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Zur Shop-Startseite › Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Gottfried von Straßburg - Tristan und Isolde

Die Figur Markes und ihre Entwicklung im Roman

Titel: Gottfried von Straßburg - Tristan und Isolde

Seminararbeit , 2008 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Ann-Kathrin Müller (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Von der Forschung wurde er lange Zeit beinahe übergangen, heute sieht ein beträchtlicher Teil der Forschung in ihm nur das Opfer oder den Schwächling. König Marke, ist wohl eine der kompliziertesten Figuren in Gottfried von Straßburgs „Tristan und Isolde“ und überzeugt vor allen Dingen durch die Vielschichtigkeit seiner Rolle. Man kann sich bei der ersten Lektüre nicht dem Eindruck entziehen, dass König Marke recht blass und charakterlos zu sein scheint. Bei einer näheren Auseinandersetzung mit seinen Funktionen im Handlungsgefüge jedoch, zeichnet sich ein immer positiveres Bild des Königs ab. Im Folgenden soll nun zuerst auf Königs Markes Funktion als idealer Herrscher eingegangen werden, dann wird sein Verhalten Tristan gegenüber als Freund, Vaterfigur und „erbevater“ ( V. 4301) dargestellt um sich daraufhin seinen verschiedenen Positionen Isolde gegenüber zu widmen: Marke als Ehemann und Minnender und zu guter Letzt Marke als eifersüchtiger Liebhaber.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. König Marke als Herrscher

1.1. in der Vorgeschichte

1.2. als Vorbild für Tristan

1.3. in der Gandinszene

1.4. in der Moroldszene

1.5. in der Baumgartenszene

1.6. Gottesurteil und Verbannung

1.7. Entdeckung des Betrugs

2. Marke als Tristans Freund, Vaterfigur und Erbevater

2.1. vor Aufdeckung der Verwandtschaft

2.2. nach Aufdeckung der Verwandtschaft

2.3. Moroldkampf

2.4. List der Barone

2.5. Verbannung und Rückkehr der Liebenden

3. Marke als Ehemann und Minnender

3.1. Empfang der Braut und Hochzeitsnacht

3.2. Gottesurteil

3.3. Minnender

3.4. Verbannung und Rückkehr

3.5. Entdeckung des Betrugs

4. Marke als eifersüchtiger Liebhaber

4.1. Schachbrett als Symbol der Entfremdung

4.2. Marjodo und Melot

4.3. Baumgartenszene

4.4. Mehlfalle

4.5. Gottesurteil

4.6. Verbannung und Rückkehr der Liebenden

4.7. Entdeckung des Betrugs

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die vielschichtige Rolle von König Marke in Gottfried von Straßburgs „Tristan und Isolde“ und arbeitet gegen das oft einseitige Bild des Königs als bloßes Opfer oder Schwächling heraus, wie er sich in seinen Funktionen als Herrscher, Vaterfigur, Ehemann und Liebhaber differenziert entwickelt.

  • Die Darstellung von Marke als idealer Herrscher und tugendhaftes Vorbild.
  • Die dynamische und enge Beziehung zwischen Marke und Tristan als Freund und Erbevater.
  • Die Entwicklung Markes in seiner Rolle als Ehemann und Minnender gegenüber Isolde.
  • Die psychologische Analyse des eifersüchtigen Liebhabers Marke und seines Spannungsfeldes zwischen Glaube und Zweifel.

Auszug aus dem Buch

1. König Marke als Herrscher

Bereits in der Vorgeschichte, der Liebesgeschichte von Riwalin und Blanscheflur wird König Marke als idealer Repräsentant des Hofes und tugendreicher Herrscher dargestellt. Viele Adelige und Fürsten kommen von weit her an seinen Hof, um sich dort in jeder Hinsicht zu perfektionieren. Auch Riwalin bricht von seinem Heimatland Parmenien nach Cornwall auf, weil auch er von Markes Tugendhaftigkeit erfahren hat.

er haete vil gehoeret sagen, wie höfsch und wie êrbaere der junge künic waere von Curnewâle Marke, des êre wuohs dô starke. (Vers 420 – 424)

kein künec sô werder was als er. dâ hin was Riwalînes ger. (Vers 453f)

Riwalin zieht also zu Markes Hof um sich sowohl kämpferisch als auch in Bezug auf seine Sitten zu verfeinern (Vgl. Vers 455-463). Dort angekommen findet er Markes guten Ruf vollauf bestätigt. Er wird mit allen Ehren am Hofe empfangen und sofort mit vollendeter Gastfreundschaft aufgenommen (Vgl. Vers 484 – 492). Riwalin ist überglücklich an Markes Hof lernen zu dürfen, denn er sieht in ihm seinen Lehrmeister:

swaz ich von Markes tugenden ie gehôrte sagen, deist allez hie. (Vers 499f)

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung skizziert das Ziel der Arbeit, das Bild des Königs Marke von einer bloßen Opferrolle hin zu einer differenzierten, vielschichtigen literarischen Figur zu zeichnen.

