

Andruchowytsch nutzt stark die Familiengeschichte und die Vergangenheit als "durchlebte Hölle" zur Konstruktion seiner Landschaft, während Stasiuk wie ein Kartograph mit Zirkel und geografischen Daten arbeitet, um seinen Raum zu definieren.

Welche Rolle spielt der Begriff der "kleinen Heimat"?

Der Begriff dient als analytische Kategorie, um die tiefe Verwurzelung der Autoren in spezifischen, oft von der Geschichte gezeichneten Teilräumen Mitteleuropas zu erklären.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Literarische Topographie Mitteleuropas
Untertitel
Mitteleuropa aus der Sicht von Andrzej Stasiuk und Juri Andruchowytsch
Hochschule
Universität Konstanz
Veranstaltung
Mitteleuropa zwischen Geopolitik und Geopoetik
Note
2,0
Autor
Irina Frey (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
25
Katalognummer
V182866
ISBN (eBook)
9783656070788
ISBN (Buch)
9783656071082
Sprache
Deutsch
Schlagworte
literarische topographie mitteleuropas mitteleuropa sicht andrzej stasiuk juri andruchowytsch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Irina Frey (Autor:in), 2009, Literarische Topographie Mitteleuropas , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/182866
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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