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Die wechselseitige Beziehung zwischen Henrik Ibsen und Edvard Munch

Title: Die wechselseitige Beziehung zwischen Henrik Ibsen und Edvard Munch

Term Paper , 2009 , 26 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anna Keller (Author)

Scandinavian Languages

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Summary Excerpt Details

Henrik Ibsen und Edvard Munch waren beide norwegische Künstler des 19. Jahrhunderts. Jedoch verwirklichte sich jeder auf seine eigene Art und Weise. Während Henrik Ibsen als Schriftsteller fungierte und damit schon zu seiner Zeit nicht nur in Norwegen ein hohes Ansehen erlangte, widmete sich Edvard Munch der Malerei. Beide stießen mit ihren Werken nicht selten auf Kritik, jedoch bemühten sie sich ihrem eigenen Standpunkt treu zu bleiben und sich selbst in ihren Arbeiten widerzuspiegeln. Heutzutage gehören sie zu den bekanntesten Persönlichkeiten Norwegens. Doch kann man die Kunst eines Schriftstellers mit der eines Malers vergleichen? Ibsen selbst machte in dieser Hinsicht keinen Unterschied. Sein Standpunkt war, dass beide Kunstarten als „hvad i ånden lyner“ interpretiert werden könnten. Und dass die Vision des Malers auch „digtersyner“ sei1. Wenn nun berücksichtigt wird, dass sich Ibsen selbst in jungen Jahren als Maler versuchte und dass er bis ins hohe Alter noch ein großer Kunstliebhaber war, der gerne Galerien und Ausstellungen besuchte und sich mit Freunden über Kunst unterhielt, dann liegt eine gewisse Verbundenheit zwischen schrift-lichen und bildlichen Arbeiten doch nahe. Ein jeder Künstler versucht in seinen Arbeiten ein Stück von sich selbst mit einzubinden und ihnen somit eine Seele zu verleihen. Henrik Ibsen bewerkstelligte dies mit Hilfe von Poesie. Sowohl die Geschichten als auch seine Wortwahl bekräftigten dabei die Aussagekraft seiner Stücke bis hin zu der Namensgebung der einzelnen Figuren, die in seinen Dramen mitwirkten. Munch vermittelte dagegen seine Bildinhalte mit Hilfe von Motiven, Farben und Formen, was ein etwas schwierigeres Unterfangen darstellt, da er den Betrachter auf diese Weise nur visuell ansprach und keine weiteren Erklärungen dazu abgeben konnte, wie es bei Schriftstellern der Fall ist. Es geht im Wesentlichen darum, dem Leser, oder wie bei Malern dem Betrachter, eine bestimmte Botschaft zu vermitteln. Doch worin liegt nun die Verbindung zwischen Ibsen und Munch?

Die vorliegende Arbeit untersucht die wechselseitige Beziehung zwischen Ibsen und Munch. Angefangen bei ihrem ersten Treffen und ihrer Freundschaft wird beschrieben, wie die Beziehung zwischen den beiden war und ob sie auch in Hinsicht auf ihre Arbeiten einen Einfluss aufeinander hatten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Beziehung zwischen Henrik Ibsen und Edvard Munch

3. Edvard Munchs Bildnis „Kvinnen i tre stadier“

3.1. „Kvinnen i tre stadier“ in Bezug auf Ibsens „Når vi døde vågner“

3.2. Rezeption nach Joan Templeton

4. Munch in Bezug auf Ibsens „John Gabriel Borkman“

4.1. Ibsen Portraits

5. Abschließende Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die wechselseitige Beziehung zwischen dem norwegischen Schriftsteller Henrik Ibsen und dem Maler Edvard Munch. Dabei wird analysiert, inwieweit eine künstlerische Seelenverwandtschaft bestand, wie sich persönliche Begegnungen in den Werken widerspiegeln und welchen Einfluss die Stücke Ibsens auf die Bildsprache Munchs sowie die Gemälde Munchs auf das späte Schaffen Ibsens hatten.