1. König Marke als Herrscher: Dieses Kapitel analysiert Markes Rolle als idealer, tugendhafter Herrscher und Repräsentant des Hofes zu Beginn der Handlung.

2. Marke als Tristans Freund, Vaterfigur und Erbevater: Hier wird die enge, zunehmend durch Tristans Treuebruch belastete Beziehung zwischen Marke und seinem Neffen als Vaterfigur und Erbevater untersucht.

3. Marke als Ehemann und Minnender: Das Kapitel befasst sich mit Markes Verhalten als Ehemann, seiner anfänglichen Distanz gegenüber Isolde und seiner späteren Wandlung hin zum Liebenden, der mit der Affäre konfrontiert wird.

4. Marke als eifersüchtiger Liebhaber: Der Fokus liegt hier auf der Dynamik der Eifersucht, den Intrigen am Hof und Markes schmerzhaftem Prozess zwischen dem Wunsch nach Gewissheit und der Verdrängung der Wahrheit.

Schlüsselwörter

König Marke, Tristan, Isolde, Gottfried von Straßburg, höfischer Herrscher, Minne, Eifersucht, Erbevater, Vaterfigur, Ehemann, Verrat, psychologische Studie, Tugendhaftigkeit, Literaturanalyse, Mittelalter

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Figur des König Marke im Epos „Tristan und Isolde“ von Gottfried von Straßburg und stellt dar, warum er entgegen der oft einseitigen Forschungssicht keine charakterlose, sondern eine äußerst vielschichtige und dynamische Figur ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind Markes Rollen als idealer Herrscher, als väterlicher Freund und Erbevater von Tristan sowie seine spezifischen Positionen als Ehemann und eifersüchtiger Liebhaber gegenüber Isolde.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, das Charakterbild von Marke zu nuancieren, seine Handlungen im Kontext seiner verschiedenen sozialen und emotionalen Rollen zu begründen und seine Entwicklung über den gesamten Handlungsverlauf aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse des Primärtextes unter Einbeziehung und kritischer Auseinandersetzung mit einschlägiger Sekundärliteratur zur Marke-Figur angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in vier Kapitel, die Markes Funktionen als Herrscher, seine Vater-Sohn-Beziehung zu Tristan, seine Ehe mit Isolde und schließlich seinen Wandel zum eifersüchtigen Liebhaber chronologisch und thematisch untersuchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem König Marke, Tristan, Isolde, Minne, Herrschertugenden, Eifersucht, Erbevater, psychologische Tiefe und höfische Welt.

Warum wird Marke in der Forschung oft als Schwächling oder Opfer bezeichnet?

Die Arbeit diskutiert, dass frühere Forschungssichten Marke oft nur durch die Perspektive von Tristan und Isolde betrachteten, wodurch seine eigenen komplexen Handlungszwänge als König und Ehemann übersehen wurden.

Welche Rolle spielt die „Minne“ für Markes Charakterentwicklung?

Die „Minne“ wirkt als Katalysator, die Marke zwingt, seine Augen vor der Realität zu verschließen, ihn aber gleichzeitig emotional sensibilisiert und ihn letztlich in einen tragischen Konflikt zwischen Zorn und Liebe treibt.

Wie verändert sich Markes Sicht auf Tristan im Laufe des Romans?

Marke beginnt als Bewunderer und Mentor, der Tristan als Freund und Erbe einsetzt; nach der Aufdeckung des Verrats schwankt er zwischen Rachegedanken und dem Wunsch, Tristan aufgrund seiner tiefen Zuneigung zu schonen.

Was zeigt die „Schachbrett-Szene“ über Markes Beziehung zu Tristan?

Das Schachbrett dient als Symbol für die emotionale Trennung zwischen Marke und Tristan und verdeutlicht den Bruch in ihrem Treueverhältnis, der durch Tristans Handeln eingeleitet wird.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gottfried von Straßburg - Tristan und Isolde
Untertitel
Die Figur Markes und ihre Entwicklung im Roman
Hochschule
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Veranstaltung
Proseminar: Gottfried von Straßburg - Tristan und Isolde
Note
1,3
Autor
Ann-Kathrin Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
21
Katalognummer
V182241
ISBN (eBook)
9783656056522
ISBN (Buch)
9783656056836
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tristan Isolde Marke Gottfried von Straßburg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ann-Kathrin Müller (Autor:in), 2008, Gottfried von Straßburg - Tristan und Isolde, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/182241
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Leseprobe aus  21  Seiten
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