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Die Legitimierung des Staates bei Hobbes und Rousseau: Zwei Gesellschaftsverträge im Vergleich

Title: Die Legitimierung des Staates bei Hobbes und Rousseau: Zwei Gesellschaftsverträge im Vergleich

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andreas Hundler (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

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Summary Excerpt Details

Die Begründung und Legitimierung politischer Herrschaft ist bis heute Gegenstand zahlreicher politikphilosophischer Fragestellungen. Der Grund hierfür ist eindeutig: Es lässt sich kein Zustimmungsakt des Menschen ausmachen, in welchem er dem Staat, in den er alternativlos ohne jeglichen Entscheidungsspielraum hineingeboren wird, zustimmt und sich seiner Macht unterwirft. Der Gesellschaftsvertrag als ein Vertrag, in dem die Menschen der Gründung eines Staates und gleichermaßen ihrer eigenen Unterordnung unter die souveräne Macht zustimmen, ist die bedeutendste Argumentationsfigur der neuzeitlichen politischen Philosophie, mit deren Hilfe staatliche Gewalt legitimiert werden soll (vgl. Schmidt/Zintl 2009: 29). Der Philosoph und Vertragstheoretiker Thomas Hobbes hat in seinem bis heute viel diskutierten Werk „Leviathan“ dieses Vertragsargument ebenso zur Staatslegitimation genutzt wie der Vertragstheoretiker Jean-Jacques Rousseau, der im Jahr 1762 das Werk „Vom Gesellschaftsvertrag oder Grundlagen des politischen Rechts“ veröffentlichte.
Sowohl Hobbes als auch Rousseau stellen in ihrer Philosophie der vertraglichen Übereinkunft zur Staatsgründung die Beschreibung eines Naturzustandes voran, womit ein vorstaatlicher Zustand ohne politische Herrschaft gemeint ist. Dieser Naturzustand ist für ihre Argumentationen von großer Bedeutung, denn er zeigt zum einen die Notwendigkeit eines Staates und somit Gesellschaftsvertrages auf, und er legt zum anderen die Gegebenheiten fest, unter denen dieser Vertrag abgeschlossen wird.
Der Akt des Gesellschaftsvertrages stellt das Herzstück beider vertragstheoretischer Philosophien dar. Durch ihn geht der Naturzustand durch menschliche Übereinkunft auf legitime Weise in einen Zustand staatlicher Herrschaft über. Aufgrund dieser herausragenden Bedeutsamkeit soll in dieser Hausarbeit ein Vergleich der Gesellschaftsverträge von Hobbes und Rousseau vorgenommen werden. Hierzu werden in den ersten zwei Kapiteln der Hausarbeit die Naturzustände sowie Gesellschaftsverträge beider Vertragstheoretiker getrennt voneinander beschrieben. Die Schilderung der Naturzustände sollen dem Leser die Einordnung des Gesellschaftsvertrages in das jeweilige kontraktualistische Gesamtkonzept ermöglichen. Im dritten Kapitel werden daraufhin die Gesellschaftsverträge beider Philosophen anhand der herausgearbeiteten Merkmale gegenübergestellt, um sowohl deren Gemeinsamkeiten als auch deren Unterschiede aufzuzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Naturzustand und Kontraktualismus bei Thomas Hobbes

2.1 Der Naturzustand in Thomas Hobbes‘ Werk „Leviathan“

2.1.1 Die empirischen Naturzustandsbedingungen

2.1.2 Die normativen Naturzustandsbedingungen

2.1.3 Die Staatsnotwendigkeit: Der Naturzustand als Kriegszustand

2.2 Der Gesellschaftsvertrag in Thomas Hobbes‘ Werk „Leviathan“

2.2.1 Die Vertragsstruktur und der Rechtsverzicht zugunsten des Souveräns

2.2.2 Die Autorisierung, Repräsentation und politische Einheit

2.2.3 Die personelle Bestimmung der souveränen Macht

3. Der Naturzustand und Kontraktualismus bei Jean-Jacques Rousseau

3.1 Der Naturzustand in Rousseaus Werk „Diskurs über die Ungleichheit“

3.1.1 Die menschliche Natur im Naturzustand vor jeder Vergesellschaftung

3.1.2 Die falsche Vergesellschaftung durch den Betrugsvertrag der Reichen

3.2 Der Gesellschaftsvertrag in Rousseaus Werk „Vom Gesellschaftsvertrag“

3.2.1 Die Vertragskonzeption, Rechtsgleichheit und die Erschaffung des Souveräns

3.2.2 Der Gemeinwille, die Gesetzgebung und die Regierung

3.2.3 Die natürliche und bürgerliche Freiheit

4. Der Vergleich der Gesellschaftsverträge von Hobbes und Rousseau

4.1 Die Verwendung der Vertragsfigur und die Motivation zum Gesellschaftsvertrag

4.2 Der Gesellschaftsvertrag und Rechtsverzicht zur Erschaffung des Souveräns

4.3 Der Wille des Souveräns und die souveräne Machtausübung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die vertragstheoretischen Konzepte von Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau, um die Legitimierung staatlicher Herrschaft durch einen Gesellschaftsvertrag zu analysieren und deren Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in Bezug auf Naturzustand, Souveränitätsverständnis und Machtausübung herauszuarbeiten.

