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Die Regional Economic Communities der Afrikanischen Union – Probleme und Chancen im „Spaghetti Bowl“

Title: Die Regional Economic Communities der Afrikanischen Union – Probleme und Chancen im „Spaghetti Bowl“

Seminar Paper , 2010 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Marcel Lossi (Author)

Politics - Region: Africa

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1.Einleitung

Das Netzwerk der zwischenstaatlichen und überregionalen Beziehungen und Verträgen innerhalb von Afrika ist von kaum zu überschauender Vielfalt und Komplexität geprägt, was diesem System auch den Titel „Spaghetti Bowl“ eingebracht hat. Dieses komplexe Netzwerk, welches ja eigentlich Integration und Kooperation auf dem afrikanischen Kontinent steigern soll, wirkt aufgrund der mannigfaltigen Vertragsverpflichtungen, die teilweise auch widersprüchlich sind, aber letztlich integrationshemmend. Einen Ausweg aus diesem Dilemma soll eine Fixierung auf die von der AU anerkannten Regional Economic Communities (RECs) bieten, welche auch einen Kern der Afrikanischen Friedens- und Sicherheitsarchitektur bilden. Diese anerkannten RECs sind: die Arab Maghreb Union (UMA), Common Market for Eastern and Southern Africa (COMESA), Community of Sahel-Saharan States (CEN-SAD), East African Community (EAC), Economic Community of Central African States (ECCAS), Economic Community of West African States (ECOWAS), Intergovernmental Authority on Development (IGAD) sowie die Southern African Development Community (SADC). Einige dieser RECs, wie z.B. COMESA, sind aufgrund ihrer schieren regionsüberschreitenden Größe nicht geeignet, eine hohe integrative Kraft zu entfalten. Diese Arbeit wird sich daher exemplarisch auf die drei am Besten bekannten und regional beschränkten RECs SADC, ECOWAS und IGAD beschränken. Ich werde diese drei Organisationen kurz in Geschichte und Struktur vorstellen und dann als jeweiligen Schwerpunkt auf die Herausforderungen, Probleme und Chancen dieser Organisationen eingehen. Am Ende werde ich mit einem vergleichenden Fazit schließen und bewerten, welche REC die besten Zukunftsperspektiven besitzt. Aus theoretischer Sicht bietet es sich an, diese Organisationen mit Hilfe der Regional Security Complex Theory der Kopenhagener Schule zu betrachten, da es sich bei diesen RECs im Prinzip um institutionalisierte RSCs handelt. Aufgrund des Umfangs dieser Arbeit ist mir eine explizite Einbindung der Theorie nicht möglich, ich werde allerdings auf Aspekte der Kopenhagener Schule bei meiner Bewertung zurückgreifen. Hierbei werde ich mich insbesondere der Agenda und Stabilität der jeweiligen Ankerstaaten

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die SADC – Geschichte und Aufbau

2.1 Entscheidende Probleme und Chancen

3. Die IGAD – Geschichte und Aufbau

3.1 Entscheidende Probleme und Chancen

4. Die ECOWAS – Geschichte und Aufbau

4.1 Entscheidende Probleme und Chancen

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Effektivität und Integrationskraft ausgewählter afrikanischer Regionalorganisationen, um deren Probleme und Chancen innerhalb des komplexen Netzwerks afrikanischer zwischenstaatlicher Beziehungen, dem sogenannten „Spaghetti Bowl“, zu bewerten.

  • Analyse von Geschichte und Struktur der SADC, IGAD und ECOWAS
  • Untersuchung von Herausforderungen für die regionale Integration
  • Bewertung der Rolle regionaler Führungsmächte
  • Analyse des institutionellen Designs der Organisationen
  • Vergleichende Einschätzung der Zukunftsperspektiven

Auszug aus dem Buch

Die ECOWAS – Geschichte und Aufbau

Die Economic Community of West African Staates (ECOWAS), welche 1975 gegründet wurde, wird häufig als der Prototyp der afrikanischen RECs angesehen. Auch wurde bereits 1981 mit der Economic Community of West African States Monitoring Group (ECOMOG) die Idee einer gemeinsamen Streitmacht und einer gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik geschaffen. Bereits 1990 wurde diese dann im Bürgerkrieg in Liberia eingesetzt. Später erfolgten auch Einsätze unter anderem in Guinea-Bissau und Sierra Leone.

Gegliedert ist die ECOWAS besonders seit der Reform von 2006 deutlich supranationaler als die beiden zuvor beschriebenen RECs. Die ECOWAS Commission stellt, neben der Authority of Heads of State and Government (AHSG), welche als intergouvernementales Spitzengremium fungiert und die übergeordneten Leitlinien der gemeinsamen Politik festlegt, das Hauptentscheidungsgremium dar, und ist in ausgewählten Politikbereichen zu einer selbständigen Fortentwicklung des Integrationsprozesses berechtigt (vgl. ECOWAS Commission Website 2011). Damit ähnelt sie der europäischen Kommission, wenngleich sie über eingeschränktere Kapazitäten verfügt. Eine weitere bedeutende Institutionen sind das ECOWAS Parlament, dem eine konsultative Funktion zur Unterstützung von AHSG und Commission zukommt, sowie der ECOWAS Gerichtshof. Ferner gibt es eine Vielzahl von „Agencys“, die einzelne Fachbereiche wie z.B. Geld- und Bankenwesen regulieren (vgl. ECOWAS Website 2011 und ECOWAS Commission Website 2011).

