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Konzipierung eines Vergütungsmodells für die Filmindustrie im Internet

Title: Konzipierung eines Vergütungsmodells für die Filmindustrie im Internet

Bachelor Thesis , 2010 , 94 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dennis Schidlowski (Author)

Communications - Movies and Television

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Summary Excerpt Details

Die Filmbranche befindet sich im Wandel. Das Internet, als neues Massenmedium, sorgt für eine Erweiterung der Vertriebswege in der Verwertungskette eines Films um das Medium Internet. Zusätzlich zu dem neuen Vertriebsweg werden Filme im Internet anders wahrgenommen, was wiederrum einen entscheidenden Einfluss auf das Konsumverhalten der Rezipienten ausübt. Mit fortschreitender Digitalisierung und der dadurch entstehenden Datenpiraterie im Internet werden neue Strategien seitens der Produktionsstudios notwendig, um Gewinne für das (meist) kostspielige Produkt auf neuen Distributionswegen zu erwirtschaften.
Die Musikindustrie hat den Einstieg in den Sektor der Online-Angebote verschlafen, wodurch sich illegale Angebote im Netz etablieren konnten. Im Zuge neuer technologischer Entwicklungen in den Bereichen Komprimierungsverfahren, Breitbandanschlüsse und Speichermedien hat sich das Phänomen der Internetpiraterie auf die Filmwirtschaft ausgedehnt. Aufgrund des verpassten Einstiegs in Bezug auf die Vermarktung von Filmen im Internet wird ein neues Vergütungsmodell benötigt, das dazu in der Lage ist, das neue Medium als Absatzkanal zu gewinnen.

Mit dieser wissenschaftlichen Arbeit soll ein Konzept für ein Vergütungsmodell der Filmindustrie im Internet entwickelt werden. Im Besonderen werden technische und rechtliche Aspekte herausgearbeitet, um die für eine Realisierung des Modells erforderlichen Voraussetzungen zu identifizieren. Des Weiteren wird das Konzept auf seine Schwächen und Stärken zu untersuchen sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

1.3 Methodik der Untersuchung

1.4 Aufbau der Arbeit

2. Die Geschichte des Films

2.1 Definition von „Film“

2.2 Historische Entwicklung

2.3 Technische Weiterentwicklung

3. Digitalisierung

3.1 Definition

3.2 Triebkräfte der Digitalisierung

3.3 Hemmnisse der Digitalisierung

3.4 Veränderungen durch die Digitalisierung

4. Marktanalyse

4.1 Filmproduktionen

4.2 Filmverleih und Rechtehandel

4.3 Filmverwertung durch Mehrfachverwendung

4.3.1 First-Copy-Cost-Effekt

4.3.2 Mehrfachverwendung

5. Verwertungskette von Filmen

5.1 Die klassische Verwertungskette

5.2 Entwicklungen in der Verwertungskette

5.2.1 Kino

5.2.2 Home-Video

5.2.3 Video-on-Demand

5.2.4 Pay-TV

5.2.5 Free-TV

6. Medienkonsumverhalten

6.1 Überblick

6.1.1 Aufschlüsselung des Konsumverhaltens

6.1.2 Erweiterung der Verwertungskette

6.1.3 Notwendigkeit einer Erhebung

6.2 Datenerhebung

6.2.1 Analyse

6.3 Erkenntnisse

7. Vorhandene Erlösmodelle

7.1 Maxdome

7.3 iTunes-Store

7.3 Netflix

8. Entwurf eines Vergütungsmodells

8.1 Anforderungen an das Vergütungsmodell

8.2 Ebenen des Vergütungsmodells

8.2.1 Verwertungsplattform

8.2.2 Produktionsebene

8.2.3 Distributionsebene

8.2.4 Endverbraucher

8.3 Rechtliche Anforderungen an das Vergütungsmodell

8.4 Grafische Darstellung

9. Bewertung des Vergütungsmodells

9.1 Risiken

9.1.1 Rechtliche Risiken

9.1.2 Technische Risiken

9.1.3 Veränderungen der Verwertungskette

9.1.4 Imageveränderung des Films

9.2 Vorteile und Möglichkeiten

9.2.1 Endverbraucher

9.2.2 Produktionsebene

9.2.3 Distributionsebene

9.3 Vergleich zu vorhandenen Erlösmodellen

10. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, ein Konzept für ein neues Vergütungsmodell für die Filmindustrie im Internet zu entwickeln, um den Herausforderungen der Digitalisierung und der zunehmenden Filmpiraterie zu begegnen. Dabei steht die Schaffung einer technisch-rechtlichen Infrastruktur im Fokus, die es ermöglicht, illegale Nutzer durch ein attraktiveres, legales Angebot auf Basis einer zentralen Verwertungsplattform zu gewinnen.

