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Die Gründung des Stifts Gandersheim

Der Gründungsprozess und die Hintergründe der Entstehung

Titel: Die Gründung des Stifts Gandersheim

Hausarbeit , 2011 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Carmen Wähaus (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1 Einleitung
Das Thema dieser Hausarbeit ist die Entstehung des frühmittelalterlichen Kanonissenstifts Gandersheim, welches 852 n. Chr. von Liudolf und Oda, Begründer des sächsischen Adelsgeschlechts der Liudolfinger (aus denen später das Kaisergeschlecht der Ottonen hervorging), gegründet wurde. Ursprünglich befand sich das Stift im benachbarten Brunshausen , erst 856 (oder 881- es gibt hierzu widersprüchliche Angaben, siehe Anmerkung 2) n. Chr. zogen die Kanonissen in die neu errichtet Stiftskirche nach Gandersheim. Das Stift war ein Familienstift der Liudolfinger und diente als Grablege der Fürsten. Bis zur Gründung des Stifts Quedlinburg 936 n. Chr. war es das einzige Familienstift dieser Adelsfamilie. Im Jahr 877 n. Chr. wurde es von Heinrich I zum Reichsstift ernannt und hatte diesen Status bis zu seiner Auflösung im Jahr 1802 n. Chr. inne. Das Stift war stets eng mit dem herrschenden Adelsgeschlecht verbunden, denn zumindest die ersten drei Äbtissinen waren Töchter des Gründerehepaars.
Neben dem chronologischen Ablauf des Gründungsprozesses werde ich mich auch mit den Motiven auseinandersetzen, die die Liudolfinger dazu bewegten, das Stift zu gründen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Quellenlage

3 Der Gründungsprozess von seinen Anfängen bis zur Mitte des 10. Jahrhunderts

4 Die Hintergründe der Entstehung

5 Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Gründungsprozess des frühmittelalterlichen Kanonissenstifts Gandersheim durch das sächsische Adelsgeschlecht der Liudolfinger. Dabei wird analysiert, welche historischen, politischen und sozialen Motive hinter der Gründung standen und welche Rolle das Stift im Kontext der Machtpolitik und Repräsentation der Liudolfinger einnahm.

  • Chronologischer Ablauf der Stiftsgründung im 9. Jahrhundert
  • Kritische Analyse der zeitgenössischen und mittelalterlichen Quellenlage
  • Bedeutung der „memoria“ (Totengedenken) für adlige Familienklöster
  • Sozioökonomische Aspekte der Unterbringung weiblicher Familienangehöriger
  • Das Spannungsfeld zwischen bischöflicher Kontrolle und klösterlicher Eigenständigkeit

Auszug aus dem Buch

3 Der Gründungsprozess von seinen Anfängen bis zur Mitte des 10. Jahrhunderts

Der Legende nach befand sich die Mutter Odas und Schwiegermutter Liudolfs zum Beten in der Kirche, als ihr Johannes der Täufer erschien und ihren Nachfahren die „Herrschaft in Frieden und Macht“ über ein mächtiges und einflussreiches Reich versprach, sollten sie ein Kloster für „gläubige Jungfrauen“ gründen und dafür Sorge tragen, dass diese „standhaft verharren in frommem Bemühen“ den christlichen Glauben zu leben. In der Folge soll Oda ihren Mann mehrmals gebeten haben, das Stift zu gründen. Tatsache ist, dass sich beide im Jahr 845 n. Chr. mit einem Empfehlungsschreiben Ludwig des Jüngeren auf den Weg nach Rom machten, um sich die Gründung des Stifts von Papst Sergius II bestätigen zu lassen. Außerdem galt es, den päpstlichen Altersdispenz für ihre Tochter Hathumod zu erwirken, um sie später als Äbtissin im eigenen Stift einsetzen zu können.

Oda und Liudolf nutzten ihren Aufenthalt in der Heiligen Stadt aber noch zu einem anderen Zweck: sie erwarben Heiligenreliquien in Form von Gebeinen der Päpste Anastasius I und Innocentius I. Von der Überführung der Reliquien ist auch in Agius von Corveys vita hathumodae die Rede. Unterstützung für ihre Romfahrt erhielten sie von Altfried, dem Bischof von Hildesheim, der sich auch bei der Ausstattung des Stifts in Form von Landübertragungen aus Eigenbesitz und Zehntbesitz des Hildesheimer Bistums, erkenntlich zeigte. Im Gegenzug meldeten die Hildesheimer Bischöfe in späteren Jahren kirchenrechtliche Ansprüche auf das Stift an und gefährdeten so seine Eigenständigkeit. Dieser Umstand war in den ersten Jahren der Gründung aber wohl noch nicht abzusehen, bzw. wurde in Kauf genommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema, stellt die Liudolfinger als Gründerfamilie vor und umreißt die Fragestellung sowie die methodische Vorgehensweise auf Basis der Forschung von Hans Goetting.

