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Eine Frauenbewegung vor der Frauenbewegung - Die historische Frauenbewegung

Title: Eine Frauenbewegung vor der Frauenbewegung - Die historische Frauenbewegung

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 42 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Thorsten Dollmetsch (Author)

Sociology - Relationships and Family

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Dass sich seit Ende der 1960er Jahre Frauen öffentlichkeitswirksam für ihre eigenen Rechte einsetzten, ist wohl selbst in großen Teilen der Bevölkerung bekannt. Unbekannt ist jedoch, dass diese neue Frauenbewegung auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz einer historischen Frauenbewegung aufbauen konnte, worauf wir mit dem Titel unserer Arbeit „Eine Frauenbewegung vor der Frauenbewegung ?“ hinweisen möchten. Daher ist es besonders uns als angehenden Geschichtslehrern ein Anliegen, diese historische Frauenbewegung nachfolgenden Lernenden bekannt zu machen. Dass die Revolution von 1848/49 und die Diktatur der Nationalsozialisten als Anfangs- und Endpunkte derselben zu betrachten sind, soll unter anderem in dieser Arbeit gezeigt werden.

Nach unserer Meinung ist es eine unbestreitbare Tatsache, dass sich Frauen aktiv am Revolutionsgeschehen beteiligt haben und erstmals für ihre eigenen Rechte einsetzten. Ebenso eine Tatsache ist es aber auch, dass diese Erkenntnis vor nicht allzu langer Zeit weitestgehend unbekannt war. Gleichwohl ist es erfreulich, dass sich in Arbeiten von Historikern immer häufiger geschlechtsspezifische Fragestellungen zur 48er-Revolution finden und nicht mehr beklagt werden muss, dass das Engagement der Frauen als Kuriosität behandelt wird . Aber dennoch werden in vielen Darstellungen zum 150jährigen Jubiläum die Frauen nur ganz am Rande behandelt. Dass das dritte Reich auch für die Frauenfrage einen tiefgreifenden Einschnitt darstellte, indem es den nach der Revolution nicht mehr beendeten Aktivitäten der Frauen nun doch ein Ende bereitete, ist leicht einzusehen, soll aber hier auch belegt werden.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Von der französischen Revolution zur Revolution von 1848/49

3. Frauen und Öffentlichkeit in der Zeit des Vormärz

4. Von der Revolution 1848/49 bis zur Gründung des ADF

5. Von der Gründung des ADF bis zum Dritten Reich

6. Das dritte Reich

7. Resümee und abschließende Bemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Frauenbewegung in Deutschland, beginnend bei der Revolution von 1848/49 bis zum Ende des Nationalsozialismus, und setzt diese in Bezug zu theoretischen Modellen des Staatsbürgerstatus sowie der heutigen gesellschaftlichen Situation.

  • Historische Analyse der Frauenrolle und -partizipation im Vormärz und in der Revolution von 1848/49
  • Untersuchung der institutionellen Unterdrückung durch Vereins- und Pressegesetze
  • Evaluierung der Entwicklung des Staatsbürgerstatus von Frauen im Vergleich zur Marshallschen These
  • Kritische Reflexion über die Zerschlagung der Frauenbewegung im Nationalsozialismus und deren Bedeutung für die Gegenwart

Auszug aus dem Buch

3. Frauen und Öffentlichkeit in der Zeit des Vormärz

Wenn man dem Verhältnis von bürgerlichen Frauen und Öffentlichkeit in der Zeit des Vormärz nachgeht, so findet man häufig folgende Vorstellung von Frauenwirklichkeit: Die nicht erwerbstätige Ehefrau zeigt sich in der Rolle der Hausfrau, wobei ihre häusliche Welt als Gegensatz zum öffentlichen Leben des Mannes erscheint. Dieses Konzept von weiblichen und männlichen Sphären entstand im Zuge der modernen Naturrechtslehre. „Die mit Politik und Berufstätigkeit besetzte öffentliche Sphäre wurde damals den Anlagen des Mannes zur Rationalität und Aktivität zugeordnet. Die davon abgetrennte, (...) nur mehr der Reproduktion vorbehaltene Zone wurde als der den weiblichen Anlagen von Emotionalität und Passivität entsprechende Lebensraum definiert.“ Jean-Jacques Rousseau formulierte es 1762 in seinem „Emile“ so: „Außer dem Haus ist sie [die Frau] immer lächerlich und einer gerechten Kritik ausgesetzt.“

