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Armutsbeseitigung durch Mikrokredite?

Eine Beurteilung des „Social Business“ von Muhammad Yunus im Unterschied zum „Profit Business“

Titel: Armutsbeseitigung durch Mikrokredite?

Bachelorarbeit , 2011 , 52 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Björn Vielberth (Autor:in)

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Eine Bank ist eine Einrichtung, von der sie sich Geld leihen können – vorausgesetzt,
Sie können nachweisen, dass Sie es nicht brauchen.“ Dieses Zitat von Mark Twain
scheint auf den ersten Blick sehr verwundernd, trifft die Problematik jedoch auf den
Punkt. Arme Menschen werden von den Banken nicht mit Darlehen versorgt, obwohl
diese einen Kredit am dringendsten brauchen könnten. Ihnen wird von Seiten des Instituts
die Kreditwürdigkeit abgesprochen, da es ihnen an Sicherheiten, welche im Falle
eines Ausfalls verwertet werden könnten, mangelt. Wer jedoch das Darlehen absichern
kann, benötigt es eigentlich nicht, denn er verfügt dann über genügend finanzielle
Mittel. Da die benachteiligten Menschen von Finanztransaktionen jeglicher Art ausgeschlossen
sind - vielen wird sogar die Eröffnung eines Kontos verwehrt – haben sie
keine Möglichkeit, aus eigener Kraft der Armut zu entkommen. Auf Grund dessen
bleibt den armen Menschen nur die Wahl zwischen der Resignation bezüglich der
mangelnden Unterstützung oder aber der Flucht in die Hände von privaten Geldverleihern,
um dort ein (sehr teures) Darlehen für die Materialbeschaffung aufzunehmen,
damit sie ihre selbständige Tätigkeit, wie beispielsweise das Anfertigen von Bambusstühlen,
aufrecht erhalten und ein kleines Einkommen generieren können. Der Friedensnobelpreisträger
Muhammad Yunus erkannte diese Problematik und suchte nach
Wegen, den benachteiligten Personen in diesem Bereich helfen zu können. Nach anfänglicher
Bürgschaft von Yunus gegenüber den Banken, was allerdings keine Dauerlösung
darstellen konnte, gründete er ein eigenes Institut, die Grameen-Bank, welche
die Darlehen ausgibt. Die Bürger unterhalb der Armutsgrenze benötigen lediglich geringe
finanzielle Mittel um der Armut zu entkommen, weshalb Yunus ihnen sogenannte
Mikrokredite gewährt. Diese werden ohne Sicherheiten ausgegeben, wobei die Empfänger
ausschließlich in Armut lebende Bürger sein sollen.
Die Grameen-Bank verfügt außer der Vergabe von speziellen Kleinkrediten über eine
weitere Besonderheit. Wie Yunus feststellte, kann man „eine Firma schaffen, die den
Armen dient und bei der Profit ein Nebenprodukt ist, nicht das Ziel.“ Hintergrund hierfür
ist, dass in Ländern mit kapitalistisch orientierten Unternehmen sowohl wirtschaftlicher, als auch technologischer Aufschwung zu verzeichnen ist, jedoch dies nicht weltweiten
Nutzen schafft und teilweise sogar negative Entwicklungen generiert oder diese
vergrößert.[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Aufbau und Ziel der Arbeit

