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Tod in Film und Gesellschaft am Beispiel von "21 Gramm"

Title: Tod in Film und Gesellschaft am Beispiel von "21 Gramm"

Seminar Paper , 2011 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: B. A. Tanja Brock (Author)

Communications - Movies and Television

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Der Tod ist ein Phänomen von existentieller Natur des Menschen, welcher sich den wissenschaftlichen Erklärungen entzieht und über den wir als Lebende nur spekulieren oder mutmaßen können.
Eine soziologische Perspektive betrachtet den sich verändernden Tod in einer sich ändernden Gesellschaft, die nicht nur medizinische und technische Entwicklungen ins Auge fasst, sondern der Rolle der biologischen, sozialen und kulturellen Diskursen einen bedeutenden Wert beimisst, die die kollektiven Bedeutungs- und Sinnmuster des gesellschaftlichen Umgangs mit der Todesthematik vorgeben.
Während beispielsweise bei einer philosophisch orientierten Untersuchung das Ereignis des Todes selbst und dessen Wesen und Sinngehalt von Bedeutung ist, so spielen auf soziologischer Ebene die Prozesse, die ihm vorausgehen, eine Rolle, weshalb ich neben dem Tod den Begriff des Sterbens mit aufführe. Der Begriff ist zeitlich nicht genau einzugrenzen und kann eher als Übergang vom Leben zum Tod gesehen werden.

In vorliegender Hausarbeit soll zunächst einmal die unterschiedliche, interdisziplinäre Behandlung der Todesthematik in der Gesellschaft dargelegt werden, wobei wichtige, damit verbundene Tendenzen angesprochen werden sollen, die sich vor allem in der heutigen Gesellschaft wiederfinden. So wird beispielsweise zu fragen sein, inwiefern sich die Aneignung der Medizin dieses Themas auf den Umgang und die Auseinandersetzung mit Tod und Sterben auswirkt.
Darüber hinaus wird die Todesdarstellung innerhalb der Medien zu untersuchen sein, die eine wichtige Rolle bei der Vermittlung von Normen und Werten im Umgang mit Tod und Sterben innerhalb der heutigen Gesellschaft spielen und dem Menschen Einblicke gewähren, die ihm sonst vorenthalten wären. Bei den medialen Darstellungen von Tod soll es vor allem um filmische Repräsentationen gehen, für die gerade das Unwissen über den Tod eine Anregung für die Gestaltung eines fiktiven Stoffes bietet.
Für eine exemplarische Filmanalyse habe ich den Film 21 Gramm von Alejandro González Iñárritu ausgewählt, der sich der Todesthematik sowohl auf inhaltlicher als auch auf formaler Ebene widmet und bei dem zu untersuchen sein wird, inwiefern der Film das Verhältnis von Tod und der heutigen Gesellschaft widerspiegelt. Dafür lohnt es sich eine Analyse der einzelnen Figuren und ihres jeweiligen Umgangs mit Tod und Sterben vorzunehmen, aber auch einen genaueren Blick auf formale Mittel, die auf die Todesthematik eingehen, zu werfen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sterben und Tod in der heutigen Gesellschaft

3. Filmische Darstellungen von Sterben und Tod

4. Sterben und Tod im Film 21 Gramm

4.1 Umgang mit dem Tod der einzelnen Figuren

4.1.1 Christina: Die Trauernde

4.1.2 Jack: Der Schuldige

4.1.3 Paul: Der Suchende

4.1.4 Mary: Die Hoffende

4.2 Sterben und Tod innerhalb der Filmästhetik

4.2.1 Dramaturgie

4.2.2 Kamera

4.2.3 Bildsymbolik

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den soziokulturellen Umgang mit Tod und Sterben in der modernen Gesellschaft und analysiert dessen filmische Repräsentation am Beispiel des Spielfilms "21 Gramm" von Alejandro González Iñárritu, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, wie sich gesellschaftliche Diskurse und individuelle Trauerprozesse in der formalen und inhaltlichen Gestaltung des Films widerspiegeln.

  • Soziokulturelle Diskurse über Tod, Sterben und Trauer in der heutigen Gesellschaft.
  • Die Rolle von Medikalisierung, Institutionalisierung und Mediatisierung in der Todeswahrnehmung.
  • Exemplarische Filmanalyse von "21 Gramm" hinsichtlich narrativer Struktur und Ästhetik.
  • Individuelle Bewältigungsstrategien der Hauptfiguren (Trauer, Schuld, Hoffnung, Sinnsuche).
  • Darstellung des Unzeigbaren durch visuelle Metaphorik und Symbolik.

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Dramaturgie

Die allgegenwärtige Thematik des Todes überträgt sich auch auf den dramaturgischen Aufbau des Films. So bildet Pauls Tod die Rahmung des gesamten Films. Es ist sein Monolog im Sterbebett, der zu Beginn des Films in das Thema des Todes einführt und während des Films eine Ahnung hinterlässt, die am Ende des Films durch seinen tatsächlichen Tod bestätigt wird.

