1. Zielgruppe/ Zielperson
Die methodisch-didaktische Einheit „Tischwischen“ werde ich mit Schüler M. durchführen. Schüler M. ist 16 Jahre alt und besucht derzeit die Berufsschulstufe 1 der F. E. Schule in München, einer Schule für seelenpflegebedürftige Kinder und Jugendliche.
Seine Diagnose lautet das Down Syndrom.
2. Beteiligung der Zielperson/Gruppe am Zielfindungsprozess
In der Berufsschulstufe 1 wurden von dem Klassenteam sogenannte „Klassendienste“ eingeführt. Diese sollen den SchülerInnen der Berufsschulstufe 1 verschiedene Aufgaben in lebenspraktischen Bereichen nahebringen. Auch dient es zur Förderung der Selbstständigkeit der einzelnen SchülerInnen.
Schüler M. führt seit Beginn dieses Schuljahres den Klassendienst: „Tischwischen“ aus. Da es schnell deutlich wurde, dass Schüler M. noch nicht genau wusste, wie er diese Aufgabe richtig umsetzen kann, bot sich an, dies mit ihm in Form einer methodisch-didaktischen Einheit zu erarbeiten.
Inhaltsverzeichnis
1. Zielgruppe/ Zielperson
2. Beteiligung der Zielperson/Gruppe am Zielfindungsprozess
3. Begründung für die Zielauswahl
4. Zielformulierung
4.1 Grobziel
4.2 Feinziel
4.3 Konkretes Lernziel
5. Thema
6. Methodisch-didaktische Aufbereitung
6.1 Einstieg
6.2 Hauptteil
6.3 Abschluss
7. Reflexion
7.1 Selbstreflexion
7.2 Lernzielkontrolle
7.3 Überprüfung der methodisch-didaktischen Aufbereitung
7.4 Notwendige weiterführende Maßnahmen
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser methodisch-didaktischen Einheit ist die Förderung der Selbstständigkeit von Schüler M. bei lebenspraktischen Tätigkeiten, konkret bei der Durchführung des Klassendienstes „Tischwischen“ nach den Mahlzeiten.
- Förderung der lebenspraktischen Kompetenzen
- Steigerung der Selbstständigkeit im Schulalltag
- Sachgerechte Ausführung des Klassendienstes „Tischwischen“
- Methodische Anleitung durch pantomimische Vormodellierung
- Reflexion des Lernfortschritts und der pädagogischen Vorgehensweise
Auszug aus dem Buch
6. Methodisch-didaktische Aufbereitung
Nach der Erklärung meinerseits, warum das Tischwischen notwendig ist, bitte ich ihn, den Lappen nass zu machen, einen Tropfen Spülmittel darauf zu geben und diesen gut auszuwringen, damit es am Tisch keine „Überschwemmung“ gibt. Nun bitte ich ihn, mit mir zu dem Tisch zu gehen.
Am Tisch angekommen, zeige ich Schüler M. pantomimisch, wie er den Tisch mit dem Lappen säubern soll. Dafür gehe ich einmal um den gesamten Tisch herum, „wische“ mit der einen Hand den Tisch und halte meine andere Hand an den Tischrand um die Essensreste damit auffangen zu können und diese danach sachgerecht zu entsorgen. Wieder bei Schüler M. angekommen, bitte ich ihn nun, den Tisch abermals mit einem wirklichen Lappen zu wischen und die Essensreste in der anderen Hand aufzufangen, damit diese nicht auf den Boden gelangen. Dadurch, dass ich das Tischwischen einmal vorgemacht hatte, kann Schüler M. das Tischwischen so wie ich es ihm gezeigt habe, wiederholen. Als er den Tisch gewischt und die Essensreste in seiner Hand gesammelt hat, bitte ich ihn mit mir abermals zum Spülbecken zu gehen, um die Essensreste zu entsorgen und den Lappen gut auszuspülen. Ich erkläre noch mal kurz, warum das ausspülen des Lappens nötig ist und auch, warum der Lappen danach zum trocknen aufgehängt werden soll.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zielgruppe/ Zielperson: Vorstellung des Schülers M., seines Alters, seiner schulischen Situation sowie seiner Diagnose.
2. Beteiligung der Zielperson/Gruppe am Zielfindungsprozess: Erläuterung der Einführung von Klassendiensten und der Notwendigkeit, das Tischwischen als methodische Einheit zu bearbeiten.
3. Begründung für die Zielauswahl: Begründung der Relevanz für die Lebenspraxis und Vorbereitung auf das Leben nach der Schule.
4. Zielformulierung: Definition der Ziele auf Grob-, Fein- und konkreter Ebene.
5. Thema: Beschreibung des Lerngegenstands Tischwischen und der aktuellen Defizite bei der Ausführung durch den Schüler.
6. Methodisch-didaktische Aufbereitung: Detaillierte Darstellung des Einstiegs, des Hauptteils mit pädagogischer Anleitung sowie des Abschlusses.
7. Reflexion: Kritische Auseinandersetzung mit der Einheit, Überprüfung der Lernziele und Planung weiterer begleitender Maßnahmen.
Schlüsselwörter
Heilerziehungspflege, Berufsschulstufe, Tischwischen, Lebenspraxis, Selbstständigkeit, Down Syndrom, Methodisch-didaktische Einheit, Klassendienst, Handlungsorientierung, Lernziel, Pädagogische Anleitung, Reflexion, Inklusion, Alltagskompetenz, Förderung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert eine methodisch-didaktische Einheit für einen Schüler der Berufsschulstufe, die darauf abzielt, die lebenspraktische Fertigkeit des Tischwischens korrekt und selbstständig zu erlernen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der heilpädagogischen Förderung, der Vermittlung lebenspraktischer Fähigkeiten und der methodischen Anleitung zur Steigerung der Selbstständigkeit bei alltäglichen Aufgaben.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel besteht darin, dass Schüler M. den Klassendienst „Tischwischen“ nach einer Mahlzeit unter Anleitung sachgerecht, gründlich und selbstständig ausführen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Lehrkraft setzt pantomimisches Vormachen als zentrale Methode ein, kombiniert mit verbaler Anleitung und anschließender praktischer Wiederholung durch den Schüler.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil beschreibt detailliert den Ablauf der Intervention: von der Vorbereitung des Lappens mit Spülmittel über das korrekte Wischverhalten bis hin zur hygienischen Entsorgung der Essensreste und dem anschließenden Trocknen des Lappens.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Selbstständigkeit, Lebenspraxis, Tischwischen, methodisch-didaktische Einheit und heilpädagogische Förderung.
Warum wurde die Methode des pantomimischen Vormachens gewählt?
Die Methode wurde gewählt, um den Prozess bildhafter darzustellen und dadurch das Interesse sowie die Motivation des Schülers M. gezielter anzusprechen.
Wie soll der Lernfortschritt langfristig gesichert werden?
Die Lehrkraft plant, den Schüler bei der Durchführung noch mehrmals zu begleiten und die Unterstützung nach und nach zu reduzieren, um den Unabhängigkeitsprozess nachhaltig zu fördern.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2011, Methodisch-didaktische Einheit zum Thema "Tisch wischen", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/181687