  • Analyse der Auswirkungen der Digitalisierung auf die Filmbranche
  • Untersuchung des Medienkonsumverhaltens der Zielgruppe
  • Evaluierung bestehender digitaler Erlösmodelle
  • Entwurf einer zentralisierten Verwertungsplattform zur rechtssicheren Distribution
  • Konzeption einer Affiliate-basierten Distributionsebene zur Effizienzsteigerung

Auszug aus dem Buch

8.2.1.2 Technische Anforderungen an die Verwertungsplattform

Damit Medieninhalte im Internet verfügbar gemacht werden können, müssen die Daten auf sogenannten Storage-Server gespeichert werden. Ein Storage-Server ist ein Computer, der sich durch eine große Festplattenkapazität und ständige Verfügbarkeit im Internet auszeichnet. So werden die Medieninhalte zentral gespeichert, damit diese dezentral von überall aus der Welt abgerufen werden können.

Um die genauen Spezifikationen der technischen Anforderungen beschreiben zu können wurde Herr Karsten Desler interviewt. Desler gründete im Jahr 2006 zusammen mit einem Partner die Link11 GmbH, seitdem Geschäftsführer und somit für den technischen Erfolg des Unternehmens verantwortlich. Die Link11 GmbH ist ein sogenannter Internet-Service-Provider (ISP) und spezialisiert auf das Anbieten von innovativen und individuellen Diensten im Internet. Karsten Desler ist mit seinem Wissen über System- und Netzwerkadministration, sowie die Entwicklung neuer Programme im Unternehmen, ein idealer Experte für die Auslotung der hier beschriebenen technischen Anforderungen. Seine Berichte aus der Praxis beschreiben die technische Grundlage einer Verwertungsplattform, wie sie bereits heute existiert.

Die erforderliche Speicherkapazität hängt sehr stark von der Qualität der gespeicherten Inhalte ab. Wenn man vom heutigen Industriestandard für Internet Videos, dem H.264 High-Profile Videoformat, und einer Auflösung von 720p ausgeht, dann benötigt man ungefähr 300–400 Kilobyte Speicherkapazität pro Sekunde Video. Das bedeutet für einen Spielfilm mit 90 Minuten Länge ist ein Speicherplatz von 1,5-2,5 Gigabyte erforderlich. Bei den heute üblichen Festplattengrößen von maximal zwei Terabyte passen also ungefähr 800 Spielfilme auf eine Festplatte. Das entspricht bei Storage-Servern, wie sie in der heutigen Praxis eingesetzt werden, mit 24 Festplatten ungefähr 20.000 Kinofilmen pro Servereinheit. Der große Vorteil von H.264 ist, dass heutzutage jedes videofähige Endgerät es von Haus aus unterstützt, wie zum Beispiel die Videoabspielfunktion von Digitalkameras und das Digitalfernsehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung des digitalen Wandels der Filmbranche ein und definiert das Ziel, ein zukunftsfähiges Vergütungsmodell zu entwerfen.

2. Die Geschichte des Films: Hier werden die historischen und technischen Grundlagen sowie die Definition des Begriffs Film als Massenmedium behandelt.

3. Digitalisierung: Dieses Kapitel erläutert das Phänomen der Digitalisierung, deren Triebkräfte und Hemmnisse sowie die daraus resultierenden Veränderungen.

4. Marktanalyse: Es erfolgt eine detaillierte Betrachtung der Akteure in der Filmindustrie und der ökonomischen Bedeutung der Mehrfachverwertung von Inhalten.

