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Didaktische Überlegungen (Warum dieser Unterrichtsgegenstand?)
Der Sinn des Unterrichtsthemas liegt darin begründet, dass die SuS im Alltagsgebrauch mit dem Passiv konfrontiert werden und den sprachlichen Gebrauch daher beherrschen sollten. Häufig findet man das Passiv in schriftlicher Form vor, zum Beispiel in Gebrauchsanweisungen, Kochrezepten, fachwissenschaftlichen oder Zeitungstexten, aber auch in der Schulordnung . Der Passivgebrauch ist eine sehr sachliche Form von Sprache, bei dem nicht eine handelnde Person im Vordergrund steht, sondern ein Sache an sich. Vergegenwärtigt sich dieser Aspekt bei SuS, wird es ihnen künftig leichter fallen, Anwendungsbereiche für den richtigen Gebrauch zu finden, was sich letztlich in der Qualität ihrer Sprache und ihres Sprachverständnisses wiederspiegelt. Den SuS soll der unterschiedliche Sprachgebrauch zwischen dem Aktiv und dem Passiv bewusst werden, um bei gegebenen Schreibanlässen, aber auch in der Alltagssprache richtige Verwendung dafür zu finden. Es geht darum, sich mit einem sprachlichen Thema genau auseinanderzusetzen und den alltäglichen Sprachgebrauch nicht als reinen Automatismus zu betrachten. Die SuS werden für die Bildung der deutschen Sprache sowie ihre Funktionen sensibilisiert und gelangen zu einem Verständnis dafür, warum man überhaupt Unterscheidungen zwischen verschiedenen grammatischen Satzstrukturen wie dem Aktiv und dem Passiv vornimmt.
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Inhaltsverzeichnis
1. Zur Ausgangslage des Unterrichts
1.1 Institutionelle Bedingungen
1.2 Anthropologische und soziale Bedingungen
1.2.1 Sachstruktureller Entwicklungsstand
1.2.2 Soziale Aspekte in der Klasse
2. Zum Unterrichtsgegenstand: Überlegungen und Entscheidungen
2.1 Klärung des Unterrichtsgegenstands (Was?)
2.1.1 Das Vorgangspassiv: (werden-Passiv)
2.1.2 Das Zustandspassiv (sein-Passiv)
2.2 Didaktische Überlegungen (Warum?)
2.2.1 Bildungsplanbezug
3. Ziele des Unterrichts (Wohin?)
4. Überlegungen zum Lehr-Lernprozess (Wie?)
5. Verlaufsplan
6. Anlagen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Schülern der siebten Klasse die grammatikalischen Strukturen sowie die Anwendungsbereiche von Aktiv und Passiv in einer motivierenden, praxisnahen Unterrichtseinheit näherzubringen, um deren Sprachverständnis und Ausdrucksfähigkeit zu fördern.
- Grammatikalische Unterscheidung und Umformung von Aktiv und Passiv in Präsens und Präteritum.
- Sensibilisierung für den sachbezogenen Gebrauch des Passivs in verschiedenen Textformen.
- Förderung der Schreibkompetenz durch kreative Aufgabenstellungen im Kontext eines Kurzkrimis.
- Stärkung sozialer Kompetenzen und kooperativen Lernverhaltens durch Gruppenarbeit und spielerische Übungsformate.
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Das Vorgangspassiv: (werden-Passiv)
Beim Vorgangspassiv steht das Geschehen im Vordergrund. Diese Passivform wird gebildet aus dem Hilfsverb „werden“ und dem Partizip II des Vollverbs.
„werden + Partizip II“
Das passivbildende „werden“ weist ein Flexionsparadigma auf. Generell umfasst ein passivischer Verbalkomplex genau eine Verbform mehr als die Tempus-Modus-Form im Aktiv.
Wie auch im Präsens besteht das Passiv im Präteritum ebenfalls aus zweiteiligen Verbalkomplexen, die aus der finiten Präteritumform von „werden“ (das angepasst an die jeweilige Person flektiert wird) und dem Partizip II des Vollverbs gebildet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zur Ausgangslage des Unterrichts: Analyse der institutionellen Rahmenbedingungen sowie der anthropologischen und sozialen Voraussetzungen der Schülerschaft.
2. Zum Unterrichtsgegenstand: Überlegungen und Entscheidungen: Fachliche Klärung der Passivformen (Vorgangs- und Zustandspassiv) und didaktische Begründung der Relevanz für den Unterricht.
3. Ziele des Unterrichts (Wohin?): Definition fachlicher, methodischer, sozialer und personaler Lernziele für die Unterrichtsstunde.
4. Überlegungen zum Lehr-Lernprozess (Wie?): Methodische Planung des Unterrichtsverlaufs, inklusive Einstieg, Erarbeitung, Ergebnissicherung und Spielphase.
5. Verlaufsplan: Detaillierte tabellarische Darstellung der zeitlichen Abfolge, Lehrer-Schüler-Interaktion und funktionalen Zielsetzungen.
6. Anlagen: Materialien und Aufgabenblätter, die im Unterricht zur Anwendung kommen.
Schlüsselwörter
Aktiv, Passiv, Vorgangspassiv, Zustandspassiv, Grammatikunterricht, Sprachverständnis, Unterrichtsentwurf, Siebte Klasse, Kurzkrimi, Gruppenarbeit, Grammatik, Sprachgebrauch, Didaktik, Präsens, Präteritum
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt einen ausführlichen Unterrichtsentwurf dar, der darauf ausgerichtet ist, das Thema Aktiv und Passiv in einer siebten Klasse methodisch abwechslungsreich zu vermitteln.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die grammatikalische Bildung und Anwendung von Aktiv und Passiv in den Zeitformen Präsens und Präteritum sowie deren bewusster Gebrauch in der Schriftsprache.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, den Schülern durch die Umwandlung von Sätzen und kreative Schreibanlässe ein tieferes Verständnis für die funktionale Verwendung des Passivs zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen schulpraktischen Entwurf, der auf didaktischen Prinzipien wie induktivem Lernen, Individualisierung durch Arbeitsblätter und kooperativer Gruppenarbeit basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine sachanalytische Klärung der grammatikalischen Strukturen, eine didaktische Reflexion des Themas und eine detaillierte Planung der Unterrichtsphasen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie Aktiv, Passiv, Grammatikunterricht, Sprachgebrauch und methodische Variation.
Warum wird ein Kurzkrimi als Einstieg genutzt?
Der Kurzkrimi dient als Einstiegsmotivation, um das Interesse der Schüler zu wecken und eine kontextuelle Einbettung des Passivs zu ermöglichen, da Kriminalgeschichten häufig passivische Konstruktionen enthalten.
Welche Rolle spielt die Gruppenarbeit am Ende der Stunde?
Die Gruppenarbeit dient der spielerischen Anwendung des Gelernten durch ein Brettspiel, um den Schülern den Spaß an der Grammatik zu vermitteln und eine soziale Interaktion zu fördern.
Wie wird mit heterogenen Lernständen in der Klasse umgegangen?
Durch die Gestaltung des Arbeitsblattes mit aufeinander aufbauenden Aufgaben und die Möglichkeit, bei der Gruppenarbeit kooperativ zu lernen, soll eine Differenzierung ermöglicht und Überforderung vermieden werden.
- Arbeit zitieren
- Romy Stegen (Autor:in), 2008, Unterrichtsstunde Grammatik: Aktiv und Passiv mit spielerischen Übungsformen anwenden, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/182486