Pauls Sterben wird durch die fragmentarische und achronologische Erzählstruktur während des gesamten Films hinausgezögert, welche einerseits über das Kommende aufklärt, gleichzeitig aber auch durch seine Diskontinuität verwirrt. Mit dieser Verwirrung sieht sich aber auch Paul konfrontiert, der sich im Unwissen über seinen eigenen Tod befindet, da ihm durch die Transplantation erst Hoffnung auf Leben gegeben und schließlich wieder genommen wird.

Die Handlung scheint sich in einer reinen Gegenwärtigkeit abzuspielen: Die Narrationsstruktur vermittelt den Eindruck des Ausharrens in der Gegenwart, in der sich die Protagonisten nach dem Ereignis befinden, welches von der Erzählung immer wieder aufgegriffen wird. Dabei wird der Moment des Unfalls nie visuell eingefangen. Viel mehr bildet der Tod im Film eine Angelegenheit der Hinterbliebenen, die das Ereignis zirkulär zu umkreisen scheinen und das sich schließlich als dominantes Strukturprinzip der Dramaturgie ergibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den existentiellen Charakter des Todes und leitet zur soziologischen Fragestellung über, wie Medien und Film den gesellschaftlichen Umgang mit Sterben und Tod verarbeiten.

2. Sterben und Tod in der heutigen Gesellschaft: Dieses Kapitel erläutert soziologische Trends wie Individualisierung, Medikalisierung und Institutionalisierung des Todes und hinterfragt, ob in der Gegenwart tatsächlich von einer Tabuisierung auszugehen ist.

3. Filmische Darstellungen von Sterben und Tod: Hier werden unterschiedliche mediale Inszenierungsformen untersucht, von der expliziten Darstellung toter Körper bis hin zur bewussten Metaphorik, um das "Unzeigbare" abzubilden.

4. Sterben und Tod im Film 21 Gramm: Das Hauptkapitel analysiert den Film hinsichtlich der individuellen Schicksale der Figuren und der spezifischen ästhetischen Mittel wie Dramaturgie, Kameraführung und Bildsymbolik.

5. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass der Film "21 Gramm" die gesellschaftlichen Widersprüche im Umgang mit dem Tod in einer individuellen Bildsprache einfängt und die Unmöglichkeit der vollkommenen Aufklärung über den Tod unterstreicht.

Schlüsselwörter

Tod, Sterben, Gesellschaft, 21 Gramm, Filmanalyse, Soziologie, Medikalisierung, Trauer, Mediatisierung, Bildsymbolik, Dramaturgie, Existenzialismus, Körperlichkeit, Individualisierung, Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die soziologische Perspektive auf den Tod in der heutigen Gesellschaft und analysiert, wie diese gesellschaftlichen Diskurse im Spielfilm "21 Gramm" formal und inhaltlich dargestellt werden.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentral sind die Themen Sterben, Trauerbewältigung, der Einfluss von Medikalisierung und Institutionalisierung auf das Lebensende sowie die Frage, wie Medien den Tod thematisieren.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, inwieweit sich sozio-kulturelle Tendenzen im Umgang mit dem Tod in der filmischen Todesdarstellung, speziell bei Alejandro González Iñárritu, widerspiegeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine exemplarische Filmanalyse, die soziologische Thanatologie mit filmwissenschaftlichen Ansätzen zur Narration, Kameraästhetik und Bildsymbolik verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Charaktere (Paul, Christina, Jack, Mary) in ihrem individuellen Umgang mit dem Tod und untersucht die ästhetischen Mittel des Films, wie die achronologische Erzählstruktur und Motive wie Wasser oder das Kreuz.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie "visuelle Leerstelle", "Medikalisierung", "zirkuläre Zeitlichkeit" und "Trauerarbeit" definiert.

Warum spielt die Zahl "21 Gramm" eine besondere Rolle im Film?

Der Titel bezieht sich auf ein umstrittenes Experiment von Duncan MacDougall, das angeblich das Gewicht einer Seele beim Verlassen des Körpers bestimmen wollte; der Film nutzt dies als metaphorischen Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit Verlust und Gewinn.

Welche Bedeutung kommt der "visuellen Leerstelle" des Todes zu?

Der Film verzichtet darauf, den Moment des Sterbens explizit zu zeigen, um dem Prinzip der Undarstellbarkeit des Todes gerecht zu werden und die Konzentration auf das Erleben der Hinterbliebenen zu lenken.

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Details

Title
Tod in Film und Gesellschaft am Beispiel von "21 Gramm"
College
University of Siegen
Grade
1,0
Author
B. A. Tanja Brock (Author)
Publication Year
2011
Pages
24
Catalog Number
V181774
ISBN (eBook)
9783656051480
ISBN (Book)
9783656051701
Language
German
Tags
film gesellschaft beispiel gramm
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B. A. Tanja Brock (Author), 2011, Tod in Film und Gesellschaft am Beispiel von "21 Gramm", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181774
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