5. Verwertungskette von Filmen: Hier wird die klassische Kette der Filmverwertung analysiert und aktuelle Entwicklungen wie VoD und Pay-TV beleuchtet.

6. Medienkonsumverhalten: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse einer umfassenden Umfrage zum Nutzungsverhalten und zur Zahlungsbereitschaft der Internetnutzer.

7. Vorhandene Erlösmodelle: Hier werden aktuelle Ansätze wie Maxdome, iTunes-Store und Netflix in Bezug auf ihre Finanzierung und Technik untersucht.

8. Entwurf eines Vergütungsmodells: Der Hauptteil beschreibt das neu konzipierte Modell mit seinen verschiedenen Ebenen von der Plattform bis zum Endverbraucher.

9. Bewertung des Vergütungsmodells: Dieses Kapitel kritisiert das Modell hinsichtlich rechtlicher und technischer Risiken, zeigt aber auch die Vorteile und Möglichkeiten für die beteiligten Akteure auf.

10. Ausblick: Der abschließende Teil fasst das Potenzial des Modells für die Zukunft der Filmindustrie im Internet zusammen.

Schlüsselwörter

Filmindustrie, Digitalisierung, Vergütungsmodell, Filmverwertung, Verwertungskette, Internetpiraterie, Video-on-Demand, Streaming, Content-Distribution-Network, Urheberrecht, Medienkonsum, Web 2.0, Online-Medieninhalte, Affiliate-Systeme, Spielfilm

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Wandel der Filmindustrie durch das Internet und entwirft ein neues, rentables Vergütungsmodell, das legale Online-Angebote als Alternative zu Piraterie attraktiv machen soll.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung umfasst die Filmwirtschaft, technische Grundlagen der digitalen Distribution, die Analyse des Medienkonsumverhaltens sowie rechtliche Rahmenbedingungen für Urheberrechte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Konzipierung eines ganzheitlichen Vergütungsmodells, das technische und rechtliche Hürden überwindet und die Bedürfnisse der Konsumenten besser bedient als existierende Ansätze.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Neben einer fundierten theoretischen Literaturanalyse wurde eine empirische Online-Umfrage unter Internetnutzern durchgeführt, um Tendenzen und die Zahlungsbereitschaft der Zielgruppe zu ermitteln.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Marktanalyse, die Darstellung der bestehenden Verwertungsketten, die Auswertung des Konsumverhaltens sowie den konkreten Entwurf und die Bewertung des neuen Vergütungsmodells.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Kernbegriffe sind Filmwirtschaft, Digitalisierung, Verwertungskette, Online-Vergütungsmodell, Internetpiraterie und Mediennutzungsverhalten.

Warum ist das "One-Click-Hoster"-Modell für die Forschung relevant?

Die Untersuchung nutzt Umfragedaten von diesen Plattformen, um die Zielgruppe der Filesharer zu erreichen und deren konkrete Zahlungsbereitschaft für Online-Inhalte zu analysieren.

Welche Rolle spielen "Affiliates" im vorgeschlagenen Modell?

Affiliates fungieren als Distributoren, die durch ihre Werbeaktivitäten und Plattformen für einen Wettbewerb um Kunden sorgen und so die Verbreitung der legalen Angebote effizient unterstützen.

Wie unterscheidet sich das Modell von bestehenden Anbietern wie Maxdome?

Das Modell fungiert primär als technische und rechtliche Zwischeninstanz („Verwertungsplattform“), die existierende Erlösmodelle integriert, statt mit ihnen zu konkurrieren, um eine maximale Filmauswahl zu gewährleisten.

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Details

Title
Konzipierung eines Vergütungsmodells für die Filmindustrie im Internet
College
Mediadesign Hochschule für Design und Informatik GmbH Munich
Course
Medienmanagement
Grade
1,0
Author
Dennis Schidlowski (Author)
Publication Year
2010
Pages
94
Catalog Number
V182546
ISBN (Book)
9783656061656
ISBN (eBook)
9783656061977
Language
German
Tags
Filmindustrie Vergütungsmodell Vergütung Internet Konzept
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dennis Schidlowski (Author), 2010, Konzipierung eines Vergütungsmodells für die Filmindustrie im Internet, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/182546
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