3 Der Vater des „Social Business“ - Muhammad Yunus

4 Daten und Fakten zu Bangladesch

4.1 Grundlegende Gegebenheiten

4.2 Die ökonomische Entwicklung Bangladeschs

5 Die Grameen-Bank – keine Bank wie jede andere

5.1 Die Entstehung der Grameen-Bank

5.2 Das Prinzip Grameen – Struktur und Kreditvergabe

5.3 Die Finanzierung der Grameen-Bank

5.4 Weitere Merkmale der Grameen-Bank

5.5 Die Mitgliederentwicklung der Grameen-Bank

5.6 Verpflichtungen der Kreditnehmer der Grameen-Bank

5.7 Die unterschiedliche Kreditwürdigkeitsprüfung

6 Mikrokredite

6.1 Die Grundidee der Mikrokredite

6.2 Die Ziele der Mikrokredite

6.3 Unternehmensformen der Mikrokreditinstitutionen

6.3.1 Das Unternehmen ASA

6.3.2 Das Unternehmen SKS – Hilfe für die Armen?

6.4 Problemfelder für Mikrokredite

6.5 Die Wirkung von Mikrokrediten

7 Social Business vs. Gewinnmaximierung

7.1 Social Business: Zusätzlich oder Ergänzend?

7.2 Wirtschaftliche Vorteile des Social Business

7.3 Social Business in der Praxis

7.3.1 Das Telekommunikationsunternehmen Grameen Phone

7.3.2 Adidas und BASF – Hilfe für die Armen

7.3.3 Joint Venture zwischen Danone und Grameen

8 Zusammenfassung und Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit von Mikrokrediten als Instrument zur Armutsbekämpfung, insbesondere anhand des Modells der Grameen-Bank von Muhammad Yunus, und analysiert, inwieweit das Konzept des „Social Business“ eine tragfähige Alternative oder Ergänzung zum rein gewinnorientierten kapitalistischen Geschäftsmodell darstellt.

  • Prinzipien der Kreditvergabe und Struktur der Grameen-Bank
  • Unterschiede zwischen „Social Business“ und konventioneller Gewinnmaximierung
  • Analyse der sozioökonomischen Auswirkungen von Mikrokrediten auf die Armutssituation
  • Vergleich verschiedener institutioneller Unternehmensformen im Mikrofinanzsektor
  • Praktische Fallbeispiele für Social Business Ansätze (Grameen Phone, BASF/Danone)

Auszug aus dem Buch

5.1 Die Entstehung der Grameen-Bank

Bevor die Unternehmung von Muhammad Yunus im Jahre 1983 die Bezeichnung Bank tragen durfte, war bereits viele Jahre früher die Idee geboren, den Menschen aus ärmeren Bevölkerungsschichten zu helfen. Als im Jahre 1974 in seinem Heimatland Bangladesch zusätzlich zu einem bestehenden Bürgerkrieg eine fürchterliche Hungersnot ausbrach, wurde Yunus auf die bestehende Situation im Land aufmerksam und stellte fest, dass eine große Differenz zwischen dem universitären Leben im Hörsaal, in dem er als Dozent über ökonomische Themen referierte und dem realen Leben auf den Straßen, bei welchem täglich Millionen von Menschen um das nackte Überleben kämpften, vorlag.

Das Konzept seiner Dorf-Bank, was Grameen-Bank übersetzt bedeutet, startete 1976, als er mit seinen Studierenden das Dorf Jobra besuchte und in Erfahrung bringen wollte, inwiefern es möglich ist, den Armen zu helfen. Er traf dort auf eine Frau, Sufia Begum, welche sich der Problematik gegenüber sah, dass sie Stühle und Hocker aus Bambus fertigen konnte, allerdings über keine eigenen finanziellen Mittel verfügte, um sich die Materialien, die sie zur Produktion benötigt, kaufen zu können. Den einzigen Ausweg, dennoch mit dem Herstellen der Stühle beginnen zu können, sah Begum darin, sich von Geschäftemachern Geld zu leihen um im Gegenzug die Stühle zu einem sehr günstigen Preis an diese zu verkaufen und überdies noch Zinsen für den Kredit zu bezahlen. Die Situation von Sufia Begum war jedoch kein Einzelfall – Yunus und seine Studierenden trafen im weiteren Verlauf ihrer Exkursion insgesamt 42 Korbflechterinnen, die allesamt mangels Liquidität außer Stande waren, eigenständig Rohstoffe einzukaufen und sich damit in der Abhängigkeit der Geldverleiher befanden. Der Gesamtbetrag, den diese Arbeiterinnen benötigten um Bambus einzukaufen und aus den Fängen der Verleiher zu entkommen betrug 27 USD, bei einem täglichen Verdienst von ca. 0,02 USD. Yunus selbst entschied sich dafür mit seinem privaten Geld diesen Weberinnen zu helfen und gab ihnen den Kredit. Dadurch sah Yunus eine Möglichkeit, wie er den ärmsten Menschen der Bevölkerung helfen konnte; das Konzept für die Grameen-Bank war erschaffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der fehlenden Kreditversorgung armer Menschen ein und stellt das Grameen-Bank-Modell als Lösungsansatz durch Mikrokredite vor.

2 Aufbau und Ziel der Arbeit: Es wird die Zielsetzung erläutert, die Rolle der Grameen-Bank zu bewerten und das Konzept des Social Business als Ergänzung zum Profit-Business zu diskutieren.

