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Chinas Seltene Erden. Ein Beispiel für die Umkehrung polit-ökonomischer Abhängigkeiten

Title: Chinas Seltene Erden. Ein Beispiel für die Umkehrung polit-ökonomischer Abhängigkeiten

Seminar Paper , 2011 , 33 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Thomas Rohm (Author)

Politics - Topic: Development Politics

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Summary Excerpt Details

Wer heute über Schlüsseltechnologien in Wirtschaft und Militär verfügen will, der kommt an Seltenen Erden nicht vorbei. China ist es bei der Versorgung mit dem begehrten Rohstoff gelungen, eine Quasi-Monopolstellung zu erlangen. Die Industriestaaten sind heute hochgradig importanhängig von den Nachschublieferungen aus dem Reich der Mitte. Ein Umstand, den die Volksrepublik zunehmend für ihre politischen wie wirtschaftlichen Zwecke zu nutzen versteht, wodurch unsere westlichen Volkswirtschaften zusehends unter Druck geraten.

Eine langfristige Strategie, mit der es gelang Ressourcenreichtum in wirtschaftliche Überlegenheit umzuwandeln, hat China zum weltführenden Hersteller und Verarbeiter von Seltenen Erden gemacht. Neben Investitionen in Bildung und Forschung sind es jedoch auch Lohndumping und Umweltverschmutzung, die Chinas Vorsprung sichern. Eine zunehmend restriktive Exportpolitik verschärft diese Probleme noch, zielt allerdings auch primär darauf ab, die chinesische Vormachtstellung in diesem Industriezweig auszubauen. Entsprechende Risiken bestehen für das rohstoffarme Europa, welches neben der Erkundung neuer Rohstoffquellen insbesondere Fortschritte bei der Ressourceneffizienz machen muss.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Seltene Erden – eine Bestandsaufnahme

2.1 Definition und Eigenschaften

2.2 Abbauverfahren

2.3 Vorkommen und Importabhängigkeit

3 Aufstieg Chinas zum Quasi-Monopolisten

4 Die Schattenseiten des Booms

5 Wie China seine Marktmacht zu nutzen versteht

5.1 Chinas restriktive Exportpolitik

5.2 Der Griff zur absoluten Marktkontrolle

5.3 Seltene Erden als politökonomische Waffe

6 Lösungsansätze und Zukunftsstrategien

6.1 Rohstoffdiplomatie, Handelspolitik und Entwicklungshilfe

6.2 Erschließung neuer Rohstoffquellen

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert, wie China innerhalb von drei Jahrzehnten eine dominante Marktposition bei Seltenen Erden erlangte und diese polit-ökonomische Abhängigkeit strategisch nutzt. Ziel ist es, die Entwicklung der chinesischen Handelspolitik zu untersuchen sowie die daraus resultierenden Herausforderungen für westliche Industriestaaten und potenzielle Lösungsstrategien für Europa zu beleuchten.

  • Grundlagen und Bedeutung von Seltenen Erden für moderne Schlüsseltechnologien.
  • Analyse des chinesischen Aufstiegs zum Quasi-Monopolisten.
  • Die ökologischen und sozialen Schattenseiten der Rohstoffgewinnung.
  • Chinas restriktive Exportpolitik und die Instrumentalisierung als politökonomische Waffe.
  • Strategien zur Verringerung der Importabhängigkeit, insbesondere Rohstoffdiplomatie und Recycling (Urban Mining).

Auszug aus dem Buch

3 Aufstieg Chinas zum Quasi-Monopolisten

Von Anfang der 1950er bis Mitte der Achtziger Jahre waren es noch die USA, welche in diesem Industriezweig in Produktion und Forschung weltweit führend waren. Dieser Umstand ergab sich in erster Linie als Nebenprodukt des Kalten Krieges, denn auf der Suche nach Uran war man im Mountain Pass auf große Vorkommen an Seltenen Erden gestoßen, sodass bereits in den frühen Fünfzigern mit dem Abbau begonnen werden konnte. In den folgenden zwei Jahrzehnten entwickelte sich die Mountain Pass Mine zum führenden Lieferanten von Europium, einem Seltenerdmetall, welches damals insbesondere in den neu aufkommenden Farbfernsehern zur Erzeugung roten Lichts eingesetzt wurde und auf welches die Wissenschaft ihren Fokus gerichtet hatte. Der Minenbesitzer Molycorp investierte Millionen in Abbau und Forschung und blieb bis in die Siebziger Jahre der weltweit größte Produzent von Seltenen Erden. Zwar hatte China bereits in den Sechziger Jahren Pläne zur Nutzenmaximierung des Minengebiets in Bayan Obo entworfen, an technischen Fähigkeiten bleib das Land allerdings noch für Jahrzehnte den amerikanischen Produzenten unterlegen.