  • Analyse des Naturzustandes als Ausgangspunkt für die Staatsbegründung.
  • Struktureller Vergleich der Gesellschaftsverträge bei Hobbes und Rousseau.
  • Untersuchung der Entstehung und Legitimation von Souveränität.
  • Gegenüberstellung von absolutistischer und demokratischer Herrschaftsordnung.
  • Diskussion über Freiheit, Rechtsverzicht und Gemeinwohl.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Die empirischen Naturzustandsbedingungen

Hobbes beginnt seine Beschreibung des Naturzustandes mit der Darlegung von empirischen Bedingungen, also der Umgebung des Menschen sowie seiner physischen und psychischen Verfassung, gefolgt von normativen, moralischen Bedingungen, denen der Mensch im Naturzustand unterliegt (vgl. Schmidt/Zintl 2009: 33-35). Die empirischen Naturzustandsbedingungen sind Gegenstand dieses ersten Abschnitts.

Die wichtigsten Bedürfnisse, die Hobbes den Menschen zuschreibt, sind sein Selbsterhaltungstrieb sowie das Streben nach Genussbefriedigung (vgl. Hobbes 1966: 95; siehe auch Chwaszcza 1996: 93-96.). Weil die Güter, die diesen Genuss ermöglichen, jedoch knapp sind und der Mensch sich diese auch für die Zukunft sichern möchte, resultiert hieraus ein niemals endendes menschliches Machtstreben (vgl. Hobbes 1966: 75). Hobbes beschreibt den Menschen des Weiteren als vernunftbegabt: Er ist zu rationaler Interessenverfolgung in der Lage; sein Handeln kann als egoistisch bezeichnet werden kann (vgl. Kersting 1994: 66-67; siehe auch Chwaszcza 1996: 100-104). Auch ein Streben nach sozialer Anerkennung zeichnet ihn aus (vgl. Hobbes 1966: 76). Die Menschen werden von Hobbes außerdem im Wesentlichen als gleich betrachtet, denn jeder besitzt grundsätzlich die nötige Körperkraft, um seinen Nächsten zu töten, und Klugheit ist nichts als Erfahrung, die sich alle Menschen gleicherweise aneignen können (vgl. ebd.: 94).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Gesellschaftsvertrages als zentrales Instrument der politischen Philosophie ein und skizziert das Vorhaben, Hobbes und Rousseau vergleichend gegenüberzustellen.

2. Der Naturzustand und Kontraktualismus bei Thomas Hobbes: Dieses Kapitel erläutert Hobbes' Sicht auf den Naturzustand als Kriegszustand und beschreibt die daraus folgende Notwendigkeit, mittels eines Gesellschaftsvertrages einen Souverän zur Friedenssicherung zu erschaffen.

3. Der Naturzustand und Kontraktualismus bei Jean-Jacques Rousseau: Hier wird Rousseaus Konzept des Naturzustandes analysiert sowie die darauf aufbauende Vertragstheorie dargelegt, die auf Gemeinwillen und Volkssouveränität basiert.

4. Der Vergleich der Gesellschaftsverträge von Hobbes und Rousseau: Dieses Hauptkapitel arbeitet die Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Theorien hinsichtlich Motivation, Vertragsstruktur, Souveränitätsverständnis und Machtausübung systematisch heraus.

5. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse des Vergleichs zusammen und hebt hervor, dass sich Hobbes und Rousseau in ihrer Zielsetzung und Staatsauffassung grundlegend unterscheiden.

Schlüsselwörter

Thomas Hobbes, Jean-Jacques Rousseau, Gesellschaftsvertrag, Naturzustand, Leviathan, Volkssouveränität, Kontraktualismus, politisches Herrschaftsrecht, Gemeinwille, Rechtsverzicht, absolutistische Herrschaft, demokratische Ordnung, Staatslegitimation, politische Einheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die Theorien des Gesellschaftsvertrags bei Thomas Hobbes und Jean-Jacques Rousseau mit dem Fokus auf die Legitimierung staatlicher Herrschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Felder sind die Konzepte des Naturzustandes, die Struktur des Gesellschaftsvertrags, die Erschaffung eines Souveräns sowie die Frage nach politischer Freiheit und Gerechtigkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Vertragstheorien beider Philosophen aufzuzeigen und zu analysieren, wie sie die Notwendigkeit und Gestaltung staatlicher Herrschaft rechtfertigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der die Konzepte von Hobbes und Rousseau zunächst einzeln dargestellt und anschließend in Bezug auf definierte Merkmale gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der hobbesschen und rousseauschen Vertragstheorien sowie einen ausführlichen Vergleich dieser Modelle hinsichtlich ihrer Struktur, Motivation und Machtausübung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Gesellschaftsvertrag, Naturzustand, Souveränität, Kontraktualismus, Gemeinwille und politische Freiheit.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Souveräns bei Hobbes im Vergleich zu Rousseau?

Bei Hobbes ist der Souverän ein machtvoller, vom Volk unabhängiger Dritter, während bei Rousseau das Volk als Ganzes die Position des Souveräns einnimmt und durch den Gemeinwillen handelt.

Welche Rolle spielt die Gewaltenteilung in den behandelten Theorien?

Während Hobbes eine ungeteilte Souveränität beschreibt, in der alle Kompetenzen vereint sind, integriert Rousseau explizit eine Regierung als exekutives Organ neben dem gesetzgebenden Souverän.

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Details

Title
Die Legitimierung des Staates bei Hobbes und Rousseau: Zwei Gesellschaftsverträge im Vergleich
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Politische Theorie)
Course
Thomes Hobbes Leviathan
Grade
1,0
Author
Andreas Hundler (Author)
Publication Year
2011
Pages
26
Catalog Number
V181773
ISBN (eBook)
9783656049937
ISBN (Book)
9783656050155
Language
German
Tags
legitimierung hobbes rousseau zwei gesellschaftsverträge vergleich Naturzustand Staat Gesellschaftsvertrag Kontraktualismus Politische Theorie Leviathan Contrat social
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Hundler (Author), 2011, Die Legitimierung des Staates bei Hobbes und Rousseau: Zwei Gesellschaftsverträge im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181773
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