3 Der Vater des „Social Business“ - Muhammad Yunus: Ein Porträt des Gründers, das seinen akademischen Werdegang sowie seine Motivation zur Gründung der Bank für die Armen beleuchtet.

4 Daten und Fakten zu Bangladesch: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über die soziodemografischen Gegebenheiten und die ökonomische Entwicklung des Landes.

5 Die Grameen-Bank – keine Bank wie jede andere: Detaillierte Betrachtung der Entstehung, Struktur, Finanzierung und spezifischen Arbeitsweise der Grameen-Bank.

6 Mikrokredite: Analyse der Grundidee und Ziele von Mikrokrediten sowie Vorstellung verschiedener institutioneller Ansätze und ihrer Problemfelder.

7 Social Business vs. Gewinnmaximierung: Theoretische Abgrenzung des Social Business von gewinnorientierten Ansätzen, ergänzt durch Praxisbeispiele von Unternehmen.

8 Zusammenfassung und Diskussion: Synthese der Ergebnisse, kritische Reflexion des Social Business Konzepts und Ausblick auf die Möglichkeiten der globalen Armutsbekämpfung.

Schlüsselwörter

Mikrokredit, Grameen-Bank, Social Business, Muhammad Yunus, Armutsbekämpfung, Bangladesch, Kapitalismus, soziale Innovation, Kreditwürdigkeit, Finanzdienstleistung, Solidarhaftung, Gewinnmaximierung, Non-Profit, Unternehmertum, Entwicklungsländer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept der Mikrokredite als Mittel zur Armutsbekämpfung und bewertet, ob das von Muhammad Yunus geprägte „Social Business“ eine effektive Alternative oder Ergänzung zu traditionellen, gewinnorientierten Unternehmen darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten gehören das Grameen-Bank-Modell, die theoretische und praktische Abgrenzung des Social Business, die Rolle von Mikrokrediten in Entwicklungsländern und die ethische Bewertung von Gewinnmaximierung versus soziale Verantwortung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Handeln der Grameen-Bank zu erläutern und kritisch zu hinterfragen, ob dieses Modell geeignet ist, globale Armut einzudämmen oder zu beseitigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf Literaturrecherche, empirischen Daten der Weltbank und einer qualitativen Analyse von Fallbeispielen und Unternehmensphilosophien basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Grameen-Bank und ihrer Arbeitsweise, die Untersuchung von Mikrokreditinstituten, die Diskussion von Social Business Ansätzen und die Darstellung konkreter Praxisbeispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mikrokredit, Grameen-Bank, Social Business, Armutsbekämpfung und unternehmerisches Handeln maßgeblich charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Grameen-Bank von konventionellen Banken?

Der Hauptunterschied liegt darin, dass die Grameen-Bank keine Sicherheiten verlangt, sondern auf solidarisches Vertrauen innerhalb von Gruppen setzt und das Ziel verfolgt, Gewinne nicht auszuschütten, sondern in soziale Projekte zu reinvestieren.

Welche Rolle spielt die geschlechtsspezifische Kreditvergabe bei Grameen?

Die Bank vergibt Kredite fast ausschließlich an Frauen, da diese als verlässlicher im Umgang mit den finanziellen Mitteln gelten und das erwirtschaftete Einkommen stärker zur Verbesserung der Lebensbedingungen der gesamten Familie beiträgt.

Warum gibt es Kritik am Modell der Mikrokredite?

Kritiker bemängeln insbesondere die hohen Zinsen für Mikrokredite und das Risiko, dass die Kreditnehmer durch den Gruppendruck unter psychischen Druck geraten oder bei Ausfall der Rückzahlung in eine noch tiefere Armutsspirale abrutschen.

Ende der Leseprobe aus 52 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Armutsbeseitigung durch Mikrokredite?
Untertitel
Eine Beurteilung des „Social Business“ von Muhammad Yunus im Unterschied zum „Profit Business“
Hochschule
Universität Hohenheim  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaften)
Note
2,0
Autor
Björn Vielberth (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
52
Katalognummer
V182018
ISBN (eBook)
9783656053682
ISBN (Buch)
9783656054047
Sprache
Deutsch
Schlagworte
armutsbeseitigung mikrokredite eine beurteilung social business muhammad yunus unterschied profit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Björn Vielberth (Autor:in), 2011, Armutsbeseitigung durch Mikrokredite?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/182018
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  52  Seiten
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