Nichtsdestotrotz schien die Staatsführung in Peking früh erkannt zu haben, welche Möglichkeiten der Ressourcenreichtum des Landes auf dem Gebiet der Seltenen Erden bot und begann konsequent in den Ausbau ihrer Produktion zu investieren. Technisches Personal wurde angestellt, effizientere Veredelungsverfahren entwickelt und neue Technologien auf diesem Gebiet erforscht. Gefördert durch die Unterstützung der Zentralregierung boomte bald Abbau, Raffinerie und Erforschung von Seltenen Erden in China, während in den USA der akademische Fokus bereits weitergezogen war. So stieg mit dem wachsenden globalen Konsum auch das chinesische Produktionsniveau überdurchschnittlich stark an, zwischen 1978 und 1989 betrugen die jährlichen Wachstumsraten in der Förderung der Seltenerdmetalle durchschnittlich 40 Prozent, was China zum größten Hersteller von Seltenen Erden machte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die steigende Bedeutung von Seltenen Erden für Schlüsseltechnologien und stellt die Forschungsfrage nach der Umkehrung polit-ökonomischer Abhängigkeiten zugunsten Chinas.

2 Seltene Erden – eine Bestandsaufnahme: Dieses Kapitel liefert grundlegende Informationen zu den chemischen Eigenschaften, den komplizierten Abbaumethoden sowie der globalen Verteilung der Vorkommen.

3 Aufstieg Chinas zum Quasi-Monopolisten: Es wird nachgezeichnet, wie China durch gezielte Investitionen, Forschung und die Verdrängung westlicher Konkurrenten die globale Marktführerschaft übernahm.

4 Die Schattenseiten des Booms: Hier werden die negativen Folgen der Rohstoffgewinnung in China beleuchtet, insbesondere Umweltzerstörung, soziale Auswirkungen und illegale Abbaupraktiken.

5 Wie China seine Marktmacht zu nutzen versteht: Das Kapitel analysiert die restriktive Exportpolitik, Preismanipulationen und die Instrumentalisierung des Rohstoffs zur Durchsetzung politischer Interessen.

6 Lösungsansätze und Zukunftsstrategien: Es werden Strategien wie Rohstoffdiplomatie, internationale Kooperationen und der Ausbau eines europäischen Recyclingsystems diskutiert, um die Abhängigkeit zu reduzieren.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit für Europa, aktiv alternative Versorgungswege und Innovationen voranzutreiben.

Schlüsselwörter

Seltene Erden, China, Importabhängigkeit, Rohstoffstrategie, Quasi-Monopol, Exportquoten, Hightech-Industrie, Umweltproblematik, Ressourcenknappheit, Rohstoffdiplomatie, Recycling, Urban Mining, Innovationscluster, Lieferengpass, Versorgungssicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die polit-ökonomischen Abhängigkeiten westlicher Industrienationen von Seltenen Erden, die primär aus chinesischer Produktion stammen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die industrielle Bedeutung von Seltenen Erden, Chinas Aufstieg zum Marktführer, die ökologischen Folgen und die resultierenden Handelsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu analysieren, wie China die Abhängigkeiten der Industrienationen in diesem Sektor gezielt zu seinem Vorteil nutzen konnte und welche Gegenstrategien Europa entwickeln kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse der wirtschaftspolitischen Entwicklung, der Handelspolitik und der Auswertung von Fachdaten und Berichten internationaler Organisationen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des Rohstoffs, die historische Analyse des chinesischen Aufstiegs, die ökologischen Schattenseiten sowie eine Untersuchung der chinesischen Handels- und Machtpolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Seltene Erden, Marktmonopol, Exportbeschränkungen, Versorgungssicherheit und technologische Abhängigkeit.

Welche Rolle spielt die Umweltproblematik für Chinas Exportpolitik?

Die Umweltprobleme in chinesischen Minen werden von der Zentralregierung oft als Vorwand genutzt, um Produktionsmengen zu regulieren und Exportquoten restriktiv festzulegen, was letztlich der Sicherung der Marktdominanz dient.

Warum ist das Recycling für Europa strategisch wichtig?

Da Europa nur über wenige eigene Vorkommen verfügt, ist der Aufbau eines Recyclingsystems (Urban Mining) entscheidend, um die Abhängigkeit von Primärimporten zu verringern und eine eigenständige Versorgung sicherzustellen.

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Details

Title
Chinas Seltene Erden. Ein Beispiel für die Umkehrung polit-ökonomischer Abhängigkeiten
College
University of the Federal Armed Forces München  (Politik und Entwicklung außerhalb der OECD-Welt)
Grade
1,0
Author
Thomas Rohm (Author)
Publication Year
2011
Pages
33
Catalog Number
V182467
ISBN (eBook)
9783656065333
ISBN (Book)
9783656065500
Language
German
Tags
chinas seltene erden beispiel umkehrung abhängigkeiten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Rohm (Author), 2011, Chinas Seltene Erden. Ein Beispiel für die Umkehrung polit-ökonomischer Abhängigkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/182467
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