  • Historische und persönliche Interaktionen zwischen Ibsen und Munch
  • Die Analyse des Gemäldes „Kvinnen i tre stadier“ und dessen Verbindung zu Ibsens Drama „Når vi døde vågner“
  • Die künstlerische Identifikation Munchs mit Figuren aus Ibsens Dramen, insbesondere „John Gabriel Borkman“
  • Die kritische Rezeption der gegenseitigen Beeinflussung durch Literaturwissenschaftler
  • Die symbolische und psychologische Bedeutung der Ibsen-Porträts durch Munch

Auszug aus dem Buch

3. Edvard Munchs Bildnis “Kvinnen i tre stadier“

Das Ölgemälde „Kvinnen i tre stadier“ wurde 1895 fertig gestellt und hat die Maße 164 x 250 cm. Auf dem Bild sind links bis zur Mitte hin drei Frauen und rechts ein Mann abgebildet. Die linke Frau wird hier mit blonden langen Haaren und in einem weißen Kleid dargestellt. Sie wendet sich mit ihrem ganzen Körper nach links und schaut auf das Meer hinaus. Dabei nimmt ihr Körper eine geschwungene Linie ein, die der Gestalt eine gewisse Dynamik verleiht. Ihr rechter Fuß ist nach vorne Richtung Meer gestellt, während sich ihr Kopf erhaben aufrichtet und ihre Augen fast eindringlich und suchend auf die See zu blicken scheinen. Ihre Hände, in denen sie einen Strauß Blumen zu halten scheint, hält sie dabei locker vor ihrem Körper. Insgesamt betrachtet wirkt ihre Gestalt unschuldig und jugendlich schwungvoll.

Die mittlere Frauengestalt wird hier stattdessen vollkommen unbekleidet und in einer ganz anderen Pose gezeigt. Ihr Körper ist dem Betrachter provokant zugewandt, wobei sie die Beine auseinander gestellt hat und ihre Arme hinter ihrem Kopf verschränkt. Sie schaut den Betrachter provozierend an, während sie ihre roten Haare nach hinten zurück wirft und sich ihre roten Lippen zu einem leichten Lächeln formen.

Unmittelbar daneben steht rechts eine in schwarz gekleidete, eher unscheinbar wirkende Frau, die neben der provokanten mittleren Dame optisch in den Hintergrund gerät. Ihre Gestalt ist, ebenso wie die der mittleren Frau, dem Betrachter zugewandt. Ihre braun-grau gefärbten Haare hängen schlaff an ihren Schultern herunter und ihr dunkler Gesichtsausdruck wirkt förmlich ausdruckslos. Fast kränklich wirkt ihre grau, grünliche Gesichtsfarbe, gesäumt von hohen Wangenknochen und dunklen Augenhöhlen. Ihre Zurückgezogenheit wird hierbei nochmals durch ihre im Rücken versteckten Arme verdeutlicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die künstlerische Bedeutung von Henrik Ibsen und Edvard Munch ein und stellt die Forschungsfrage nach ihrer wechselseitigen Beeinflussung.

2. Die Beziehung zwischen Henrik Ibsen und Edvard Munch: Hier werden die realen Begegnungen der beiden Künstler sowie ihre gegenseitige öffentliche Unterstützung in einer gesellschaftlich ablehnenden Zeit beschrieben.

3. Edvard Munchs Bildnis „Kvinnen i tre stadier“: Dieses Kapitel analysiert das Werk im Detail und setzt es in den Kontext von Ibsens literarischem Schaffen.

3.1. „Kvinnen i tre stadier“ in Bezug auf Ibsens „Når vi døde vågner“: Es werden direkte inhaltliche und motivische Parallelen zwischen dem Gemälde und dem Drama von Ibsen untersucht.

3.2. Rezeption nach Joan Templeton: Dieses Kapitel befasst sich mit der kritischen Perspektive auf die von Munch behaupteten Verbindungen zwischen seinen Bildern und Ibsens Werken.