2 Quellenlage: Dieses Kapitel bewertet die dürftige Quellenlage, insbesondere die Tendenzhaftigkeit der „vita hathumodae“ und die Bedeutung der „primordia coneobii gandeshemensis“ von Hrotsvit von Gandersheim.

3 Der Gründungsprozess von seinen Anfängen bis zur Mitte des 10. Jahrhunderts: Der Abschnitt beschreibt den Weg von der legendären Gründungsidee über die Romfahrt der Gründer bis hin zur Etablierung des Stifts und dem anschließenden langwierigen Konflikt mit dem Bistum Hildesheim.

4 Die Hintergründe der Entstehung: Hier werden die Motive der Liudolfinger analysiert, darunter die Absicherung des Erbes, die Ausübung der „memoria“ und die strategische Bedeutung des Stifts als Kulturzentrum und Versorgungseinrichtung für weibliche Familienmitglieder.

5 Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Rolle der Familienklöster als wirtschaftliche und geistliche Machtzentren zusammen und beleuchtet die Schwierigkeiten der Sonderstellung Gandersheims gegenüber der bischöflichen Diözesangewalt.

Schlüsselwörter

Stift Gandersheim, Liudolfinger, Kanonissen, Gründungsgeschichte, Hathumod, Memoria, Totengedenken, Bistum Hildesheim, Reichsstift, Ottonen, Äbtissin, Reliquien, Klostergründung, Sachsen, Frühmittelalter

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und dem Gründungsprozess des Kanonissenstifts Gandersheim im 9. Jahrhundert unter der Schirmherrschaft des sächsischen Adelsgeschlechts der Liudolfinger.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die zeitgenössische Quellenkritik, der chronologische Ablauf der Klostergründung, die politische Bedeutung als „Familienstift“ sowie die soziokulturellen Beweggründe des Adels für solche Stiftungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Entstehungsprozess nachzuvollziehen und die Motive der Liudolfinger zu beleuchten, warum sie ein solch kostspieliges Projekt initiierten und wie sie es in der Machtstruktur ihrer Zeit verankerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer historischen Literaturanalyse. Die Autorin greift dabei auf zeitgenössische Quellen sowie auf maßgebliche wissenschaftliche Sekundärliteratur, insbesondere das Werk von Hans Goetting, zurück.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Quellenlage, die Darstellung des Gründungsprozesses und eine detaillierte Erörterung der Hintergründe, wie etwa der Memoria-Funktion und der Versorgung adliger Frauen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Gandersheim, Liudolfinger, Memoria, Kanonissenstift und Reichsstift, die den Kern der kirchen- und machtpolitischen Thematik widerspiegeln.

Welche Rolle spielte der „Gandersheimer Streit“ für die Stiftsgeschichte?

Der Gandersheimer Streit war ein langjähriger Konflikt über die kirchenrechtliche Zugehörigkeit des Stifts. Er verdeutlicht den ständigen Kampf um Eigenständigkeit gegenüber dem Bistum Hildesheim.

Warum war das Stift für die Familie der Liudolfinger so wichtig?

Es diente als Grablege, als Ort für das Totengedenken (Memoria) der Familie und als Versorgungseinrichtung für unverheiratete Töchter und Witwen, wodurch Vermögen und politischer Einfluss in der Hand der Familie blieben.

Welche Bedeutung hatten Reliquien für die Gründung?

Der Erwerb von Reliquien in Rom war essenziell, um die religiöse Bedeutung des Stifts zu unterstreichen und es zu einem attraktiven Pilgerort zu machen, was wiederum die Region wirtschaftlich stärkte.

Wie unterscheidet sich Gandersheim von anderen Klöstern der Zeit?

Durch seine Sonderstellung als „Familienstift“ und später als Reichsstift unterstand es nicht automatisch und uneingeschränkt der bischöflichen Diözesangewalt, was zu den erwähnten Kompetenzstreitigkeiten führte.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Gründung des Stifts Gandersheim
Untertitel
Der Gründungsprozess und die Hintergründe der Entstehung
Hochschule
Universität Münster
Note
2,0
Autor
Carmen Wähaus (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
14
Katalognummer
V182158
ISBN (eBook)
9783656060345
ISBN (Buch)
9783656060567
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gründung stifts gandersheim gründungsprozess hintergründe entstehung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carmen Wähaus (Autor:in), 2011, Die Gründung des Stifts Gandersheim, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/182158
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Leseprobe aus  14  Seiten
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