Wie hängt transformationale Führung mit dem subjektiven Erfolgserleben bei Sportlern zusammen?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Transformationale Führung
2.2 Effekte der transformationalen Führung
2.3 Transformationale Führung im Bereich des Sports
2.4 Transformationale Führung und sportliche Leistung
2.5 Hypothese und Ziel der Arbeit
3. Methodik
3.1 Beschreibung der Stichprobe
3.2 Messinstrumente
3.3 Statistische Analyse
4. Ergebnisse
5. Diskussion
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem transformationalen Führungsstil von Trainern und dem subjektiven Erfolgserleben bei Sportlern. Ziel ist es, zu belegen, dass ein Trainer, der als transformationale Führungsperson agiert und Visionen sowie intellektuelle Anreize vermittelt, die sportliche Leistungsbereitschaft und das Erfolgsempfinden der Athleten positiv beeinflusst.
- Grundlagen der transformationalen Führung nach Bass.
- Anwendung transformationaler Führungsmodelle im sportlichen Kontext.
- Einfluss von Trainerführung auf die Wettkampforientierung und Leistungsziele von Athleten.
- Verwendung von Transformational Leadership Inventory (TLI) und Sport Orientation Questionnaire (SOQ) zur Datenerhebung.
- Analyse der Bedeutung von Visionen und intellektueller Stimulation für das subjektive Erfolgserleben.
Auszug aus dem Buch
2.1 Transformationale Führung
So genannte transformationale Führungstheorien werden seit mehr als 25 Jahren in der Führungsforschung diskutiert (Wegge & v. Rosenstiel, 2004). Die Theorie der transformationalen Führung wurde von Bass (1985) entwickelt. Jedoch führte bereits Burns (1978) eine Abgrenzung zwischen der transformationalen Führung und der transaktionalen Führung durch. Er beschreibt die transaktionale Führungskraft als Person mit dem Streben nach einem klar definierten und regulierten Werteaustausch mit den Mitarbeitern, wie die beispielhafte Transaktion Leistung gegen Gehalt verdeutlicht.
Die Führungskräfte stellen also eindeutig klar, was die Aufgaben sind und wie diese von den Mitarbeitern verrichtet werden sollen. Die Mitarbeiter stimmen zu, die Anweisungen auszuführen, jedoch nur für einen angebrachten materiellen oder psychologischen Ausgleich (z.B. Prämien, Anerkennung). Währenddessen überwacht der Führende auf eine passive Art und Weise die Ausführungen der gestellten Aufgaben. Die transformationale Führungskraft ist nach Auffassung Burns jemand, der seine Mitarbeiter durch Ziele höherer Ordnung motiviert und Ideale und Werte vermittelt. Bass (1985) geht in seiner Theorie einen Schritt weiter und beschreibt die transformationale Führungskraft als leitende Person, die eine Vision einer besseren Zukunft formuliert, Werte vorlebt, also als Vorbild auftritt, herausfordernde Ziele stellt und die einzelnen Mitarbeiter individuell unterstützt. Außerdem regen transformationale Führungspersonen den Intellekt der geführten Personen an, indem sie diese dazu veranlassen, alte Probleme auf neuen und innovativen Wegen zu überdenken. Transformationale Führer haben demnach die Fähigkeit, ihre Mitarbeiter dahingehend
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der transformationalen Führung ein und stellt die Forschungsfrage sowie die Hypothese zum Zusammenhang zwischen Trainerführung und subjektivem Erfolgserleben bei Sportlern dar.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert das Konzept der transformationalen Führung, deren Effekte und überträgt diese Theorien auf den sportlichen Bereich sowie die sportliche Leistung.
3. Methodik: Hier wird die Vorgehensweise bei der Datenerhebung beschrieben, inklusive der Stichprobenbeschreibung, der genutzten Messinstrumente (TLI und SOQ) sowie der statistischen Analyseschritte.
4. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der Daten, insbesondere der Korrelationen und Regressionsanalysen zwischen den Führungsstilen und den sportlichen Orientierungsskalen.
5. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse, bestätigt die Hypothese, ordnet diese in den wissenschaftlichen Kontext ein und benennt Stärken sowie Schwächen der durchgeführten Studie.
Schlüsselwörter
Transformationale Führung, Transaktionale Führung, Sportpsychologie, Trainer, Subjektives Erfolgserleben, Sportliche Leistung, TLI, SOQ, Wettkampforientierung, Zielorientierung, Augmentationseffekt, Führungsverhalten, Leistungsmotivation, Trainerführung, Intellektuelle Stimulation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem transformationalen Führungsstil von Trainern und dem subjektiven Erfolgserleben von Sportlern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind transformationale Führung im organisationalen Kontext, Führung im Sport sowie die Auswirkung von Führungsverhalten auf die sportliche Leistung und Motivation.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es zu belegen, dass eine ausgeprägtere transformationale Führung durch den Trainer zu einem höheren subjektiven Erfolgserleben bei den Sportlern führt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine empirische quantitative Studie durchgeführt, bei der ein Fragebogen aus 26 TLI-Items und 25 SOQ-Items verwendet wurde, um Korrelationen und Regressionsanalysen durchzuführen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt den theoretischen Rahmen, die methodische Vorgehensweise bei der Datenerhebung und die statistische Auswertung der Ergebnisse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie transformationale Führung, Sportpsychologie, Leistungsziele und Trainerführung charakterisiert.
Welche Rolle spielt die Skala "Contingent Reward" bei der Untersuchung?
Aufgrund ihrer niedrigen Reliabilität in dieser Studie wurde die Skala "Contingent Reward" zur statistischen Bestätigung der Hypothese nicht herangezogen und als untergeordnet für den Freizeitsport bewertet.
Welchen Einfluss hat die Dimension "Articulating a Vision" auf Sportler?
Die Ergebnisse zeigen, dass ein Trainer, der eine Zukunftsvision aufzeigt und den Sportler dafür begeistert, einen signifikant positiven Einfluss auf dessen Wettkampforientierung und Zielorientierung hat.
Welche Limitationen werden in der Studie diskutiert?
Die Studie nennt als Limitationen die relativ kleine Stichprobe (n=80), die ausschließliche Befragung männlicher Sportler sowie die Fokussierung auf Freizeitsportler, primär aus dem Bereich Fußball.
- Arbeit zitieren
- Walid Mouelhi (Autor:in), Lars Ötting (Autor:in), Tom Reinschmidt (Autor:in), Sebastian Wresche (Autor:in), 2012, Wie hängt transformationale Führung mit dem subjektiven Erfolgserleben bei Sportlern zusammen?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181999