Diese zeitgenössische Ideologie diente seit Mitte der 1970er Jahre als Beschreibung der Lebensbedingungen bürgerlicher Frauen, so dass „der Übergang von der ständisch-feudalen in die industriekapitalistische Gesellschaftsform für die Frau[en] als Verlustgeschichte festgeschrieben [wurde]“. Das Idealbild der damaligen Männer mag zwar so ausgesehen haben und es hat sich sicherlich auch „auf die Lebenswirklichkeit der Geschlechter im 19. Jahrhundert [ausgewirkt]“, aber „eine starre Dichotomie zwischen privat und öffentlich [wird] den real bestehenden Wechselwirkungen zwischen beiden Sphären nicht gerecht.“ Carola Lipp zeigt sehr überzeugend, dass Frauen sehr wohl Zugang zur bürgerlichen Öffentlichkeit hatten, indem sie das bürgerlich-liberale Vereinsleben, die Beteiligung von Frauen an Liederkränzen und die vormärzliche Festkultur in Württemberg betrachtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der historischen Frauenbewegung als Erfahrungsschatz und fordert eine stärkere Berücksichtigung in der schulischen Bildung.

2. Von der französischen Revolution zur Revolution von 1848/49: Dieses Kapitel thematisiert die frühe politische Beteiligung von Frauen und deren explizite Ausgrenzung von Menschen- und Bürgerrechten.

3. Frauen und Öffentlichkeit in der Zeit des Vormärz: Es wird analysiert, wie trotz restriktiver Ideologien und Geschlechtertrennung Frauen durch Vereinswesen und informelle Wege am öffentlichen Leben teilnahmen.

4. Von der Revolution 1848/49 bis zur Gründung des ADF: Das Kapitel beschreibt das aktive politische Engagement der Frauen während der 1848er Revolution und die anschließenden Repressionen durch den Staat.

5. Von der Gründung des ADF bis zum Dritten Reich: Die Entwicklung organisierter Frauenvereine sowie die schrittweise Erlangung von Bildungschancen und politischer Partizipation bis zur Weimarer Zeit werden dargelegt.

6. Das dritte Reich: Hier wird der totale Rückschlag durch die nationalsozialistische Ideologie analysiert, die Frauen auf die Mutterrolle reduzierte und die Frauenbewegung zerschlug.

7. Resümee und abschließende Bemerkungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, historische Erfahrungen für aktuelle Gleichstellungsdebatten in der Schule zu nutzen.

Schlüsselwörter

Frauenbewegung, Revolution 1848/49, Vormärz, Staatsbürgerstatus, Frauenrechte, Politische Partizipation, Vereinswesen, Naturrechtslehre, Nationalsozialismus, Frauenemanzipation, Gleichberechtigung, Geschlechterrollen, Feminismus, Geschichtsunterricht, Sozialgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der organisierten Frauenbewegung in Deutschland zwischen 1848 und 1945 und ihre Bedeutung für die heutige Zeit.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zentrale Themen sind die Rolle der Frau in der Revolution von 1848/49, das Verhältnis von Frauen zur bürgerlichen Öffentlichkeit, die Entwicklung der Frauenvereine und die Auswirkungen nationalsozialistischer Politik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, angehenden Geschichtslehrern die Bedeutung der historischen Frauenbewegung aufzuzeigen und zu belegen, dass die Gleichberechtigung der Frau ein langer, hart erkämpfter Prozess war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer chronologischen Aufarbeitung historischer Ereignisse, eingebettet in theoretische Diskurse über den Staatsbürgerstatus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der verschiedenen Epochen von der 1848er Revolution über die Zeit des Vormärz bis zur Zerschlagung der Bewegung durch das NS-Regime.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Frauenbewegung, Revolution 1848, politische Partizipation, Vereinswesen, Staatsbürgerstatus und Feminismus stehen im Zentrum.

Wie unterscheidet sich die Situation der Frauen im 1848er-Aufstand von der späteren Zeit?

Während Frauen 1848 in der Ausnahmesituation aktiv kämpften und Barrikaden bauten, wurden sie später durch rigide Vereinsgesetze systematisch aus dem politischen Leben verdrängt.

Wie beurteilen die Autoren die heutige Relevanz des Themas für Schulen?

Die Autoren halten es für essenziell, dass Feminismus im Unterricht behandelt wird, da viele heute noch existierende Vorurteile ihre Wurzeln in den Kämpfen des 19. Jahrhunderts haben.

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Details

Title
Eine Frauenbewegung vor der Frauenbewegung - Die historische Frauenbewegung
College
University of Frankfurt (Main)  (Interdisziplinär)
Course
Citizenship und Geschlecht: Politische, zivile und soziale Rechte der Bürgerinnen und Bürger
Grade
1,0
Author
Thorsten Dollmetsch (Author)
Publication Year
2002
Pages
42
Catalog Number
V182299
ISBN (Book)
9783656059004
ISBN (eBook)
9783656059141
Language
German
Tags
eine frauenbewegung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thorsten Dollmetsch (Author), 2002, Eine Frauenbewegung vor der Frauenbewegung - Die historische Frauenbewegung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/182299
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