Mit der West African Economic and Monetary Union (UEMOA) und der West African Monetary Zone (WAMZ) existieren ferner zwei gut vernetzte Wirtschaftszonen innerhalb der ECOWAS, welche im Fall der UEMOA mit dem CFA-Franc eine gemeinsame Währung besitzen und mit dem Eco für die WAMZ bis 2015 eine gemeinsame Währung anstreben. Langfristig sollen diese beiden Systeme zu einem einzigen ECOWAS Währungs- und Wirtschaftsraum zusammengeführt werden (vgl. ECOWAS Commission Website 2011).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des afrikanischen „Spaghetti Bowls“ ein und definiert die Auswahl der betrachteten Regionalorganisationen SADC, IGAD und ECOWAS.

2. Die SADC – Geschichte und Aufbau: Das Kapitel erläutert die Genese der SADC als Sicherheitsregime im südlichen Afrika und beschreibt deren organisatorische Grundstruktur.

2.1 Entscheidende Probleme und Chancen: Hier werden die Herausforderungen durch das intergouvernementale Design sowie die problematische Rolle Südafrikas und spezifische Krisenherde analysiert.

3. Die IGAD – Geschichte und Aufbau: Dieses Kapitel zeichnet die Entwicklung der IGAD von einer entwicklungsorientierten Dürre-Organisation zu einer umfassenden Regionalorganisation nach.

3.1 Entscheidende Probleme und Chancen: Es wird dargelegt, warum die IGAD aufgrund der verfeindeten Mitgliedstaaten und schwacher Institutionen als „failed REC“ zu betrachten ist.

4. Die ECOWAS – Geschichte und Aufbau: Dieses Kapitel stellt die ECOWAS als supranational ausgerichteten Prototyp afrikanischer Integration und deren Institutionen vor.

4.1 Entscheidende Probleme und Chancen: Die Analyse konzentriert sich auf die stabilisierende Rolle Nigerias sowie die Schwierigkeiten durch Staatsstreiche und Bürgerkriege im westafrikanischen Raum.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und bewertet die Zukunftsperspektiven der Organisationen vor dem Hintergrund ihrer strukturellen Voraussetzungen.

Schlüsselwörter

SADC, IGAD, ECOWAS, Spaghetti Bowl, Regionale Integration, Afrika, Sicherheitspolitik, Führungsmächte, Institutional Design, Konfliktformation, Regional Security Complex, Supranationalität, Friedensarchitektur, Krisenmanagement, Politische Entwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Effektivität und dem institutionellen Aufbau dreier zentraler afrikanischer Regionalorganisationen (SADC, IGAD, ECOWAS) angesichts der komplexen politischen Gegebenheiten in Afrika.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von regionalen Führungsmächten (Südafrika, Äthiopien, Nigeria) zu ihren jeweiligen Regionalorganisationen, die Auswirkungen der institutionellen Gestaltung sowie die Bewältigung regionaler Konflikte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Herausforderungen, Probleme und Chancen der drei untersuchten Organisationen herauszuarbeiten und zu bewerten, welche von ihnen die besten Zukunftsperspektiven besitzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die Regional Security Complex Theory der Kopenhagener Schule als theoretischen Rahmen für die Betrachtung der Organisationen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die SADC, IGAD und ECOWAS detailliert hinsichtlich ihrer Entstehungsgeschichte, ihres institutionellen Aufbaus sowie ihrer aktuellen Herausforderungen und Entwicklungschancen analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben den Namen der Organisationen vor allem „Spaghetti Bowl“, „Regionale Integration“, „Führungsmächte“ und „Institutional Design“.

Warum wird die IGAD im Vergleich zu den anderen Organisationen als „failed REC“ eingestuft?

Aufgrund tiefgreifender Feindseligkeiten zwischen den Mitgliedstaaten, mangelnder Handlungsfähigkeit und schwacher Institutionen wird die IGAD als eine Organisation beschrieben, die in ihrem derzeitigen Zustand kaum integrative Wirkung entfalten kann.

Wie unterscheidet sich die ECOWAS von der SADC und der IGAD hinsichtlich ihrer Struktur?

Die ECOWAS weist durch die Reformen von 2006 eine deutlich stärker supranationale Struktur auf und verfügt mit der ECOWAS Commission über ein Gremium, das der europäischen Kommission ähnelt und in bestimmten Politikbereichen eigenständig agieren kann.

Welche Rolle spielt der „Spaghetti Bowl Effekt“ für die untersuchten Organisationen?

Der Begriff beschreibt ein unübersichtliches Geflecht widersprüchlicher Vertragsverpflichtungen, das die regionale Integration in Afrika aufgrund der Überlappung verschiedener Organisationen und Wirtschaftsräume eher hemmt als fördert.

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Details

Title
Die Regional Economic Communities der Afrikanischen Union – Probleme und Chancen im „Spaghetti Bowl“
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Internationale Politik)
Course
Ausgewählte Probleme der Region
Grade
1,3
Author
Marcel Lossi (Author)
Publication Year
2010
Pages
18
Catalog Number
V182469
ISBN (eBook)
9783656067368
ISBN (Book)
9783656067726
Language
German
Tags
regional economic communities afrikanischen union probleme chancen spaghetti bowl
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcel Lossi (Author), 2010, Die Regional Economic Communities der Afrikanischen Union – Probleme und Chancen im „Spaghetti Bowl“, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/182469
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