In meinen Tagebucheinträgen beschäftigte ich mich mit verschiedenen mathematikdidaktischen Aspekten, wie beispielsweise dem Unterrichtsstil, den Unterrichtsmethoden und Differenzierungsformen im Mathematikunterricht. Jedoch bereits zu Beginn meines Praktikums gerieten der Einsatz und die Gestaltung von Arbeitsmaterialien, vor allem der Arbeitsblätter in den Fokus meiner Betrachtungen. Aus diesem Grund wird sich meine mathematikdidaktische Fragestellung mit Materialien und Arbeitsmitteln im Mathematikunterricht beschäftigen.
Durch eine veränderte Perspektive auf Lernprozesse und ein neues Verständnis der Schulmathematik innerhalb der letzten 20 Jahre, begann die Loslösung von allzu traditionsverhafteten Vorstellungen des Mathematiklehrens. Dieser „Rechenunterricht“ zielte allein auf die Aneignung statischer und schematischer Rechenfertigkeiten ab. Der neue Mathematikunterricht beschrieb jedoch unter dem Stichwort „Schülerzentriertheit“ eine gegenläufige Tendenz. Der Lernende wurde zum aktiv gestaltenden Mitglied des Unterrichts und ihm wurden mit dem Entdecken, Beschreiben und Begründen völlig neue Aufgaben zu teil
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Ziel und Zweck des Praktikums
1.2. Schulportrait
2. Hauptteil
2.1. Reflexions- und Analyseaspekt
2.2. Planung und Durchführung einer kleinen Unterrichtseinheit
2.2.2. Sachanalyse
2.2.4. Theoretische Betrachtung konkreter Unterrichtsequenzen
3. Schlussbemerkung
4. Literaturverzeichnis
5. Tabellarischer Unterrichtsentwurf
6. Additionstabelle 1
7. Additionstabelle 2
8. Multiplikationstabelle
9. Bingokärtchen
10. Arbeitsblatt
11. Bingo Kärtchen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit reflektiert ein schulpraktisches Unterrichtsexperiment zum Thema „Additionstabellen“ und „schriftliche Division“ an einer Hauptschule, mit dem Ziel, fachdidaktische Konzepte des entdeckenden Lernens und den Einsatz von Anschauungsmitteln zu erproben und theoretisch zu fundieren.
- Einsatz und Gestaltung von Anschauungs- und Arbeitsmitteln im Mathematikunterricht
- Heuristische Strategien des Kopfrechnens
- Didaktische Analyse von Additionstabellen und Multiplikationstabellen
- Strukturierung und Durchführung von Unterrichtseinheiten zur schriftlichen Division
- Reflexion über die Rolle des Lehrers und Lernprozesse der Schüler
Auszug aus dem Buch
2.2.2. Sachanalyse
Die Arithmetik beschäftigt sich mit den vier Grundrechenarten, Addition, Multiplikation, Subtraktion und Division, sowie den zugehörigen Rechengesetzen:
Viele Situationen des alltäglichen Lebens fordern die Fähigkeiten eines kompetenten Rechners, z.B. Überschlagen der Einkäufe, Führen eines Haushaltsbuchs und die Kontrolle der Jahresabrechnung. Hier lässt sich unterscheiden zwischen dem Kopfrechnen und dem schriftlichen Rechen.
Das Kopfrechnen basiert auf heuristischen Strategien, die bereits im Anfangsunterricht an strukturierten Arbeitsmitteln entdeckt werden und auch im Hundeterraum eine unverändert große Rolle spielen. Kopfrechnen ist die fundamentale Grundlage des schriftlichen Rechnens. Es lassen sich verschiede heuristische Strategien der Addition nennen, deren Wahl abhängig ist von der zu lösenden Aufgabe und der Affinität des Kindes:
- Schrittweises Rechnen: Die Zahlen werden zerlegt und die Rechnung wird schrittweise durchgeführt. Grundlage für dieses Verfahren ist im Wesentlichen das Assoziativgesetz. Bsp.: 37 + 28 = 37 + 20 + 8
- Gegensinniges Verändern beider Summanden: Wird der eine Summand um einen bestimmten Betrag verringert (bzw. erhöht), so wird der andere um diesen erhöht (bzw. verringert). Bsp.: 62 + 58 = 60 + 60
- Analogie Aufgaben: Lösungen von bereits bekannten Aufgaben werden auf neue übertragen. Bsp.: 2 + 5 = 7 → 20 + 50 = 70
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt den Kontext des Praktikums im Rahmen der universitären Ausbildung sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Hauptteil: Analysiert mathematikdidaktische Aspekte, darunter insbesondere den Einsatz von Anschauungsmitteln und die Planung von Unterrichtsstunden zu den Themen Addition, Multiplikation und Division.
3. Schlussbemerkung: Reflektiert kritisch über den Erfolg der eigenen Unterrichtsplanung sowie die Herausforderungen im Schulalltag.
Schlüsselwörter
Mathematikdidaktik, Kopfrechnen, Schriftliche Division, Additionstabelle, Multiplikationstabelle, Anschauungsmittel, Unterrichtsentwurf, Lernprozesse, Grundrechenarten, Heuristische Strategien, Hauptschule, Unterrichtsexperiment, Mathematiklernen, Lehrerrolle, Arbeitsmittel.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert einen Praktikumsbericht über die Planung, Durchführung und Reflexion von Mathematikunterricht an einer Hauptschule.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der Einsatz von Anschauungsmitteln im Mathematikunterricht, die Anwendung heuristischer Strategien beim Kopfrechnen und die Vermittlung schriftlicher Rechenverfahren.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erprobung und didaktische Aufarbeitung von Unterrichtsinhalten, um ein tieferes Verständnis für mathematische Strukturen bei den Schülern zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor stützt sich auf didaktische Literatur (u.a. Krauthausen und Scherer) und wendet eine forschend-reflektierende Praxisanalyse auf das eigene Unterrichtsexperiment an.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Lernvoraussetzungen, die theoretische Betrachtung von Anschauungsmitteln sowie die detaillierte Planung der Unterrichtseinheiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den Schlüsselwörtern zählen Mathematikdidaktik, Kopfrechnen, schriftliche Division, Anschauungsmittel und Additionstabellen.
Wie unterscheidet sich das Kopfrechnen vom schriftlichen Rechnen laut dem Autor?
Der Autor hält fest, dass Kopfrechnen auf heuristischen Strategien basiert und die Grundlage für das schriftliche Rechnen bildet, welches stärker algorithmisch geprägt ist.
Welche Rolle spielen Additionstabellen als Anschauungsmittel?
Sie dienen laut der Arbeit als Argumentations- und Beweismittel, um Strukturen und Zusammenhänge in Rechenoperationen zu verdeutlichen und den Entdeckungsprozess der Kinder zu unterstützen.
Warum wurde die schriftliche Division als Thema gewählt?
Die schriftliche Division wurde gewählt, um die Grundrechenarten durch Wiederholung zu festigen und das Verständnis für algorithmische Rechenverfahren zu schulen.
Welches Fazit zieht der Praktikant über seine Zeit an der Hauptschule?
Der Autor zieht ein positives persönliches Fazit, betont jedoch die Herausforderung, sich an die Anforderungen einer komplexen Schülerschaft anzupassen und den Lehrerberuf als umfassende pädagogische Aufgabe zu begreifen.
- Arbeit zitieren
- Sarah Swienty (Autor:in), 2010, Additionstabellen im Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181766