4. Munch in Bezug auf Ibsens „John Gabriel Borkman“: Der Autor erläutert, wie sich Munch intensiv mit dem Drama und dessen zentraler Borkman-Figur identifizierte und diese bildlich verarbeitete.

4.1. Ibsen Portraits: Es wird die besondere Art und Weise analysiert, wie Munch Ibsen porträtierte und versuchte, dessen Seele und Charakter durch seine Zeichnungen einzufangen.

5. Abschließende Betrachtung: Zusammenfassend wird bewertet, dass die Verbindung zwischen den Künstlern zwar eine gewisse Beeinflussung aufweist, Munchs Deutung dieser Beziehung jedoch teilweise als einseitig oder überspitzt eingeordnet werden muss.

Schlüsselwörter

Henrik Ibsen, Edvard Munch, Kvinnen i tre stadier, Når vi døde vågner, John Gabriel Borkman, Künstlerbeziehung, wechselseitige Beeinflussung, Lebensfries, Literaturwissenschaft, Malerei, Symbolik, Seelenverwandtschaft, Skandinavistik, Porträtkunst, Melancholie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die künstlerische und persönliche Verbindung zwischen dem norwegischen Schriftsteller Henrik Ibsen und dem Maler Edvard Munch, unter besonderer Berücksichtigung ihrer wechselseitigen Einflüsse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Korrespondenz zwischen Munchs Gemälden (insbesondere dem Lebensfries) und Ibsens späten Dramen sowie auf Munchs Porträtierung von Ibsen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob und in welcher Tiefe eine gegenseitige Inspiration zwischen den beiden großen norwegischen Künstlern stattgefunden hat und wie Munch die Verbindung interpretierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen vergleichenden literatur- und kunstwissenschaftlichen Ansatz, bei dem bildliche Darstellungen Munchs direkt mit den Texten und Figuren aus Ibsens Dramen in Beziehung gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Gemälde „Kvinnen i tre stadier“ im Kontext von „Når vi døde vågner“, Munchs Auseinandersetzung mit dem Stück „John Gabriel Borkman“ sowie seine spezifischen Ibsen-Porträts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Henrik Ibsen, Edvard Munch, künstlerische Beeinflussung, Symbolismus, Identifikation mit Dramenfiguren und der norwegische Kulturkontext des 19. Jahrhunderts.

Inwiefern hat das Gemälde „Kvinnen i tre stadier“ laut Autor eine Verbindung zu Ibsens Dramen?

Die Arbeit legt dar, dass die drei Frauengestalten auf dem Bild – die Unschuldige, die Sinnliche und die Kränkliche – zentrale Archetypen widerspiegeln, die sich auch in den Frauenfiguren des Dramas „Når vi døde vågner“ wiederfinden lassen.

Wie steht die Forschung, repräsentiert durch Joan Templeton, zu den Thesen von Munch?

Joan Templeton vertritt eine kritische Haltung und argumentiert, dass Munchs Behauptungen über eine direkte, detaillierte Übereinstimmung zwischen seinen Bildern und Ibsens Dramen oft überzogen sind und einer objektiven historischen Grundlage entbehren.

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Details

Title
Die wechselseitige Beziehung zwischen Henrik Ibsen und Edvard Munch
College
University of Cologne  (Institut für Skandinavistik/Fennistik)
Course
Proseminar: "Einführung in die skandinavistisch-fennistische Literaturwissenschaft"
Grade
1,7
Author
Anna Keller (Author)
Publication Year
2009
Pages
26
Catalog Number
V181706
ISBN (eBook)
9783656050971
ISBN (Book)
9783656051237
Language
German
Tags
Skandinavistik Kunstgeschichte Edvard Munch Henrik Ibsen Kunst Skandinavien Norwegen Nordische Philologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Keller (Author), 2009, Die wechselseitige Beziehung zwischen Henrik Ibsen und Edvard Munch, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181706
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